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Im Austausch mit den Fans

Kein anderer Sport bewegt die Menschen in Deutschland so sehr wie der Fußball. Das Interesse ist aber nicht nur groß, sondern auch vielschichtig. Diesem Umstand versuchen die Fußballverbände und -vereine gerecht zu werden. Mit der Einführung der Fananlaufstelle im Jahr 2006 sorgte der DFB für die Voraussetzungen für einen regelmäßigen Dialog mit unabhängigen Fan-Vertreter*innen. Erster Meilenstein war der bundesweite Fankongress 2007.

Ein Ergebnis des Fankongresses 2007 war die Einrichtung einer festen Arbeitsgruppe, die die von den Fanvertretern aufgerufenen Themen vertiefen sollte. So wurde die AG Fandialog ins Leben gerufen. Der Dialog war und ist dabei nicht immer frei von Konflikten. Fußballfans und insbesondere diejenigen, die regelmäßig ihre Mannschaften bzw. Vereine im Stadion verfolgen, haben ein Interesse an frühzeitigen Spieltagansetzungen und fanfreundlichen Anstoßzeiten. Sie fordern gute Aufenthaltsbedingungen im Stadion. Und immer wieder äußern sie den Eindruck, vor allem als Sicherheitsrisiko wahrgenommen zu werden. Mehrfach verließen Fan-Organisationen auf eigenen Wunsch die Dialogstrukturen. Nichtsdestotrotz wurden in gemeinsamer Arbeit Veränderungen angestoßen: Sei es die Freigabe von Fanutensilien oder die Umsetzung von Empfehlungen zur Verbesserung der Transparenz der Sportgerichtsbarkeit.

Kontinuierlicher Austausch zu aktuellen Fragen

In der heutigen AG Fankulturen sind neben DFL und DFB die Bundessprecher der Fanbeauftragten, die Bundesbehindertenfanarbeitsgemeinschaft (BBAG), die Interessengemeinschaft Unsere Kurve, der Fan Club Nationalmannschaft, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (BAG), F_in Netzwerk Frauen im Fußball, die Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) und Queer Football Fans (QFF) vertreten. Im Wissen um unterschiedliche Perspektiven wird ein kontinuierlicher Austausch gepflegt, um aktuelle Fragen zu erörtern und neue Impulse zu geben.

Damit Fans weitere Möglichkeiten erhalten, um ihre Interessen zu artikulieren, hat der DFB neue Formate entwickelt. Vor Ort stellen sich beispielsweise DFB-Mitarbeiter*innen den Fragen der Fans von Klubs der 3. Liga. Auch mit den Fans der Nationalmannschaft ist der Verband in regelmäßigen und strukturierten Gesprächen.