Geschichte des Frauenfußballs

"Früher nicht erlaubt. Heute verboten gut". So der neuste Werbeslogan. Der Frauenfußball ist attraktiv und selbstbewusst wie eh und je. Und hat auch allen Grund dazu. Laut Mitgliederstatistik 2020 spielen 821.920 Frauen und 304.849 Mädchen Fußball unter dem Dach des DFB, zusammen macht das 1.126.769 Fußballerinnen. Eine stolze Zahl, die weiterhin leicht ansteigt.

Zweimal wurden die deutschen Frauen Weltmeisterinnen: 2003 in den USA und 2007 in der chinesischen Millionenmetropole Shanghai. Bereits achtmal holten sich die DFB-Frauen den Titel bei der Europameisterschaft. Zuletzt gewann die deutsche Frauen-Nationalmannschaft die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Rio und bleibt damit die Lokomotive für den Frauenfußball in Deutschland.

Im Spielbetrieb werden die Frauen-Bundesliga sowie die 2. Ligen, der DFB-Pokal, der DFB-Hallenpokal der Frauen, die Champions League sowie die 2012 neu eingeführte B-Juniorinnen-Bundesliga organisiert.

Gerade auch im weiblichen Nachwuchsbereich verbuchte der DFB unzählige Erfolge. So wurde die U 19-Nationalmannschaft dreimal Weltmeister und sechsmal Europameister, während die U 17-Juniorinnen ebenfalls sechsmal die Europameisterschaft gewinnen konnten. Anerkennung für den deutschen Frauenfußball drückte sich auch in der dreimaligen Wahl von Birgit Prinz als FIFA-Weltfußballerin des Jahres aus.

Dabei ist es erst fünf Jahrzehnte her, dass der Verband die Förderung des Frauenfußballs in seine Satzung aufnahm. Am 30. Juni 1955 hatte der DFB auf seinem Verbandstag beschlossen, es den im Verband angeschlossenen Vereinen zu verbieten, Frauenfußball zu verbieten. Erst bei seinem Bundestag Ende 1970 hob der DFB diesen Beschluss wieder auf. Dann aber entwickelte sich der Frauenfußball rasant. 1974 konnte die erste Deutsche Meisterschaft ausgespielt werden, fünf Jahre später der Pokal eingeführt werden. Mit der Wahl von Hannelore Ratzeburg in den DFB-Spielausschuss im Jahr 1977 hatten die Frauen schließlich eine starke Fürsprecherin. 2007 rückte Ratzeburg zur ersten (und bis heute einzigen) weiblichen Vizepräsidentin im DFB auf. Neben den sportlichen Themen fungiert Hannelore Ratzeburg dort inzwischen auch als Verantwortliche für Gleichstellung.

50 Jahre Frauenfußball