Finanzierung und Fördermittel

Es gibt Maßnahmen, die wenig kosten und viel bewirken: Bewegungsmelder schalten das Licht nur dann ein, wenn es wirklich gebraucht wird. Durchflusskonstanthalter sparen viel Wasser in Duschen und Waschbecken. Energiesparlampen brauchen 80 Prozent weniger Strom als Glühbirnen. Wer beschädigte Fenster und Abzugsklappen repariert, nicht genutzte Lüftungsschächte verschließt, Rollladenkästen und Türen gegen Zugluft abdichtet, kann bis zu 15 Prozent Energie einsparen, ohne dafür viel Geld auszugeben

In der Regel aber kostet eine Modernisierung Geld. Neue Heizung, moderne Duschen, Energie sparende Strahler für die Flutlichtanlage und eine Dämmung von Dach und Fassade - da kommen schnell 20.000 bis 50.000 Euro zusammen. Und diese Ausgaben amortisieren sich in der Regel erst nach vier, sechs oder gar zehn Jahren.

Viele Vereine haben wenig oder gar keine Rücklagen. Sie schrecken daher vor großen Investitionen zurück. Allerdings gibt es Möglichkeiten, die Kosten für den Verein zu mindern oder auf mehrere Schultern zu verteilen:

  • Öffentliche Fördermittel:

    Sport ist Ländersache, es gibt keine einheitliche Förderstruktur. Einige Bundesländer, Sportbünde, aber auch Kommunen fördern eine energetische Sanierung und Modernisierung von Sportstätten mit bis zu 75 Prozent. Auch die Beratung durch externe Fachleute wird von einigen Sportbünden bezuschusst oder sogar komplett bezahlt. Auf Bundesebene gibt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle insbesondere für erneuerbare Energien Zuschüsse. Auch lokale Energieversorger können eine hilfreiche Anlaufstelle sein. Sie bieten oft eine kostenlose Beratung an und haben in der Regel einen Überblick über regionale Fördermöglichkeiten.

    Allerdings muss überlegt sein, welche Förderanträge der Verein stellt. Wer beispielsweise Bundesmittel beantragt und erhält, kann in der Regel keine Mittel von Kreis, Land oder Kommune mehr bekommen. Experten sprechen vom Kumulierungsverbot.

  • Darlehen:

    Kommunen, Sparkassen und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bank) gewähren oft zinsgünstige Darlehen für die notwendigen Investitionen.

  • Contracting

    In Einzelfällen kann die Prüfung von Contracting als Möglichkeit zur Finanzierung für energetische Sanierungen in Betracht gezogen werden. Das Prinzip: Der Contractinggeber, beispielsweise eine Heiztechnikfirma oder der regionale Energieversorger, installiert und finanziert die neue Heizung oder eine Wärmedämmung und neue Fenster. Der Verein bezahlt danach einen monatlichen Abschlag, nach sieben bis 12 Jahren ist die Anlagentechnik abbezahlt und gehört dem Verein. Attraktiv dabei ist, dass sich der Contractinggeber während der gesamten Laufzeit des Vertrags um Betrieb und Wartung der Anlagen kümmert.

Weitere Informationen zu den Angeboten

Die Links zu den Angeboten der einzelnen Landessportbünde finden Sie im Bereich „Umweltallianz & Partner“