Sieger 2007

Geburtsstunde einer Tradition

Die Premiere des DFB- und Mercedes-Benz Integrationspreises fand im Sindelfinger Glaspalast statt. Über 180 Projekte aus den Kategorien Schule, Verein und freie und kommunale Träger hatten sich für den neu ins Leben gerufenen Preis beworben.

Der Schirmherr der Veranstaltung Oliver Bierhoff und die DFB Integrationsbeauftragte Gül Keskinler gratulierten den Gewinnern und übergaben den glücklichen Siegern die begehrten Trophäen.


Sieger Kategorie Verein

Türkiyemspor Berlin

Der 1978 von türkischen Einwanderern in Berlin-Kreuzberg gegründete Verein besteht heute aus drei Männer-, 14-Jungen- und drei Mädchen-Mannschaften. Türkiyemspor hat eine multi-ethnische Mitgliederstruktur. Spieler sieben verschiedener Nationalitäten kicken in der 1. Mannschaft. Der Trainer sowie der Jugendleiter des Vereins sind deutscher Abstammung. Türkiyemspor entwickelte in den vergangenen Jahren zusammen mit Schulen, Kindertagesstätten, Jugendklubs, Vereinen und Moscheen ein Projekt-Netzwerk zum Kampf gegen Rassismus und Gewalt im Sport.


Sieger Kategorie Schule:

St. Norbert-Schule in Vreden

Die innerstädtisch gelegene Grundschule legt einen Schwerpunkt auf die Integration von Schülerinnen und Schülern mit nicht-deutscher Muttersprache. Bei Bedarf wird zur Verbesserung der deutschen Sprache Förderunterricht angeboten, wofür vier speziell ausgebildete Lehrerinnen bereitstehen. Zweimal wöchentlich wird nachmittags ein Fußballkurs angeboten, den gerade die Jungen und Mädchen mit Migrationshintergrund besuchen. Fast 250 Kinder spielen mit bei diesem beliebtem Fußballkurs, den die Schule in enger Kooperation mit den Vereinen Spvgg. Vreden und FC Vreden veranstaltet.


Sieger Kategorie freie und kommunale Träger:

Sportkreis Frankfurt

Einige Straßenzüge des Frankfurter Stadtteils Gallus gelten als soziale Brennpunkte. Mittels der "Kids WM der 32 Gallus-Phantasieländer" wurde öffentliches Interesse geweckt. Im nächsten Schritt wurden Firmen überzeugt, Jugendliche aus dem Stadtteil in Langzeitpraktika zu integrieren. Insgesamt 15 Jugendliche erhielten einen Praktikumsplatz. An der Organisation der Kids-WM waren 30 Institutionen und Initiativen des Stadtteils beteiligt. 500 Kinder spielten mit, zu den Spielen des dreitägigen Turniers kamen 2000 Zuschauer. Ein Großteil der 40 ehrenamtlich an der Gestaltung und Durchführung des Turniers tätigen Jugendlichen und Erwachsenen hatten einen Migrationshintergrund.