Google Pixel Frauen-Bundesliga

Anyomi bringt Frankfurt mit Doppelpack auf Kurs

04.05.2026
Nächster Schritt Richtung Europa: Eintracht Frankfurt besiegt den 1. FC Nürnberg Foto: imago

Mit dem fünften Sieg in Serie in der Google Pixel Frauen-Bundesliga machte der Tabellendritte Eintracht Frankfurt am 24. Spieltag einen weiteren großen Schritt in Richtung der erneuten Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb. Das Team von Trainer Niko Arnautis behielt gegen den 1. FC Nürnberg 4:1 (2:1) die Oberhand und revanchierte sich damit für die 3:5-Niederlage aus dem Hinspiel.

Vor 2760 Zuschauer*innen im Stadion am Brentanobad schnürte Nationalstürmerin Nicole Anyomi (10./39.) schon vor der Pause einen Doppelpack und erhöhte ihre persönliche Ausbeute auf 13 Saisontreffer. Meret Günster (25.) gelang beim Debüt der neuen Nürnberger Trainerin Isabel Bauer (für den freigestellten Thomas Oostendorp) der zwischenzeitliche Ausgleich. In den Schlussminuten machten die beiden eingewechselten Laura Freigang (89.) und Hayley Raso (90.+3) alles klar.

Während die Eintracht ihren Vorsprung vor Platz vier (Bayer 04 Leverkusen) auf fünf Punkte vergrößerte, bleibt der FCN vier Zähler vor der Abstiegszone. Bei einem Sieg in Frankfurt wäre der Klassenverbleib gesichert gewesen.

Freigang zurück im Kader

Nach dem 3:1-Heimsieg im Topspiel gegen den Tabellenzweiten VfL Wolfsburg hatte Eintracht-Trainer Niko Arnautis keinen Grund für Umstellungen und setzte auf eine unveränderte Anfangsformation. Kapitänin und Nationalspielerin Laura Freigang, die gegen die Wölfinnen wegen einer Erkältung gefehlt hatte, nahm zunächst auf der Bank Platz. Im Kader der Hessinnen fehlte lediglich die langzeitverletzte Torhüterin Sophia Winkler.

Beim 1. FC Nürnberg nahm die neue Trainerin Isabel Bauer im Vergleich zur 0:1-Heimniederlage gegen den Hamburger SV zwei Veränderungen in der Startelf vor. Für die gelbgesperrte Laura Miller und Aneta Polaskova (Bank) starteten Maelle Seguin und die spätere Torschützin Meret Günster.

Auf mehrere Spielerinnen musste der "Club" weiterhin verletzungsbedingt verzichten. Jonna Brengel, Amelie Thöle (beide Aufbautraining), Jacqueline Baumgärtel, Clara Fröhlich, Selma Licina (alle Reha) sowie Lara Meroni (Rückenprobleme) standen ebenfalls nicht zur Verfügung.

Doorsoun leitet Tore ein

Die Eintracht ergriff schnell die Initiative und drängte auf ein frühes Tor. Das gelang dann auch. Nach einer gelungenen Kombination über Sara Doorsoun und Ereleta Memeti legte Rebecka Blomqvist ihrer Sturmpartner Nicole Anyomi den Ball genau in den Lauf, so dass sie keine Mühe hatte, Nürnbergs Torhüterin Lourdes Romero zum 1:0 (10.) zu überwinden.

Die Gastgeberinnen blieben auch in der Folgezeit dran, hatte aber Pech, dass Nationalspielerin Lisanne Gräwe mit einem Schlenzer an der Unterkante der Latte scheiterte. Stattdessen nutzten die Nürnbergerinnen gleich ihren ersten Torschuss überhaupt zum Ausgleich. Emöke Papai wurde nicht entscheidend gestört und konnte deshalb den Ball gegen vier Gegenspielerinnen behaupten. Ihren Querpass nahm Meret Günster knapp innerhalb des Strafraums direkt und traf zum 1:1 (25.). Weil der Schuss von Nadine Riesen noch leicht abgefälscht wurde, Frankfurts Torhüterin Lina Altenburg ohne Chance.

Vom Gegentreffer ließ sich die Eintracht jedoch nicht beeindrucken. Vor allem Innenverteidigerin Sara Doorsoun leitete immer wieder gefährliche Aktionen ein. So kam Linksverteidigerin Nina Lührßen nach einer Flanke ihrer Abwehrkollegin zum Kopfball, scheiterte jedoch an der gut reagierenden Lourdes Romero. Nur wenig später war die FCN-Torfrau allerdings erneut machtlos. Die langjährige Abwehrspielerin Sara Doorsoun setzte erneut Nina Lührßen auf der linken Seite in Szene. Deren maßgerechte Hereingabe spitzelte Nicole Anyomi zum 2:1 (39.) ins lange Eck. Vom Innenpfosten prallte das Spielgerät zum verdienten Halbzeitstand ins Netz.

Raso setzt Schlusspunkt

Im zweiten Durchgang setzten die Gäste nach einer recht chancenarmen Anfangsphase das erste Ausrufezeichen. Nastassja Lein, die beim Nürnberger 5:3 im Hinspiel dreimal getroffen und noch ein Tor vorbereitet hatte, ließ Amanda Ilestedt nach einem schnellen Konter im Strafraum ins Leere laufen, verzog jedoch den Abschluss aus aussichtsreicher Position.

Noch näher war die aufgerückte Abwehrspielerin Leia Varley am möglichen Anschlusstor, brachte die Kugel nach einem Eckball aber aus kurzer Entfernung nicht auf das Tor. Kurz darauf versuchte s Nastassja Lein aus der Distanz, ihr Schuss landete jedoch auf dem Tornetz. Insgesamt wurde der FCN in dieser Phase immer mutiger, konnte sich jedoch nicht belohnen.

Die Entscheidung fiel erst in der Schlussphase. Zunächst nutzte die eingewechselte Laura Freigang nach einem langen Ball von Nina Lührßen einen Stellungsfehler von Leia Varley und lupfte die Kugel elegant über Lourdes Romero zum 3:1 (89.) und damit zu ihrem zehnten Saisontor ins Netz. Mit der letzten Aktion der Partie stellte dann Hayley Raso, die erst zu Beginn der Nachspielzeit in die Partie gekommen war, mit einem abgefälschten Schuss den 4:1-Endstand (90.+3) her. Für die Australierin war es der erste Treffer in der laufenden Spielzeit. Wermutstropfen für die Frankfurterinnen: Doppeltorschützin Nicole Anyomi musste mit dem Verdacht auf eine Oberschenkelverletzung ausgewechselt werde.

Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga

Autor: mspw