DFB-Pokal
2:0 gegen Union: Bielefelds Pokalmärchen geht weiter

Arminia Bielefeld steht sensationell als einziger Drittligist im Achtelfinale des DFB-Pokals: Die Ostwestfalen feierten gegen Bundesligist 1. FC Union Berlin zuhause ein 2:0 (1:0). Ebenfalls für die Runde der letzten 16 qualifizierte sich der FC Bayern München dank eines souveränen 4:0 (4:0) bei Ligarivale 1. FSV Mainz 05, Erstligist TSG Hoffenheim entschied das Duell mit dem 1. FC Nürnberg aus der 2. Bundesliga mit 2:1 (1:0) für sich. Drittligist Dynamo Dresden musste sich in einem dramatischen Spiel Zweitligist SV Darmstadt 98 erst nach Verlängerung mit 2:3 (2:2, 0:0) beugen.
Die Arminia hielt gegen die Köpenicker auf der heimischen Alm von Beginn an gut dagegen und jubekte nach zwölf Minuten über den Führungstreffer, als Marius Wörl nach einem Fehler im Berliner Aufbauspiel aus gut 35 Metern über Frederik Rönnow hinweg traf. Die "Eisernen" hatten danach vor der Pause zweimal Alupech: Erst traf Rani Khedira die Latte (28.), dann köpfte Andras Schäfer an den Pfosten (45.+3). Nach der Pause erhöhte Union den Druck immer mehr, kam aber kaum zu klaren Abschlüssen. Und so trafen erneut die Hausherren nach einem Umschaltmoment durch André Becker (71.).
Musiala schnürt den Dreierpack
Der Rekordpokalsieger stellte in Mainz die Weichen gleich nach Anpfiff auf Sieg: Jamal Musiala traf nach zwei Minuten auf Ablage von Harry Kane früh zum 1:0. Und die Münchner ließen nicht locker: Musiala erhöhte zunächst per Kopf (37.), dann Leroy Sané nach einem Konter (45.+1). Den Schlusspunkt setzte Dreierpacker Musiala mit einem Abstauber (45.+4).
In Sinsheim machte in einem recht ausgeglichenen Spiel zunächst der Treffer von Haris Tabakovic nach einem Eckball den Unterschied (27.). Die Franken erspielten sich ein ums andere Mal Chancen, fanden aber ihren Meister in Nationalkeeper Oliver Baumann im TSG-Tor. Bis Mahir Emreli kurz nach Wiederbeginn von Julian Justvan perfekt freigespielt wurde und zum Ausgleich einnetzte (47.). Für die Entscheidung sorgte Arthur Chaves per Kopfball in der 71. Minute.
Dynamo und die "Lilien" lieferten sich im Rudolf-Harbig-Stadion einen umkämpften Schlagabtausch, in dem in Halbzeit eins der Klärungsversuch des Dresdners Robin Meißener an die Latte des eigenen Tores (45.) der einzige Höhepunkt blieb. Das änderte sich nach dem Seitenwechsel: Aleksandar Vukotic köpfte platziert zur Führung für die Gäste ein (56.). In der Schlussphase wurde es dramatisch: Zuerst glich Dresdens Joker Jakob Lemmer per Kopf aus (85.), dann verwandelte Tobias Kempe in der Nachspielzeit einen Foulelfmeter zum vermeintlichen Darmstädter Sieg (90.+2). Doch Lemmer hatte etwas dagegen und schoss Dynamo mit einem wuchtigen Distanzschuss in die Verlängerung (90.+11). Dort sorgte Isac Lidberg (98.) für den entscheidenden Treffer.
Kategorien: DFB-Pokal
Autor: sid/js

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