Google Pixel Frauen-Bundesliga
4:0 gegen Essen: Hoffenheim klettert auf Rang drei

Die TSG Hoffenheim hat in der Google Pixel Frauen-Bundesliga den dritten Tabellenplatz erobert, der am Saisonende zur Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb berechtigt. Das Team von Trainerin Eva-Maria Virsinger zog am 20. Spieltag mit dem 4:0 (1:0) gegen die SGS Essen an Eintracht Frankfurt (am Samstag 2:4 beim SV Werder Bremen) vorbei.
Im Dietmar-Hopp-Stadion leitete U 23-Nationalspielerin Marie Steiner (42.) den dritten Sieg aus den zurückliegenden vier Begegnungen ein. Lisann Kaut (52.) sowie die jeweils eingewechselten Janna Grimm (78.) und Dominika Grabowska (80.) ließen den Erfolg noch deutlicher ausfallen. Die SGS Essen belegt durch die Niederlage weiterhin einen Abstiegsplatz.
Lisann Kaut: "Für Aufwand belohnt"
"Wir sind verhalten in die Partie gestartet, hatten aber viel Ballbesitz und haben Essen nach und nach in die Räume gebracht, in denen wir sie haben wollten", erklärte Hoffenheims Verteidigerin Lisann Kaut: "Letzten Endes haben wir es geschafft, uns für diesen Aufwand zu belohnen. Bei meinem Tor hatte ich einfach ein gutes Gefühl. Auch für die Mannschaft, dass wir ein bisschen losgelöster auftreten konnten."
TSG-Trainerin Eva-Marie Virsinger meinte: "Ich habe eine sehr reife Leistung meiner Mannschaft gesehen, die einen verdienten Heimsieg eingefahren hat. Die SGS Essen ist ein Gegner, an dem sich schon einige Teams die Zähne ausgebissen haben. Umso höher ist unsere Leistung einzuschätzen. Am Anfang mussten wir erst reinkommen und uns die Kontrolle erarbeiten. Im Laufe der ersten Halbzeit haben wir das aber immer besser geschafft und die Räume zwischen den Ketten gut bespielt. Nachdem wir uns mit dem ersten Tor belohnt hatten, war uns klar, dass wir in Details nochmal nachbessern und unsere Chancen kaltschnäuziger nutzen wollen. Wir haben schließlich die richtigen Momente gefunden und für uns genutzt."
Heleen Jaques, Trainerin der SGS Essen, sagte: "Wir hatten von Beginn an einen klaren Plan, wollten Hoffenheim hoch anlaufen und stressen. Das haben wir zu Beginn gut gemacht, haben keine großen Torchancen zugelassen. Das Gegentor fällt leider kurz vor der Halbzeit. Dennoch war unsere Stimmung gut und der Glaube an uns weiterhin da. Nach der Pause fällt schnell der zweite Treffer und unsere Energie fällt ab. Dennoch halte ich das Ergebnis für etwas zu hoch. Wir müssen weiter nach vorne schauen und das, was wir gut gemacht haben, mit in die nächsten Spiele nehmen."
Selina Cerci meldet sich fit
Im Vergleich zum 1:0-Auswärtserfolg im Topspiel bei Bayer 04 Leverkusen vor der Länderspielpause nahm Eva-Maria Virsinger, Cheftrainerin der TSG Hoffenheim, zwei Veränderungen an ihrer Anfangsformation vor. Für Jill Janssens und Laura Gloning liefen die beiden späteren Torschützinnen Lisann Kaut und Marie Steiner von Beginn an auf.
Nach ihrer verletzungsbedingten Absage der beiden WM-Qualifikationsspiele mit den DFB-Frauen gegen Slowenien (5:0) und Norwegen (4:0) meldete sich TSG-Torjägerin Selina Cerci rechtzeitig wieder fit und gehörte zur Startformation. Ebenfalls wieder im Training sind Linda Natter und Naomi Luyet. Für beide kam die Partie aber noch zu früh. Weiterhin in Reha befinden sich Féli Delacauw und Sara Ritter.
Auch bei der SGS Essen entschied sich Trainerin Heleen Jaques nach dem Einzug in das Halbfinale des DFB-Pokals (1:0 gegen den SV Werder Bremen) für zwei Umstellungen. Flügelspielerin Leonie Köpp und Mittelstürmerin Ramona Maier rückten neu ins Team. Dafür nahmen zunächst Maike Berentzen und Laura Pucks auf der Bank Platz. Zwischen den Pfosten stand - wie im Pokalspiel - erneut Luisa Palmen. Stammtorhüterin Kim Sindermann fehlte weiterhin wegen einer Adduktorenverletzung.
Marie Steiner trifft sehenswert
Die TSG Hoffenheim war schon früh um Spielkontrolle bemüht. Die SGS Essen agierte jedoch nach Balleroberungen mutig und suchte schnell den Weg in die Offensive. Da beide Defensivreihen aber konzentriert verteidigten, blieben klare Torchancen zunächst aus. Nach einem schnellen Essener Gegenstoß wurde Leonie Köpp noch entscheidend am Abschluss gehindert. Auf der anderen Seite konnte die SGS-Defensive nach einer Hoffenheimer Ecke den Schuss von Franziska Harsch noch blocken. Wielle Douma gewann für die TSG ein wichtiges Laufduell mit Leonie Köpp, bevor es richtig gefährlich werden konnte.
Danach wurde der Druck der Hoffenheimerinnen größer. Selina Cerci zielte bei ihrer Direktabnahme nach einer Flanke von der linken Seite zu hoch. Nach etwas mehr als einer halben Stunde legte die Nationalspielerin einen Lupfer zu Nikée van Dijk zurück, die an Essens Torhüterin Luisa Palmen scheiterte. Wenige Augenblicke später entschied Luisa Palmen auch eine Eins-gegen-Eins-Situation mit Cerci für sich.
Kurz vor der Pause traf die TSG Hoffenheim dann aber doch zur Führung. Einen Schuss von Chiara Hahn konnte die SGS-Defensive noch blocken. Nikée van Dijk legte den Ball aber noch einmal ab und Marie Steiner platzierte ihren Schuss unhaltbar zum 1:0 (42.) im oberen linken Eck.
Zwei Joker-Tore zum Endstand
Für die zweite Halbzeit nahm SGS-Trainerin Heleen Jaques zwei Wechsel vor. Die etatmäßige Kapitänin Jacqueline Meißner und Laura Pucks kamen für die angeschlagene Lena Ostermeier und Leonie Köpp in die Begegnung. Die offensiven Akzente setzte aber weiterhin die TSG Hoffenheim. Franziska Harsch legte an der Strafraumgrenze quer und Lisann Kaut erhöhte sehenswert auf 2:0 (52.).
Auch in der Folgezeit kontrollierten die Hoffenheimerinnen das Spielgeschehen. Nach einem Steilpass auf Marie Steiner konnte Essens Torhüterin Luisa Palmen die Chance noch verhindern. Die SGS Essen versuchte, über viele Flanken Druck aufzubauen, es fehlte aber häufig die Genauigkeit. Nach mehr als einer Stunde setzte SGS-Mittelstürmerin Ramona Maier einen Schuss aus spitzem Winkel einen Meter am Tor vorbei. Zwingender vor dem gegnerischen Tor blieb die TSG. Eine flache Hereingabe bekamen die Essenerinnen nicht entscheidend geklärt. Marie Steiner legte noch einmal für Selina Cerci auf. Ihr Schuss wurde aber noch entscheidend von Beke Sterner abgefälscht.
In der Schlussphase ließ die TSG Hoffenheim den Sieg aber doch noch deutlicher ausfallen. Nach einem Angriff über Selina Cerci legte die Nationalspielerin den Ball in die Mitte ab. Dort traf die eingewechselte Janna Grimm mit einem satten Schuss zum 3:0 (78.) unter die Latte. Der nächste Tempogegenstoß der Gastgeberinnen lief bereits wenige Augenblicke später. Am Ende des Angriffs landete der Ball bei der ebenfalls erst später ins Spiel gekommenen Dominika Grabowska, die mit ihrem Flachschuss ins kurze Eck zum 4:0-Endstand (80.) SGS-Torhüterin Luisa Palmen keine Chance ließ.
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw

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