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Futsal (portugiesisch: futebol de salão bzw. spanisch: fútbol sala = Hallenfußball) ist die internationale Hallenfußballvariante der FIFA und wird im 5 gegen 5 auf einem Futsalfeld mit einem für den Hallenboden speziell angefertigten, sprungoptimierten Futsalball gespielt. Bereits in den 1930er-Jahren hatte der uruguayische Sportlehrer Juan Carlos Ceriani das "kleine Fußballspiel" im 5 gegen 5 speziell für Kinder entwickelt. Statt der Bande kommen Spielfeldlinien als Feldbegrenzungen zum Einsatz. Futsal entwickelte sich zuerst in Südamerika, bevor er sich anschließend schnell auf dem Globus verbreitete. Aufgrund seiner Einfachheit und Dynamik erfreut sich der Futsal heute in vielen Teilen der Welt an großer Beliebtheit. Auch der Weg einiger der größten Fußballspieler der Welt, wie Lionel Messi und Ronaldinho, begann im Futsal.

Futsal weist naturgemäß ein hohes Maß an aktiver Teilnahme und motorischer Betätigung auf. Beim Futsal sind die Spieler*innen ständig – direkt oder indirekt – ins Spielgeschehen involviert und verbringen viel Zeit mit aktivem und intensivem Spielen. Der Futsalball hilft dabei, die grundlegenden Bewegungen und Handlungen des Fußballspiels zu erlernen, weshalb sich Futsal auch für Kinder und den Schulsport als Einstieg in das Fußballspiel bestens eignet. Das Regelwerk und der kleinere Spielraum sorgen für viele 1 gegen 1-Situationen und beschleunigen das Spiel. Schnelligkeit, viele Aktionen am Ball und viele Torabschlüsse sind für den Futsal charakteristisch, weswegen Zuschauer*innen weltweit vom Futsal begeistert sind.
 

Futsal im Überblick

  1. Futsal wird nach den internationalen FIFA-Futsal-Spielregeln gespielt. Die wichtigsten Spielregeln gibt es hier im Überblick: Zum Futsal-Flyer.

    Für euer Vereinsheim oder für eure Hallenfußballturniere und -spiele hat der DFB zudem Roll-Ups und Plakate mit den wichtigsten Rahmenbedingungen und Spielregeln entwickelt: Zum Roll-Up Rahmenbedingungen und zum Roll-Up Spielregeln.

    Das gesamte Regelwerk ist zudem hier auffindbar: Zum Handbuch der FIFA-Futsal-Spielregeln.

  2. Kinderfußball in der Halle
    Futsal und der neue Kinderfußball des DFB sind nahezu identisch: Im Kindesalter wird Hallenfußball vom 2 gegen 2 bis hin zum 5 gegen 5 gespielt. Die Spiele erfolgen auf Spielfeldern mit 2 Tor- sowie 2 Seitenlinien als Feldbegrenzungen und werden nach den Spielregeln des neuen Kinderfußballs ausgetragen. Zudem kommt ein gewichtreduzierter Futsalball für Kinder zum Einsatz. Dies soll nicht nur die fußballerische Entwicklung der Kinder auch in den Herbst- und Wintermonaten in der Sporthalle fördern, sondern auch den gesamten Fußball und seine Vereine qualitativ an der Basis stärken. Alle Informationen zum Kinderfußball in der Halle gibt es auch kompakt in einer Flyer-Version: Zum Flyer Kinderfußball in der Halle.

    Hallenfußball ab der D-Jugend
    Ab der D-Jugend wird Hallenfußball nach den offiziellen FIFA-Futsal-Spielregeln gespielt, die sich nur im geringen Maße von den Spielregeln des Kinderfußballs unterscheiden. Der DFB hat hierfür einen Leitfaden erstellt, der die Spielformate im Hallenfußball von den Bambinis bis zu den Erwachsenen erläutert: Zum Futsal-Booklet.

    Time-Out-Karte und Aufsteller-"Fünftes-Foul"
    Für die Durchführung eines Hallenfußballspiels nach den FIFA-Futsal-Spielregeln benötigt jedes Team ab der D-Jugend jeweils eine Time-Out-Karte und einen Aufsteller mit der Aufschrift "Fünftes-Foul". Beides stellt der DFB zum Ausdrucken bereit: Zur Time-Out-Karte und zum Aufsteller-"Fünftes-Foul" (Link zum Aufsteller-"Fünftes-Foul" verlinkt zur Time-Out-Karte: Gegebenenfalls korrekten Link einbauen!).

  3. Die Trainer*innen sind der Schlüssel für die Entwicklung des Futsals in Deutschland. Um unsere Trainer*innen bestmöglich in ihrer Entwicklung zu begleiten, haben die UEFA und der DFB jeweils eine kostenlose Grundlagenliteratur zum Futsal erstellt. Die Inhalte richten sich an alle Trainer*innen, die sich mit dem Futsal im Selbststudium intensiver befassen möchten: Zur DFB-Kurzschulung Futsal und zum UEFA-Handbuch für Futsal-Trainer*innen.

    Zusätzlich zur Fachliteratur generiert die FIFA in regelmäßigen Abständen digital freizugängliche Inhalte zum Futsal und stellt diese auf folgender Plattform zur Verfügung: Zum FIFA Training Centre.

  4. Die Ursprünge des Futsals gehen auf das Jahr 1930 und den uruguayischen Sportlehrer Juan Carlos Ceriani zurück. Ceriani hatte es sich zum Ziel gesetzt, eine altersgerechte Spielform des Fußballs für Kinder zu entwickeln und Kindern, denen keine Spielfelder im Freien zur Verfügung standen, das Fußballspielen auf Basketballfeldern zu ermöglichen. Diese kleineren Spielfelder waren die Lösung für das mangelnde Platzangebot. Ceriani zog die Rahmenbedingungen und Spielregeln anderer Mannschaftssportarten wie Basketball, Handball und Wasserball heran und passte die Größe des Spielfeldes, die Spieleranzahl, die Spieldauer und die Spielregeln für die neue Fußballvariante an.

    In Uruguay, wo Fußball nach den Titelgewinnen bei den Olympischen Spielen 1928 und bei der Weltmeisterschaft 1930 außerordentlich populär war, stieß die neue Fußballvariante auf Anhieb auf Begeisterung und etablierte sich schnell in ganz Südamerika. In den darauffolgenden Jahrzehnten verbreitete sich der Futsal allmählich auf dem Globus als offizielle Hallenvariante des Fußballs, die durch die Übernahme bestimmter Elemente aus anderen Mannschaftssportarten einen eigenen Charakter besitzt.

    In Deutschland erlebte der Futsal weitaus später seinen Beginn. In 2006 rief der DFB erstmals den jährlich stattfindenden DFB-Futsal-Cup ins Leben. In 2013 wurde auf dem DFB-Bundestag als Folge des 2. Amateurfußball-Kongresses 2012 ein gemeinsamer und verbindlicher Maßnahmenkatalog (Masterplan) gestartet, der unter anderem die bundesweite Verankerung des Futsals in Deutschland vorsah. Nachdem die FIFA-Futsal-Spielregeln in der Hallensaison 2014/2015 bereits im Junior*innenbereich zum Einsatz kamen, wurde am 1. Juli 2015 auch im Erwachsenenbereich (für vom Verband ausgetragene Turniere) umgestellt. Am 27. September 2019 wurde auf dem DFB-Bundestag einstimmig die Einführung der Futsal-Bundesliga zur Saison 2021/2022 beschlossen, bevor am 27. Januar 2023 die Deutsche Futsal-Meisterschaft der Frauen zur Saison 2023/2024 ins Leben gerufen wurde.

    Die Gründung der deutschen Futsal-Nationalmannschaft der Männer wurde durch das DFB-Präsidium am 4. Dezember 2015 beschlossen. Am 30. Oktober 2016 feierte das DFB-Team in Hamburg gegen England sein Debüt. Knapp sechs Jahre später, am 9. September 2022, beschloss das DFB-Präsidium die Gründung der U19 Futsal-Nationalmannschaft der Junioren, die ihr Debüt gegen Litauen am 7. Januar 2023 am DFB-Campus erlebte.

  5. Beim 3. Amateurfußball-Kongress des DFB in Kassel (22. bis 24. Februar 2019) wurde unter anderem über das Thema Futsal diskutiert: Wann und warum wurde die Hallenfußballvariante bundesweit eingeführt? Und was bedeutet das für die Vereine? Hier werden die wichtigsten Fragen zum Thema beantwortet.

    Wann wurde in Deutschland endgültig auf Futsal umgestellt?
    Die Umstellung erfolgte im Junior*innen-Bereich zur Hallensaison 2014/2015 und im Erwachsenenbereich zur Saison 2015/2016. In der DFB-Satzung heißt es dazu: "Alle Verbandswettbewerbe in der Halle von der Kreis- bis zur DFB-Ebene werden nach den offiziellen Futsal-Regeln der FIFA gespielt" (DFB-Futsal Ordnung).

    Warum wurde Futsal in Deutschland flächendeckend eingeführt?
    Der DFB fördert Futsal aus verschiedenen Gründen. Futsal ist die offizielle internationale Form des Hallenfußballs. So proklamiert es auch die FIFA. Als Mitgliedsverband nimmt der DFB an internationalen Wettbewerben teil und gleicht sich den internationalen Gepflogenheiten an. Ein zentraler Punkt ist die Verbesserung der fußballerischen Qualität der Spieler*innen in Deutschland. Dem DFB geht es um die Qualität des Fußballs. Denn der Futsal ist dem Fußball im Freien sehr viel näher als der traditionelle Hallenfußball mit Bande. So ermöglicht Futsal eine nahtlose Fortführung der fußballerischen Ausbildung der Kinder und Jugendlichen im Sinne des neuen Kinderfußballs des DFB, sobald es im Winter kälter wird oder die Plätze unbespielbar sind. Durch das Wegfallen der Banden wird ein “Bandencheck“ verhindert und damit das Verletzungsrisiko der Kinder und Jugendlichen erheblich gesenkt.

    Gibt es einen Spielbetrieb für Vereinsmannschaften?
    Neben den Hallenmeisterschaften wird in den Landes- und Regionalverbänden auch ein Liga-Spielbetrieb angeboten. So existieren in vielen Landesverbänden bereits Futsal-Kreis-, Bezirks- und Verbandsligen. Für ambitionierte Teams bieten die Regionalverbände die Futsal-Regionalligen an. Die höchste Spielklasse ist die Futsal-Bundesliga, die in der Saison 2021/2022 erstmals gestartet ist.

    Wie können wir Futsal-Teams ins Leben rufen und was benötigen wir dafür?
    Um ein Futsal-Team ins Leben zu rufen, wird lediglich eine Gruppe von mindestens 10 Spieler*innen benötigt, eine Hallenzeit mit einem Spielfeld der Größe 40m x 20m, zwei Toren der Größe 3m x 2m (Handballtore), Futsalbälle und eine Person, die federführend für die Leitung und Organisation des Teams zuständig ist. Zu Beginn hilft oftmals die Organisation eines Schnuppertrainings beim Verein in eurer Region.

    Wie können Ligen in unserer Region entstehen?
    Für Teams, die einen Liga-Spielbetrieb in ihrer Region aufbauen wollen, ist die Zusammenarbeit der interessierten Teams mit dem Spielausschuss des jeweiligen Landesverbandes essentiell. Hier empfiehlt es sich gebündelt mit der Gruppe auf den Landesverband zuzugehen, um den gemeinsamen Aufbau einer Liga anzugehen. Für den Start einer Liga sind Winterligen im Zeitraum Oktober bis März ratsam, um erste Erfahrungen im Spielbetrieb zu sammeln.

    Wie können wir unsere Futsal-Abteilung wachsen lassen und Kinder- und Jugendteams aufbauen?
    Das Herzstück von Vereinen sind Kinder und Jugendliche. Die Zusammenarbeit der Vereine mit der Gemeinde, der Stadt und den umliegenden Schulen ist hierbei essentiell. Um Futsal-Jugendteams aufzubauen, bieten sich folgende drei Schritte an: (1) Aufbau einer Futsal-AG an Schulen und im Verein als Nachmittagsangebot für Mädchen und Jungen, (2) Aufbau von Futsal-Ferien-Camps an Schulen und im Verein sowie (3) der Aufbau von Mini-Futsal für Bambinis im Verein. Dabei kann auf Anfrage und je nach Verfügbarkeit auf die Halleninfrastruktur der Gemeinden, Städte und Schulen zurückgegriffen werden oder der Aufbau einer eigenen Vereins-Halleninfrastruktur helfen. Achtung: Nicht gleich bei der ersten Absage aufgeben. Oftmals sind Hallenzeiten belegt, ohne dass sie tatsächlich genutzt werden oder vollständig ausgelastet sind. Hier muss man als Abteilung hartnäckig bleiben.

    Was müssen Vereine für den Spielbetrieb beachten?
    Für Vereine, die Spiele oder Turniere nach den FIFA-Futsal-Spielregeln austragen wollen, gilt es, einige Änderungen zu beachten: Pro Spiel werden zwei Schiedsrichter*innen benötigt. Ausnahmen gibt es im Jugendbereich, in dem teilweise nur ein*e Schiedsrichter*in zum Einsatz kommt. Die Schiedsrichter*innen werden von einem*r Spielleiter*in in der Turnier- und Spielleitung unterstützt, welche*r die Netto-Spielzeit und die kumulierten Teamfouls während eines Spiels im Blick hat. Bei Spielen der Futsal-Bundesliga und bei Spielen unter dem Dach der UEFA und FIFA kommt zudem ein*e dritte*r Schiedsrichter*in hinzu.

    Sollten Fragen zum Futsal auftreten, sind wir für euch unter futsal@dfb.de erreichbar.

  6. Hier geht’s zur Anmeldung für den Futsal-Newsletter des DFB.

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