Corona-Krise: Auswirkungen auf den Fußball

Das Coronavirus und die Folgen für den Spielbetrieb im Fußball. DFB.de mit dem aktuellen Überblick und den wichtigsten Informationen - vom DFB-Team bis zum Amateurfußball.

Was ist grundsätzlich für den Fußball zu beachten?

Entscheidungen über tiefgreifende Maßnahmen wie die Aussetzung der Saison, Spielabsagen oder Partien unter Ausschluss der Zuschauer müssen sich im Zuge des Coronavirus' streng an den Vorgaben und Verfügungen der zuständigen Behörden und Gesundheitsexperten orientieren und danach richten. Aspekte des gesamten öffentlichen Lebens und der zielgerichteten Bekämpfung der Corona-Krise sind zu berücksichtigen, der Fußball stellt hier lediglich einen Teilbereich dar. Die spielleitenden Stellen der Verbände, die Klubs sowie die Gesundheitsbehörden stehen in ständigem Austausch miteinander. Eine Koordinierungsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern von DFB, DFL und Landesverbänden bespricht sich unter Leitung von DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius täglich und stimmt weitere Maßnahmen ab.

Aktueller Stand DFB-Pokal

Im Zuge der Anpassungen des Rahmenterminkalenders für den Spielbetrieb der Frauen und Männer hat der DFB auch die Termine der verbliebenen Spiele im DFB-Pokal festgelegt. Als Datum für das DFB-Pokalfinale der Männer ist der 4. Juli vorgesehen, die Halbfinalspiele sollen am 9. und 10. Juni ausgetragen werden.

Der DFB steht in intensivem Austausch mit der Politik und hat sich am 11. Mai im Rahmen einer außerordentlichen Präsidiumssitzung erneut für die Fortsetzung des Spielbetriebs in der 3. Liga, der FLYERALARM Frauen-Bundesliga und im DFB-Pokal ausgesprochen. Die Planungen für den DFB-Pokal gelten vorbehaltlich der übergeordneten behördlichen Verfügungslagen und der politischen Zustimmung für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs auch in den DFB-Pokalwettbewerben.

Bezüglich der Teilnahme am DFB-Pokal der Saison 2020/2021 gilt folgende Regelung: Sollte der Pokalwettbewerb eines Landesverbandes der Spielzeit 2019/2020 bei den Männern bis zum Ablauf der Meldefrist nicht beendet sein, kann der jeweilige Landesverband innerhalb einer Meldefrist statt des Verbandspokalsiegers in eigener Verantwortlichkeit einen anderen Teilnehmer benennen. Wird innerhalb der Frist von einem Landesverband kein Teilnehmer benannt, wird der Startplatz an einen anderen Landesverband, der bislang keinen zweiten Teilnehmer stellen darf, vergeben. Die Meldefrist für die kommende Spielzeit liegt in der Zuständigkeit des DFB-Spielausschusses.

Teilnahmeberechtigt am DFB-Pokal der Frauen sind die Mannschaften der FLYERALARM Frauen-Bundesliga und der 2. Frauen-Bundesliga, die Aufsteiger in die 2. Frauen-Bundesliga, die Meister der fünf Regionalligen und die Pokalsieger der 21 Landesverbände des abgelaufenen Spieljahres 2019/2020. Ist ein Pokalsieger seines Landesverbandes bereits gemäß dieser Vorschrift teilnahmeberechtigt, tritt an seine Stelle die nächstplatzierte Mannschaft im Pokalwettbewerb des Landesverbandes; ist auch diese bereits gemäß dieser Vorschrift teilnahmeberechtigt, kann der betreffende Landesverband eine andere Mannschaft für den Vereinspokal melden.

Sofern ein Landespokalwettbewerb oder die Spielrunde einer Regionalliga der Spielzeit 2019/2020 bis zum Ablauf der Meldefrist nicht beendet ist, können die jeweiligen Landesverbände statt des Verbandspokalsiegers beziehungsweise Meisters der Regionalliga in eigener Verantwortlichkeit jeweils einen anderen Teilnehmer für Saison 2020/2021 benennen. Wird innerhalb der Frist kein Teilnehmer benannt, so entfällt der jeweilige Startplatz ersatzlos. Sollte keine ausreichende Anzahl an Vereinen benannt werden, so dass sich insgesamt nicht mehr als 32 Teilnehmer ergeben, wird der Vereinspokal der Frauen der Spielzeit 2020/2021 in nur vier Runden ausgetragen.

Aktueller Stand EURO, Women's EURO und weitere UEFA-Turniere

Nach Beratungen der 55 Mitgliedsverbände sowie der Führungsriegen der Klubvereinigung ECA, des Ligen-Interessenverbundes European Leagues und der Spielergewerkschaft FIFPro hat das UEFA-Exekutivkomitee am 17. März entschieden, dass die Europameisterschaft erst im Sommer 2021 ausgetragen wird. Die Endrunde soll demnach vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 stattfinden. Die Play-off-Spiele für die EURO, die ursprünglich für März 2020 vorgesehen waren, wurden verschoben. Das Exekutivkomitee entschied zudem, dass Wettbewerbe, die im Juni und Juli 2021 stattfinden sollten, neu terminiert werden. Dies betrifft auch das Final Four der Nations League sowie die Europameisterschaft der U 21. Genaue Termine sind noch offen. Die Frauen-EM 2021 wurde auf das Jahr 2022 verschoben. Das entschied das UEFA-Exekutivkomitee am 23. April. Demnach findet die Women's EURO vom 6. bis 31. Juli 2022 in England statt.

Aktueller Stand A-Länderspiele

Die UEFA hat am 17. März offiziell bestätigt, dass die Länderspiele der Nationalmannschaft (Ende März), der Frauen-Nationalmannschaft (EM-Qualifikationsspiele im April), sowie der U 21-Nationalmannschaft aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wurden.

Das UEFA-Exekutivkomitee hat zudem am 1. April im schriftlichen Verfahren beschlossen, dem Vorschlag der Generalsekretäre aller 55 Mitgliedsverbände zu folgen und die für den Juni geplante Länderspielperiode zu verschieben. Damit sollen den nationalen Wettbewerben flexiblere Möglichkeiten gegeben werden, die jeweiligen Meisterschaften zu beenden.

Aktueller Stand U 21 und Olympia-Auswahl

Die UEFA hat am 17. März offiziell bestätigt, dass die Länderspiele der Nationalmannschaft, der Frauen-Nationalmannschaft, sowie der U 21-Nationalmannschaft aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wurden. Die Absagen der UEFA betrafen ebenfalls die beiden für Ende März geplanten Länderspiele der U 21-Nationalmannschaft.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat am 24. März 2020 wegen der Corona-Pandemie die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio um ein Jahr verkündet. "Die Verschiebung der Olympischen Spiele in das nächste Jahr ist in der aktuellen Phase genau die richtige Entscheidung", sagt U 21-Trainer Stefan Kuntz, der die olympische Fußballmannschaft in Tokio betreuen soll, zur Entscheidung.

Aktueller Stand U-Länderspiele

Das Coronavirus führt auch zu Änderungen der Nationalmannschaftswettbewerbe im internationalen Junioren- und Juniorinnenfußball.

Am 12. Mai hat die FIFA die neuen Turnierzeiträume für die verschobenen U 20-Frauen- und U 17-Juniorinnen-Weltmeisterschaften bekanntgegeben. Nach einer eingehenden Beurteilung der Corona-Pandemie seitens der FIFA-COVID-19-Arbeitsgruppe und den FIFA-Konföderationen wurde festgelegt, dass die U 20-WM vom 20. Januar bis 6. Februar 2021 in Costa Rica und Panama stattfindet. Ursprünglich sollte das Turnier im August 2020 ausgetragen werden. Die U 17-Weltmeisterschaft wird vom 17. Februar bis zum 7. März 2021 in Indien stattfinden (ursprünglich 2. bis 21. November 2020).

Im Nachgang der am 1. April durchgeführten Videokonferenz mit den Generalsekretären aller 55 UEFA-Mitgliedsverbände und den Empfehlungen der am 17. März eingesetzten Arbeitsgruppe hat das UEFA-Exekutivkomitee folgende Entscheidungen getroffen:

  • U 17-Junioren: Die Endrunde der UEFA U 17-Europameisterschaft im Mai 2020 wird abgesagt.
  • U 17-Juniorinnen: Die Endrunde der UEFA U 17-Juniorinnen-EM im Mai 2020 wird bis auf Weiteres verschoben. Sie soll zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden, da es sich um ein Qualifikationsturnier für die FIFA U 17-Juniorinnen-WM handelt.
  • U 19-Junioren: Die Endrunde der UEFA U 19-EURO im Juli 2020 wird bis auf Weiteres verschoben. Sie soll zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden, da es sich um ein Qualifikationsturnier für die FIFA U 20-WM handelt.
  • U 19-Frauen: Die Endrunde der UEFA U 19-Frauen-EM im Juli 2020 wird abgesagt.

Unter anderem aufgrund einer Entscheidung der UEFA war der DFB bereits am 12. März 2020 gezwungen, bevorstehende EM-Qualifikationen, Länderspiele und Lehrgänge in enger und sorgfältiger Rücksprache mit Städten und Gesundheitsbehörden der jeweiligen Spielorte sowie der beteiligten Nationalverbänden abzusagen. Wegen der aktuellen Situation werden auch im April, Mai und teilweise Juni keine DFB-Maßnahmen der U-Teams stattfinden. Diese Regelung gilt für alle Mannschaften von der U 21 bis zur U 15.

Der DFB bleibt selbstverständlich im weiteren Austausch mit Behörden und Beteiligten, um jederzeit angemessen auf neue Entwicklungen reagieren zu können. Informationen über spätere Neuansetzungen ausgewählter U-Länderspiele oder U-Lehrgänge wird der Verband rechtzeitig mitteilen.

Über das Prozedere der Rückerstattung des Kaufpreises von bereits erworbenen Karten für die Heimspiele der U-Nationalmannschaften informiert der DFB gesondert auf seinem Ticketportal.

Infos zur Ticketerstattung

Informationen zur Ticketerstattung bei Länderspielen der A- und U-Nationalmannschaften des DFB gibt es hier.

Aktueller Stand in der 3. Liga

Die 3. Liga hat den bundesweiten Spielbetrieb am 30. Mai wieder aufgenommen. Der Saisonfortsetzung zugrunde liegt das Hygienekonzept, das DFB und DFL gemeinsam für alle Profiwettbewerbe im deutschen Fußball erarbeitet haben und das ebenso in der Bundesliga sowie 2. Bundesliga zur Anwendung kommt.

Der Rest der Saison wird durchgehend im Rhythmus Englischer Wochen absolviert, enden soll die Saison mit dem 38. Spieltag am 4. Juli. Die anschließende Relegation zur 2. Bundesliga soll bis zum 11. Juli abgeschlossen sein. Diese Rahmenplanungen sind in enger Abstimmung mit dem Ausschuss 3. Liga erfolgt. Terminliche Abweichungen, beispielsweise durch etwaige Mannschaftsquarantänen bedingt, sind weiterhin möglich.

Im Zuge des Beschlusses wurde der DFB-Vorstand vom DFB-Bundestag ermächtigt, über weitergehende Regelungen zu entscheiden - beispielsweise für den Fall, dass im Verlauf der Saison doch noch eine vorzeitige Beendigung der Spielzeit nötig werden sollte. Dies umfasst die Festlegung der spieltechnischen Folgen eines Abbruchs, insbesondere die Regelungen über die Wertung der Spielzeit einschließlich des Auf- und Abstiegs.

Auch mit dem Aufstieg aus der Regionalliga beschäftigte sich der Außerordentliche Bundestag. Das höchste Gremium des Deutschen Fußball-Bundes legte dabei fest, dass bei einer vorzeitigen Beendigung der Saison in der Regionalliga der zuständige Regionalverband beziehungsweise Rechtsträger der jeweiligen Staffel über die sportliche Qualifikation zum Aufstieg in die 3. Liga beziehungsweise zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen entscheiden muss. Diese Meldungen sind für den DFB bindend.

Ein Direktaufstiegsaufrecht haben in dieser Saison die Regionalligen Südwest, Nord und Bayern. Der vierte Aufsteiger ist aus den Staffeln West und Nordost zu ermitteln. Der DFB-Spielausschuss kann nach dem Beschluss des Außerordentlichen DFB-Bundestages bei entsprechender Notwendigkeit beschließen, dass die Aufstiegsspiele in einem neutralen Stadion mit Hin- und Rückspiel oder nur als einfaches Entscheidungsspiel durchgeführt werden.

Zudem wurde die Bildung einer Task Force "Wirtschaftliche Stabilität 3. Liga" beschlossen. Neben dem Aspekt des nachhaltigen Wirtschaftens in der 3. Liga soll sich die Task Force mit der Weiterentwicklung der 3. Liga als Profispielklasse sowie der gesamten Struktur des Profifußballs unterhalb der 2. Bundesliga beschäftigen. Die Gründung einer solchen Gruppe von Expert*innen war erstmals am 11. Mai innerhalb des DFB-Präsidiums thematisiert und anschließend vom Ausschuss 3. Liga aufgegriffen worden.

Zusätzlich zu Vertreter*innen des DFB, der DFL, der Regional- und Landesverbände sowie der Vereine soll sich die Task Force aus Expert*innen anderer Sportarten und Bereiche zusammensetzen. Ziel ist es, das weitere Vorgehen auch unter Einbindung externer Spezialist*innen aus verschiedenen Perspektiven zu diskutieren, zu bewerten und daraus passende Maßnahmen abzuleiten. Die genaue Besetzung steht noch nicht fest. Die Mitglieder der Task Force sollen auf Vorschlag des Ausschusses 3. Liga vom DFB-Präsidium eingesetzt werden.

Situation in der Bundesliga und 2. Bundesliga

Die Bundesliga und 2. Bundesliga haben den Spielbetrieb am 16. Mai wieder fortgesetzt. Der Deutsche Meister soll am 27. Juni gekürt werden. Die Entscheidungen in der 2. Bundesliga sollen, sofern es die Coronalage zulässt, wie gewohnt einen Tag darauf fallen, also am 28. Juni.

Auswirkungen auf Fußballregeln und Ligastatut

Mit Blick auf den Spielbetrieb in der laufenden Saison haben die Klubs der DFL entschieden, dass das Auswechselkontingent in einer Begegnung auf fünf Spieler pro Mannschaft aufgestockt wird. Diese Möglichkeit hatte das für das Regelwerk verantwortliche International Football Association Board (IFAB) zuletzt eröffnet. Fortan stehen jedem Klub für den Austausch von Spielern während einer Partie insgesamt drei Gelegenheiten einschließlich der Halbzeitpause zur Verfügung. Kommt es im Rückspiel der Relegationsspiele zu einer Verlängerung, erhalten beide Mannschaften eine vierte Möglichkeit für Spielerwechsel, die sie in der Unterbrechung zwischen regulärer Spielzeit und Verlängerung oder in der Halbzeitpause der Verlängerung nutzen können. Die "Kommission Fußball" der DFL empfiehlt, dass maximal zwei Spieler gleichzeitig eingewechselt werden.

Darüber hinaus wurden weitere Änderungen des Ligastatuts beschlossen. So kann unter anderem das DFL-Präsidium – gegebenenfalls abweichend vom üblichen Saisonende am 30. Juni – für die Saison 2019/2020 das Ende des Spieljahres und für die Saison 2020/2021 den Anfang des Spieljahres unter Berücksichtigung der Vorgaben der FIFA und des DFB bestimmen. Ebenfalls kann das DFL-Präsidium für die Saison 2020/2021 im Rahmen der Vorgaben der FIFA die Zeiträume der Wechselperioden I und II für nationale und internationale Transfers verändern. Zudem gibt es im weiteren Verlauf der Saison 2019/2020 die Möglichkeit, ein Spiel aus übergeordneten zwingenden rechtlichen, organisatorischen und/oder sicherheitstechnischen Gründen kurzfristig in einem anderen Stadion auszutragen. Hintergrund ist, dass durch die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auch die Entwicklung eines nur regionalen beziehungsweise lokalen Infektionsgeschehens denkbar ist, welches unter Umständen die Durchführung eines Spiels an dem vorgesehenen Spielort kurzfristig unmöglich macht, während an einem anderen Spielort gespielt werden kann.

Vorkehrungen im Bereich der Elite-Schiedsrichter - Einsätze im Stadion

Für eine Rückkehr in den Bundesliga-Spielbetrieb hat die Schiedsrichterführung des DFB gemeinsam mit der DFL Deutsche Fußball Liga und der "Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" Maßnahmen für den Bereich der Elite-Schiedsrichter unter Berücksichtigung der Vorgaben der zuständigen Behörden und Gesundheitsexperten erarbeitet. Diese werden angesichts der dynamischen Entwicklungen kontinuierlich überprüft und bei Bedarf entsprechend angepasst. Von Schiedsrichterseite wird künftig nur noch das vierköpfige Schiedsrichterteam vor Ort sein. Zur Erhöhung der Flexibilität bei den Ansetzungen setzt der DFB die bisherige Praxis, Elite-Schiedsrichter nur außerhalb ihrer Landesverbände anzusetzen, außer Kraft. Diese Regelung bezieht jedoch nicht den unmittelbaren Wohnort eines Elite-Schiedsrichters mit ein.

Vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs wurden die Elite-Schiedsrichter zweimal getestet. Der zweiten Testung können sich die Unparteiischen am Vortag ihrer ersten Ansetzung unterziehen. Im weiteren Saisonverlauf werden die Elite-Schiedsrichter jeweils am Vortag einer Spielleitung getestet. Im Falle eines positiven Testergebnisses begibt sich der Unparteiische in sofortige Selbstisolation gemäß den geltenden behördlichen Vorgaben. Aufgrund der dezentralen Anreise des Schiedsrichterteams ist keine Quarantäne des gesamten Schiedsrichterteams erforderlich.

Vorkehrungen im Bereich der Elite-Schiedsrichter - Einsätze im VAC

Auch im Kölner Video-Assist-Center soll das personelle Aufkommen auf ein Minimum reduziert werden. Daher wird das Video-Assistententeam fortan durch einen Operator und nicht mehr wie zuvor durch zwei Videotechniker unterstützt. Die Aufenthaltsdauer der Video-Assistenten im VAC wird reduziert, indem die Vor- und Nachbesprechung online stattfinden. Die einzelnen Arbeitsstationen werden voneinander getrennt, zusätzliche Plexiglasscheiben werden die einzelnen Arbeitsplätze innerhalb einer Arbeitsstation separieren. Im VAC wird es, wie auch im Stadion, einen Hygienebeauftragten geben, der die Überprüfung der Basishygienemaßnahmen sowie die Einhaltung der Schutzvorkehrungen gewährleistet. Neben den Vorkehrungen bei Einsätzen in Stadien sowie im VAC gibt es übergeordnete Vorkehrungen und Präventionsmaßnahmen.

Weitere Informationen zu den Vorkehrungen im Bereich er Elite-Schiedsrichter gibt es hier.

Situation im Europapokal

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat wegen der Corona-Pandemie vorerst alle Europapokalspiele abgesagt. Das betrifft die verbleibenden Achtelfinalrückspiele der Champions League und Europa League, auch Partien der UEFA Youth League und Women's Champions League fallen ebenso aus wie die Auslosung der Viertelfinalduelle. Die Absage betrifft in der Champions League den deutschen Rekordmeister Bayern München, der gegen den FC Chelsea gespielt hätte. In der Europa League fallen zudem die Spiele von Bayer Leverkusen gegen Glasgow Rangers, Eintracht Frankfurt gegen FC Basel sowie VfL Wolfsburg bei Schachtjor Donezk aus. In der Women's Champions League sind die Duelle Olympique Lyon gegen Bayern München und Glasgow City gegen den VfL Wolfsburg abgesetzt.

Zudem hat die UEFA die Endspiele in der Champions League und Europa League auf unbestimmte Zeit verlegt. Das Champions-League-Finale sollte am 30. Mai in Istanbul stattfinden, das Endspiel der Europa League am 27. Mai in Danzig. Auch das Champions-League-Finale der Frauen am 24. Mai in Wien wurde bis auf Weiteres verschoben.

Aktueller Stand in den Frauen-Bundesligen und im DFB-Pokal der Frauen

Die FLYERALARM Frauen-Bundesliga und der DFB-Pokal der Frauen werden seit dem 29. Mai 2020 fortgesetzt. Im DFB-Pokal der Frauen ist das Halbfinale für den 10./11. Juni geplant, das Endspiel in Köln soll am 4. Juli stattfinden.

Der Spielbetrieb wird auf Grundlage des Hygienekonzepts "Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" fortgeführt. Diese von DFB und DFL gemeinsam erarbeiteten Vorgaben sehen unter anderem strenge Hygienevorgaben, engmaschige Testungen sowie ein Monitoring vor. Das Konzept entspricht grundsätzlich den Inhalten für die beiden Ligen der DFL und unterscheidet sich lediglich in organisatorischen Nuancen, beispielsweise bei der Personenzahl für die festgelegten Zonen im Innen- und Außenbereich der überwiegend kleineren Stadien. So sollen bestmögliche medizinische Rahmenbedingungen und größtmöglicher gesundheitlicher Schutz für alle Beteiligten gewährleistet werden.

Da Großveranstaltungen aufgrund eines Beschlusses der Bundesregierung wegen der Corona-Krise bis mindestens 31. August 2020 untersagt sind, würde das Endspiel im DFB-Pokal der Frauen allerdings ohne Zuschauer stattfinden müssen. Für schon erworbene Tickets werden deshalb ab sofort die Kaufpreise rückerstattet. Dafür gelten folgende Vorgehensweisen:

  • Fans, die ihre Tickets an einer offiziellen Vorverkaufsstelle des Deutschen Fußball-Bunds erworben haben, müssen ihre Eintrittskarte in dieser Vorverkaufsstelle vorlegen. Der Ticketpreis wird ihnen dort gemäß ATGB erstattet. Service- und Versandgebühren werden nicht erstattet.
  • Alle über die offiziellen Webshops des DFB oder die Call Center sowie die beim Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) erworbenen Tickets werden automatisch storniert. Eine Rücksendung der Tickets ist nicht erforderlich. Käufer erhalten eine Gutschrift des Ticketpreises und werden per E-Mail informiert. Auch hier werden Service- und Versandgebühren nicht erstattet.
  • Alle Fans, die Tickets bei nicht autorisierten Anbietern erworben haben, haben gegenüber dem DFB keinen Anspruch auf Erstattung und müssen sich an den jeweiligen Verkäufer wenden.
  • In Umlauf befindliche Tickets sind ungültig. Die kostenfreie Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel an dem jeweils vorgesehenen Spieltag ist somit nicht gestattet.

 

Der Außerordentliche DFB-Bundestag hat den Abbruch der Saison in der 2. Frauen-Bundesliga und in der B-Juniorinnen-Bundesliga beschlossen. Die Delegierten folgten mit ihrem Votum der Empfehlung des DFB-Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball sowie des DFB-Ausschusses Frauen-Bundesligen, die sich bereits Anfang Mai für den Abbruch der Saison in beiden Wettbewerben ausgesprochen hatten. Grundlage der Empfehlung dieser Ausschüsse bildeten Meinungsbilder, die Anfang Mai bei den Vereinen der 2. Frauen-Bundesliga und der B-Juniorinnen-Bundesliga eingeholt worden waren. Beide Umfragen ergaben ein eindeutiges Bild: In der 2. Frauen-Bundesliga sprachen sich 13 von 14 Vereinen für einen Saisonabbruch aus, in der B-Juniorinnen-Bundesliga waren es 28 von 30 Klubs aus den Staffeln Nord/Nordost, West/Südwest und Süd.

Auf dem Außerordentlichen DFB-Bundestag wurde zudem beschlossen, die Tabelle des 16. Spieltags als Abschlusstabelle für die 2. Frauen-Bundesliga zu werten. Damit steigen der SV Werder Bremen und der SV Meppen in die FLYERALARM Frauen-Bundesliga auf. Der Abstieg aus der 2. Frauen-Bundesliga wird ausgesetzt. Aus den Regionalligen steigen fünf Mannschaften in die 2. Frauen-Bundesliga auf, diese wird damit in der Saison 2020/2021 entsprechend aufgestockt.

Aktueller Stand in Junioren-Bundesligen und im DFB-Pokal der Junioren

Der Außerordentliche DFB-Bundestag hat den Abbruch der Saison 2019/2020 der Junioren-Wettbewerbe beschlossen. Sowohl die drei Staffeln der A-Junioren-Bundesliga als auch die drei Staffeln der B-Junioren-Bundesliga sowie der DFB-Pokal der Junioren werden nicht fortgesetzt. Damit folgten die Delegierten dem Antrag des DFB-Jugendausschusses und der Stellungnahme des DFB-Bundesjugendtages.

Die Saison 2019/2020 wird in den betroffenen Junioren-Wettbewerben auf Bundesebene wie folgt gewertet:

  • Die Wertung der insgesamt sechs Staffeln der A- und B-Junioren-Bundesliga erfolgt auf Basis der aktuellen Tabelle beziehungsweise - sollten nicht alle Vereine dieselbe Anzahl an Spielen absolviert haben - unter Anwendung der Quotientenregel (Punkteschnitt pro absolviertem Spiel).
  • Es gibt keinen Deutschen Meister. Gekürt werden lediglich Staffelmeister gemäß der o.g. Wertung.
  • Es gibt keine Absteiger aus den Junioren-Bundesligen.
  • Es gibt Aufsteiger in die Junioren-Bundesligen.
  • Es gibt keinen Sieger im DFB-Pokal der Junioren.

Die Benennung der Aufsteiger erfolgt durch die jeweiligen Spielklassenträger in eigener Zuständigkeit. Der DFB-Jugendausschuss kann eine Ausschlussfrist für die Benennung setzen. Die A- und B-Junioren-Bundesligen der Saison 2020/2021 können grundsätzlich jeweils mit bis zu 17 Teilnehmern aus dem Bereich der Staffel West sowie mit bis zu 18 Teilnehmern aus dem Bereich der Staffeln Nord/Nordost und Süd/Südwest gespielt werden.

Aktueller Stand DFB-Länderpokale/Sichtungsturniere

Aufgrund der rasanten Ausbreitung des Coronavirus' und den damit verbundenen drastischen Einschränkungen und Auswirkungen auf das öffentliche Leben in Deutschland hat sich der DFB nach intensiver Abwägung dazu entschlossen, die Durchführung der Länderpokale/Sichtungsturniere im Frühjahr und Sommer zu dem geplanten Zeitpunkt abzusagen. Folgende Turniere sind davon betroffen:

U 16-Junioren-Sichtungsturnier vom 07. bis 12. Mai 2020 in Duisburg-Wedau
U 14-Juniorinnen-Länderpokal/Sichtungsturnier vom 20. bis 24. Mai 2020 in Duisburg-Wedau
U 14-Junioren-Sichtungsturnier vom 28. Mai bis 1. Juni 2020 in Kaiserau
U 14-Junioren-Sichtungsturnier vom 11. bis 16. Juni 2020 in Bad Blankenburg
U 15-Junioren-Sichtungsturnier vom 18. bis 23. Juni 2020 in Duisburg-Wedau

Wie es sich mit einer möglichen späteren Austragung der Turniere verhält, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar.

Auswirkungen auf das Talentförderprogramm

Aufgrund des Coronavirus' haben sich die Verantwortlichen des Talentförderprogramms in Abstimmung mit dem Generalsekretär und der sportlichen Leitung darauf verständigt, alle Maßnahmen rund um das Talentförderprogramm des DFB - Trainingseinheiten, sportwissenschaftliche Testungen, Sichtungsturniere, Vergleichsspiele etc. - bis einschließlich Ende Mai abzusagen. Ab dem 8. Juni sollen die meisten der 366 DFB-Stützpunkte in ganz Deutschland für die jungen Spielerinnen und Spieler wieder öffnen.

Aktueller Stand "Fußballhelden-Bildungsreise"

Die "Fußballhelden-Bildungsreise", die 2016 erstmals durchgeführt wurde und gemeinsam mit dem Kooperationspartner KOMM MIT geplant, organisiert und umgesetzt wird, ist aufgrund des grassierenden Coronavirus' abgesagt worden. Die "Fußballhelden-Bildungsreise" war ursprünglich vom 18. bis 22. Mai 2020 zum fünften Mal im spanischen Santa Susanna in der Nähe von Barcelona geplant.

Auswirkungen auf die DFB-Akademie

Der Fußball-Lehrer-Lehrgang, die höchste Lizenzstufe im deutschen Trainerwesen, muss derzeit pausieren. Der seit Februar stattfindende Hackathon, bei dem die DFB-Akademie gemeinsam mit Eintracht Frankfurt und dem DFL-Tochterunternehmen Sportec Solutions an der datenbasierten Analyse von Fußballspielen und -spielern arbeitet, wird seit dem 20. März als Online-Seminar fortgesetzt. Das rund um den 34. Bundesliga-Spieltag geplante Abschlussevent wurde verschoben und neu terminiert.

Die Fachtagung Think Tank zur Talent- und Trainerentwicklung sollte am 18. Juni 2020 in Frankfurt am Main stattfinden. Da eine physische Anwesenheit der Teilnehmer stark von den aktuellen Entwicklungen abhängt, wird derzeit eine Online-Konferenz geprüft.

Auswirkungen auf die Trainerlizenzen

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der Bund Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL) haben Anfang April gemeinsam beschlossen, den Verlängerungszeitraum auslaufender Trainerlizenzen - auch ohne Absolvierung einer Fortbildung - um ein zusätzliches Jahr (von derzeit drei Jahre übergangsweise auf vier Jahre) auszudehnen. Das bedeutet im Detail, dass bei Bedarf alle Trainerlizenzen, die zum 31. Dezember 2020 auslaufen, um ein zusätzliches Jahr verlängert werden können und somit erst am 31. Dezember 2021 ungültig werden. Hierzu haben der DFB und seine Akademie ein Formular zur Verfügung gestellt, das selbstausgefüllt und als Nachweis der Lizenzgültigkeit in Verbindung mit Personal- und Lizenzausweis genutzt werden kann.

Auswirkungen auf den Finaltag der Amateure

Die Präsidenten und Geschäftsführer der 21 Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) haben sich mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie befasst und entschieden, den geplanten Finaltag der Amateure terminlich zu verlegen. Ursprünglich sollte die fünfte Auflage der größten Fußballlivekonferenz des Jahres am 23. Mai 2020 und damit wie auch schon 2019 am Tag des DFB-Pokalendspiels steigen. Der Termin für den diesjährigen Finaltag der Amateure bleibt aktuell noch vakant.

Die Landesverbände haben jedoch das Ziel, die Pokalsaison der Landesverbände sportlich zu beenden, um primär die Teilnehmer im Wettbewerb des DFB-Pokals 2020/2021 zu ermitteln. Dieser Zeitpunkt kann auch nach dem 30. Juni 2020 liegen. Die Teilnehmer für den DFB-Pokalwettbewerb der kommenden Saison müssen von den Landesverbänden rechtzeitig vor der ersten Runde ermittelt beziehungsweise benannt sein. Für die Pokalwettbewerbe der 21 Landesverbände gilt derzeit grundsätzlich, dass die Beendigung der Wettbewerbe nur mit der Zustimmung der zuständigen Behörden und unter Einhaltung entsprechender medizinischer Vorgaben für mögliche Spiele ohne Zuschauer erfolgen können. Diesbezüglich sind die Landesverbände mit den jeweiligen verantwortlichen Behörden in den Bundesländern im Austausch.

Das gilt in den Amateurspielklassen

Die Regional- und Landesverbände sind bestrebt, möglichst einheitliche Lösungen bezüglich des Spielbetriebs zu finden. Mit Blick auf die unterschiedlichen regionalen Gegebenheiten und Voraussetzungen sind individuelle Entscheidungen und Maßnahmen der Landesverbände für ihre Wettbewerbe gleichwohl nicht ausgeschlossen. Aufgrund der föderalen Struktur des DFB ist jeder Verband in seinem Verbandsgebiet für den Amateurfußball statuarisch zuständig.

Die spielleitenden Stellen der Verbände, die Klubs sowie die Gesundheitsbehörden stehen in ständigem Austausch miteinander. Eine Koordinierungsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern von DFB, DFL und Landesverbänden bespricht sich unter Leitung von DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius täglich und stimmt weitere Maßnahmen ab. Der DFB setzt sich gemeinsam mit seinen fünf Regional- und 21 Landesverbänden intensiv mit allen Szenarien auseinander.

Der Spielbetrieb in den vom Süddeutschen Fußball-Verband betriebenen Spielklassen bleibt auf Grundlage der jeweiligen staatlichen, bzw. behördlichen Verfügungslage bis auf Weiteres ausgesetzt. Eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs wird mindestens 14 Tage vorher angekündigt.

Die Mehrheit der Klubs aus der Regionalliga Bayern hat sich derweil gegen einen Abbruch der aktuell wegen der Covid-19-Pandemie ausgesetzten Saison 2019/2020 ausgesprochen. In einer vom Bayerischen Fußball-Verband in Übereinstimmung mit den Liga-Sprechern initiierten Abstimmung votierten in einer Videokonferenz vier Klubs für einen Abbruch, fünf Regionalligisten enthielten sich der Stimme, neun Vereine sprachen sich für eine Fortsetzung aus.

Die Regionalliga Südwest GbR beschloss am 26. Mai 2020, die Meisterschaftsrunde 2019/2020 zum 30. Juni 2020 zu beenden. Der Aufsteiger in die 3. Liga wurde anhand einer Quotientenregel (Punkteschnitt) zu den bislang ausgetragen Spielen ermittelt. Daraus ergibt sich, dass die Liga den 1. FC Saarbrücken als Aufsteiger in die 3. Liga meldet. Darüber hinaus wurde beschlossen, dass keine Mannschaft aus der Regionalliga Südwest absteigt, es jedoch vier Aufsteiger gibt. Diese sind Eintracht Stadtallendorf (Hessenliga), der TSV Schott Mainz (Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar), der VfB Stuttgart II (Oberliga Baden-Württemberg) sowie der KSV Hessen Kassel (Hessenliga).

Das Präsidium des Norddeutschen Fußball-Verbandes (NFV) hat sich in einer Videokonferenz mit den Meinungsbildern der Vereine und den verschiedenen Szenarien des Saisonabbruchs beschäftigt. Einstimmig wurde dabei beschlossen, in fünf Regionalligen Nord die laufende Spielzeit 2019/2020 aufgrund der Corona-Pandemie abzubrechen. Ein entsprechender Antrag wird dem Außerordentlichen NFV-Verbandstag Ende Juni vorgelegt.

Welcher Landesverband die laufende Saison bereits abgebrochen hat und wo weitergespielt werden soll, kann in der Übersicht zum Trainings- und Spielbetrieb der Landesverbände nachgelesen werden.

Bereits schon vor der eigentlichen Verkündung der Wiederöffnung der Sportplätze durch die Bundesregierung haben die Sportfachverbände in enger Abstimmung mit dem DOSB zusammengesessen und geeignete Konzepte erarbeitet. Der DFB hat einen Leitfaden für den Einstieg zurück auf den Platz erarbeitet, der hier einzusehen ist.

Der DFB stellt zudem Trainingsinhalte, bei denen der nötige Mindestabstand gewährt wird, anhand eines umfassenden Servicepakets zur Verfügung (siehe auch alle weiteren Beiträge im neugeschaffenen 'Corona-Portal' auf Training & Service).

Aktueller Stand beim Futsal

Die Play-offs der deutschen Futsal-Nationalmannschaft zur Europameisterschaft 2022 gegen die Schweiz werden in den September verlegt. Darauf verständigte sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in Gesprächen mit dem Schweizerischen Fußballverband (SFV) sowie der UEFA. Da der Sieger erst ab Februar 2021 in der dritten Qualifikationsrunde antreten muss, hat die Verlegung keinen Einfluss auf den weiteren Rahmenterminkalender. Ursprünglich war das Auswärtsspiel in der Schweiz für den 11. April und das Heimspiel für den 14. April in Dessau angesetzt gewesen. Die FIFA hat die Futsal Weltmeisterschaft 2020 in das Jahr 2021 verschoben. Deutschland ist nicht für die Endrunde qualifiziert.

Die Deutschen Futsal-Meisterschaften der Juniorinnen und Junioren fallen in dieser Saison aus. Das hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nach Absprache mit den zuständigen Gesundheitsbehörden entschieden. Beide Meisterschaften hätten in Nordrhein-Westfalen, und damit in einem Risikogebiet, in dem es bereits zu Übertragungen des Coronavirus‘ kam, stattfinden sollen. Die Meisterschaft der Junioren war für den 28./29. März in Gevelsberg geplant. Das Pendant der Juniorinnen hätte bereits am kommenden Wochenende (14./15. März) in Wuppertal stattfinden sollen. Eine Verschiebung ist aufgrund des engen Rahmenterminkalenders bei beiden Endrunden nicht möglich.

Aktueller Stand beim Beachsoccer

Der Spielbetrieb ​Deutsche Beachsoccer-Liga 2020 wird bis auf weiteres ausgesetzt. Über eine Wiederaufnahme oder Absage des ausgesetzten Spielbetriebes wird dann beraten, sobald die behördlichen Vorgaben und Regelungen der Bundesländer plansicher feststehen und das Ausüben von Mannschaftssport wieder erlaubt ist. Ebenfalls sind die Qualifikationsturniere der Deutschen Beachsoccer-Tour 2020 von den noch ausstehenden behördlichen Regelungen abhängig. Der Spielbetrieb auf Landesebene und Regionalebene obliegt den ausrichtenden Verbänden. Ob die Deutsche Beachsoccer-Meisterschaft und das Finalturnier der DFB-Beachsoccer-Tour in Rostock-Warnemünde am 22. und 23. August 2020 stattfinden kann, hängt von der behördlichen Lage in Mecklenburg-Vorpommern ab.

Der internationale Spielbetrieb der DFB-Beachsoccer-Nationalmannschaft ist aktuell bis zum 31. August 2020 ausgesetzt. Aktuell steht auf dem Prüfstand die Formate der Euro Beach Soccer League, EBSL Superfinal sowie der FIFA Beachsoccer-WM-Qualifikation ab September in veränderter Form durchzuführen. Bei Bedarf ist eine Verlängerung der Saison 2020 bis Februar 2021 möglich. Neben der Teilnahme an der Euro Beach Soccer League steht in dieser Saison die FIFA-WM-Qualifikation an.

Die internationalen Clubwettbewerbe "Euro Winners Cup" und "Euro Winners Challenge" in Nazaré/Portugal sind ebenfalls bis zum 31. August 2020 ausgesetzt und nach werden nach Möglichkeit ab September durchgeführt.

Weitere Informationen zum internationalen Beachsoccer-Spielbetrieb finden Sie auf www.beachsoccer.com.

Aktueller Stand beim Blindenfußball

Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen für Sportveranstaltungen wurde der für den 2. Mai geplante Start der Blindenfußball-Bundesliga in den September 2020 verschoben. Die Liga beginnt nun am 12. September mit einem Stadtspieltag in Erfurt. Anschließend folgen zwei Vereinsspieltage, die am 19./20. September in Dortmund und am 10./11. Oktober in Hamburg ausgerichtet werden. Der neue Deutsche Meister soll dann beim Saisonfinale am 24. Oktober in Magdeburg gekürt werden.

Weitergehende Informationen aus den Landesverbänden

Norddeutscher Fußballverband

Schleswig-Holsteinischer Fußballverband

Hamburger Fußball-Verband

Bremer Fußball-Verband

Niedersächsischer Fußballverband

Nordostdeutscher Fußballverband

Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern

Fußballverband Sachsen-Anhalt

Berliner Fußball-Verband

Fußball-Landesverband Brandenburg

Thüringer Fußball-Verband

Sächsischer Fußball-Verband

Westdeutscher Fußballverband (WDFV)

Fußballverband Niederrhein

Fußball-Verband Mittelrhein

Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen

Fußball-Regional-Verband Südwest

Fußballverband Rheinland

Saarländischer Fußballverband

Südwestdeutscher Fußballverband

Süddeutscher Fussball-Verband

Südbadischer Fußballverband

Hessischer Fußballverband

Badischer Fußballverband

Bayerischer Fußballverband

Württembergischer Fußballverband

[dfb]

Das Coronavirus und die Folgen für den Spielbetrieb im Fußball. DFB.de mit dem aktuellen Überblick und den wichtigsten Informationen - vom DFB-Team bis zum Amateurfußball.

Was ist grundsätzlich für den Fußball zu beachten?

Entscheidungen über tiefgreifende Maßnahmen wie die Aussetzung der Saison, Spielabsagen oder Partien unter Ausschluss der Zuschauer müssen sich im Zuge des Coronavirus' streng an den Vorgaben und Verfügungen der zuständigen Behörden und Gesundheitsexperten orientieren und danach richten. Aspekte des gesamten öffentlichen Lebens und der zielgerichteten Bekämpfung der Corona-Krise sind zu berücksichtigen, der Fußball stellt hier lediglich einen Teilbereich dar. Die spielleitenden Stellen der Verbände, die Klubs sowie die Gesundheitsbehörden stehen in ständigem Austausch miteinander. Eine Koordinierungsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern von DFB, DFL und Landesverbänden bespricht sich unter Leitung von DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius täglich und stimmt weitere Maßnahmen ab.

Aktueller Stand DFB-Pokal

Im Zuge der Anpassungen des Rahmenterminkalenders für den Spielbetrieb der Frauen und Männer hat der DFB auch die Termine der verbliebenen Spiele im DFB-Pokal festgelegt. Als Datum für das DFB-Pokalfinale der Männer ist der 4. Juli vorgesehen, die Halbfinalspiele sollen am 9. und 10. Juni ausgetragen werden.

Der DFB steht in intensivem Austausch mit der Politik und hat sich am 11. Mai im Rahmen einer außerordentlichen Präsidiumssitzung erneut für die Fortsetzung des Spielbetriebs in der 3. Liga, der FLYERALARM Frauen-Bundesliga und im DFB-Pokal ausgesprochen. Die Planungen für den DFB-Pokal gelten vorbehaltlich der übergeordneten behördlichen Verfügungslagen und der politischen Zustimmung für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs auch in den DFB-Pokalwettbewerben.

Bezüglich der Teilnahme am DFB-Pokal der Saison 2020/2021 gilt folgende Regelung: Sollte der Pokalwettbewerb eines Landesverbandes der Spielzeit 2019/2020 bei den Männern bis zum Ablauf der Meldefrist nicht beendet sein, kann der jeweilige Landesverband innerhalb einer Meldefrist statt des Verbandspokalsiegers in eigener Verantwortlichkeit einen anderen Teilnehmer benennen. Wird innerhalb der Frist von einem Landesverband kein Teilnehmer benannt, wird der Startplatz an einen anderen Landesverband, der bislang keinen zweiten Teilnehmer stellen darf, vergeben. Die Meldefrist für die kommende Spielzeit liegt in der Zuständigkeit des DFB-Spielausschusses.

Teilnahmeberechtigt am DFB-Pokal der Frauen sind die Mannschaften der FLYERALARM Frauen-Bundesliga und der 2. Frauen-Bundesliga, die Aufsteiger in die 2. Frauen-Bundesliga, die Meister der fünf Regionalligen und die Pokalsieger der 21 Landesverbände des abgelaufenen Spieljahres 2019/2020. Ist ein Pokalsieger seines Landesverbandes bereits gemäß dieser Vorschrift teilnahmeberechtigt, tritt an seine Stelle die nächstplatzierte Mannschaft im Pokalwettbewerb des Landesverbandes; ist auch diese bereits gemäß dieser Vorschrift teilnahmeberechtigt, kann der betreffende Landesverband eine andere Mannschaft für den Vereinspokal melden.

Sofern ein Landespokalwettbewerb oder die Spielrunde einer Regionalliga der Spielzeit 2019/2020 bis zum Ablauf der Meldefrist nicht beendet ist, können die jeweiligen Landesverbände statt des Verbandspokalsiegers beziehungsweise Meisters der Regionalliga in eigener Verantwortlichkeit jeweils einen anderen Teilnehmer für Saison 2020/2021 benennen. Wird innerhalb der Frist kein Teilnehmer benannt, so entfällt der jeweilige Startplatz ersatzlos. Sollte keine ausreichende Anzahl an Vereinen benannt werden, so dass sich insgesamt nicht mehr als 32 Teilnehmer ergeben, wird der Vereinspokal der Frauen der Spielzeit 2020/2021 in nur vier Runden ausgetragen.

Aktueller Stand EURO, Women's EURO und weitere UEFA-Turniere

Nach Beratungen der 55 Mitgliedsverbände sowie der Führungsriegen der Klubvereinigung ECA, des Ligen-Interessenverbundes European Leagues und der Spielergewerkschaft FIFPro hat das UEFA-Exekutivkomitee am 17. März entschieden, dass die Europameisterschaft erst im Sommer 2021 ausgetragen wird. Die Endrunde soll demnach vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 stattfinden. Die Play-off-Spiele für die EURO, die ursprünglich für März 2020 vorgesehen waren, wurden verschoben. Das Exekutivkomitee entschied zudem, dass Wettbewerbe, die im Juni und Juli 2021 stattfinden sollten, neu terminiert werden. Dies betrifft auch das Final Four der Nations League sowie die Europameisterschaft der U 21. Genaue Termine sind noch offen. Die Frauen-EM 2021 wurde auf das Jahr 2022 verschoben. Das entschied das UEFA-Exekutivkomitee am 23. April. Demnach findet die Women's EURO vom 6. bis 31. Juli 2022 in England statt.

Aktueller Stand A-Länderspiele

Die UEFA hat am 17. März offiziell bestätigt, dass die Länderspiele der Nationalmannschaft (Ende März), der Frauen-Nationalmannschaft (EM-Qualifikationsspiele im April), sowie der U 21-Nationalmannschaft aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wurden.

Das UEFA-Exekutivkomitee hat zudem am 1. April im schriftlichen Verfahren beschlossen, dem Vorschlag der Generalsekretäre aller 55 Mitgliedsverbände zu folgen und die für den Juni geplante Länderspielperiode zu verschieben. Damit sollen den nationalen Wettbewerben flexiblere Möglichkeiten gegeben werden, die jeweiligen Meisterschaften zu beenden.

Aktueller Stand U 21 und Olympia-Auswahl

Die UEFA hat am 17. März offiziell bestätigt, dass die Länderspiele der Nationalmannschaft, der Frauen-Nationalmannschaft, sowie der U 21-Nationalmannschaft aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wurden. Die Absagen der UEFA betrafen ebenfalls die beiden für Ende März geplanten Länderspiele der U 21-Nationalmannschaft.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat am 24. März 2020 wegen der Corona-Pandemie die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio um ein Jahr verkündet. "Die Verschiebung der Olympischen Spiele in das nächste Jahr ist in der aktuellen Phase genau die richtige Entscheidung", sagt U 21-Trainer Stefan Kuntz, der die olympische Fußballmannschaft in Tokio betreuen soll, zur Entscheidung.

Aktueller Stand U-Länderspiele

Das Coronavirus führt auch zu Änderungen der Nationalmannschaftswettbewerbe im internationalen Junioren- und Juniorinnenfußball.

Am 12. Mai hat die FIFA die neuen Turnierzeiträume für die verschobenen U 20-Frauen- und U 17-Juniorinnen-Weltmeisterschaften bekanntgegeben. Nach einer eingehenden Beurteilung der Corona-Pandemie seitens der FIFA-COVID-19-Arbeitsgruppe und den FIFA-Konföderationen wurde festgelegt, dass die U 20-WM vom 20. Januar bis 6. Februar 2021 in Costa Rica und Panama stattfindet. Ursprünglich sollte das Turnier im August 2020 ausgetragen werden. Die U 17-Weltmeisterschaft wird vom 17. Februar bis zum 7. März 2021 in Indien stattfinden (ursprünglich 2. bis 21. November 2020).

Im Nachgang der am 1. April durchgeführten Videokonferenz mit den Generalsekretären aller 55 UEFA-Mitgliedsverbände und den Empfehlungen der am 17. März eingesetzten Arbeitsgruppe hat das UEFA-Exekutivkomitee folgende Entscheidungen getroffen:

  • U 17-Junioren: Die Endrunde der UEFA U 17-Europameisterschaft im Mai 2020 wird abgesagt.
  • U 17-Juniorinnen: Die Endrunde der UEFA U 17-Juniorinnen-EM im Mai 2020 wird bis auf Weiteres verschoben. Sie soll zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden, da es sich um ein Qualifikationsturnier für die FIFA U 17-Juniorinnen-WM handelt.
  • U 19-Junioren: Die Endrunde der UEFA U 19-EURO im Juli 2020 wird bis auf Weiteres verschoben. Sie soll zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden, da es sich um ein Qualifikationsturnier für die FIFA U 20-WM handelt.
  • U 19-Frauen: Die Endrunde der UEFA U 19-Frauen-EM im Juli 2020 wird abgesagt.

Unter anderem aufgrund einer Entscheidung der UEFA war der DFB bereits am 12. März 2020 gezwungen, bevorstehende EM-Qualifikationen, Länderspiele und Lehrgänge in enger und sorgfältiger Rücksprache mit Städten und Gesundheitsbehörden der jeweiligen Spielorte sowie der beteiligten Nationalverbänden abzusagen. Wegen der aktuellen Situation werden auch im April, Mai und teilweise Juni keine DFB-Maßnahmen der U-Teams stattfinden. Diese Regelung gilt für alle Mannschaften von der U 21 bis zur U 15.

Der DFB bleibt selbstverständlich im weiteren Austausch mit Behörden und Beteiligten, um jederzeit angemessen auf neue Entwicklungen reagieren zu können. Informationen über spätere Neuansetzungen ausgewählter U-Länderspiele oder U-Lehrgänge wird der Verband rechtzeitig mitteilen.

Über das Prozedere der Rückerstattung des Kaufpreises von bereits erworbenen Karten für die Heimspiele der U-Nationalmannschaften informiert der DFB gesondert auf seinem Ticketportal.

Infos zur Ticketerstattung

Informationen zur Ticketerstattung bei Länderspielen der A- und U-Nationalmannschaften des DFB gibt es hier.

Aktueller Stand in der 3. Liga

Die 3. Liga hat den bundesweiten Spielbetrieb am 30. Mai wieder aufgenommen. Der Saisonfortsetzung zugrunde liegt das Hygienekonzept, das DFB und DFL gemeinsam für alle Profiwettbewerbe im deutschen Fußball erarbeitet haben und das ebenso in der Bundesliga sowie 2. Bundesliga zur Anwendung kommt.

Der Rest der Saison wird durchgehend im Rhythmus Englischer Wochen absolviert, enden soll die Saison mit dem 38. Spieltag am 4. Juli. Die anschließende Relegation zur 2. Bundesliga soll bis zum 11. Juli abgeschlossen sein. Diese Rahmenplanungen sind in enger Abstimmung mit dem Ausschuss 3. Liga erfolgt. Terminliche Abweichungen, beispielsweise durch etwaige Mannschaftsquarantänen bedingt, sind weiterhin möglich.

Im Zuge des Beschlusses wurde der DFB-Vorstand vom DFB-Bundestag ermächtigt, über weitergehende Regelungen zu entscheiden - beispielsweise für den Fall, dass im Verlauf der Saison doch noch eine vorzeitige Beendigung der Spielzeit nötig werden sollte. Dies umfasst die Festlegung der spieltechnischen Folgen eines Abbruchs, insbesondere die Regelungen über die Wertung der Spielzeit einschließlich des Auf- und Abstiegs.

Auch mit dem Aufstieg aus der Regionalliga beschäftigte sich der Außerordentliche Bundestag. Das höchste Gremium des Deutschen Fußball-Bundes legte dabei fest, dass bei einer vorzeitigen Beendigung der Saison in der Regionalliga der zuständige Regionalverband beziehungsweise Rechtsträger der jeweiligen Staffel über die sportliche Qualifikation zum Aufstieg in die 3. Liga beziehungsweise zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen entscheiden muss. Diese Meldungen sind für den DFB bindend.

Ein Direktaufstiegsaufrecht haben in dieser Saison die Regionalligen Südwest, Nord und Bayern. Der vierte Aufsteiger ist aus den Staffeln West und Nordost zu ermitteln. Der DFB-Spielausschuss kann nach dem Beschluss des Außerordentlichen DFB-Bundestages bei entsprechender Notwendigkeit beschließen, dass die Aufstiegsspiele in einem neutralen Stadion mit Hin- und Rückspiel oder nur als einfaches Entscheidungsspiel durchgeführt werden.

Zudem wurde die Bildung einer Task Force "Wirtschaftliche Stabilität 3. Liga" beschlossen. Neben dem Aspekt des nachhaltigen Wirtschaftens in der 3. Liga soll sich die Task Force mit der Weiterentwicklung der 3. Liga als Profispielklasse sowie der gesamten Struktur des Profifußballs unterhalb der 2. Bundesliga beschäftigen. Die Gründung einer solchen Gruppe von Expert*innen war erstmals am 11. Mai innerhalb des DFB-Präsidiums thematisiert und anschließend vom Ausschuss 3. Liga aufgegriffen worden.

Zusätzlich zu Vertreter*innen des DFB, der DFL, der Regional- und Landesverbände sowie der Vereine soll sich die Task Force aus Expert*innen anderer Sportarten und Bereiche zusammensetzen. Ziel ist es, das weitere Vorgehen auch unter Einbindung externer Spezialist*innen aus verschiedenen Perspektiven zu diskutieren, zu bewerten und daraus passende Maßnahmen abzuleiten. Die genaue Besetzung steht noch nicht fest. Die Mitglieder der Task Force sollen auf Vorschlag des Ausschusses 3. Liga vom DFB-Präsidium eingesetzt werden.

Situation in der Bundesliga und 2. Bundesliga

Die Bundesliga und 2. Bundesliga haben den Spielbetrieb am 16. Mai wieder fortgesetzt. Der Deutsche Meister soll am 27. Juni gekürt werden. Die Entscheidungen in der 2. Bundesliga sollen, sofern es die Coronalage zulässt, wie gewohnt einen Tag darauf fallen, also am 28. Juni.

Auswirkungen auf Fußballregeln und Ligastatut

Mit Blick auf den Spielbetrieb in der laufenden Saison haben die Klubs der DFL entschieden, dass das Auswechselkontingent in einer Begegnung auf fünf Spieler pro Mannschaft aufgestockt wird. Diese Möglichkeit hatte das für das Regelwerk verantwortliche International Football Association Board (IFAB) zuletzt eröffnet. Fortan stehen jedem Klub für den Austausch von Spielern während einer Partie insgesamt drei Gelegenheiten einschließlich der Halbzeitpause zur Verfügung. Kommt es im Rückspiel der Relegationsspiele zu einer Verlängerung, erhalten beide Mannschaften eine vierte Möglichkeit für Spielerwechsel, die sie in der Unterbrechung zwischen regulärer Spielzeit und Verlängerung oder in der Halbzeitpause der Verlängerung nutzen können. Die "Kommission Fußball" der DFL empfiehlt, dass maximal zwei Spieler gleichzeitig eingewechselt werden.

Darüber hinaus wurden weitere Änderungen des Ligastatuts beschlossen. So kann unter anderem das DFL-Präsidium – gegebenenfalls abweichend vom üblichen Saisonende am 30. Juni – für die Saison 2019/2020 das Ende des Spieljahres und für die Saison 2020/2021 den Anfang des Spieljahres unter Berücksichtigung der Vorgaben der FIFA und des DFB bestimmen. Ebenfalls kann das DFL-Präsidium für die Saison 2020/2021 im Rahmen der Vorgaben der FIFA die Zeiträume der Wechselperioden I und II für nationale und internationale Transfers verändern. Zudem gibt es im weiteren Verlauf der Saison 2019/2020 die Möglichkeit, ein Spiel aus übergeordneten zwingenden rechtlichen, organisatorischen und/oder sicherheitstechnischen Gründen kurzfristig in einem anderen Stadion auszutragen. Hintergrund ist, dass durch die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auch die Entwicklung eines nur regionalen beziehungsweise lokalen Infektionsgeschehens denkbar ist, welches unter Umständen die Durchführung eines Spiels an dem vorgesehenen Spielort kurzfristig unmöglich macht, während an einem anderen Spielort gespielt werden kann.

Vorkehrungen im Bereich der Elite-Schiedsrichter - Einsätze im Stadion

Für eine Rückkehr in den Bundesliga-Spielbetrieb hat die Schiedsrichterführung des DFB gemeinsam mit der DFL Deutsche Fußball Liga und der "Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" Maßnahmen für den Bereich der Elite-Schiedsrichter unter Berücksichtigung der Vorgaben der zuständigen Behörden und Gesundheitsexperten erarbeitet. Diese werden angesichts der dynamischen Entwicklungen kontinuierlich überprüft und bei Bedarf entsprechend angepasst. Von Schiedsrichterseite wird künftig nur noch das vierköpfige Schiedsrichterteam vor Ort sein. Zur Erhöhung der Flexibilität bei den Ansetzungen setzt der DFB die bisherige Praxis, Elite-Schiedsrichter nur außerhalb ihrer Landesverbände anzusetzen, außer Kraft. Diese Regelung bezieht jedoch nicht den unmittelbaren Wohnort eines Elite-Schiedsrichters mit ein.

Vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs wurden die Elite-Schiedsrichter zweimal getestet. Der zweiten Testung können sich die Unparteiischen am Vortag ihrer ersten Ansetzung unterziehen. Im weiteren Saisonverlauf werden die Elite-Schiedsrichter jeweils am Vortag einer Spielleitung getestet. Im Falle eines positiven Testergebnisses begibt sich der Unparteiische in sofortige Selbstisolation gemäß den geltenden behördlichen Vorgaben. Aufgrund der dezentralen Anreise des Schiedsrichterteams ist keine Quarantäne des gesamten Schiedsrichterteams erforderlich.

Vorkehrungen im Bereich der Elite-Schiedsrichter - Einsätze im VAC

Auch im Kölner Video-Assist-Center soll das personelle Aufkommen auf ein Minimum reduziert werden. Daher wird das Video-Assistententeam fortan durch einen Operator und nicht mehr wie zuvor durch zwei Videotechniker unterstützt. Die Aufenthaltsdauer der Video-Assistenten im VAC wird reduziert, indem die Vor- und Nachbesprechung online stattfinden. Die einzelnen Arbeitsstationen werden voneinander getrennt, zusätzliche Plexiglasscheiben werden die einzelnen Arbeitsplätze innerhalb einer Arbeitsstation separieren. Im VAC wird es, wie auch im Stadion, einen Hygienebeauftragten geben, der die Überprüfung der Basishygienemaßnahmen sowie die Einhaltung der Schutzvorkehrungen gewährleistet. Neben den Vorkehrungen bei Einsätzen in Stadien sowie im VAC gibt es übergeordnete Vorkehrungen und Präventionsmaßnahmen.

Weitere Informationen zu den Vorkehrungen im Bereich er Elite-Schiedsrichter gibt es hier.

Situation im Europapokal

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat wegen der Corona-Pandemie vorerst alle Europapokalspiele abgesagt. Das betrifft die verbleibenden Achtelfinalrückspiele der Champions League und Europa League, auch Partien der UEFA Youth League und Women's Champions League fallen ebenso aus wie die Auslosung der Viertelfinalduelle. Die Absage betrifft in der Champions League den deutschen Rekordmeister Bayern München, der gegen den FC Chelsea gespielt hätte. In der Europa League fallen zudem die Spiele von Bayer Leverkusen gegen Glasgow Rangers, Eintracht Frankfurt gegen FC Basel sowie VfL Wolfsburg bei Schachtjor Donezk aus. In der Women's Champions League sind die Duelle Olympique Lyon gegen Bayern München und Glasgow City gegen den VfL Wolfsburg abgesetzt.

Zudem hat die UEFA die Endspiele in der Champions League und Europa League auf unbestimmte Zeit verlegt. Das Champions-League-Finale sollte am 30. Mai in Istanbul stattfinden, das Endspiel der Europa League am 27. Mai in Danzig. Auch das Champions-League-Finale der Frauen am 24. Mai in Wien wurde bis auf Weiteres verschoben.

Aktueller Stand in den Frauen-Bundesligen und im DFB-Pokal der Frauen

Die FLYERALARM Frauen-Bundesliga und der DFB-Pokal der Frauen werden seit dem 29. Mai 2020 fortgesetzt. Im DFB-Pokal der Frauen ist das Halbfinale für den 10./11. Juni geplant, das Endspiel in Köln soll am 4. Juli stattfinden.

Der Spielbetrieb wird auf Grundlage des Hygienekonzepts "Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" fortgeführt. Diese von DFB und DFL gemeinsam erarbeiteten Vorgaben sehen unter anderem strenge Hygienevorgaben, engmaschige Testungen sowie ein Monitoring vor. Das Konzept entspricht grundsätzlich den Inhalten für die beiden Ligen der DFL und unterscheidet sich lediglich in organisatorischen Nuancen, beispielsweise bei der Personenzahl für die festgelegten Zonen im Innen- und Außenbereich der überwiegend kleineren Stadien. So sollen bestmögliche medizinische Rahmenbedingungen und größtmöglicher gesundheitlicher Schutz für alle Beteiligten gewährleistet werden.

Da Großveranstaltungen aufgrund eines Beschlusses der Bundesregierung wegen der Corona-Krise bis mindestens 31. August 2020 untersagt sind, würde das Endspiel im DFB-Pokal der Frauen allerdings ohne Zuschauer stattfinden müssen. Für schon erworbene Tickets werden deshalb ab sofort die Kaufpreise rückerstattet. Dafür gelten folgende Vorgehensweisen:

  • Fans, die ihre Tickets an einer offiziellen Vorverkaufsstelle des Deutschen Fußball-Bunds erworben haben, müssen ihre Eintrittskarte in dieser Vorverkaufsstelle vorlegen. Der Ticketpreis wird ihnen dort gemäß ATGB erstattet. Service- und Versandgebühren werden nicht erstattet.
  • Alle über die offiziellen Webshops des DFB oder die Call Center sowie die beim Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) erworbenen Tickets werden automatisch storniert. Eine Rücksendung der Tickets ist nicht erforderlich. Käufer erhalten eine Gutschrift des Ticketpreises und werden per E-Mail informiert. Auch hier werden Service- und Versandgebühren nicht erstattet.
  • Alle Fans, die Tickets bei nicht autorisierten Anbietern erworben haben, haben gegenüber dem DFB keinen Anspruch auf Erstattung und müssen sich an den jeweiligen Verkäufer wenden.
  • In Umlauf befindliche Tickets sind ungültig. Die kostenfreie Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel an dem jeweils vorgesehenen Spieltag ist somit nicht gestattet.

 

Der Außerordentliche DFB-Bundestag hat den Abbruch der Saison in der 2. Frauen-Bundesliga und in der B-Juniorinnen-Bundesliga beschlossen. Die Delegierten folgten mit ihrem Votum der Empfehlung des DFB-Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball sowie des DFB-Ausschusses Frauen-Bundesligen, die sich bereits Anfang Mai für den Abbruch der Saison in beiden Wettbewerben ausgesprochen hatten. Grundlage der Empfehlung dieser Ausschüsse bildeten Meinungsbilder, die Anfang Mai bei den Vereinen der 2. Frauen-Bundesliga und der B-Juniorinnen-Bundesliga eingeholt worden waren. Beide Umfragen ergaben ein eindeutiges Bild: In der 2. Frauen-Bundesliga sprachen sich 13 von 14 Vereinen für einen Saisonabbruch aus, in der B-Juniorinnen-Bundesliga waren es 28 von 30 Klubs aus den Staffeln Nord/Nordost, West/Südwest und Süd.

Auf dem Außerordentlichen DFB-Bundestag wurde zudem beschlossen, die Tabelle des 16. Spieltags als Abschlusstabelle für die 2. Frauen-Bundesliga zu werten. Damit steigen der SV Werder Bremen und der SV Meppen in die FLYERALARM Frauen-Bundesliga auf. Der Abstieg aus der 2. Frauen-Bundesliga wird ausgesetzt. Aus den Regionalligen steigen fünf Mannschaften in die 2. Frauen-Bundesliga auf, diese wird damit in der Saison 2020/2021 entsprechend aufgestockt.

Aktueller Stand in Junioren-Bundesligen und im DFB-Pokal der Junioren

Der Außerordentliche DFB-Bundestag hat den Abbruch der Saison 2019/2020 der Junioren-Wettbewerbe beschlossen. Sowohl die drei Staffeln der A-Junioren-Bundesliga als auch die drei Staffeln der B-Junioren-Bundesliga sowie der DFB-Pokal der Junioren werden nicht fortgesetzt. Damit folgten die Delegierten dem Antrag des DFB-Jugendausschusses und der Stellungnahme des DFB-Bundesjugendtages.

Die Saison 2019/2020 wird in den betroffenen Junioren-Wettbewerben auf Bundesebene wie folgt gewertet:

  • Die Wertung der insgesamt sechs Staffeln der A- und B-Junioren-Bundesliga erfolgt auf Basis der aktuellen Tabelle beziehungsweise - sollten nicht alle Vereine dieselbe Anzahl an Spielen absolviert haben - unter Anwendung der Quotientenregel (Punkteschnitt pro absolviertem Spiel).
  • Es gibt keinen Deutschen Meister. Gekürt werden lediglich Staffelmeister gemäß der o.g. Wertung.
  • Es gibt keine Absteiger aus den Junioren-Bundesligen.
  • Es gibt Aufsteiger in die Junioren-Bundesligen.
  • Es gibt keinen Sieger im DFB-Pokal der Junioren.

Die Benennung der Aufsteiger erfolgt durch die jeweiligen Spielklassenträger in eigener Zuständigkeit. Der DFB-Jugendausschuss kann eine Ausschlussfrist für die Benennung setzen. Die A- und B-Junioren-Bundesligen der Saison 2020/2021 können grundsätzlich jeweils mit bis zu 17 Teilnehmern aus dem Bereich der Staffel West sowie mit bis zu 18 Teilnehmern aus dem Bereich der Staffeln Nord/Nordost und Süd/Südwest gespielt werden.

Aktueller Stand DFB-Länderpokale/Sichtungsturniere

Aufgrund der rasanten Ausbreitung des Coronavirus' und den damit verbundenen drastischen Einschränkungen und Auswirkungen auf das öffentliche Leben in Deutschland hat sich der DFB nach intensiver Abwägung dazu entschlossen, die Durchführung der Länderpokale/Sichtungsturniere im Frühjahr und Sommer zu dem geplanten Zeitpunkt abzusagen. Folgende Turniere sind davon betroffen:

U 16-Junioren-Sichtungsturnier vom 07. bis 12. Mai 2020 in Duisburg-Wedau
U 14-Juniorinnen-Länderpokal/Sichtungsturnier vom 20. bis 24. Mai 2020 in Duisburg-Wedau
U 14-Junioren-Sichtungsturnier vom 28. Mai bis 1. Juni 2020 in Kaiserau
U 14-Junioren-Sichtungsturnier vom 11. bis 16. Juni 2020 in Bad Blankenburg
U 15-Junioren-Sichtungsturnier vom 18. bis 23. Juni 2020 in Duisburg-Wedau

Wie es sich mit einer möglichen späteren Austragung der Turniere verhält, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar.

Auswirkungen auf das Talentförderprogramm

Aufgrund des Coronavirus' haben sich die Verantwortlichen des Talentförderprogramms in Abstimmung mit dem Generalsekretär und der sportlichen Leitung darauf verständigt, alle Maßnahmen rund um das Talentförderprogramm des DFB - Trainingseinheiten, sportwissenschaftliche Testungen, Sichtungsturniere, Vergleichsspiele etc. - bis einschließlich Ende Mai abzusagen. Ab dem 8. Juni sollen die meisten der 366 DFB-Stützpunkte in ganz Deutschland für die jungen Spielerinnen und Spieler wieder öffnen.

Aktueller Stand "Fußballhelden-Bildungsreise"

Die "Fußballhelden-Bildungsreise", die 2016 erstmals durchgeführt wurde und gemeinsam mit dem Kooperationspartner KOMM MIT geplant, organisiert und umgesetzt wird, ist aufgrund des grassierenden Coronavirus' abgesagt worden. Die "Fußballhelden-Bildungsreise" war ursprünglich vom 18. bis 22. Mai 2020 zum fünften Mal im spanischen Santa Susanna in der Nähe von Barcelona geplant.

Auswirkungen auf die DFB-Akademie

Der Fußball-Lehrer-Lehrgang, die höchste Lizenzstufe im deutschen Trainerwesen, muss derzeit pausieren. Der seit Februar stattfindende Hackathon, bei dem die DFB-Akademie gemeinsam mit Eintracht Frankfurt und dem DFL-Tochterunternehmen Sportec Solutions an der datenbasierten Analyse von Fußballspielen und -spielern arbeitet, wird seit dem 20. März als Online-Seminar fortgesetzt. Das rund um den 34. Bundesliga-Spieltag geplante Abschlussevent wurde verschoben und neu terminiert.

Die Fachtagung Think Tank zur Talent- und Trainerentwicklung sollte am 18. Juni 2020 in Frankfurt am Main stattfinden. Da eine physische Anwesenheit der Teilnehmer stark von den aktuellen Entwicklungen abhängt, wird derzeit eine Online-Konferenz geprüft.

Auswirkungen auf die Trainerlizenzen

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der Bund Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL) haben Anfang April gemeinsam beschlossen, den Verlängerungszeitraum auslaufender Trainerlizenzen - auch ohne Absolvierung einer Fortbildung - um ein zusätzliches Jahr (von derzeit drei Jahre übergangsweise auf vier Jahre) auszudehnen. Das bedeutet im Detail, dass bei Bedarf alle Trainerlizenzen, die zum 31. Dezember 2020 auslaufen, um ein zusätzliches Jahr verlängert werden können und somit erst am 31. Dezember 2021 ungültig werden. Hierzu haben der DFB und seine Akademie ein Formular zur Verfügung gestellt, das selbstausgefüllt und als Nachweis der Lizenzgültigkeit in Verbindung mit Personal- und Lizenzausweis genutzt werden kann.

Auswirkungen auf den Finaltag der Amateure

Die Präsidenten und Geschäftsführer der 21 Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) haben sich mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie befasst und entschieden, den geplanten Finaltag der Amateure terminlich zu verlegen. Ursprünglich sollte die fünfte Auflage der größten Fußballlivekonferenz des Jahres am 23. Mai 2020 und damit wie auch schon 2019 am Tag des DFB-Pokalendspiels steigen. Der Termin für den diesjährigen Finaltag der Amateure bleibt aktuell noch vakant.

Die Landesverbände haben jedoch das Ziel, die Pokalsaison der Landesverbände sportlich zu beenden, um primär die Teilnehmer im Wettbewerb des DFB-Pokals 2020/2021 zu ermitteln. Dieser Zeitpunkt kann auch nach dem 30. Juni 2020 liegen. Die Teilnehmer für den DFB-Pokalwettbewerb der kommenden Saison müssen von den Landesverbänden rechtzeitig vor der ersten Runde ermittelt beziehungsweise benannt sein. Für die Pokalwettbewerbe der 21 Landesverbände gilt derzeit grundsätzlich, dass die Beendigung der Wettbewerbe nur mit der Zustimmung der zuständigen Behörden und unter Einhaltung entsprechender medizinischer Vorgaben für mögliche Spiele ohne Zuschauer erfolgen können. Diesbezüglich sind die Landesverbände mit den jeweiligen verantwortlichen Behörden in den Bundesländern im Austausch.

Das gilt in den Amateurspielklassen

Die Regional- und Landesverbände sind bestrebt, möglichst einheitliche Lösungen bezüglich des Spielbetriebs zu finden. Mit Blick auf die unterschiedlichen regionalen Gegebenheiten und Voraussetzungen sind individuelle Entscheidungen und Maßnahmen der Landesverbände für ihre Wettbewerbe gleichwohl nicht ausgeschlossen. Aufgrund der föderalen Struktur des DFB ist jeder Verband in seinem Verbandsgebiet für den Amateurfußball statuarisch zuständig.

Die spielleitenden Stellen der Verbände, die Klubs sowie die Gesundheitsbehörden stehen in ständigem Austausch miteinander. Eine Koordinierungsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern von DFB, DFL und Landesverbänden bespricht sich unter Leitung von DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius täglich und stimmt weitere Maßnahmen ab. Der DFB setzt sich gemeinsam mit seinen fünf Regional- und 21 Landesverbänden intensiv mit allen Szenarien auseinander.

Der Spielbetrieb in den vom Süddeutschen Fußball-Verband betriebenen Spielklassen bleibt auf Grundlage der jeweiligen staatlichen, bzw. behördlichen Verfügungslage bis auf Weiteres ausgesetzt. Eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs wird mindestens 14 Tage vorher angekündigt.

Die Mehrheit der Klubs aus der Regionalliga Bayern hat sich derweil gegen einen Abbruch der aktuell wegen der Covid-19-Pandemie ausgesetzten Saison 2019/2020 ausgesprochen. In einer vom Bayerischen Fußball-Verband in Übereinstimmung mit den Liga-Sprechern initiierten Abstimmung votierten in einer Videokonferenz vier Klubs für einen Abbruch, fünf Regionalligisten enthielten sich der Stimme, neun Vereine sprachen sich für eine Fortsetzung aus.

Die Regionalliga Südwest GbR beschloss am 26. Mai 2020, die Meisterschaftsrunde 2019/2020 zum 30. Juni 2020 zu beenden. Der Aufsteiger in die 3. Liga wurde anhand einer Quotientenregel (Punkteschnitt) zu den bislang ausgetragen Spielen ermittelt. Daraus ergibt sich, dass die Liga den 1. FC Saarbrücken als Aufsteiger in die 3. Liga meldet. Darüber hinaus wurde beschlossen, dass keine Mannschaft aus der Regionalliga Südwest absteigt, es jedoch vier Aufsteiger gibt. Diese sind Eintracht Stadtallendorf (Hessenliga), der TSV Schott Mainz (Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar), der VfB Stuttgart II (Oberliga Baden-Württemberg) sowie der KSV Hessen Kassel (Hessenliga).

Das Präsidium des Norddeutschen Fußball-Verbandes (NFV) hat sich in einer Videokonferenz mit den Meinungsbildern der Vereine und den verschiedenen Szenarien des Saisonabbruchs beschäftigt. Einstimmig wurde dabei beschlossen, in fünf Regionalligen Nord die laufende Spielzeit 2019/2020 aufgrund der Corona-Pandemie abzubrechen. Ein entsprechender Antrag wird dem Außerordentlichen NFV-Verbandstag Ende Juni vorgelegt.

Welcher Landesverband die laufende Saison bereits abgebrochen hat und wo weitergespielt werden soll, kann in der Übersicht zum Trainings- und Spielbetrieb der Landesverbände nachgelesen werden.

Bereits schon vor der eigentlichen Verkündung der Wiederöffnung der Sportplätze durch die Bundesregierung haben die Sportfachverbände in enger Abstimmung mit dem DOSB zusammengesessen und geeignete Konzepte erarbeitet. Der DFB hat einen Leitfaden für den Einstieg zurück auf den Platz erarbeitet, der hier einzusehen ist.

Der DFB stellt zudem Trainingsinhalte, bei denen der nötige Mindestabstand gewährt wird, anhand eines umfassenden Servicepakets zur Verfügung (siehe auch alle weiteren Beiträge im neugeschaffenen 'Corona-Portal' auf Training & Service).

Aktueller Stand beim Futsal

Die Play-offs der deutschen Futsal-Nationalmannschaft zur Europameisterschaft 2022 gegen die Schweiz werden in den September verlegt. Darauf verständigte sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in Gesprächen mit dem Schweizerischen Fußballverband (SFV) sowie der UEFA. Da der Sieger erst ab Februar 2021 in der dritten Qualifikationsrunde antreten muss, hat die Verlegung keinen Einfluss auf den weiteren Rahmenterminkalender. Ursprünglich war das Auswärtsspiel in der Schweiz für den 11. April und das Heimspiel für den 14. April in Dessau angesetzt gewesen. Die FIFA hat die Futsal Weltmeisterschaft 2020 in das Jahr 2021 verschoben. Deutschland ist nicht für die Endrunde qualifiziert.

Die Deutschen Futsal-Meisterschaften der Juniorinnen und Junioren fallen in dieser Saison aus. Das hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nach Absprache mit den zuständigen Gesundheitsbehörden entschieden. Beide Meisterschaften hätten in Nordrhein-Westfalen, und damit in einem Risikogebiet, in dem es bereits zu Übertragungen des Coronavirus‘ kam, stattfinden sollen. Die Meisterschaft der Junioren war für den 28./29. März in Gevelsberg geplant. Das Pendant der Juniorinnen hätte bereits am kommenden Wochenende (14./15. März) in Wuppertal stattfinden sollen. Eine Verschiebung ist aufgrund des engen Rahmenterminkalenders bei beiden Endrunden nicht möglich.

Aktueller Stand beim Beachsoccer

Der Spielbetrieb ​Deutsche Beachsoccer-Liga 2020 wird bis auf weiteres ausgesetzt. Über eine Wiederaufnahme oder Absage des ausgesetzten Spielbetriebes wird dann beraten, sobald die behördlichen Vorgaben und Regelungen der Bundesländer plansicher feststehen und das Ausüben von Mannschaftssport wieder erlaubt ist. Ebenfalls sind die Qualifikationsturniere der Deutschen Beachsoccer-Tour 2020 von den noch ausstehenden behördlichen Regelungen abhängig. Der Spielbetrieb auf Landesebene und Regionalebene obliegt den ausrichtenden Verbänden. Ob die Deutsche Beachsoccer-Meisterschaft und das Finalturnier der DFB-Beachsoccer-Tour in Rostock-Warnemünde am 22. und 23. August 2020 stattfinden kann, hängt von der behördlichen Lage in Mecklenburg-Vorpommern ab.

Der internationale Spielbetrieb der DFB-Beachsoccer-Nationalmannschaft ist aktuell bis zum 31. August 2020 ausgesetzt. Aktuell steht auf dem Prüfstand die Formate der Euro Beach Soccer League, EBSL Superfinal sowie der FIFA Beachsoccer-WM-Qualifikation ab September in veränderter Form durchzuführen. Bei Bedarf ist eine Verlängerung der Saison 2020 bis Februar 2021 möglich. Neben der Teilnahme an der Euro Beach Soccer League steht in dieser Saison die FIFA-WM-Qualifikation an.

Die internationalen Clubwettbewerbe "Euro Winners Cup" und "Euro Winners Challenge" in Nazaré/Portugal sind ebenfalls bis zum 31. August 2020 ausgesetzt und nach werden nach Möglichkeit ab September durchgeführt.

Weitere Informationen zum internationalen Beachsoccer-Spielbetrieb finden Sie auf www.beachsoccer.com.

Aktueller Stand beim Blindenfußball

Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen für Sportveranstaltungen wurde der für den 2. Mai geplante Start der Blindenfußball-Bundesliga in den September 2020 verschoben. Die Liga beginnt nun am 12. September mit einem Stadtspieltag in Erfurt. Anschließend folgen zwei Vereinsspieltage, die am 19./20. September in Dortmund und am 10./11. Oktober in Hamburg ausgerichtet werden. Der neue Deutsche Meister soll dann beim Saisonfinale am 24. Oktober in Magdeburg gekürt werden.

Weitergehende Informationen aus den Landesverbänden

Norddeutscher Fußballverband

Schleswig-Holsteinischer Fußballverband

Hamburger Fußball-Verband

Bremer Fußball-Verband

Niedersächsischer Fußballverband

Nordostdeutscher Fußballverband

Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern

Fußballverband Sachsen-Anhalt

Berliner Fußball-Verband

Fußball-Landesverband Brandenburg

Thüringer Fußball-Verband

Sächsischer Fußball-Verband

Westdeutscher Fußballverband (WDFV)

Fußballverband Niederrhein

Fußball-Verband Mittelrhein

Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen

Fußball-Regional-Verband Südwest

Fußballverband Rheinland

Saarländischer Fußballverband

Südwestdeutscher Fußballverband

Süddeutscher Fussball-Verband

Südbadischer Fußballverband

Hessischer Fußballverband

Badischer Fußballverband

Bayerischer Fußballverband

Württembergischer Fußballverband

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