Google Pixel Frauen-Bundesliga
3:2 bei Union: FC Bayern feiert achten Meistertitel

Riesenjubel beim FC Bayern München! Der Titelverteidiger machte in einer vorgezogenen Partie vom 23. Spieltag in der Google Pixel Frauen-Bundesliga den erneuten Gewinn der Deutschen Meisterschaft mit einem 3:2 (1:1)-Auswärtssieg beim 1. FC Union Berlin perfekt.
Drei Runden vor dem Saisonende kann das Team von FCB-Trainer José Barcala endgültig nicht mehr von Platz eins verdrängt werden. Für Barcala, der vor Saisonbeginn die Nachfolge von Alexander Straus angetreten hatte, ist es der erste Meistertitel. "Dieser Erfolg ist der verdiente Lohn für eine sehr konstante Saison, für die tägliche Arbeit der gesamte Mannschaft und des Staffs - und für unsere Fans", so der 44 Jahre alte Spanier.
Vor 13.220 Zuschauer*innen im Stadion An der Alten Försterei nutzten die Münchnerinnen gleich ihren ersten "Matchball", um die Meisterschaft vorzeitig unter Dach und Fach zu bringen. Für den FC Bayern ist es insgesamt der achte Titelgewinn nach 1976, 2015, 2016, 2021, 2023, 2024 und 2025.
Die Treffer erzielten Edna Imade (8.), Barbara Dunst (50.) und die eingewechselte Giulia Gwinn (84.). Sophie Weidauer (11.) und Lia Kamber (77.) hatten in einer unterhaltsamen Partie gleich zweimal für die Berlinerinnen ausgleichen können.
Erstes Triple der Vereinsgeschichte?
Die Erfolgsserie des Spitzenreiters in der höchsten deutschen Spielklasse ist eindrucksvoll. Seit inzwischen 37 Partien sind die Münchnerinnen in der Google Pixel Frauen-Bundesliga saisonübergreifend ungeschlagen. Die zurückliegenden 19 Partien wurden allesamt gewonnen. Die jüngste Niederlage gab es am 12. Oktober 2024 mit dem 0:2 beim VfL Wolfsburg.
Schon bald könnte auch das zweite Double in Folge perfekt sein. Schließlich trifft der alte und neue Deutsche Meister am Donnerstag, 14. Mai (ab 16 Uhr, live im ZDF und bei Sky), im Kölner RheinEnergieStadion im Endspiel um den DFB-Pokal der Frauen auf den Rekordpokalsieger VfL Wolfsburg.
Die nächsten Höhepunkte warten allerdings zunächst in der UEFA Women's Champions League. Im Halbfinale der Königsklasse bekommt es der FC Bayern mit dem FC Barcelona zu tun. Das Hinspiel findet am Samstag, 25. April (ab 18.15 Uhr) in München statt, das Rückspiel am Sonntag, 3. Mai (ab 16.30 Uhr) in Barcelona. Das ZDF überträgt jeweils live. Sollte der Einzug in das Endspiel gelingen, wäre sogar das erste Triple der Vereinsgeschichte möglich.
Giulia Gwinn: "Das macht Lust auf mehr"
"Erst einmal Glückwünsch an den FC Bayern München zur deutschen Meisterschaft", sagte Unions Torschützin Sophie Weidauer. "Nichtsdestotrotz haben wir einen tollen Kampf abgeliefert. Vor einer so großartigen Kulisse kann das nur Spaß machen, auch wenn die Enttäuschung groß ist, dass wir mit einem 2:3 vom Platz gehen."
Bayern Münchens Barbara Dunst meinte: "Es war ein großer Schritt für mich, nach München zu wechseln. Der erste Titel ist daher schon sehr besonders. Wir haben uns schon etwas schwer getan, nach der Länderspielpause in unseren Rhythmus zu kommen. Der Fehler von mir war Mist. Zum Glück konnte ich der Mannschaft noch helfen, zurückzukommen. Auf uns wartet in den kommenden Tagen der nächste Kracher. Das mit dem Feiern heben wir uns daher noch auf."
Münchens Siegtorschützin Giulia Gwinn erklärte: "Es war nicht das Spiel, das wir uns erhofft haben. Von unserer Seite war es eine ziemlich zerfahrene Partie. Im Endeffekt ist es aber trotzdem schön, dass wir die drei Punkte mitnehmen und das große Ziel Deutsche Meisterschaft erreicht haben. Das macht Lust auf mehr. Wir haben eine super Truppe. Wir haben über die Saison betrachtet in jedem Spiel dominant unseren Stempel aufgedrückt. Das spricht für unsere Mannschaft und die Arbeit, die wir reingesteckt haben."
Berlins Torhüterin Bösl meldet sich zurück
Gegenüber dem 3:3 gegen den VfL Wolfsburg vor der Länderspielpause, mit dem der 1. FC Union Berlin dem FC Bayern München den "Matchball" zum Gewinn der deutschen Meisterschaft ermöglicht hatte, nahm Trainerin Ailien Poese nur einen Wechsel in der Startelf vor. Stammtorhüterin Cara Bösl kehrte nach einer verletzungsbedingten Pause für Nadine Böhi zwischen die Pfosten zurück.
José Barcala, Trainer des FC Bayern München, veränderte sein Team im Vergleich zum 4:0 im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Ligakonkurrent SGS Essen auf vier Positionen. Kapitänin Glodis Viggosdottir, Carolin Simon, Bernadette Amani und Barbara Dunst spielten anstelle der deutschen Nationalspielerinnen Giulia Gwinn und Franziska Kett sowie Arianna Caruso und Pernille Harder. Klara Bühl gehörte erstmals seit ihrer Sehnenverletzung wieder zum Kader.
Weidauer gelingt schneller Ausgleich
Der FC Bayern München übernahm von Beginn an die Spielkontrolle und ließ den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen. Nach einer Flanke von Barbara Dunst kamen die Münchnerinnen zur ihrer ersten Gelegenheit. Beim Kopfball von Edna Imade packte Union-Torhüterin Cara Bösl sicher zu. Schon kurz darauf fiel auch der Treffer für den Favoriten. Eine Ecke des Tabellenführers bekamen die Berlinerinnen nicht entscheidend geklärt. Bernadette Amani brachte den Ball wieder in den Strafraum, wo Edna Imade (8.) den Ball aus etwa zehn Metern über die Linie drückte.
Dem 1. FC Union Berlin gelang aber die schnelle Antwort. Münchens Barbara Dunst unterlief als letzter Spielerin nahe der Mittellinie ein Ballverlust gegen Sophie Weidauer. Nach einem Sprint über das halbe Spielfeld traf die 24-Jährige (11.) alleine vor FCB-Torhüterin Ena Mahmutovic zum Ausgleich. Nach dem Gegentreffer zwangen die Berlinerinnen den FCB zu einigen technischen Fehlern. Gefährlich wurde es im Strafraum aber nicht. Die Torabschlüsse gehörten dem FC Bayern. Zunächst zielte Linda Dallmann von der Strafraumgrenze aus etwas zu hoch. Nach etwas mehr als einer halben Stunde wehrte Berlins Bösl einen Schuss der Nationalspielerin aus fast identischer Position zur Ecke ab. Es blieb zur Pause beim 1:1.
Klara Bühl gibt Comeback
Den zweiten Durchgang nahmen beide Teams ohne personelle Wechsel in Angriff. Schon nach wenigen Minuten hatte der FC Bayern München mehrere Ecken herausgeholt. Der nächste Treffer fiel aber aus dem Spiel heraus. Ein hoher und langer Ball von Georgia Stanway landete halblinks vor dem Strafraum bei Barbara Dunst (50.), die schnell und technisch sauber ins linke untere Eck platzierte. Nach etwas mehr als einer Stunde gab Klara Bühl ihr Comeback. Die 25-Jährige stand nach ihrer Einwechslung für Linda Dallmann erstmals seit Ende Februar gegen den VfL Wolfsburg (4:1) wieder in einem Ligaspiel auf dem Feld.
Die Berlinerinnen kamen nach einem schnellen Gegenstoß zum ersten Abschluss nach der Pause. Der Schuss der eingewechselten Nele Bauereisen stellte FCB-Torhüterin Mahmutovic aber vor keine Probleme. Union kam anschließend häufiger in die Nähe des gegnerischen Strafraums. Die Flanken bekam die FCB-Defensive aber zunächst geklärt. Dann kombinierte sich der 1. FC Union aber über Nele Bauereisen und Sophie Weidauer bis in den Strafraum. Dort traf Lia Kamber (77.) ins kurze Eck zum 2:2. Die Münchnerinnen gingen aber auch noch ein drittes Mal in Führung. Eine Flanke der eingewechselten Bühl vollendete die ebenfalls ins Spiel gekommene Giulia Gwinn (84.) zum 3:2. Die eingewechselte Pernille Harder verpasste mit einem Pfostenschuss das vierte Tor. Weil Nele Bauereisen im direkten Gegenzug das Außennetz traf, blieb es beim knappen Erfolg des FC Bayern.
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw
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