Ansatzpunkte

Die meisten Sportstätten stammen aus den 60er und 70er Jahren. Nur wenige wurden in der Vergangenheit renoviert oder modernisiert: Waschräume mit 30 Jahre alten Duschen und Toiletten, 25 Jahre alte Heizkessel, Strom fressende Elektroheizungen, zugige Fenster und ungedämmte Dächer sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Viel Geld wird verheizt und fehlt für den eigentlichen Zweck: den Fußball.

An welchen Punkten kann man ansetzen, diese Kosten zu senken und dabei gleichzeitig der Umwelt zu helfen?

Wärme: Günstiger erzeugen, weniger verschwenden

Jeder Verein ist anders - und doch ist die Aufteilung der Betriebskosten überall ähnlich: Energieträger wie Heizöl oder Gas zur Erzeugung von Raumwärme und Warmwasser machen mit rund 40 Prozent den Löwenanteil aus.

  • Heizung: Ersetzen Sie alte und überdimensionierte Heizkessel. Moderne Alternativen sind beispielsweise Brennwertkessel, Wärmepumpen, Blockheizkraftwerke oder Holzpelletheizungen
  • Solarthermie: Lassen Sie die Sonne das Dusch- und Heizungswasser erhitzen.
  • Dämmung: Heizen Sie das Vereinsheim, nicht das ganze Gelände. Dämmen Sie das Dach, ersetzen Sie alte Fenster und Glasbausteine durch Wärmeschutzgläser.

Strom: Stromfresser austauschen, Geräte auch mal ausschalten

Strom ist der zweitgrößte Posten in den Betriebskosten. Diese drei Stromverbraucher sind besonders lohnend für Sparmaßnahmen.

  • Kühlung: Kaufen Sie hocheffiziente Geräte der Effizienzklasse A++. Ein Austausch lohnt oft sogar dann, wenn die alten Geräte noch funktionieren. Und ziehen Sie den Stecker, wenn Geräte nicht gebraucht werden.
  • Beleuchtung: Ersetzen Sie Glühbirnen oder Halogenstrahler durch Energiesparlampen oder LED. Und auch beim Licht gilt: Ausschalten, wenn es nicht gebraucht wird – manuell oder mit Hilfe von Bewegungsmeldern.
  • Flutlicht: Nutzen Sie Planflächenstrahler. Sie sind um ein Vielfaches heller, so dass Ihr Platz mit weniger Scheinwerfern auskommt.

Wasser: Weniger Frischwasser, mehr Regenwasser

Der Wasserverbrauch am Platz ist in der Regel hoch: Duschen, Schuhe säubern, Rasen sprengen. Aber das teure Wasser lässt sich einfach einsparen.

  • Duschen/Sanitär: Rüsten Sie für wenig Geld nach. Durchflußkonstanthalter an Dusch- und Wasserhähnen sparen mehr als die Hälfte an Wasser, Selbstschlussarmaturen stoppen das Wasser nach 30 Sekunden, WC-Kästen mit Spartaste verbrauchen bis 75 Prozent weniger Wasser
  • Regenwassernutzung: Sammeln Sie Regenwasser und bewässern Sie damit die Außenflächen und den Fußballplatz. So sparen Sie kommunale Abgaben und entlasten die Kläranlagen.

Mehr Ansatzpunkte

Sie wollen mehr tun? Sehr gut! Reduzieren Sie Müllgebühren durch Mülltrennung oder Eigenkompostierung – und bestellen Sie eine kleinere Mülltonne, wenn Ihre normalerweise sowieso nicht voll wird. Animieren Sie Ihre Sportler und Fans, nicht immer mit dem eigenen PKW anzureisen. Bilden Sie Fahrgemeinschaften. Reden Sie mit der Gemeinde über eine bessere Anbindung an den ÖPNV oder einen Ausbau des Radwegenetzes.

Die Sanierung von Sportstätten ist für einen Verein im optimalen Fall nicht das Ende, sondern der Anfang, sich mit Umwelt- und Klimaschutz zu beschäftigen. Denn Umweltschutz erzielt seine größte Wirkung, wenn er nicht nur bei der (einmaligen) Sanierung wichtig ist, sondern kontinuierlich im Alltag des Vereins eine Rolle spielt.