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Beratung & Öko-Check

Solarthermie, Erdwärmepumpe und Brennwerttechnik, k-Wert, U-Wert und kW – nur Fachleute wissen sofort, was Sache ist. Für Vereinsmitglieder und Vorsitzende ist eine energetische Sanierung meist Neuland und auch erfahrene Hauswarte müssen sich in die technische Welt oft erst hineindenken. Auch die Handwerker im Verein kennen sich meist nur in ihrem eigenen Bereich gut aus, aber die Ansatzpunkte sind vielfältig: ob Solarthermie-Anlage zur Erwärmung des Duschwassers, das Mini-Blockheizkraftwerk zur Erzeugung von Strom und Wärme oder einfach montierbare Dämmsysteme für Fassaden und Dächer, um nur einige zu nennen.

Daher ist es schwierig zu entscheiden, welche Maßnahmen sinnvoll sind und in welcher Reihenfolge. Wer aber investiert, ohne sich vorher beraten zu lassen, läuft Gefahr, dass die Anlagen nicht wirtschaftlich sind oder falsche Technik eingesetzt wird.

Der Öko-Check: die sportspezifische Fachberatung

Die gute Nachricht: Es gibt Berater, die Erfahrungen mit der Sanierung von Sportstätten haben. Öko-Check-Berater, die in einigen Landessportbünden oder Partnerorganisationen der Verbände zur Verfügung stehen, wissen, welche spezifischen Probleme Fußballvereine haben und richten ihre Beratung danach aus. Sie kennen die geeigneten Techniken und haben Überblick über die Fördermöglichkeiten. Von ihrer Erfahrung kann jeder profitieren, der in den nächsten Jahren seine Sportstätten sanieren will oder muss. Und das Gute: Von einigen Sportbünden wird der Öko-Check bezuschusst oder sogar komplett bezahlt.

Ein solcher Öko-Check besteht im Wesentlichen aus drei Schritten: Vor dem Beratungstermin stellt der Verein die relevanten Daten zusammen. Beim Termin selbst begeht der Berater die Sportstätte, protokolliert den Ist-Zustand, macht erste Vorschläge für die wirksamsten Investitionen, informiert über Techniken und Alternativen und berechnet mögliche Zuschüsse. Das Ganze dauert in der Regel zwei bis drei Stunden. Danach erstellt der Berater ein auf die Sportstätte zugeschnittenes Gutachten. Es skizziert alle notwendigen Maßnahmen und beurteilt deren Wichtigkeit. Außerdem enthält es für einzelne Maßnahmen Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen. So kann der Verein selbst entscheiden, welche Umbauten in welcher Reihenfolge und Priorität er machen will.

Kein Verein verpflichtet sich, die im Gutachten vorgeschlagenen Umbauten alle auch durchzuführen. Allerdings ist in manchen Bundesländern die Vergabe von Fördermitteln daran gebunden, dass der Verein einen Teil der Vorschläge tatsächlich realisiert.

In manchen Bundesländern übernehmen Verbände die Kosten für den Öko-Check, aber jedes Bundesland hat eigene Förderbedingungen, die sich zudem auch immer mal wieder ändern. Ein Verein sollte sich daher am besten bei seinem Landessportbund erkundigen. Aber auch wenn der Verband die Kosten für den Ökocheck nicht übernimmt oder bezuschusst: Die rund 800 Euro für den Öko-Check-Berater inklusive Gutachten sind gut angelegtes Geld.

Mehr Informationen zum Öko-Check

Mehr Informationen zum Öko-Check finden Sie auf der Website des Landessportbund Hessen.

Lesen Sie dazu: Interview mit Jens Prüller,

Öko-Check-Berater beim Landessportbund Hessen: „Wer nichts unternimmt, schießt ein Eigentor“.

Lesen Sie dazu: So funktioniert ein Öko-Check.

Beratung beim SV Rot-Weiß Niederklein.