Google Pixel Frauen-Bundesliga
3:3! Wolfsburg gleicht in Unterzahl noch aus

Der Tabellenzweite und aktuelle Vizemeister VfL Wolfsburg hat kurz vor Schluss doch noch einen Zähler in der Google Pixel Frauen-Bundesliga eingefahren. Für das Team von Trainer Stephan Lerch sprang am 22. Spieltag ein torreiches 3:3 (1:1) gegen den 1. FC Union Berlin heraus. Dabei gelang den Wolfsburgerinnen der Treffer zum Endstand in Unterzahl.
Vor 3517 Zuschauer*innen im AOK Stadion brachte Hannah Eurlings (43.) die Berlinerinnen erstmals in Führung. DFB-Vizekapitänin Janina Minge (45.+1) traf noch vor der Pause zum Ausgleich. Nach einem Eigentor von Nationalspielerin Camilla Küver (62.) lag der 1. FC Union erneut vorne. Tanja Pawollek (78.) sorgte mit einem direkt verwandelten Eckball für einen zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Vorsprung, den Camilla Küver (84.) wieder verkürzte.
Obwohl sich Wolfsburgs Nationaltorhüterin Stina Johannes wegen einer Notbremse außerhalb des Strafraums die Rote Karte einhandelte (87.) und dafür Janina Minge in der Schlussphase zwischen die Pfosten rückte, traf Judit Pujols (90.+5) in der Nachspielzeit noch zum Ausgleich für den VfL, der jetzt 13 Punkte hinter Tabellenführer FC Bayern München zurückliegt. Dem Ligaprimus fehlen damit aus den verbleibenden fünf Begegnungen nur noch drei Zähler zur Titelverteidigung.
Minge: "Wir geben nie auf"
"Ich stolz auf das Team, dass wir nach dem Rückstand und der Roten Karte noch einen Punkt mitgenommen haben", sagte VfL-Torschützin und -Aushilfstorhüterin Janina Minge im Interview. "Es zeichnet uns aus, dass wir nie aufgeben und jede alles gibt, um Fehler auszubügeln. Dieser unfassbare Teamgeist spricht für uns. Deshalb können wir am Ende auch mit dem Remis zufrieden sein. Zum Glück wurde ich als Torhüterin nicht mehr gefordert."
Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch erklärte: "Wir hatten uns natürlich einen Sieg vorgenommen, sind jetzt aber sehr stolz, dass wir wenigstens noch einen Punkt geholt haben. In der zweiten Halbzeit war es ein wildes Spiel, die Ereignisse haben sich überschlagen. Die Noral der Mannschaft stimmt."
Pawollek: "Cleverness gefehlt"
"Wir wollten ein gutes Spiel abliefern und hätten vor der Partie ein Unentschieden sicherlich unterschrieben", betonte Union Berlins Torschützin Tanja Pawollek. "Im Nachhinein ist es natürlich ärgerlich, dass wir es nicht geschafft haben, den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Da hat uns auch ein wenig die Cleverness gefehlt. Dennoch können wir stolz auf die gezeigte Leistung sein."
Trainerin Ailien Poese meinte: "So ein verrücktes Spiel habe ich selten erlebt. Das Team hat sich aufgeopfert und alles investiert. In der Schlussphase sind wir etwas hektisch geworden, dennoch kein Vorwurf an jemanden. Wir nehmen den Punkt gerne mit."
Kapitänin Lisa Heiseler ergänzte: "Unser Pressing ist sehr gut aufgegangen, dadurch konnten wir zwei Tore erzwingen. Es war wieder eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung. Ich glaube, dass man auch von außen sieht, dass die Abläufe immer besser funktionieren. So kann es gerne weitergehen."
Sechs Wolfsburger Wechsel
Gegenüber dem 1:0-Erfolg im Viertelfinalhinspiel der UEFA Women’s Champions League gegen OL Lyonnes nahm VfL-Cheftrainer Stephan Lerch sechs Veränderungen in seiner Anfangsformation vor: Joelle Wedemeyer begann für Camilla Küver, Guro Bergsvand rückte für Caitlin Dijkstra in die Startelf, während Janou Levels anstelle von Sarai Linder auflief. Außerdem startete Judit Pujols für Justine Kielland (wegen einer Kniereizung nicht im Kader), Cora Zicai für Vivien Endemann und Anny Kerim-Lindland für Lineth Beerensteyn. Ex-Nationalspielerin Alexandra Popp sowie Lena Lattwein und Kessya Bussy standen verletzungsbedingt weiterhin nicht zur Verfügung.
Ailien Poese, Trainerin des 1. FC Union Berlin, sah nach dem 4:1 gegen den SV Werder Bremen keinen Grund, ihre Startelf zu verändern. Verzichten mussten die Berlinerinnen auf die Dienste von Alma Aagaard, Anna Aehling, Korina Janež, Leonie Köster, Mariann Noack, Cara Bösl und Tomke Schneider.
Viele bekannte Gesichter
Beim Aufeinandertreffen beider Teams kam es auch zum Wiedersehen von ehemaligen Weggefährtinnen. Erst im zurückliegenden Sommer wechselten Co-Trainerin Sabrina Eckhoff und Torwarttrainerin Alisa Vetterlein aus Wolfsburg nach Berlin. Eckhoff war von 2021 bis 2025 Assistenztrainerin beim VfL. Vetterlein stand von 2009 bis 2013 in 69 Pflichtspielen für die Wölfinnen im Tor und gewann 2013 das historische Triple. Ab 2021 war sie Torwarttrainerin bei den Profis. Eckhoff und Vetterlein gewannen in Wolfsburgs Trainerstab gemeinsam eine Meisterschaft und dreimal den DFB-Pokal.
Auch auf Seite der Spielerinnen gibt es zwei Verbindungen zu den Grün-Weißen: Union-Innenverteidigerin Samantha Steuerwald absolvierte von 2015 bis 2018 insgesamt 51 Zweitligapartien für Wolfsburgs U 20-Mannschaft. Torhüterin Julia Kassen stand von 2019 bis 2023 für die zweite Mannschaft zwischen den Pfosten und kam dabei auf 43 Einsätze in der 2. Frauen-Bundesliga.
VfL antwortet sofort
Beide Teams lieferten sich eine intensive Anfangsphase. Die größeren Spielanteile gehörten dabei den Wolfsburgerinnen. Eine Hereingabe von Ella Peddemors konnte VfL-Offensivspielerin Svenja Huth nicht unter Kontrolle bringen, so dass Union-Torhüterin Nadine Böhi den Ball aufnehmen konnte. Die Defensive der Berlinerinnen stand auch danach sicher, so dass sich die Gastgeberinnen zunächst keine klaren Chancen herausspielen konnten. So dauerte es bis zur nächsten nennenswerten Gelegenheit auch fast eine halbe Stunde. Nach einem Doppelpass mit Svenja Huth kam Ella Peddemors zum Abschluss. Ihren Schuss konnte Nadine Böhi um den Pfosten lenken. Bei der folgenden Ecke köpfte Guro Bergsvand vorbei.
Die Gäste tauchten kurz vor der Pause gefährlich im gegnerischen Strafraum auf. Nach einem Steilpass von Tanja Pawollek war VfL-Nationaltorhüterin Stina Johannes vor Eileen Campbell zur Stelle. Wenige Sekunden später fiel dann aber doch der erste Treffer der Partie. Wolfsburgs Abwehrspielerin Guro Bergsvand leistete sich im Spielaufbau einen Fehler, als sie gegen U 23-Nationalspielerin Sophie Weidauer ins Dribbling ging. Der Ball sprang zu Hannah Eurlings, die aus kurzer Distanz zum 0:1 (43.) einschob. Den Wolfsburgerinnen gelang aber noch vor der Pause die Antwort: Eine Flanke von Maria-Joelle Wedemeyer bekam die Defensive des 1. FC Union nicht entscheidend geklärt, so dass Janina Minge sehenswert mit einem Volleyschuss zum 1:1-Ausgleich (45.+1) traf.
Stina Johannes sieht "Rot"
Die erste Torannäherung im zweiten Durchgang gehörte dem 1. FC Union Berlin. Kapitänin Lisa Heiseler stellte Stina Johannes mit ihrem Schuss aus spitzem Winkel aber vor keine größeren Probleme. Nach fast einer Stunde nahm Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch mit einem Dreifachwechsel die ersten Veränderungen vor. Vivien Endemann, Lineth Beerensteyn und Camilla Küver sollten anstelle von Janou Levels, Anny Kerim-Lindland und Guro Bergsvand für neuen Schwung sorgen. Eine Einwechselspielerin stand kurz darauf auch unglücklich im Mittelpunkt. Camilla Küver versprang ein Rückpass auf Torhüterin Johannes, so dass die Berlinerinnen durch das Eigentor erneut in Führung gingen (62.). Fast wäre dem VfL Wolfsburg erneut der schnelle Ausgleich gelungen. Lineth Beerensteyn verpasste eine Flanke von Svenja Huth aber knapp.
Stattdessen baute der 1. FC Union Berlin die Führung aus. Ein Eckball von Tanja Pawollek senkte sich ohne weitere Ballberührung zum 3:1 (78.) ins Netz. Die Wolfsburgerinnen kamen in der Schlussphase durch eine eigene Standardsituation aber wieder näher heran. Camilla Küver war nach einem Eckball mit dem Kopf zum 2:3 (84.) zur Stelle.
Die Schlussminuten musste der VfL in Unterzahl bestreiten. Torhüterin Stina Johannes kassierte aufgrund einer Notbremse außerhalb des Strafraums gegen die eingewechselte Nele Bauereisen die Rote Karte (87.). Weil die Wolfsburgerinnen ihr Wechselkontingent zu diesem Zeitpunkt bereits erschöpft hatten, rückte Kapitänin Janina Minge zwischen die Pfosten. Trotz Unterzahl gelang den Gastgeberinnen aber noch der Ausgleich. Nach einer Flanke von Svenja Huth traf Judit Pujols zum 3:3 (90.+5). Danach drückte der VfL sogar noch auf den Sieg. Es blieb aber beim Remis.
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga, News (engl.)
Autor: mspw

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