Google Pixel Frauen-Bundesliga
3:1 beim HSV: Leipzig kommt Klassenverbleib näher

RB Leipzig machte am 17. Spieltag in der Google Pixel Frauen-Bundesliga einen großen Schritt in Richtung Klassenverbleib. Nach zuvor sieben Partien ohne Sieg (ein Punkt) setzten sich die Sächsinnen beim Aufsteiger Hamburger SV 3:1 (1:1) durch und vergrößerten damit den Vorsprung vor der Gefahrenzone der Liga zumindest vorerst auf acht Zähler. Der HSV liegt dagegen weiterhin nur einen Punkt vor einem Abstiegsrang.
Vor 3162 Zuschauer*innen im Hamburger Volksparkstadion ließ U 19-Nationalspielerin Lotta Wrede (14.) zunächst die Gastgeberinnen jubeln. Praktisch im Gegenzug gelang jedoch der beim HSV ausgebildeten U 23-Nationalspielerin Lisa Baum (16.), die erst seit Saisonbeginn für RB am Ball ist, der Ausgleich. In der Schlussphase machten Emilia Asgeirsdottir (83.) und die eingewechselte Delice Boboy (90.+5) den fünften Leipziger Saisonsieg perfekt.
Lisa Baum: "Cool geblieben"
"Ich finde, dass wir ab der ersten Minute dominant waren und das Spiel im Griff hatten", meinte RB-Kapitänin Sandra Starke. "Das Gegentor war unnötig. Ich finde, dass der Sieg hochverdient war."
Torschützin Lisa Baum sagte: "Ich habe mich sehr auf den Tag gefreut. Der HSV hat alles gegeben, aber wir haben den Überblick behalten und sind cool geblieben. Wir hätten es vorher schon entscheiden können."
Zsofia Racz für RB an der Linie
Im Vergleich zur 0:2-Heimniederlage gegen den SC Freiburg musste HSV-Trainerin Liese Brancao auf die rotgesperrte Abwehrspielerin Victoria Schulz verzichten. Sie wurde von Emilia Hirche ersetzt. Darüber hinaus verzichtete die Brasilianerin auf weitere Umstellungen.
Bei RB Leipzig musste Cheftrainer Jonas Stephan wegen einer Gelbsperre auf der Tribüne Platz nehmen und wurde an der Seitenlinie von seiner Assistentin Zsofia Racz vertreten. Mit Innenverteidigerin Julia Landenberger und Offensivspielerin Marleen Schimmer, die beide ihr Startelf-Comeback nach überstandenen Verletzungen gaben, sowie Mittelfeldspielerin Lou-Ann Joly rückten gegenüber dem 2:2 gegen Eintracht Frankfurt drei neue Spielerinnen ins Team. Sie erhielten diesmal den Vorzug vor Nikoline Dudek, Gina Chmielinski und Delice Boboy, die zunächst auf der Bank Platz nahmen.
Lotta Wrede erneut Torschützin
Die Gäste erwischten den besseren Start und hätten schon nach wenigen Sekunden in Führung gehen können. So scheiterte Marleen Schimmer zunächst mit einem wuchtigen 16-Meter-Schuss an HSV-Torfrau Lea Paulick. Den Abpraller wollte Marlene Müller ins Netz befördern, in letzter Sekunde grätschte jedoch Magou Doucouré dazwischen.
Stattdessen nutzten die Hamburgerinnen ihren ersten Torschuss zum 1:0 (14.). Nach einer Balleroberung von Melanie Brunnthaler setzte sich Lotta Wrede im Strafraum gegen Victoria Krug durch und überwand RB-Torhüterin Elvira Herzog mit einem trockenen Flachschuss. Kurios: Ihr bislang einziges Bundesligator hatte Lotta Wrede beim Hamburger 1:0-Hinspielsieg erzielt. Die Leipziger Antwort ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Praktisch im Gegenzug fasste sich Lisa Baum an ihrer früheren Wirkungsstätte aus etwa 25 Metern ein Herz und traf zum schnellen 1:1 (16.). Der Ball sprang vom Innenpfosten ins Netz.
Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs hatte RB Leipzig mehr vom Spiel und auch die besseren Torchancen. Lisa Baum bekam jedoch bei einem Kopfball nicht genügend Druck auf die Kugel, Marlene Müller konnte den Ball in aussichtsreicher Position nicht kontrollieren und HSV-Torhüterin Lea Paulick parierte einen Abschluss von Emilia Asgeirsdottir per Fußabwehr.
Delice Boboy besorgt Endstand
Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Lou-Ann Joly erneut den Führungstreffer für die Gäste auf dem Fuß, verzog aber von der Strafraumgrenze knapp. Auf der Gegenseite war RB-Torhüterin Elvira Herzog gegen die eingewechselte Paulina Bartz auf dem Posten.
Insgesamt waren die Leipzigerinnen auch nach der Pause einem Treffer näher als der HSV. Nach einer Flanke von Lisa Baum köpfte Marlene Müller unter Bedrängnis knapp neben das Tor, Emilia Asgeirsdottir zögerte nach einem starken Zuspiel der eingewechselten Delice Boboy ein wenig zu lange, so dass Lea Paulick noch rechtzeitig den Winkel verkürzen und den Abschluss mit ihrem Oberschenkel abwehren konnte.
Das zweite Tor der Gäste fiel schließlich nach einer gelungenen Kombination. Ann-Lou Joly spielte auf der linken Seite Marlene Müller frei. Deren mustergültigen Querpass musste Emilia Asgeirsdottir nur noch aus kurzer Entfernung zum 1:2 (83.) einschieben. In der Schlussphase versuchten die Gastgeberinnen noch einmal alles, um zumindest den Ausgleich zu erzwingen. Etwas Zählbares sprang dabei jedoch nicht heraus. Stattdessen nutzte U 23-Nationalspielerin Delice Boboy in der Nachspielzeit einen Patzer von Lea Paulick beim Rauslaufen zum entscheidenden 1:3 (90.+5). Aus 16 Metern musste sie den Ball nur noch ins verlassene Tor schieben.
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw

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