Google Pixel Frauen-Bundesliga
Derbysieg gegen Köln bringt Bayer 04 auf Rang drei

Bayer 04 Leverkusen ist in der Google Pixel Frauen-Bundesliga zumindest vorerst auf den begehrten dritten Tabellenplatz gerückt. Das Team von Trainer Roberto Pätzold landete zum Auftakt des 18. Spieltages einen 2:1 (2:0)-Derbysieg gegen den Nachbarn 1. FC Köln und verdrängte mit jetzt 31 Punkten die TSG Hoffenheim (29 Zähler) vorerst von Rang drei.
Vor 1068 Zuschauer*innen im Ulrich-Haberland-Stadion brachte Vanessa Fudalla (17.) die Gastgeberinnen mit ihrem bereits zwölften Saisontreffer, allerdings unter tatkräftiger Mithilfe von Kölns Torhüterin Irina Fuchs, schon früh auf die Siegerstraße. U 23-Nationalspielerin Sofie Zdebel (37.) baute den Vorsprung noch vor der Pause mit einem sehenswerten Direktschuss aus. In der Schlussphase machte es die eingewechselte Pauline Bremer (88.) noch einmal spannend. Zum Ausgleich reichte es aber nicht mehr.
Carlson: "Deutlich mehr drin"
"Wir wussten, dass es ein sehr enges Spiel wird", sagte Bayer-Trainer Roberto Pätzold im Interview. "Beide Mannschaften sind ein hohes Tempo gegangen. Wir haben es am Ende geschafft, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Unter dem Strich haben wir einen verdienten Derbysieg eingefahren."
Kölns Trainerin Britta Carlson erklärte: "Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit nicht so angenommen, wie es in einem Derby erforderlich ist. Da hat uns auch ein wenig die Leidenschaft gefehlt, wir haben zu einfache Gegentore bekommen. In der zweiten Halbzeit war für uns aber noch deutlich mehr drin."
FC-Torschützin Pauline Bremer meinte: "Leverkusen hat es vor der Pause gut gemacht. Da hatten wir zu wenig entgegenzusetzen. Schade, dass uns am Ende nicht mehr der Ausgleich gelungen ist."
Startelfdebüt für Borggräfe
Weil sie sich im vorherigen Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt (0:1) einen Teilriss des Innenbandes im rechten Knie zugezogen hatte, musste Leverkusens Stammtorhüterin und Kapitänin Friederike Repohl passen. Für sie rückte die erst kurz vor dem Ende der Transferperiode vom FC Liverpool ausgeliehene Rafaela Borggräfe erstmals von Beginn an zwischen die Pfosten.
Dazu nahm Bayer-Trainer Roberto Pätzold noch zwei weitere Veränderungen in seiner Anfangsformation vor. Lilla Turanyi ersetzte die angeschlagene Claudia Wenger in der Innenverteidigung, im Mittelfeld erhielt Sofie Zdebel den Vorzug gegenüber Juliette Vidal. Verletzungsbedingt fehlten neben Friederike Repohl und Claudia Wenger auch Vanessa Haim (Muskel-Sehnen-Verletzung), Torhüterin Charlotte Voll (Schultereckgelenkssprengung) und Shen Menglu (Aufbautraining nach Kreuzbandriss).
Beim 1. FC Köln stellte Trainerin Britta Carlson ihre Startelf gegenüber dem 0:0 gegen die SGS Essen auf zwei Positionen um. Die Ex-Leverkusenerin Sylwia Matysik verteidigte für ihre polnische Landsfrau Martyna Wiankowska auf der linken Abwehrseite. Auf der offensiven Außenbahn lief Zoe Hasenauer für Anna-Lena Stolze auf.
Fuchs legt unfreiwillig vor
In einer von Beginn an sehr intensiv geführten Begegnungen kam Leverkusens Offensivspielerin Kristin Kögel nach einem Zuspiel von Torjägerin Vanessa Fudalla zum ersten Abschluss. Der Flachschuss rollte jedoch am langen Pfosten vorbei. Nur wenige Minuten später zog Fudalla selbst aus knapp 20 Metern ab, FC-Torhüterin Irina Fuchs lenkte den Ball jedoch um den Pfosten.
Die 20 Jahre alte Schweizerin war dann allerdings entscheidend an der Leverkusener Führung beteiligt. Fuchs spielte den Ball im eigenen Strafraum direkt Vanesse Fudalla in die Füße, die sich diese Chance zum 1:0 (17.) nicht entgehen ließ. Die Leverkusener Stürmerin umkurvte Fuchs und markierte aus kurzer Distanz entschlossen ihr zwölftes Saisontor.
Die Kölnerinnen bemühten sich darum, schnell ins Spiel zurückzufinden, konnten sich aber nur wenige gute Tormöglichkeiten erspielen. Die besten Chancen zum Ausgleich hatten noch Zoe Hasenauer und Weronika Zawistowska, die ihre Versuche aus der Distanz jeweils ein wenig zu hoch ansetzten.
Besser machte es auf der Gegenseite Sofie Zdebel, die mit einem sehenswerten Volleyschuss aus etwa 18 Metern zum 2:0 (37.) erfolgreich war. Nach einer Hereingabe von Nationalspielerin Carlotta Wamser klärte die FC-Abwehr die Kugel nicht entscheidend, sodass Zdebel freistehend abziehen konnte und ins rechte obere Toreck traf.
Bremer verkürzt per Kopf
Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam beim 1. FC Köln mit Pauline Bremer (für Adriana Achcinska) eine zusätzliche Angreiferin. Bei Bayer 04 blieb die nach einem Sturz auf die Schulter angeschlagene Katharina Piljic in der Kabine und wurde von Juliette Vidal abgelöst.
Nach einer verteilten Anfangsphase hatte Kristin Kögel die große Chance, alles klar zu machen. Die erst kurz zuvor eingewechselte Cornelia Kramer legte den Ball glänzend für Leverkusens Kapitänin auf, die jedoch zu mittig abschloss und daher Irina Fuchs im Kölner Kasten nicht überwinden konnte. Nur wenig später versuchte es die frühere Kölnerin Carlotta Wamser nach einem schnellen Konter von der Strafraumgrenze, der Ball flog ganz knapp über die Latte.
Die Kölnerinnen, die selbst beim 2:2 im Hinspiel noch spät einen 2:0-Vorsprung aus der Hand gegeben hatten, ließen allerdings nicht locker und drängten weiter auf den Anschlusstreffer. Vor allem Torjägerin Sandra Maria Jessen hatte das 1:2 auf dem Fuß, schob die Kugel aber freistehend am langen Eck vorbei.
Erst kurz vor Schluss brachte die 21-malige Nationalspielerin Pauline Bremer (88.) die Gäste durch ein Kopfballtor nach einer Flanke von Martyna Wiankowska auf 1:2 heran. In der Nachspielzeit verzog erneut Bremer mit einem Drehschuss von der Strafraumgrenze knapp. Bayer 04 brachte den knappen Vorsprung über die Zeit und durfte den zehnten Saisonsieg bejubeln. Der FC blieb zum dritten Mal in Folge ohne Sieg (ein Punkt).
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw

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