Corona-Krise: Auswirkungen auf den Fußball

Das Coronavirus und die Folgen für den Spielbetrieb im Fußball. DFB.de mit dem aktuellen Überblick und den wichtigsten Informationen - vom DFB-Team bis zum Amateurfußball.

Was ist grundsätzlich für den Fußball zu beachten?

Entscheidungen über tiefgreifende Maßnahmen wie die Aussetzung der Saison, Spielabsagen oder Partien unter Ausschluss der Zuschauer müssen sich im Zuge des Coronavirus' streng an den Vorgaben und Verfügungen der zuständigen Behörden und Gesundheitsexperten orientieren und danach richten. Aspekte des gesamten öffentlichen Lebens und der zielgerichteten Bekämpfung der Corona-Krise sind zu berücksichtigen, der Fußball stellt hier lediglich einen Teilbereich dar. Die spielleitenden Stellen der Verbände, die Klubs sowie die Gesundheitsbehörden stehen in ständigem Austausch miteinander. Eine Koordinierungsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern von DFB, DFL und Landesverbänden bespricht sich unter Leitung von DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius täglich und stimmt weitere Maßnahmen ab.

Aktueller Stand DFB-Pokal

Die Auslosung der ersten Hauptrunde für den DFB-Pokal 2020/2021 erfolgte am 26. Juli 2020. Alles, was Fans und Vereine diesbezüglich wissen müssen, hat DFB.de in einem FAQ zusammengetragen.

Im Zuge der Anpassungen des Rahmenterminkalenders für den Spielbetrieb der Frauen und Männer hatte der DFB die Termine die Spiele der vergangenen DFB-Pokal-Saison 2019/2020 festgelegt. Das DFB-Pokalfinale der Männer zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem FC Bayern München (2:4) fand am 4. Juli im Berliner Olympiastadion statt - allerdings ohne Zuschauer.

Der DFB stand und steht in intensivem Austausch mit der Politik und hatte sich am 11. Mai im Rahmen einer außerordentlichen Präsidiumssitzung erneut für die Fortsetzung des Spielbetriebs in der 3. Liga, der FLYERALARM Frauen-Bundesliga und im DFB-Pokal ausgesprochen. Die Planungen für den DFB-Pokal galten vorbehaltlich der übergeordneten behördlichen Verfügungslagen und der politischen Zustimmung für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs auch in den DFB-Pokalwettbewerben.

Bezüglich der Teilnahme am DFB-Pokal der Saison 2020/2021 gilt folgende Regelung: Sollte der Pokalwettbewerb eines Landesverbandes der Spielzeit 2019/2020 bei den Männern bis zum Ablauf der Meldefrist nicht beendet sein, kann der jeweilige Landesverband innerhalb einer Meldefrist statt des Verbandspokalsiegers in eigener Verantwortlichkeit einen anderen Teilnehmer benennen. Wird innerhalb der Frist von einem Landesverband kein Teilnehmer benannt, wird der Startplatz an einen anderen Landesverband, der bislang keinen zweiten Teilnehmer stellen darf, vergeben. Die Meldefrist für die kommende Spielzeit liegt in der Zuständigkeit des DFB-Spielausschusses.

Teilnahmeberechtigt am DFB-Pokal der Frauen sind die Mannschaften der FLYERALARM Frauen-Bundesliga und der 2. Frauen-Bundesliga, die Aufsteiger in die 2. Frauen-Bundesliga, die Meister der fünf Regionalligen und die Pokalsieger der 21 Landesverbände des abgelaufenen Spieljahres 2019/2020. Ist ein Pokalsieger seines Landesverbandes bereits gemäß dieser Vorschrift teilnahmeberechtigt, tritt an seine Stelle die nächstplatzierte Mannschaft im Pokalwettbewerb des Landesverbandes; ist auch diese bereits gemäß dieser Vorschrift teilnahmeberechtigt, kann der betreffende Landesverband eine andere Mannschaft für den Vereinspokal melden.

Sofern ein Landespokalwettbewerb oder die Spielrunde einer Regionalliga der Spielzeit 2019/2020 bis zum Ablauf der Meldefrist nicht beendet ist, können die jeweiligen Landesverbände statt des Verbandspokalsiegers beziehungsweise Meisters der Regionalliga in eigener Verantwortlichkeit jeweils einen anderen Teilnehmer für Saison 2020/2021 benennen. Wird innerhalb der Frist kein Teilnehmer benannt, so entfällt der jeweilige Startplatz ersatzlos. Sollte keine ausreichende Anzahl an Vereinen benannt werden, so dass sich insgesamt nicht mehr als 32 Teilnehmer ergeben, wird der Vereinspokal der Frauen der Spielzeit 2020/2021 in nur vier Runden ausgetragen.

Aktueller Stand EURO, Women's EURO und weitere UEFA-Turniere

Die UEFA EURO 2020 findet wie geplant in zwölf Austragungsorten statt. Nach der Verlegung des Turniers in das Jahr 2021 (11. Juni bis 11. Juli) bestätigte das UEFA-Exekutivkomitee auf seiner per Videokonferenz abgehaltenen Sitzung am 17. Juni 2020, dass das Turnier auch im kommenden Jahr in der Allianz Arena in München sowie in Amsterdam, Baku, Bilbao, Budapest, Bukarest, Dublin, Glasgow, Kopenhagen, London, Rom und St. Petersburg gespielt wird. Bereits auf seiner Sitzung im April hatte das Gremium beschlossen, dass das Turnier auch nach der durch die Covid-19-Pandemie notwendig gewordenen Verschiebung seinen Namen behalten wird. So wurden die ursprüngliche Vision des Turniers zum 60. Jahrestag der Europameisterschaft aufrechterhalten und zudem eine nachhaltige Gestaltung durch die Vermeidung der Vernichtung und Reproduktion bereits fertiggestellter Marken- und Fanartikel ermöglicht.

Das Exekutivkomitee der UEFA entschied am 17. Juni zudem, dass der Start der neuen U 18-/U 19-Nations-League um ein Jahr verschoben und erst 2021 beginnen wird.

Die Frauen-EM 2021 wurde auf das Jahr 2022 verschoben. Das entschied das UEFA-Exekutivkomitee bereits am 23. April. Demnach findet die Women's EURO vom 6. bis 31. Juli 2022 in England statt.

Aktueller Stand A-Länderspiele

Das UEFA-Exekutivkomitee hat auf seiner Sitzung am 17. Juni eine Anpassung des internationalen Spielkalenders beschlossen. Die Gruppenphase der UEFA Nations League 2020/2021 wird - wie ursprünglich geplant - in drei Länderspielperioden ausgetragen: Zwei Spieltage finden im September statt, zudem je zwei Spieltage im Oktober und November.

Die Playoffs zur UEFA EURO 2020, wo noch vier Startplätze für das Turnier im kommenden Jahr zu vergeben sind, und mögliche Freundschaftsspiele werden an den aktuell vakanten Terminen am 7./8. Oktober und 11./12. November ausgetragen.

Der Rahmenterminkalender der Frauen-Nationalmannschaft wurde auf Beschluss UEFA vom 17. Juni 2020 ebenfalls angepasst. Die EM-Qualifikation für das auf 2022 verschobene Endrundenturnier in England wird im September mit einem Heimspiel der DFB-Frauen gegen Irland (19. September) und einem Auswärtsspiel in Montenegro (22. September) fortgesetzt. In der für Oktober geplanten Abstellungsperiode wird die Frauen-Nationalmannschaft am 23. und 27. Oktober zwei Freundschaftsspiele absolvieren. Die beiden abschließenden EM-Qualifikationsspiele des Teams von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg werden am 27. November und 1. Dezember in Deutschland gegen Griechenland und in Irland ausgetragen.

Die UEFA hatte am 17. März offiziell bestätigt, dass die Länderspiele der Nationalmannschaft (Ende März), der Frauen-Nationalmannschaft (EM-Qualifikationsspiele im April), sowie der U 21-Nationalmannschaft aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wurden.

Das UEFA-Exekutivkomitee hatte zudem am 1. April im schriftlichen Verfahren beschlossen, dem Vorschlag der Generalsekretäre aller 55 Mitgliedsverbände zu folgen und die für den Juni geplante Länderspielperiode zu verschieben. Damit sollten den nationalen Wettbewerben flexiblere Möglichkeiten gegeben werden, die jeweiligen Meisterschaften zu beenden.

Aktueller Stand U 21 und Olympia-Auswahl

Die U 21-Europameisterschaft 2021 soll nach einem Beschluss des UEFA-Exekutivkomitees vom 17. Juni 2020 in zwei Phasen absolviert absolviert werden. Vom 24. bis 31. März 2021 findet die Gruppenphase mit 16 Teams in vier Gruppen statt. Die Erst- und Zweitplatzierten einer jeden Vierergruppe qualifizieren sich für die anschließende K.o.-Runde. In dieser wird vom 31. Mai bis 6. Juni 2021 das Viertelfinale, das Halbfinale und das Finale gespielt. Als Gastgeberländer für beide Phasen fungieren weiterhin Ungarn und Slowenien. Der derzeit laufende Qualifikationswettbewerb wird im September, Oktober und November 2020 zu Ende gespielt.

Die UEFA hatte am 17. März offiziell bestätigt, dass die Länderspiele der Nationalmannschaft, der Frauen-Nationalmannschaft, sowie der U 21-Nationalmannschaft aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wurden. Die Absagen der UEFA betrafen ebenfalls die beiden für Ende März geplanten Länderspiele der U 21-Nationalmannschaft.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte am 24. März 2020 wegen der Corona-Pandemie die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio um ein Jahr verkündet. "Die Verschiebung der Olympischen Spiele in das nächste Jahr ist in der aktuellen Phase genau die richtige Entscheidung", sagt U 21-Trainer Stefan Kuntz, der die olympische Fußballmannschaft in Tokio betreuen soll, zur Entscheidung.

Aktueller Stand U-Länderspiele

Das Coronavirus führt auch zu Änderungen der Nationalmannschaftswettbewerbe im internationalen Junioren- und Juniorinnenfußball.

Am 12. Mai hat die FIFA die neuen Turnierzeiträume für die verschobenen U 20-Frauen- und U 17-Juniorinnen-Weltmeisterschaften bekanntgegeben. Nach einer eingehenden Beurteilung der Corona-Pandemie seitens der FIFA-COVID-19-Arbeitsgruppe und den FIFA-Konföderationen wurde festgelegt, dass die U 20-WM vom 20. Januar bis 6. Februar 2021 in Costa Rica und Panama stattfindet. Ursprünglich sollte das Turnier im August 2020 ausgetragen werden. Die U 17-Weltmeisterschaft wird vom 17. Februar bis zum 7. März 2021 in Indien stattfinden (ursprünglich 2. bis 21. November 2020).

Im Nachgang der am 1. April durchgeführten Videokonferenz mit den Generalsekretären aller 55 UEFA-Mitgliedsverbände und den Empfehlungen der am 17. März eingesetzten Arbeitsgruppe hat das UEFA-Exekutivkomitee folgende Entscheidungen getroffen:

  • U 17-Junioren: Die Endrunde der UEFA U 17-Europameisterschaft im Mai 2020 wird abgesagt.
  • U 17-Juniorinnen: Das UEFA Exekutivkomitee hat auf seiner Sitzung am 17. Juni bekannt gegeben, dass die Turnierzeiträume für die EM-Qualifikationsturniere und die Europameisterschaft der U 17-Juniorinnen neu festgelegt werden. Die insgesamt sieben Qualifikationsturniere mit 28 teilnehmenden Mannschaften werden im Zeitraum vom 12. bis 20. September ausgetragen. In Gruppe 4 treffen die deutschen U 17-Juniorinnen auf Kroatien, Schottland und die Niederlande. Die darauffolgende Europameisterschaft wird vom 8. bis 14. Oktober gespielt. Nur die Erstplatzierten der sieben Gruppen und die gastgebende Mannschaft der Europameisterschaft qualifizieren sich für das Endrundenturnier. Neu ist der Modus: Bei der EM wird es keine Gruppenphase geben, die acht teilnehmenden Mannschaften treffen in sogenannten "Knock-out-Spielen" im Viertel-, Halbfinale, Spiel um Platz 3 und Finale aufeinander. Bei der EM geht es um die drei europäischen Startplätze für die U 17-Weltmeisterschaft, die vom 17. Februar bis zum 7. März 2021 in Indien ausgetragen wird. Wo die U 17-EM stattfinden wird, hat die UEFA noch nicht final bekanntgegeben. Ursprünglich hätten die finale EM-Qualifikationsrunde im März in den Niederlanden und die U 17-Europameisterschaft in Schweden stattfinden sollen.
  • U 19-Junioren: Die U 19-Europameisterschaft 2020 wird in zwei Phasen absolviert. Vom 8. bis 14. Oktober 2020 findet die Gruppenphase mit acht Teams in zwei Gruppen statt. Die Erst- und Zweitplatzierten einer jeden Vierergruppe qualifizieren sich nicht nur automatisch für die U 20-Weltmeisterschaft 2021, sondern auch für die K.o.-Runde der U 19-EM. In dieser wird vom 9. bis 18. November 2020 das Halbfinale und das Finale ausgetragen. Zusätzlich spielen die beiden Gruppendritten den fünften europäischen Startplatz für die U 20-WM aus. Das Gastgeberland für beide Phasen bleibt Nordirland. Die EM-Qualifikation, die eigentlich im März 2020 angesetzt war, wird nun vom 31. August bis 8. September 2020 gespielt. Deutschland trifft dabei auf Wales, Österreich und Serbien – nur der Gruppenerste löst das EM-Ticket.
  • U 19-Frauen: Die Endrunde der UEFA U 19-Frauen-EM im Juli 2020 wird abgesagt.

Unter anderem aufgrund einer Entscheidung der UEFA war der DFB bereits am 12. März 2020 gezwungen, bevorstehende EM-Qualifikationen, Länderspiele und Lehrgänge in enger und sorgfältiger Rücksprache mit Städten und Gesundheitsbehörden der jeweiligen Spielorte sowie der beteiligten Nationalverbänden abzusagen. Wegen der aktuellen Situation werden auch im April, Mai und teilweise Juni keine DFB-Maßnahmen der U-Teams stattfinden. Diese Regelung gilt für alle Mannschaften von der U 21 bis zur U 15.

Der DFB bleibt selbstverständlich im weiteren Austausch mit Behörden und Beteiligten, um jederzeit angemessen auf neue Entwicklungen reagieren zu können. Informationen über spätere Neuansetzungen ausgewählter U-Länderspiele oder U-Lehrgänge wird der Verband rechtzeitig mitteilen.

Über das Prozedere der Rückerstattung des Kaufpreises von bereits erworbenen Karten für die Heimspiele der U-Nationalmannschaften informiert der DFB gesondert auf seinem Ticketportal.

Infos zur Ticketerstattung

Informationen zur Ticketerstattung bei Länderspielen der A- und U-Nationalmannschaften des DFB gibt es hier.

Aktueller Stand in der 3. Liga

Die 3. Liga hatte den bundesweiten Spielbetrieb am 30. Mai wieder aufgenommen. Der Saisonfortsetzung zugrunde lag das Hygienekonzept, das DFB und DFL gemeinsam für alle Profiwettbewerbe im deutschen Fußball erarbeitet haben und das ebenso in der Bundesliga sowie 2. Bundesliga zur Anwendung kam.

Der Rest der Saison wurde durchgehend im Rhythmus Englischer Wochen absolviert und endete mit dem 38. Spieltag am 4. Juli. Die anschließende Relegation zur 2. Bundesliga wurde bis zum 11. Juli abgeschlossen. Diese Rahmenplanungen waren in enger Abstimmung mit dem Ausschuss 3. Liga erfolgt.

Auch mit dem Aufstieg aus der Regionalliga beschäftigte sich der Außerordentliche Bundestag. Das höchste Gremium des Deutschen Fußball-Bundes legte dabei fest, dass bei einer vorzeitigen Beendigung der Saison in der Regionalliga der zuständige Regionalverband beziehungsweise Rechtsträger der jeweiligen Staffel über die sportliche Qualifikation zum Aufstieg in die 3. Liga beziehungsweise zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen entscheiden muss. Diese Meldungen sind für den DFB bindend.

Ein Direktaufstiegsaufrecht haben in dieser Saison die Regionalligen Südwest, Nord und Bayern. Der vierte Aufsteiger wurde aus den Staffeln West und Nordost ermittelt.

Zudem wurde die Bildung einer Task Force "Wirtschaftliche Stabilität 3. Liga" beschlossen. Neben dem Aspekt des nachhaltigen Wirtschaftens in der 3. Liga soll sich die Task Force mit der Weiterentwicklung der 3. Liga als Profispielklasse sowie der gesamten Struktur des Profifußballs unterhalb der 2. Bundesliga beschäftigen. Die Gründung einer solchen Gruppe von Experten und Expertinnen war erstmals am 11. Mai innerhalb des DFB-Präsidiums thematisiert und anschließend vom Ausschuss 3. Liga aufgegriffen worden.

Zusätzlich zu Vertretern und Vertreterinnen des DFB, der DFL, der Regional- und Landesverbände sowie der Vereine soll sich die Task Force aus Experten und Expertinnen anderer Sportarten und Bereiche zusammensetzen. Ziel ist es, das weitere Vorgehen auch unter Einbindung externer Spezialisten und Spezialistinnen aus verschiedenen Perspektiven zu diskutieren, zu bewerten und daraus passende Maßnahmen abzuleiten. Die genaue Besetzung steht noch nicht fest. Die Mitglieder der Task Force sollen auf Vorschlag des Ausschusses 3. Liga vom DFB-Präsidium eingesetzt werden.

Situation in der Bundesliga und 2. Bundesliga

Die Bundesliga und 2. Bundesliga hatten den Spielbetrieb am 16. Mai wieder fortgesetzt. Der Deutsche Meister wurde am 27. Juni gekürt werden. Die Entscheidungen in der 2. Bundesliga fielen wie gewohnt einen Tag darauf, am 28. Juni.

Auswirkungen auf Fußballregeln und Ligastatut

Mit Blick auf den Spielbetrieb in der laufenden Saison haben die Klubs der DFL entschieden, dass das Auswechselkontingent in einer Begegnung auf fünf Spieler pro Mannschaft aufgestockt wird. Diese Möglichkeit hatte das für das Regelwerk verantwortliche International Football Association Board (IFAB) zuletzt eröffnet. Fortan stehen jedem Klub für den Austausch von Spielern während einer Partie insgesamt drei Gelegenheiten einschließlich der Halbzeitpause zur Verfügung. Kommt es im Rückspiel der Relegationsspiele zu einer Verlängerung, erhalten beide Mannschaften eine vierte Möglichkeit für Spielerwechsel, die sie in der Unterbrechung zwischen regulärer Spielzeit und Verlängerung oder in der Halbzeitpause der Verlängerung nutzen können. Die "Kommission Fußball" der DFL empfiehlt, dass maximal zwei Spieler gleichzeitig eingewechselt werden.

Darüber hinaus wurden weitere Änderungen des Ligastatuts beschlossen. So kann unter anderem das DFL-Präsidium – gegebenenfalls abweichend vom üblichen Saisonende am 30. Juni – für die Saison 2019/2020 das Ende des Spieljahres und für die Saison 2020/2021 den Anfang des Spieljahres unter Berücksichtigung der Vorgaben der FIFA und des DFB bestimmen. Ebenfalls kann das DFL-Präsidium für die Saison 2020/2021 im Rahmen der Vorgaben der FIFA die Zeiträume der Wechselperioden I und II für nationale und internationale Transfers verändern. Zudem gibt es im weiteren Verlauf der Saison 2019/2020 die Möglichkeit, ein Spiel aus übergeordneten zwingenden rechtlichen, organisatorischen und/oder sicherheitstechnischen Gründen kurzfristig in einem anderen Stadion auszutragen. Hintergrund ist, dass durch die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auch die Entwicklung eines nur regionalen beziehungsweise lokalen Infektionsgeschehens denkbar ist, welches unter Umständen die Durchführung eines Spiels an dem vorgesehenen Spielort kurzfristig unmöglich macht, während an einem anderen Spielort gespielt werden kann.

Vorkehrungen im Bereich der Elite-Schiedsrichter - Einsätze im Stadion

Für eine Rückkehr in den Bundesliga-Spielbetrieb hat die Schiedsrichterführung des DFB gemeinsam mit der DFL Deutsche Fußball Liga und der "Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" Maßnahmen für den Bereich der Elite-Schiedsrichter unter Berücksichtigung der Vorgaben der zuständigen Behörden und Gesundheitsexperten erarbeitet. Diese werden angesichts der dynamischen Entwicklungen kontinuierlich überprüft und bei Bedarf entsprechend angepasst. Von Schiedsrichterseite wird künftig nur noch das vierköpfige Schiedsrichterteam vor Ort sein. Zur Erhöhung der Flexibilität bei den Ansetzungen setzt der DFB die bisherige Praxis, Elite-Schiedsrichter nur außerhalb ihrer Landesverbände anzusetzen, außer Kraft. Diese Regelung bezieht jedoch nicht den unmittelbaren Wohnort eines Elite-Schiedsrichters mit ein.

Vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs wurden die Elite-Schiedsrichter zweimal getestet. Der zweiten Testung können sich die Unparteiischen am Vortag ihrer ersten Ansetzung unterziehen. Im weiteren Saisonverlauf werden die Elite-Schiedsrichter jeweils am Vortag einer Spielleitung getestet. Im Falle eines positiven Testergebnisses begibt sich der Unparteiische in sofortige Selbstisolation gemäß den geltenden behördlichen Vorgaben. Aufgrund der dezentralen Anreise des Schiedsrichterteams ist keine Quarantäne des gesamten Schiedsrichterteams erforderlich.

Vorkehrungen im Bereich der Elite-Schiedsrichter - Einsätze im VAC

Auch im Kölner Video-Assist-Center soll das personelle Aufkommen auf ein Minimum reduziert werden. Daher wird das Video-Assistententeam fortan durch einen Operator und nicht mehr wie zuvor durch zwei Videotechniker unterstützt. Die Aufenthaltsdauer der Video-Assistenten im VAC wird reduziert, indem die Vor- und Nachbesprechung online stattfinden. Die einzelnen Arbeitsstationen werden voneinander getrennt, zusätzliche Plexiglasscheiben werden die einzelnen Arbeitsplätze innerhalb einer Arbeitsstation separieren. Im VAC wird es, wie auch im Stadion, einen Hygienebeauftragten geben, der die Überprüfung der Basishygienemaßnahmen sowie die Einhaltung der Schutzvorkehrungen gewährleistet. Neben den Vorkehrungen bei Einsätzen in Stadien sowie im VAC gibt es übergeordnete Vorkehrungen und Präventionsmaßnahmen.

Weitere Informationen zu den Vorkehrungen im Bereich er Elite-Schiedsrichter gibt es hier.

Situation im Europapokal

Die Endrunde der UEFA Europa League 2019/2020 findet in Deutschland statt: Das UEFA-Exekutivkomitee beschloss auf seiner Sitzung am 17. Juni, dass der Sieger der Europa League in Nordrhein-Westfalen ermittelt wird. Die Finalspiele der UEFA Champions League wurden an Portugals Hauptstadt Lissabon vergeben. Beide Wettbewerbe werden in einem Miniturnier-Format ausgespielt. Als deutsche Spielorte der Europa League wurden Düsseldorf (Merkur Spiel-Arena), Duisburg (Schauinsland-Reisen-Arena), Gelsenkirchen (Veltins-Arena) und Köln (Rhein-Energie-Stadion) benannt. Das Endspiel der UEFA Europa League steigt am 21. August in Köln.

Auf Beschluss des UEFA-Exekutivkomitee vom 17. Juni 2020 wurde in der UEFA Women's Champions League der Modus geändert. Die Viertelfinal- und Halbfinalspiele sowie das Endspiel der Champions League werden in Spanien ausgespielt. Die insgesamt sieben noch zu spielenden Begegnungen werden zwischen dem 21. und 30. August ausgetragen. Das Finale der UEFA Women's Champions League findet am 30. August im Estadio Anoeta in San Sebastián statt. Ursprünglich hätte das UWCL-Finale am 24. Mai in Wien gespielt werden sollen.

Aktueller Stand in den Frauen-Bundesligen und im DFB-Pokal der Frauen

Die FLYERALARM Frauen-Bundesliga und der DFB-Pokal der Frauen wurden seit dem 29. Mai 2020 fortgesetzt. Im DFB-Pokal der Frauen fand das Endspiel zwischen dem VfL Wolfsburg und der SGS Essen (4:2 i.E.) am 4. Juli in Köln statt.

Der Spielbetrieb wurde auf Grundlage des Hygienekonzepts "Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" fortgeführt. Diese von DFB und DFL gemeinsam erarbeiteten Vorgaben sahen unter anderem strenge Hygienevorgaben, engmaschige Testungen sowie ein Monitoring vor. Das Konzept entspricht grundsätzlich den Inhalten für die beiden Ligen der DFL und unterscheidet sich lediglich in organisatorischen Nuancen, beispielsweise bei der Personenzahl für die festgelegten Zonen im Innen- und Außenbereich der überwiegend kleineren Stadien. So sollten bestmögliche medizinische Rahmenbedingungen und größtmöglicher gesundheitlicher Schutz für alle Beteiligten gewährleistet werden.

Da Großveranstaltungen aufgrund eines Beschlusses der Bundesregierung wegen der Corona-Krise bis mindestens 31. August 2020 untersagt sind, fand das Endspiel im DFB-Pokal der Frauen ohne Zuschauer statt. Für schon erworbene Tickets wurden deshalb die Kaufpreise rückerstattet. Dafür gab es folgende Vorgehensweisen:

  • Fans, die ihre Tickets an einer offiziellen Vorverkaufsstelle des Deutschen Fußball-Bunds erworben haben, müssen ihre Eintrittskarte in dieser Vorverkaufsstelle vorlegen. Der Ticketpreis wird ihnen dort gemäß ATGB erstattet. Service- und Versandgebühren werden nicht erstattet.
  • Alle über die offiziellen Webshops des DFB oder die Call Center sowie die beim Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) erworbenen Tickets werden automatisch storniert. Eine Rücksendung der Tickets ist nicht erforderlich. Käufer erhalten eine Gutschrift des Ticketpreises und werden per E-Mail informiert. Auch hier werden Service- und Versandgebühren nicht erstattet.
  • Alle Fans, die Tickets bei nicht autorisierten Anbietern erworben haben, haben gegenüber dem DFB keinen Anspruch auf Erstattung und müssen sich an den jeweiligen Verkäufer wenden.
  • In Umlauf befindliche Tickets sind ungültig. Die kostenfreie Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel an dem jeweils vorgesehenen Spieltag ist somit nicht gestattet.

 

Der Außerordentliche DFB-Bundestag hatten den Abbruch der Saison in der 2. Frauen-Bundesliga und in der B-Juniorinnen-Bundesliga beschlossen. Die Delegierten folgten mit ihrem Votum der Empfehlung des DFB-Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball sowie des DFB-Ausschusses Frauen-Bundesligen, die sich bereits Anfang Mai für den Abbruch der Saison in beiden Wettbewerben ausgesprochen hatten. Grundlage der Empfehlung dieser Ausschüsse bildeten Meinungsbilder, die Anfang Mai bei den Vereinen der 2. Frauen-Bundesliga und der B-Juniorinnen-Bundesliga eingeholt worden waren. Beide Umfragen ergaben ein eindeutiges Bild: In der 2. Frauen-Bundesliga sprachen sich 13 von 14 Vereinen für einen Saisonabbruch aus, in der B-Juniorinnen-Bundesliga waren es 28 von 30 Klubs aus den Staffeln Nord/Nordost, West/Südwest und Süd.

Auf dem Außerordentlichen DFB-Bundestag wurde zudem beschlossen, die Tabelle des 16. Spieltags als Abschlusstabelle für die 2. Frauen-Bundesliga zu werten. Damit steigen der SV Werder Bremen und der SV Meppen in die FLYERALARM Frauen-Bundesliga auf. Der Abstieg aus der 2. Frauen-Bundesliga wird ausgesetzt. Aus den Regionalligen steigen fünf Mannschaften in die 2. Frauen-Bundesliga auf, diese wird damit in der Saison 2020/2021 entsprechend aufgestockt.

Aktueller Stand in Junioren-Bundesligen und im DFB-Pokal der Junioren

Der Außerordentliche DFB-Bundestag hat den Abbruch der Saison 2019/2020 der Junioren-Wettbewerbe beschlossen. Sowohl die drei Staffeln der A-Junioren-Bundesliga als auch die drei Staffeln der B-Junioren-Bundesliga sowie der DFB-Pokal der Junioren werden nicht fortgesetzt. Damit folgten die Delegierten dem Antrag des DFB-Jugendausschusses und der Stellungnahme des DFB-Bundesjugendtages.

Die Saison 2019/2020 wird in den betroffenen Junioren-Wettbewerben auf Bundesebene wie folgt gewertet:

 

  • Die Wertung der insgesamt sechs Staffeln der A- und B-Junioren-Bundesliga erfolgt auf Basis der aktuellen Tabelle beziehungsweise - sollten nicht alle Vereine dieselbe Anzahl an Spielen absolviert haben - unter Anwendung der Quotientenregel (Punkteschnitt pro absolviertem Spiel).
  • Es gibt keinen Deutschen Meister. Gekürt werden lediglich Staffelmeister gemäß der o.g. Wertung.
  • Es gibt keine Absteiger aus den Junioren-Bundesligen.
  • Es gibt Aufsteiger in die Junioren-Bundesligen.
  • Es gibt keinen Sieger im DFB-Pokal der Junioren.

 

Die Benennung der Aufsteiger erfolgt durch die jeweiligen Spielklassenträger in eigener Zuständigkeit. Der DFB-Jugendausschuss kann eine Ausschlussfrist für die Benennung setzen. Die A- und B-Junioren-Bundesligen der Saison 2020/2021 können grundsätzlich jeweils mit bis zu 17 Teilnehmern aus dem Bereich der Staffel West sowie mit bis zu 18 Teilnehmern aus dem Bereich der Staffeln Nord/Nordost und Süd/Südwest gespielt werden.

Aktueller Stand DFB-Länderpokale/Sichtungsturniere

Aufgrund der rasanten Ausbreitung des Coronavirus' und den damit verbundenen drastischen Einschränkungen und Auswirkungen auf das öffentliche Leben in Deutschland hat sich der DFB nach intensiver Abwägung dazu entschlossen, die Durchführung der Länderpokale/Sichtungsturniere im Frühjahr und Sommer zu dem geplanten Zeitpunkt abzusagen. Folgende Turniere sind davon betroffen:

U 16-Junioren-Sichtungsturnier vom 07. bis 12. Mai 2020 in Duisburg-Wedau
U 14-Juniorinnen-Länderpokal/Sichtungsturnier vom 20. bis 24. Mai 2020 in Duisburg-Wedau
U 14-Junioren-Sichtungsturnier vom 28. Mai bis 1. Juni 2020 in Kaiserau
U 14-Junioren-Sichtungsturnier vom 11. bis 16. Juni 2020 in Bad Blankenburg
U 15-Junioren-Sichtungsturnier vom 18. bis 23. Juni 2020 in Duisburg-Wedau

Wie es sich mit einer möglichen späteren Austragung der Turniere verhält, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar.

Auswirkungen auf das Talentförderprogramm

Aufgrund des Coronavirus' haben sich die Verantwortlichen des Talentförderprogramms in Abstimmung mit dem Generalsekretär und der sportlichen Leitung darauf verständigt, alle Maßnahmen rund um das Talentförderprogramm des DFB - Trainingseinheiten, sportwissenschaftliche Testungen, Sichtungsturniere, Vergleichsspiele etc. - bis einschließlich Ende Mai abzusagen. Ab dem 8. Juni sollen die meisten der 366 DFB-Stützpunkte in ganz Deutschland für die jungen Spielerinnen und Spieler wieder öffnen.

DFB-Anerkennungskultur

Die am 01. Juni startende Bewerbungsphase der DFB-Ehrenamtsförderpreise (DFB-Ehrenamtspreis & „Fußballhelden“) wurde aufgrund des Coronavirus zunächst auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Aufgrund der momentanen Situation und der nicht vorhersehbaren Entwicklungen ist eine seriöse Gesamtplanung der DFB-Anerkennungskultur aktuell nicht möglich. Sobald eine Planungssicherheit eintritt, wird dieses Thema wieder aufgenommen.

Auswirkungen auf die DFB-Akademie

Der Fußball-Lehrer-Lehrgang, die höchste Lizenzstufe im deutschen Trainerwesen, muss derzeit pausieren. Der seit Februar stattfindende Hackathon, bei dem die DFB-Akademie gemeinsam mit Eintracht Frankfurt und dem DFL-Tochterunternehmen Sportec Solutions an der datenbasierten Analyse von Fußballspielen und -spielern arbeitet, wird seit dem 20. März als Online-Seminar fortgesetzt. Das rund um den 34. Bundesliga-Spieltag geplante Abschlussevent wurde verschoben und neu terminiert.

Die Fachtagung Think Tank zur Talent- und Trainerentwicklung sollte am 18. Juni 2020 in Frankfurt am Main stattfinden. Da eine physische Anwesenheit der Teilnehmer stark von den aktuellen Entwicklungen abhängt, wird derzeit eine Online-Konferenz geprüft.

Auswirkungen auf die Trainerlizenzen

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der Bund Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL) haben Anfang April gemeinsam beschlossen, den Verlängerungszeitraum auslaufender Trainerlizenzen - auch ohne Absolvierung einer Fortbildung - um ein zusätzliches Jahr (von derzeit drei Jahre übergangsweise auf vier Jahre) auszudehnen. Das bedeutet im Detail, dass bei Bedarf alle Trainerlizenzen, die zum 31. Dezember 2020 auslaufen, um ein zusätzliches Jahr verlängert werden können und somit erst am 31. Dezember 2021 ungültig werden. Hierzu haben der DFB und seine Akademie ein Formular zur Verfügung gestellt, das selbstausgefüllt und als Nachweis der Lizenzgültigkeit in Verbindung mit Personal- und Lizenzausweis genutzt werden kann.

Auswirkungen auf den Finaltag der Amateure

Die Landesverbände im Deutschen Fußball-Bund (DFB) haben sich verständigt, die fünfte Auflage des Finaltags der Amateure am 22. August 2020 durchzuführen, soweit es die behördlichen Verfügungslagen zur Eindämmung des Coronavirus in den jeweiligen Bundesländern zulassen. Eine Freigabe durch die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) für den Finaltag der Amateure liegt bereits vor. Die ARD plant, die Pokalkonferenz erneut bundesweit live im Ersten zu übertragen.

Aufgrund der Corona-Pandemie musste der ursprünglich für den 23. Mai terminierte Finaltag der Amateure 2020 verlegt werden. Die 21 Landesverbände hatten sich jedoch bereits im Mai auf das Ziel geeinigt, die Ermittlung der Landespokalsieger sowie die Meldung der Teilnehmer für den DFB-Pokal 2020/2021 auf sportlichem Weg vorzunehmen. Aufgrund der seitdem verbesserten Infektionslage in Deutschland sowie der überwiegenden Öffnung des Trainings- und Spielbetriebs durch die jeweiligen Landesregierungen soll die überwiegende Zahl der Landespokalendspiele am 22. August 2020 ausgetragen werden. Die genaue Sendezeit in der ARD befindet sich derzeit noch in der Abstimmung.

Ob und in welchem Umfang Zuschauer und Zuschauerinnen zu den Pokalendspielen zugelassen werden, ist noch offen. Aktuell gehen die Landesverbände davon aus, dass es zu unterschiedlichen Regelungen kommen wird - abhängig von den örtlichen Verfügungslagen. Auch steht noch nicht fest, ob alle 21 Landesverbände am Finaltag der Amateure teilnehmen können. Dazu befinden sich alle Verbände in Abstimmung mit den jeweiligen Landesregierungen.

Das gilt in den Amateurspielklassen

Die Regional- und Landesverbände sind bestrebt, möglichst einheitliche Lösungen bezüglich des Spielbetriebs zu finden. Mit Blick auf die unterschiedlichen regionalen Gegebenheiten und Voraussetzungen sind individuelle Entscheidungen und Maßnahmen der Landesverbände für ihre Wettbewerbe gleichwohl nicht ausgeschlossen. Aufgrund der föderalen Struktur des DFB ist jeder Verband in seinem Verbandsgebiet für den Amateurfußball statuarisch zuständig.

Die spielleitenden Stellen der Verbände, die Klubs sowie die Gesundheitsbehörden stehen in ständigem Austausch miteinander. Eine Koordinierungsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern von DFB, DFL und Landesverbänden bespricht sich unter Leitung von DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius täglich und stimmt weitere Maßnahmen ab. Der DFB setzt sich gemeinsam mit seinen fünf Regional- und 21 Landesverbänden intensiv mit allen Szenarien auseinander.

Die Regionalliga Bayern und der Bayerische Fußball-Verband wollen die unterbrochene Regionalliga-Spielzeit 2019/2020 ab September fortsetzen, sofern die staatlichen Vorgaben das ermöglichen. Außerdem wird die Saison bis ins Frühjahr 2021 verlängert, so dass es eine Spielzeit 2020/2021 nicht geben wird. Gleiches gilt in den weiteren Spielklassen des bayerischen Amateurfußballs. Zudem beschloss der Vorstand des BFV, dass der vom DFB bestätigte Drittliga-Aufsteiger Türkgücü München satzungsgemäß aus der Wertung der laufenden Spielzeit 2019/2020 genommen wird. Damit gilt der Klub ab sofort nicht mehr als Teilnehmer der Regionalliga Bayern. Außerdem hat der BFV-Vorstand formell den Weg geebnet, den Meister und damit Teilnehmer aus der Regionalliga Bayern für die Aufstiegsspiele zur 3. Liga 2021 infolge der Covid-19-Pandemie einmalig in Play-offs zu ermitteln.

Die Regionalliga Südwest GbR beschloss am 26. Mai 2020, die Meisterschaftsrunde 2019/2020 zum 30. Juni 2020 zu beenden. Der Aufsteiger in die 3. Liga wurde anhand einer Quotientenregel (Punkteschnitt) zu den bislang ausgetragen Spielen ermittelt. Daraus ergibt sich, dass die Liga den 1. FC Saarbrücken als Aufsteiger in die 3. Liga meldet. Darüber hinaus wurde beschlossen, dass keine Mannschaft aus der Regionalliga Südwest absteigt, es jedoch vier Aufsteiger gibt. Diese sind Eintracht Stadtallendorf (Hessenliga), der TSV Schott Mainz (Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar), der VfB Stuttgart II (Oberliga Baden-Württemberg) sowie der KSV Hessen Kassel (Hessenliga). Die neue Saison 2020/2021 wird als normale Spielerunde geplant. Grund dafür sind Abfrageergebnisse unter den Vereinen. Nur 10 der 22 stimmberechtigten Vereine haben für das Alternativmodell einer zweigeteilten Liga mit anschließender Auf- bzw. Abstiegsrunde gestimmt. Die Regionalliga Südwest startet Anfang September in die neue Spielzeit. Der erste Spieltag der neuen Saison soll planmäßig am 4. - 6. September durchgeführt werden. Aufgrund der Ansetzung des Pokalwochenendes am 11. bis 14. September könnten allerdings auch Partien des 2. Spieltags auf den 1. und 2. September vorgezogen werden.

Der Außerordentliche Verbandstag des Norddeutschen Fußball-Verbandes e.V. (NFV) hat auf einer virtuellen Versammlung auch formell den Abbruch der Saison 2019/2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie beschlossen. Einstimmig wurde dabei dem Antrag des NFV-Präsidiums auf Abbruch der Spielzeit 2019/2020 in allen Ligen und Wettbewerben unter Berücksichtigung der Quotienten-Regelung ohne Absteiger entsprochen. Zugrunde gelegt wurden dabei die Tabellenstände mit Stichtag 12. März 2020. Ebenso Inhalt dieses Antrages war, Mannschaften, die sich in der Abschlusstabelle der höchsten Landesverbandsspielklasse auf den ordnungsrechtlich und ausschreibungsgemäß direkten Aufstiegsplätzen befinden (also für den Aufstieg qualifiziert sind) aufsteigen zu lassen. Die Regionalliga Nord wird wegen der coronabedingten Aufstockung in der kommenden Spielzeit in zwei Staffeln mit je elf Mannschaften ausgetragen. In beiden Gruppen wird zunächst im Modus „jeder gegen jeden“ mit Hin- und Rückspiel gespielt. Eine einfache Spielrunde wäre ebenso eine Option, da das Startdatum des Ligabetriebs noch nicht feststeht. Die zehn Punktbesten Mannschaften aus beiden Staffeln qualifizieren sich für eine Meisterrunde. Der Gewinner geht dann in die Aufstiegsspiele zur 3. Liga gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Die übrigen zwölf Teams bestreiten eine Abstiegsrunde.

Auch in der Fußball-Regionalliga Nordost wurde der Spielbetrieb nach der Coronapause nicht fortgesetzt. Das Präsidium des Nordostdeutschen Fußballverbandes beschloss auf einer außerordentlichen Tagung den Saisonabbruch. Der sportliche Abstieg wird ausgesetzt, Lok Leipzig als Meister profitiert von der Quotientenregelung: Zum Stichtag des Abbruchs (13. März) lagen die Sachsen zwar auf Rang zwei hinter dem punktgleichen VSG Altglienicke, hatten aber ein Spiel weniger absolviert. Die Regionalliga Nordost startet am 14. August in die Spielzeit 2020/21. In der kommenden Spielzeit treten 20 Mannschaften in der Spielklasse an, statt wie bisher 18.

Laut Beschluss wird es in der Regionalliga West in dieser Saison keine Absteiger geben, die Staffel wird für die kommende Spielzeit entsprechend aufgestockt. Berechnet nach der Quotientenregelung des WDFV ist der SC Verl Meister. Der SV Rödinghausen hatte als Tabellenerster keinen Antrag auf Zulassung für die 3. Liga gestellt. Verl konnte sich als West-Vertreter bei der Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur 3. Liga gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig durchsetzen. Der Fußballausschuss des Westdeutschen Fußballverbandes hat ebenso den Rahmenterminplan für die Saison 2020/2021 in der Regionalliga West verabschiedet. Die Spielzeit in der Regionalliga West startet demnach im Zeitraum 4. bis 7. September 2020. Der letzte Spieltag soll am 5. Juni 2021 ausgetragen werden. Alle Überlegungen zum Start der Saison 2020/2021 stehen unter dem Vorbehalt, dass die behördlichen Verfügungslagen vor Ort den Spielbetrieb ermöglichen.

Welcher Landesverband die laufende Saison bereits abgebrochen hat und wo weitergespielt werden soll, kann in der Übersicht zum Trainings- und Spielbetrieb der Landesverbände nachgelesen werden.

Bereits schon vor der eigentlichen Verkündung der Wiederöffnung der Sportplätze durch die Bundesregierung haben die Sportfachverbände in enger Abstimmung mit dem DOSB zusammengesessen und geeignete Konzepte erarbeitet. Der DFB hat einen Leitfaden für den Einstieg zurück auf den Platz erarbeitet, der hier einzusehen ist.

Der DFB stellt zudem Trainingsinhalte, bei denen der nötige Mindestabstand gewährt wird, anhand eines umfassenden Servicepakets zur Verfügung (siehe auch alle weiteren Beiträge im neugeschaffenen 'Corona-Portal' auf Training & Service).

Aktueller Stand DFB-Ü-Cups

Da im Moment nicht absehbar ist, ob, wann und unter welchen Bedingungen die Durchführung von Sportveranstaltungen wieder möglich sind, hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die DFB Ü-Cups 2020 abgesagt.

Aktueller Stand beim Futsal

Die Play-offs der deutschen Futsal-Nationalmannschaft zur Europameisterschaft 2022 gegen die Schweiz werden in den September verlegt. Darauf verständigte sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in Gesprächen mit dem Schweizerischen Fußballverband (SFV) sowie der UEFA. Da der Sieger erst ab Februar 2021 in der dritten Qualifikationsrunde antreten muss, hat die Verlegung keinen Einfluss auf den weiteren Rahmenterminkalender. Ursprünglich war das Auswärtsspiel in der Schweiz für den 11. April und das Heimspiel für den 14. April in Dessau angesetzt gewesen. Die FIFA hat die Futsal Weltmeisterschaft 2020 in das Jahr 2021 verschoben. Deutschland ist nicht für die Endrunde qualifiziert.

Nach dem Beschluss des DFB-Präsidiums zur Verlängerung der Futsal-Saison 2019/2020 hat der DFB-Spielausschuss über den Modus der Deutschen Futsal-Meisterschaft entschieden. Gespielt werden soll an vier Tagen im Zeitraum 13. bis 16. August 2020 an einem zentralen Ort im Turniermodus mit zwei Vorrundenpartien und anschließendem Viertelfinale, Halbfinale und Finale. Die Spiele werden als Einzelspiele durchgeführt. Eine finale Bestätigung der Durchführung wird nach Rücksprache mit den lokalen Behörden Anfang August erfolgen.

Die Deutschen Futsal-Meisterschaften der Juniorinnen und Junioren fallen in dieser Saison aus. Das hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nach Absprache mit den zuständigen Gesundheitsbehörden entschieden. Beide Meisterschaften hätten in Nordrhein-Westfalen, und damit in einem Risikogebiet, in dem es bereits zu Übertragungen des Coronavirus kam, stattfinden sollen. Die Meisterschaft der Junioren war für den 28./29. März in Gevelsberg geplant. Das Pendant der Juniorinnen hätte bereits am kommenden Wochenende (14./15. März) in Wuppertal stattfinden sollen. Eine Verschiebung ist aufgrund des engen Rahmenterminkalenders bei beiden Endrunden nicht möglich.

Aktueller Stand beim Beachsoccer

Nachdem das Coronavirus den zunächst für Mai angedachten Auftakt der Deutschen Beachsoccer-Liga verhinderte, ermöglichen es die Verfügungslagen in einigen Bundesländern nun, einen Spielbetrieb unter Einhaltung von Hygienekonzepten zu starten. Die Aufnahme des Wettbewerbs am 8./9. August ist in verkürzter Form möglich. Die zwölf teilnehmenden Vereine ermitteln an drei Wochenenden die vier Teilnehmer am "Final Four" der Deutschen Beachsoccer-Meisterschaft, das voraussichtlich am 26./27. September 2020 in Rostock-Warnemünde stattfinden wird. Der Spielbetrieb auf Landesebene und Regionalebene obliegt den ausrichtenden Verbänden. Die Beachsoccer-Nationalmannschaft hat sich unter besonderen Auflagen mit einem Lehrgang vom 23. bis 26. Juli in Münster auf den für Anfang September geplanten internationalen Spielbetrieb vorbereitet. Momentan ist dieser noch bis zum 31. August 2020 ausgesetzt. Das "Superfinal" soll ab dem 1. September in Figueira da Foz/Portugal starten. Die internationalen Clubwettbewerbe "Euro Winners Cup" und "Euro Winners Challenge" in Nazaré/Portugal sind ebenfalls bis zum 31. August 2020 ausgesetzt und werden nach Möglichkeit ab September durchgeführt. Das Spieljahr 2020 kann im Bedarfsfall bis zum Februar 2021 verlängert werden.

Die internationalen Clubwettbewerbe "Euro Winners Cup" und "Euro Winners Challenge" in Nazaré/Portugal sind ebenfalls bis zum 31. August 2020 ausgesetzt und nach werden nach Möglichkeit ab September durchgeführt.

Weitere Informationen zum internationalen Beachsoccer-Spielbetrieb finden Sie auf www.beachsoccer.com.

Aktueller Stand beim Blindenfußball

Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen für Sportveranstaltungen wurde der für den 2. Mai geplante Start der Blindenfußball-Bundesliga in den September 2020 verschoben. Die Liga beginnt nun am 12. September mit einem Stadtspieltag in Erfurt. Anschließend folgen zwei Vereinsspieltage, die am 19./20. September in Dortmund und am 10./11. Oktober in Hamburg ausgerichtet werden. Der neue Deutsche Meister soll dann beim Saisonfinale am 24. Oktober in Magdeburg gekürt werden.

Weitergehende Informationen aus den Landesverbänden

Norddeutscher Fußballverband

Schleswig-Holsteinischer Fußballverband

Hamburger Fußball-Verband

Bremer Fußball-Verband

Niedersächsischer Fußballverband

Nordostdeutscher Fußballverband

Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern

Fußballverband Sachsen-Anhalt

Berliner Fußball-Verband

Fußball-Landesverband Brandenburg

Thüringer Fußball-Verband

Sächsischer Fußball-Verband

Westdeutscher Fußballverband (WDFV)

Fußballverband Niederrhein

Fußball-Verband Mittelrhein

Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen

Fußball-Regional-Verband Südwest

Fußballverband Rheinland

Saarländischer Fußballverband

Südwestdeutscher Fußballverband

Süddeutscher Fussball-Verband

Südbadischer Fußballverband

Hessischer Fußballverband

Badischer Fußballverband

Bayerischer Fußballverband

Württembergischer Fußballverband

[dfb]

Das Coronavirus und die Folgen für den Spielbetrieb im Fußball. DFB.de mit dem aktuellen Überblick und den wichtigsten Informationen - vom DFB-Team bis zum Amateurfußball.

Was ist grundsätzlich für den Fußball zu beachten?

Entscheidungen über tiefgreifende Maßnahmen wie die Aussetzung der Saison, Spielabsagen oder Partien unter Ausschluss der Zuschauer müssen sich im Zuge des Coronavirus' streng an den Vorgaben und Verfügungen der zuständigen Behörden und Gesundheitsexperten orientieren und danach richten. Aspekte des gesamten öffentlichen Lebens und der zielgerichteten Bekämpfung der Corona-Krise sind zu berücksichtigen, der Fußball stellt hier lediglich einen Teilbereich dar. Die spielleitenden Stellen der Verbände, die Klubs sowie die Gesundheitsbehörden stehen in ständigem Austausch miteinander. Eine Koordinierungsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern von DFB, DFL und Landesverbänden bespricht sich unter Leitung von DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius täglich und stimmt weitere Maßnahmen ab.

Aktueller Stand DFB-Pokal

Die Auslosung der ersten Hauptrunde für den DFB-Pokal 2020/2021 erfolgte am 26. Juli 2020. Alles, was Fans und Vereine diesbezüglich wissen müssen, hat DFB.de in einem FAQ zusammengetragen.

Im Zuge der Anpassungen des Rahmenterminkalenders für den Spielbetrieb der Frauen und Männer hatte der DFB die Termine die Spiele der vergangenen DFB-Pokal-Saison 2019/2020 festgelegt. Das DFB-Pokalfinale der Männer zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem FC Bayern München (2:4) fand am 4. Juli im Berliner Olympiastadion statt - allerdings ohne Zuschauer.

Der DFB stand und steht in intensivem Austausch mit der Politik und hatte sich am 11. Mai im Rahmen einer außerordentlichen Präsidiumssitzung erneut für die Fortsetzung des Spielbetriebs in der 3. Liga, der FLYERALARM Frauen-Bundesliga und im DFB-Pokal ausgesprochen. Die Planungen für den DFB-Pokal galten vorbehaltlich der übergeordneten behördlichen Verfügungslagen und der politischen Zustimmung für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs auch in den DFB-Pokalwettbewerben.

Bezüglich der Teilnahme am DFB-Pokal der Saison 2020/2021 gilt folgende Regelung: Sollte der Pokalwettbewerb eines Landesverbandes der Spielzeit 2019/2020 bei den Männern bis zum Ablauf der Meldefrist nicht beendet sein, kann der jeweilige Landesverband innerhalb einer Meldefrist statt des Verbandspokalsiegers in eigener Verantwortlichkeit einen anderen Teilnehmer benennen. Wird innerhalb der Frist von einem Landesverband kein Teilnehmer benannt, wird der Startplatz an einen anderen Landesverband, der bislang keinen zweiten Teilnehmer stellen darf, vergeben. Die Meldefrist für die kommende Spielzeit liegt in der Zuständigkeit des DFB-Spielausschusses.

Teilnahmeberechtigt am DFB-Pokal der Frauen sind die Mannschaften der FLYERALARM Frauen-Bundesliga und der 2. Frauen-Bundesliga, die Aufsteiger in die 2. Frauen-Bundesliga, die Meister der fünf Regionalligen und die Pokalsieger der 21 Landesverbände des abgelaufenen Spieljahres 2019/2020. Ist ein Pokalsieger seines Landesverbandes bereits gemäß dieser Vorschrift teilnahmeberechtigt, tritt an seine Stelle die nächstplatzierte Mannschaft im Pokalwettbewerb des Landesverbandes; ist auch diese bereits gemäß dieser Vorschrift teilnahmeberechtigt, kann der betreffende Landesverband eine andere Mannschaft für den Vereinspokal melden.

Sofern ein Landespokalwettbewerb oder die Spielrunde einer Regionalliga der Spielzeit 2019/2020 bis zum Ablauf der Meldefrist nicht beendet ist, können die jeweiligen Landesverbände statt des Verbandspokalsiegers beziehungsweise Meisters der Regionalliga in eigener Verantwortlichkeit jeweils einen anderen Teilnehmer für Saison 2020/2021 benennen. Wird innerhalb der Frist kein Teilnehmer benannt, so entfällt der jeweilige Startplatz ersatzlos. Sollte keine ausreichende Anzahl an Vereinen benannt werden, so dass sich insgesamt nicht mehr als 32 Teilnehmer ergeben, wird der Vereinspokal der Frauen der Spielzeit 2020/2021 in nur vier Runden ausgetragen.

Aktueller Stand EURO, Women's EURO und weitere UEFA-Turniere

Die UEFA EURO 2020 findet wie geplant in zwölf Austragungsorten statt. Nach der Verlegung des Turniers in das Jahr 2021 (11. Juni bis 11. Juli) bestätigte das UEFA-Exekutivkomitee auf seiner per Videokonferenz abgehaltenen Sitzung am 17. Juni 2020, dass das Turnier auch im kommenden Jahr in der Allianz Arena in München sowie in Amsterdam, Baku, Bilbao, Budapest, Bukarest, Dublin, Glasgow, Kopenhagen, London, Rom und St. Petersburg gespielt wird. Bereits auf seiner Sitzung im April hatte das Gremium beschlossen, dass das Turnier auch nach der durch die Covid-19-Pandemie notwendig gewordenen Verschiebung seinen Namen behalten wird. So wurden die ursprüngliche Vision des Turniers zum 60. Jahrestag der Europameisterschaft aufrechterhalten und zudem eine nachhaltige Gestaltung durch die Vermeidung der Vernichtung und Reproduktion bereits fertiggestellter Marken- und Fanartikel ermöglicht.

Das Exekutivkomitee der UEFA entschied am 17. Juni zudem, dass der Start der neuen U 18-/U 19-Nations-League um ein Jahr verschoben und erst 2021 beginnen wird.

Die Frauen-EM 2021 wurde auf das Jahr 2022 verschoben. Das entschied das UEFA-Exekutivkomitee bereits am 23. April. Demnach findet die Women's EURO vom 6. bis 31. Juli 2022 in England statt.

Aktueller Stand A-Länderspiele

Das UEFA-Exekutivkomitee hat auf seiner Sitzung am 17. Juni eine Anpassung des internationalen Spielkalenders beschlossen. Die Gruppenphase der UEFA Nations League 2020/2021 wird - wie ursprünglich geplant - in drei Länderspielperioden ausgetragen: Zwei Spieltage finden im September statt, zudem je zwei Spieltage im Oktober und November.

Die Playoffs zur UEFA EURO 2020, wo noch vier Startplätze für das Turnier im kommenden Jahr zu vergeben sind, und mögliche Freundschaftsspiele werden an den aktuell vakanten Terminen am 7./8. Oktober und 11./12. November ausgetragen.

Der Rahmenterminkalender der Frauen-Nationalmannschaft wurde auf Beschluss UEFA vom 17. Juni 2020 ebenfalls angepasst. Die EM-Qualifikation für das auf 2022 verschobene Endrundenturnier in England wird im September mit einem Heimspiel der DFB-Frauen gegen Irland (19. September) und einem Auswärtsspiel in Montenegro (22. September) fortgesetzt. In der für Oktober geplanten Abstellungsperiode wird die Frauen-Nationalmannschaft am 23. und 27. Oktober zwei Freundschaftsspiele absolvieren. Die beiden abschließenden EM-Qualifikationsspiele des Teams von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg werden am 27. November und 1. Dezember in Deutschland gegen Griechenland und in Irland ausgetragen.

Die UEFA hatte am 17. März offiziell bestätigt, dass die Länderspiele der Nationalmannschaft (Ende März), der Frauen-Nationalmannschaft (EM-Qualifikationsspiele im April), sowie der U 21-Nationalmannschaft aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wurden.

Das UEFA-Exekutivkomitee hatte zudem am 1. April im schriftlichen Verfahren beschlossen, dem Vorschlag der Generalsekretäre aller 55 Mitgliedsverbände zu folgen und die für den Juni geplante Länderspielperiode zu verschieben. Damit sollten den nationalen Wettbewerben flexiblere Möglichkeiten gegeben werden, die jeweiligen Meisterschaften zu beenden.

Aktueller Stand U 21 und Olympia-Auswahl

Die U 21-Europameisterschaft 2021 soll nach einem Beschluss des UEFA-Exekutivkomitees vom 17. Juni 2020 in zwei Phasen absolviert absolviert werden. Vom 24. bis 31. März 2021 findet die Gruppenphase mit 16 Teams in vier Gruppen statt. Die Erst- und Zweitplatzierten einer jeden Vierergruppe qualifizieren sich für die anschließende K.o.-Runde. In dieser wird vom 31. Mai bis 6. Juni 2021 das Viertelfinale, das Halbfinale und das Finale gespielt. Als Gastgeberländer für beide Phasen fungieren weiterhin Ungarn und Slowenien. Der derzeit laufende Qualifikationswettbewerb wird im September, Oktober und November 2020 zu Ende gespielt.

Die UEFA hatte am 17. März offiziell bestätigt, dass die Länderspiele der Nationalmannschaft, der Frauen-Nationalmannschaft, sowie der U 21-Nationalmannschaft aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wurden. Die Absagen der UEFA betrafen ebenfalls die beiden für Ende März geplanten Länderspiele der U 21-Nationalmannschaft.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte am 24. März 2020 wegen der Corona-Pandemie die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio um ein Jahr verkündet. "Die Verschiebung der Olympischen Spiele in das nächste Jahr ist in der aktuellen Phase genau die richtige Entscheidung", sagt U 21-Trainer Stefan Kuntz, der die olympische Fußballmannschaft in Tokio betreuen soll, zur Entscheidung.

Aktueller Stand U-Länderspiele

Das Coronavirus führt auch zu Änderungen der Nationalmannschaftswettbewerbe im internationalen Junioren- und Juniorinnenfußball.

Am 12. Mai hat die FIFA die neuen Turnierzeiträume für die verschobenen U 20-Frauen- und U 17-Juniorinnen-Weltmeisterschaften bekanntgegeben. Nach einer eingehenden Beurteilung der Corona-Pandemie seitens der FIFA-COVID-19-Arbeitsgruppe und den FIFA-Konföderationen wurde festgelegt, dass die U 20-WM vom 20. Januar bis 6. Februar 2021 in Costa Rica und Panama stattfindet. Ursprünglich sollte das Turnier im August 2020 ausgetragen werden. Die U 17-Weltmeisterschaft wird vom 17. Februar bis zum 7. März 2021 in Indien stattfinden (ursprünglich 2. bis 21. November 2020).

Im Nachgang der am 1. April durchgeführten Videokonferenz mit den Generalsekretären aller 55 UEFA-Mitgliedsverbände und den Empfehlungen der am 17. März eingesetzten Arbeitsgruppe hat das UEFA-Exekutivkomitee folgende Entscheidungen getroffen:

  • U 17-Junioren: Die Endrunde der UEFA U 17-Europameisterschaft im Mai 2020 wird abgesagt.
  • U 17-Juniorinnen: Das UEFA Exekutivkomitee hat auf seiner Sitzung am 17. Juni bekannt gegeben, dass die Turnierzeiträume für die EM-Qualifikationsturniere und die Europameisterschaft der U 17-Juniorinnen neu festgelegt werden. Die insgesamt sieben Qualifikationsturniere mit 28 teilnehmenden Mannschaften werden im Zeitraum vom 12. bis 20. September ausgetragen. In Gruppe 4 treffen die deutschen U 17-Juniorinnen auf Kroatien, Schottland und die Niederlande. Die darauffolgende Europameisterschaft wird vom 8. bis 14. Oktober gespielt. Nur die Erstplatzierten der sieben Gruppen und die gastgebende Mannschaft der Europameisterschaft qualifizieren sich für das Endrundenturnier. Neu ist der Modus: Bei der EM wird es keine Gruppenphase geben, die acht teilnehmenden Mannschaften treffen in sogenannten "Knock-out-Spielen" im Viertel-, Halbfinale, Spiel um Platz 3 und Finale aufeinander. Bei der EM geht es um die drei europäischen Startplätze für die U 17-Weltmeisterschaft, die vom 17. Februar bis zum 7. März 2021 in Indien ausgetragen wird. Wo die U 17-EM stattfinden wird, hat die UEFA noch nicht final bekanntgegeben. Ursprünglich hätten die finale EM-Qualifikationsrunde im März in den Niederlanden und die U 17-Europameisterschaft in Schweden stattfinden sollen.
  • U 19-Junioren: Die U 19-Europameisterschaft 2020 wird in zwei Phasen absolviert. Vom 8. bis 14. Oktober 2020 findet die Gruppenphase mit acht Teams in zwei Gruppen statt. Die Erst- und Zweitplatzierten einer jeden Vierergruppe qualifizieren sich nicht nur automatisch für die U 20-Weltmeisterschaft 2021, sondern auch für die K.o.-Runde der U 19-EM. In dieser wird vom 9. bis 18. November 2020 das Halbfinale und das Finale ausgetragen. Zusätzlich spielen die beiden Gruppendritten den fünften europäischen Startplatz für die U 20-WM aus. Das Gastgeberland für beide Phasen bleibt Nordirland. Die EM-Qualifikation, die eigentlich im März 2020 angesetzt war, wird nun vom 31. August bis 8. September 2020 gespielt. Deutschland trifft dabei auf Wales, Österreich und Serbien – nur der Gruppenerste löst das EM-Ticket.
  • U 19-Frauen: Die Endrunde der UEFA U 19-Frauen-EM im Juli 2020 wird abgesagt.

Unter anderem aufgrund einer Entscheidung der UEFA war der DFB bereits am 12. März 2020 gezwungen, bevorstehende EM-Qualifikationen, Länderspiele und Lehrgänge in enger und sorgfältiger Rücksprache mit Städten und Gesundheitsbehörden der jeweiligen Spielorte sowie der beteiligten Nationalverbänden abzusagen. Wegen der aktuellen Situation werden auch im April, Mai und teilweise Juni keine DFB-Maßnahmen der U-Teams stattfinden. Diese Regelung gilt für alle Mannschaften von der U 21 bis zur U 15.

Der DFB bleibt selbstverständlich im weiteren Austausch mit Behörden und Beteiligten, um jederzeit angemessen auf neue Entwicklungen reagieren zu können. Informationen über spätere Neuansetzungen ausgewählter U-Länderspiele oder U-Lehrgänge wird der Verband rechtzeitig mitteilen.

Über das Prozedere der Rückerstattung des Kaufpreises von bereits erworbenen Karten für die Heimspiele der U-Nationalmannschaften informiert der DFB gesondert auf seinem Ticketportal.

Infos zur Ticketerstattung

Informationen zur Ticketerstattung bei Länderspielen der A- und U-Nationalmannschaften des DFB gibt es hier.

Aktueller Stand in der 3. Liga

Die 3. Liga hatte den bundesweiten Spielbetrieb am 30. Mai wieder aufgenommen. Der Saisonfortsetzung zugrunde lag das Hygienekonzept, das DFB und DFL gemeinsam für alle Profiwettbewerbe im deutschen Fußball erarbeitet haben und das ebenso in der Bundesliga sowie 2. Bundesliga zur Anwendung kam.

Der Rest der Saison wurde durchgehend im Rhythmus Englischer Wochen absolviert und endete mit dem 38. Spieltag am 4. Juli. Die anschließende Relegation zur 2. Bundesliga wurde bis zum 11. Juli abgeschlossen. Diese Rahmenplanungen waren in enger Abstimmung mit dem Ausschuss 3. Liga erfolgt.

Auch mit dem Aufstieg aus der Regionalliga beschäftigte sich der Außerordentliche Bundestag. Das höchste Gremium des Deutschen Fußball-Bundes legte dabei fest, dass bei einer vorzeitigen Beendigung der Saison in der Regionalliga der zuständige Regionalverband beziehungsweise Rechtsträger der jeweiligen Staffel über die sportliche Qualifikation zum Aufstieg in die 3. Liga beziehungsweise zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen entscheiden muss. Diese Meldungen sind für den DFB bindend.

Ein Direktaufstiegsaufrecht haben in dieser Saison die Regionalligen Südwest, Nord und Bayern. Der vierte Aufsteiger wurde aus den Staffeln West und Nordost ermittelt.

Zudem wurde die Bildung einer Task Force "Wirtschaftliche Stabilität 3. Liga" beschlossen. Neben dem Aspekt des nachhaltigen Wirtschaftens in der 3. Liga soll sich die Task Force mit der Weiterentwicklung der 3. Liga als Profispielklasse sowie der gesamten Struktur des Profifußballs unterhalb der 2. Bundesliga beschäftigen. Die Gründung einer solchen Gruppe von Experten und Expertinnen war erstmals am 11. Mai innerhalb des DFB-Präsidiums thematisiert und anschließend vom Ausschuss 3. Liga aufgegriffen worden.

Zusätzlich zu Vertretern und Vertreterinnen des DFB, der DFL, der Regional- und Landesverbände sowie der Vereine soll sich die Task Force aus Experten und Expertinnen anderer Sportarten und Bereiche zusammensetzen. Ziel ist es, das weitere Vorgehen auch unter Einbindung externer Spezialisten und Spezialistinnen aus verschiedenen Perspektiven zu diskutieren, zu bewerten und daraus passende Maßnahmen abzuleiten. Die genaue Besetzung steht noch nicht fest. Die Mitglieder der Task Force sollen auf Vorschlag des Ausschusses 3. Liga vom DFB-Präsidium eingesetzt werden.

Situation in der Bundesliga und 2. Bundesliga

Die Bundesliga und 2. Bundesliga hatten den Spielbetrieb am 16. Mai wieder fortgesetzt. Der Deutsche Meister wurde am 27. Juni gekürt werden. Die Entscheidungen in der 2. Bundesliga fielen wie gewohnt einen Tag darauf, am 28. Juni.

Auswirkungen auf Fußballregeln und Ligastatut

Mit Blick auf den Spielbetrieb in der laufenden Saison haben die Klubs der DFL entschieden, dass das Auswechselkontingent in einer Begegnung auf fünf Spieler pro Mannschaft aufgestockt wird. Diese Möglichkeit hatte das für das Regelwerk verantwortliche International Football Association Board (IFAB) zuletzt eröffnet. Fortan stehen jedem Klub für den Austausch von Spielern während einer Partie insgesamt drei Gelegenheiten einschließlich der Halbzeitpause zur Verfügung. Kommt es im Rückspiel der Relegationsspiele zu einer Verlängerung, erhalten beide Mannschaften eine vierte Möglichkeit für Spielerwechsel, die sie in der Unterbrechung zwischen regulärer Spielzeit und Verlängerung oder in der Halbzeitpause der Verlängerung nutzen können. Die "Kommission Fußball" der DFL empfiehlt, dass maximal zwei Spieler gleichzeitig eingewechselt werden.

Darüber hinaus wurden weitere Änderungen des Ligastatuts beschlossen. So kann unter anderem das DFL-Präsidium – gegebenenfalls abweichend vom üblichen Saisonende am 30. Juni – für die Saison 2019/2020 das Ende des Spieljahres und für die Saison 2020/2021 den Anfang des Spieljahres unter Berücksichtigung der Vorgaben der FIFA und des DFB bestimmen. Ebenfalls kann das DFL-Präsidium für die Saison 2020/2021 im Rahmen der Vorgaben der FIFA die Zeiträume der Wechselperioden I und II für nationale und internationale Transfers verändern. Zudem gibt es im weiteren Verlauf der Saison 2019/2020 die Möglichkeit, ein Spiel aus übergeordneten zwingenden rechtlichen, organisatorischen und/oder sicherheitstechnischen Gründen kurzfristig in einem anderen Stadion auszutragen. Hintergrund ist, dass durch die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auch die Entwicklung eines nur regionalen beziehungsweise lokalen Infektionsgeschehens denkbar ist, welches unter Umständen die Durchführung eines Spiels an dem vorgesehenen Spielort kurzfristig unmöglich macht, während an einem anderen Spielort gespielt werden kann.

Vorkehrungen im Bereich der Elite-Schiedsrichter - Einsätze im Stadion

Für eine Rückkehr in den Bundesliga-Spielbetrieb hat die Schiedsrichterführung des DFB gemeinsam mit der DFL Deutsche Fußball Liga und der "Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" Maßnahmen für den Bereich der Elite-Schiedsrichter unter Berücksichtigung der Vorgaben der zuständigen Behörden und Gesundheitsexperten erarbeitet. Diese werden angesichts der dynamischen Entwicklungen kontinuierlich überprüft und bei Bedarf entsprechend angepasst. Von Schiedsrichterseite wird künftig nur noch das vierköpfige Schiedsrichterteam vor Ort sein. Zur Erhöhung der Flexibilität bei den Ansetzungen setzt der DFB die bisherige Praxis, Elite-Schiedsrichter nur außerhalb ihrer Landesverbände anzusetzen, außer Kraft. Diese Regelung bezieht jedoch nicht den unmittelbaren Wohnort eines Elite-Schiedsrichters mit ein.

Vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs wurden die Elite-Schiedsrichter zweimal getestet. Der zweiten Testung können sich die Unparteiischen am Vortag ihrer ersten Ansetzung unterziehen. Im weiteren Saisonverlauf werden die Elite-Schiedsrichter jeweils am Vortag einer Spielleitung getestet. Im Falle eines positiven Testergebnisses begibt sich der Unparteiische in sofortige Selbstisolation gemäß den geltenden behördlichen Vorgaben. Aufgrund der dezentralen Anreise des Schiedsrichterteams ist keine Quarantäne des gesamten Schiedsrichterteams erforderlich.

Vorkehrungen im Bereich der Elite-Schiedsrichter - Einsätze im VAC

Auch im Kölner Video-Assist-Center soll das personelle Aufkommen auf ein Minimum reduziert werden. Daher wird das Video-Assistententeam fortan durch einen Operator und nicht mehr wie zuvor durch zwei Videotechniker unterstützt. Die Aufenthaltsdauer der Video-Assistenten im VAC wird reduziert, indem die Vor- und Nachbesprechung online stattfinden. Die einzelnen Arbeitsstationen werden voneinander getrennt, zusätzliche Plexiglasscheiben werden die einzelnen Arbeitsplätze innerhalb einer Arbeitsstation separieren. Im VAC wird es, wie auch im Stadion, einen Hygienebeauftragten geben, der die Überprüfung der Basishygienemaßnahmen sowie die Einhaltung der Schutzvorkehrungen gewährleistet. Neben den Vorkehrungen bei Einsätzen in Stadien sowie im VAC gibt es übergeordnete Vorkehrungen und Präventionsmaßnahmen.

Weitere Informationen zu den Vorkehrungen im Bereich er Elite-Schiedsrichter gibt es hier.

Situation im Europapokal

Die Endrunde der UEFA Europa League 2019/2020 findet in Deutschland statt: Das UEFA-Exekutivkomitee beschloss auf seiner Sitzung am 17. Juni, dass der Sieger der Europa League in Nordrhein-Westfalen ermittelt wird. Die Finalspiele der UEFA Champions League wurden an Portugals Hauptstadt Lissabon vergeben. Beide Wettbewerbe werden in einem Miniturnier-Format ausgespielt. Als deutsche Spielorte der Europa League wurden Düsseldorf (Merkur Spiel-Arena), Duisburg (Schauinsland-Reisen-Arena), Gelsenkirchen (Veltins-Arena) und Köln (Rhein-Energie-Stadion) benannt. Das Endspiel der UEFA Europa League steigt am 21. August in Köln.

Auf Beschluss des UEFA-Exekutivkomitee vom 17. Juni 2020 wurde in der UEFA Women's Champions League der Modus geändert. Die Viertelfinal- und Halbfinalspiele sowie das Endspiel der Champions League werden in Spanien ausgespielt. Die insgesamt sieben noch zu spielenden Begegnungen werden zwischen dem 21. und 30. August ausgetragen. Das Finale der UEFA Women's Champions League findet am 30. August im Estadio Anoeta in San Sebastián statt. Ursprünglich hätte das UWCL-Finale am 24. Mai in Wien gespielt werden sollen.

Aktueller Stand in den Frauen-Bundesligen und im DFB-Pokal der Frauen

Die FLYERALARM Frauen-Bundesliga und der DFB-Pokal der Frauen wurden seit dem 29. Mai 2020 fortgesetzt. Im DFB-Pokal der Frauen fand das Endspiel zwischen dem VfL Wolfsburg und der SGS Essen (4:2 i.E.) am 4. Juli in Köln statt.

Der Spielbetrieb wurde auf Grundlage des Hygienekonzepts "Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" fortgeführt. Diese von DFB und DFL gemeinsam erarbeiteten Vorgaben sahen unter anderem strenge Hygienevorgaben, engmaschige Testungen sowie ein Monitoring vor. Das Konzept entspricht grundsätzlich den Inhalten für die beiden Ligen der DFL und unterscheidet sich lediglich in organisatorischen Nuancen, beispielsweise bei der Personenzahl für die festgelegten Zonen im Innen- und Außenbereich der überwiegend kleineren Stadien. So sollten bestmögliche medizinische Rahmenbedingungen und größtmöglicher gesundheitlicher Schutz für alle Beteiligten gewährleistet werden.

Da Großveranstaltungen aufgrund eines Beschlusses der Bundesregierung wegen der Corona-Krise bis mindestens 31. August 2020 untersagt sind, fand das Endspiel im DFB-Pokal der Frauen ohne Zuschauer statt. Für schon erworbene Tickets wurden deshalb die Kaufpreise rückerstattet. Dafür gab es folgende Vorgehensweisen:

  • Fans, die ihre Tickets an einer offiziellen Vorverkaufsstelle des Deutschen Fußball-Bunds erworben haben, müssen ihre Eintrittskarte in dieser Vorverkaufsstelle vorlegen. Der Ticketpreis wird ihnen dort gemäß ATGB erstattet. Service- und Versandgebühren werden nicht erstattet.
  • Alle über die offiziellen Webshops des DFB oder die Call Center sowie die beim Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) erworbenen Tickets werden automatisch storniert. Eine Rücksendung der Tickets ist nicht erforderlich. Käufer erhalten eine Gutschrift des Ticketpreises und werden per E-Mail informiert. Auch hier werden Service- und Versandgebühren nicht erstattet.
  • Alle Fans, die Tickets bei nicht autorisierten Anbietern erworben haben, haben gegenüber dem DFB keinen Anspruch auf Erstattung und müssen sich an den jeweiligen Verkäufer wenden.
  • In Umlauf befindliche Tickets sind ungültig. Die kostenfreie Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel an dem jeweils vorgesehenen Spieltag ist somit nicht gestattet.

 

Der Außerordentliche DFB-Bundestag hatten den Abbruch der Saison in der 2. Frauen-Bundesliga und in der B-Juniorinnen-Bundesliga beschlossen. Die Delegierten folgten mit ihrem Votum der Empfehlung des DFB-Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball sowie des DFB-Ausschusses Frauen-Bundesligen, die sich bereits Anfang Mai für den Abbruch der Saison in beiden Wettbewerben ausgesprochen hatten. Grundlage der Empfehlung dieser Ausschüsse bildeten Meinungsbilder, die Anfang Mai bei den Vereinen der 2. Frauen-Bundesliga und der B-Juniorinnen-Bundesliga eingeholt worden waren. Beide Umfragen ergaben ein eindeutiges Bild: In der 2. Frauen-Bundesliga sprachen sich 13 von 14 Vereinen für einen Saisonabbruch aus, in der B-Juniorinnen-Bundesliga waren es 28 von 30 Klubs aus den Staffeln Nord/Nordost, West/Südwest und Süd.

Auf dem Außerordentlichen DFB-Bundestag wurde zudem beschlossen, die Tabelle des 16. Spieltags als Abschlusstabelle für die 2. Frauen-Bundesliga zu werten. Damit steigen der SV Werder Bremen und der SV Meppen in die FLYERALARM Frauen-Bundesliga auf. Der Abstieg aus der 2. Frauen-Bundesliga wird ausgesetzt. Aus den Regionalligen steigen fünf Mannschaften in die 2. Frauen-Bundesliga auf, diese wird damit in der Saison 2020/2021 entsprechend aufgestockt.

Aktueller Stand in Junioren-Bundesligen und im DFB-Pokal der Junioren

Der Außerordentliche DFB-Bundestag hat den Abbruch der Saison 2019/2020 der Junioren-Wettbewerbe beschlossen. Sowohl die drei Staffeln der A-Junioren-Bundesliga als auch die drei Staffeln der B-Junioren-Bundesliga sowie der DFB-Pokal der Junioren werden nicht fortgesetzt. Damit folgten die Delegierten dem Antrag des DFB-Jugendausschusses und der Stellungnahme des DFB-Bundesjugendtages.

Die Saison 2019/2020 wird in den betroffenen Junioren-Wettbewerben auf Bundesebene wie folgt gewertet:

 

  • Die Wertung der insgesamt sechs Staffeln der A- und B-Junioren-Bundesliga erfolgt auf Basis der aktuellen Tabelle beziehungsweise - sollten nicht alle Vereine dieselbe Anzahl an Spielen absolviert haben - unter Anwendung der Quotientenregel (Punkteschnitt pro absolviertem Spiel).
  • Es gibt keinen Deutschen Meister. Gekürt werden lediglich Staffelmeister gemäß der o.g. Wertung.
  • Es gibt keine Absteiger aus den Junioren-Bundesligen.
  • Es gibt Aufsteiger in die Junioren-Bundesligen.
  • Es gibt keinen Sieger im DFB-Pokal der Junioren.

 

Die Benennung der Aufsteiger erfolgt durch die jeweiligen Spielklassenträger in eigener Zuständigkeit. Der DFB-Jugendausschuss kann eine Ausschlussfrist für die Benennung setzen. Die A- und B-Junioren-Bundesligen der Saison 2020/2021 können grundsätzlich jeweils mit bis zu 17 Teilnehmern aus dem Bereich der Staffel West sowie mit bis zu 18 Teilnehmern aus dem Bereich der Staffeln Nord/Nordost und Süd/Südwest gespielt werden.

Aktueller Stand DFB-Länderpokale/Sichtungsturniere

Aufgrund der rasanten Ausbreitung des Coronavirus' und den damit verbundenen drastischen Einschränkungen und Auswirkungen auf das öffentliche Leben in Deutschland hat sich der DFB nach intensiver Abwägung dazu entschlossen, die Durchführung der Länderpokale/Sichtungsturniere im Frühjahr und Sommer zu dem geplanten Zeitpunkt abzusagen. Folgende Turniere sind davon betroffen:

U 16-Junioren-Sichtungsturnier vom 07. bis 12. Mai 2020 in Duisburg-Wedau
U 14-Juniorinnen-Länderpokal/Sichtungsturnier vom 20. bis 24. Mai 2020 in Duisburg-Wedau
U 14-Junioren-Sichtungsturnier vom 28. Mai bis 1. Juni 2020 in Kaiserau
U 14-Junioren-Sichtungsturnier vom 11. bis 16. Juni 2020 in Bad Blankenburg
U 15-Junioren-Sichtungsturnier vom 18. bis 23. Juni 2020 in Duisburg-Wedau

Wie es sich mit einer möglichen späteren Austragung der Turniere verhält, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar.

Auswirkungen auf das Talentförderprogramm

Aufgrund des Coronavirus' haben sich die Verantwortlichen des Talentförderprogramms in Abstimmung mit dem Generalsekretär und der sportlichen Leitung darauf verständigt, alle Maßnahmen rund um das Talentförderprogramm des DFB - Trainingseinheiten, sportwissenschaftliche Testungen, Sichtungsturniere, Vergleichsspiele etc. - bis einschließlich Ende Mai abzusagen. Ab dem 8. Juni sollen die meisten der 366 DFB-Stützpunkte in ganz Deutschland für die jungen Spielerinnen und Spieler wieder öffnen.

DFB-Anerkennungskultur

Die am 01. Juni startende Bewerbungsphase der DFB-Ehrenamtsförderpreise (DFB-Ehrenamtspreis & „Fußballhelden“) wurde aufgrund des Coronavirus zunächst auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Aufgrund der momentanen Situation und der nicht vorhersehbaren Entwicklungen ist eine seriöse Gesamtplanung der DFB-Anerkennungskultur aktuell nicht möglich. Sobald eine Planungssicherheit eintritt, wird dieses Thema wieder aufgenommen.

Auswirkungen auf die DFB-Akademie

Der Fußball-Lehrer-Lehrgang, die höchste Lizenzstufe im deutschen Trainerwesen, muss derzeit pausieren. Der seit Februar stattfindende Hackathon, bei dem die DFB-Akademie gemeinsam mit Eintracht Frankfurt und dem DFL-Tochterunternehmen Sportec Solutions an der datenbasierten Analyse von Fußballspielen und -spielern arbeitet, wird seit dem 20. März als Online-Seminar fortgesetzt. Das rund um den 34. Bundesliga-Spieltag geplante Abschlussevent wurde verschoben und neu terminiert.

Die Fachtagung Think Tank zur Talent- und Trainerentwicklung sollte am 18. Juni 2020 in Frankfurt am Main stattfinden. Da eine physische Anwesenheit der Teilnehmer stark von den aktuellen Entwicklungen abhängt, wird derzeit eine Online-Konferenz geprüft.

Auswirkungen auf die Trainerlizenzen

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der Bund Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL) haben Anfang April gemeinsam beschlossen, den Verlängerungszeitraum auslaufender Trainerlizenzen - auch ohne Absolvierung einer Fortbildung - um ein zusätzliches Jahr (von derzeit drei Jahre übergangsweise auf vier Jahre) auszudehnen. Das bedeutet im Detail, dass bei Bedarf alle Trainerlizenzen, die zum 31. Dezember 2020 auslaufen, um ein zusätzliches Jahr verlängert werden können und somit erst am 31. Dezember 2021 ungültig werden. Hierzu haben der DFB und seine Akademie ein Formular zur Verfügung gestellt, das selbstausgefüllt und als Nachweis der Lizenzgültigkeit in Verbindung mit Personal- und Lizenzausweis genutzt werden kann.

Auswirkungen auf den Finaltag der Amateure

Die Landesverbände im Deutschen Fußball-Bund (DFB) haben sich verständigt, die fünfte Auflage des Finaltags der Amateure am 22. August 2020 durchzuführen, soweit es die behördlichen Verfügungslagen zur Eindämmung des Coronavirus in den jeweiligen Bundesländern zulassen. Eine Freigabe durch die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) für den Finaltag der Amateure liegt bereits vor. Die ARD plant, die Pokalkonferenz erneut bundesweit live im Ersten zu übertragen.

Aufgrund der Corona-Pandemie musste der ursprünglich für den 23. Mai terminierte Finaltag der Amateure 2020 verlegt werden. Die 21 Landesverbände hatten sich jedoch bereits im Mai auf das Ziel geeinigt, die Ermittlung der Landespokalsieger sowie die Meldung der Teilnehmer für den DFB-Pokal 2020/2021 auf sportlichem Weg vorzunehmen. Aufgrund der seitdem verbesserten Infektionslage in Deutschland sowie der überwiegenden Öffnung des Trainings- und Spielbetriebs durch die jeweiligen Landesregierungen soll die überwiegende Zahl der Landespokalendspiele am 22. August 2020 ausgetragen werden. Die genaue Sendezeit in der ARD befindet sich derzeit noch in der Abstimmung.

Ob und in welchem Umfang Zuschauer und Zuschauerinnen zu den Pokalendspielen zugelassen werden, ist noch offen. Aktuell gehen die Landesverbände davon aus, dass es zu unterschiedlichen Regelungen kommen wird - abhängig von den örtlichen Verfügungslagen. Auch steht noch nicht fest, ob alle 21 Landesverbände am Finaltag der Amateure teilnehmen können. Dazu befinden sich alle Verbände in Abstimmung mit den jeweiligen Landesregierungen.

Das gilt in den Amateurspielklassen

Die Regional- und Landesverbände sind bestrebt, möglichst einheitliche Lösungen bezüglich des Spielbetriebs zu finden. Mit Blick auf die unterschiedlichen regionalen Gegebenheiten und Voraussetzungen sind individuelle Entscheidungen und Maßnahmen der Landesverbände für ihre Wettbewerbe gleichwohl nicht ausgeschlossen. Aufgrund der föderalen Struktur des DFB ist jeder Verband in seinem Verbandsgebiet für den Amateurfußball statuarisch zuständig.

Die spielleitenden Stellen der Verbände, die Klubs sowie die Gesundheitsbehörden stehen in ständigem Austausch miteinander. Eine Koordinierungsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern von DFB, DFL und Landesverbänden bespricht sich unter Leitung von DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius täglich und stimmt weitere Maßnahmen ab. Der DFB setzt sich gemeinsam mit seinen fünf Regional- und 21 Landesverbänden intensiv mit allen Szenarien auseinander.

Die Regionalliga Bayern und der Bayerische Fußball-Verband wollen die unterbrochene Regionalliga-Spielzeit 2019/2020 ab September fortsetzen, sofern die staatlichen Vorgaben das ermöglichen. Außerdem wird die Saison bis ins Frühjahr 2021 verlängert, so dass es eine Spielzeit 2020/2021 nicht geben wird. Gleiches gilt in den weiteren Spielklassen des bayerischen Amateurfußballs. Zudem beschloss der Vorstand des BFV, dass der vom DFB bestätigte Drittliga-Aufsteiger Türkgücü München satzungsgemäß aus der Wertung der laufenden Spielzeit 2019/2020 genommen wird. Damit gilt der Klub ab sofort nicht mehr als Teilnehmer der Regionalliga Bayern. Außerdem hat der BFV-Vorstand formell den Weg geebnet, den Meister und damit Teilnehmer aus der Regionalliga Bayern für die Aufstiegsspiele zur 3. Liga 2021 infolge der Covid-19-Pandemie einmalig in Play-offs zu ermitteln.

Die Regionalliga Südwest GbR beschloss am 26. Mai 2020, die Meisterschaftsrunde 2019/2020 zum 30. Juni 2020 zu beenden. Der Aufsteiger in die 3. Liga wurde anhand einer Quotientenregel (Punkteschnitt) zu den bislang ausgetragen Spielen ermittelt. Daraus ergibt sich, dass die Liga den 1. FC Saarbrücken als Aufsteiger in die 3. Liga meldet. Darüber hinaus wurde beschlossen, dass keine Mannschaft aus der Regionalliga Südwest absteigt, es jedoch vier Aufsteiger gibt. Diese sind Eintracht Stadtallendorf (Hessenliga), der TSV Schott Mainz (Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar), der VfB Stuttgart II (Oberliga Baden-Württemberg) sowie der KSV Hessen Kassel (Hessenliga). Die neue Saison 2020/2021 wird als normale Spielerunde geplant. Grund dafür sind Abfrageergebnisse unter den Vereinen. Nur 10 der 22 stimmberechtigten Vereine haben für das Alternativmodell einer zweigeteilten Liga mit anschließender Auf- bzw. Abstiegsrunde gestimmt. Die Regionalliga Südwest startet Anfang September in die neue Spielzeit. Der erste Spieltag der neuen Saison soll planmäßig am 4. - 6. September durchgeführt werden. Aufgrund der Ansetzung des Pokalwochenendes am 11. bis 14. September könnten allerdings auch Partien des 2. Spieltags auf den 1. und 2. September vorgezogen werden.

Der Außerordentliche Verbandstag des Norddeutschen Fußball-Verbandes e.V. (NFV) hat auf einer virtuellen Versammlung auch formell den Abbruch der Saison 2019/2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie beschlossen. Einstimmig wurde dabei dem Antrag des NFV-Präsidiums auf Abbruch der Spielzeit 2019/2020 in allen Ligen und Wettbewerben unter Berücksichtigung der Quotienten-Regelung ohne Absteiger entsprochen. Zugrunde gelegt wurden dabei die Tabellenstände mit Stichtag 12. März 2020. Ebenso Inhalt dieses Antrages war, Mannschaften, die sich in der Abschlusstabelle der höchsten Landesverbandsspielklasse auf den ordnungsrechtlich und ausschreibungsgemäß direkten Aufstiegsplätzen befinden (also für den Aufstieg qualifiziert sind) aufsteigen zu lassen. Die Regionalliga Nord wird wegen der coronabedingten Aufstockung in der kommenden Spielzeit in zwei Staffeln mit je elf Mannschaften ausgetragen. In beiden Gruppen wird zunächst im Modus „jeder gegen jeden“ mit Hin- und Rückspiel gespielt. Eine einfache Spielrunde wäre ebenso eine Option, da das Startdatum des Ligabetriebs noch nicht feststeht. Die zehn Punktbesten Mannschaften aus beiden Staffeln qualifizieren sich für eine Meisterrunde. Der Gewinner geht dann in die Aufstiegsspiele zur 3. Liga gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Die übrigen zwölf Teams bestreiten eine Abstiegsrunde.

Auch in der Fußball-Regionalliga Nordost wurde der Spielbetrieb nach der Coronapause nicht fortgesetzt. Das Präsidium des Nordostdeutschen Fußballverbandes beschloss auf einer außerordentlichen Tagung den Saisonabbruch. Der sportliche Abstieg wird ausgesetzt, Lok Leipzig als Meister profitiert von der Quotientenregelung: Zum Stichtag des Abbruchs (13. März) lagen die Sachsen zwar auf Rang zwei hinter dem punktgleichen VSG Altglienicke, hatten aber ein Spiel weniger absolviert. Die Regionalliga Nordost startet am 14. August in die Spielzeit 2020/21. In der kommenden Spielzeit treten 20 Mannschaften in der Spielklasse an, statt wie bisher 18.

Laut Beschluss wird es in der Regionalliga West in dieser Saison keine Absteiger geben, die Staffel wird für die kommende Spielzeit entsprechend aufgestockt. Berechnet nach der Quotientenregelung des WDFV ist der SC Verl Meister. Der SV Rödinghausen hatte als Tabellenerster keinen Antrag auf Zulassung für die 3. Liga gestellt. Verl konnte sich als West-Vertreter bei der Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur 3. Liga gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig durchsetzen. Der Fußballausschuss des Westdeutschen Fußballverbandes hat ebenso den Rahmenterminplan für die Saison 2020/2021 in der Regionalliga West verabschiedet. Die Spielzeit in der Regionalliga West startet demnach im Zeitraum 4. bis 7. September 2020. Der letzte Spieltag soll am 5. Juni 2021 ausgetragen werden. Alle Überlegungen zum Start der Saison 2020/2021 stehen unter dem Vorbehalt, dass die behördlichen Verfügungslagen vor Ort den Spielbetrieb ermöglichen.

Welcher Landesverband die laufende Saison bereits abgebrochen hat und wo weitergespielt werden soll, kann in der Übersicht zum Trainings- und Spielbetrieb der Landesverbände nachgelesen werden.

Bereits schon vor der eigentlichen Verkündung der Wiederöffnung der Sportplätze durch die Bundesregierung haben die Sportfachverbände in enger Abstimmung mit dem DOSB zusammengesessen und geeignete Konzepte erarbeitet. Der DFB hat einen Leitfaden für den Einstieg zurück auf den Platz erarbeitet, der hier einzusehen ist.

Der DFB stellt zudem Trainingsinhalte, bei denen der nötige Mindestabstand gewährt wird, anhand eines umfassenden Servicepakets zur Verfügung (siehe auch alle weiteren Beiträge im neugeschaffenen 'Corona-Portal' auf Training & Service).

Aktueller Stand DFB-Ü-Cups

Da im Moment nicht absehbar ist, ob, wann und unter welchen Bedingungen die Durchführung von Sportveranstaltungen wieder möglich sind, hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die DFB Ü-Cups 2020 abgesagt.

Aktueller Stand beim Futsal

Die Play-offs der deutschen Futsal-Nationalmannschaft zur Europameisterschaft 2022 gegen die Schweiz werden in den September verlegt. Darauf verständigte sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in Gesprächen mit dem Schweizerischen Fußballverband (SFV) sowie der UEFA. Da der Sieger erst ab Februar 2021 in der dritten Qualifikationsrunde antreten muss, hat die Verlegung keinen Einfluss auf den weiteren Rahmenterminkalender. Ursprünglich war das Auswärtsspiel in der Schweiz für den 11. April und das Heimspiel für den 14. April in Dessau angesetzt gewesen. Die FIFA hat die Futsal Weltmeisterschaft 2020 in das Jahr 2021 verschoben. Deutschland ist nicht für die Endrunde qualifiziert.

Nach dem Beschluss des DFB-Präsidiums zur Verlängerung der Futsal-Saison 2019/2020 hat der DFB-Spielausschuss über den Modus der Deutschen Futsal-Meisterschaft entschieden. Gespielt werden soll an vier Tagen im Zeitraum 13. bis 16. August 2020 an einem zentralen Ort im Turniermodus mit zwei Vorrundenpartien und anschließendem Viertelfinale, Halbfinale und Finale. Die Spiele werden als Einzelspiele durchgeführt. Eine finale Bestätigung der Durchführung wird nach Rücksprache mit den lokalen Behörden Anfang August erfolgen.

Die Deutschen Futsal-Meisterschaften der Juniorinnen und Junioren fallen in dieser Saison aus. Das hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nach Absprache mit den zuständigen Gesundheitsbehörden entschieden. Beide Meisterschaften hätten in Nordrhein-Westfalen, und damit in einem Risikogebiet, in dem es bereits zu Übertragungen des Coronavirus kam, stattfinden sollen. Die Meisterschaft der Junioren war für den 28./29. März in Gevelsberg geplant. Das Pendant der Juniorinnen hätte bereits am kommenden Wochenende (14./15. März) in Wuppertal stattfinden sollen. Eine Verschiebung ist aufgrund des engen Rahmenterminkalenders bei beiden Endrunden nicht möglich.

Aktueller Stand beim Beachsoccer

Nachdem das Coronavirus den zunächst für Mai angedachten Auftakt der Deutschen Beachsoccer-Liga verhinderte, ermöglichen es die Verfügungslagen in einigen Bundesländern nun, einen Spielbetrieb unter Einhaltung von Hygienekonzepten zu starten. Die Aufnahme des Wettbewerbs am 8./9. August ist in verkürzter Form möglich. Die zwölf teilnehmenden Vereine ermitteln an drei Wochenenden die vier Teilnehmer am "Final Four" der Deutschen Beachsoccer-Meisterschaft, das voraussichtlich am 26./27. September 2020 in Rostock-Warnemünde stattfinden wird. Der Spielbetrieb auf Landesebene und Regionalebene obliegt den ausrichtenden Verbänden. Die Beachsoccer-Nationalmannschaft hat sich unter besonderen Auflagen mit einem Lehrgang vom 23. bis 26. Juli in Münster auf den für Anfang September geplanten internationalen Spielbetrieb vorbereitet. Momentan ist dieser noch bis zum 31. August 2020 ausgesetzt. Das "Superfinal" soll ab dem 1. September in Figueira da Foz/Portugal starten. Die internationalen Clubwettbewerbe "Euro Winners Cup" und "Euro Winners Challenge" in Nazaré/Portugal sind ebenfalls bis zum 31. August 2020 ausgesetzt und werden nach Möglichkeit ab September durchgeführt. Das Spieljahr 2020 kann im Bedarfsfall bis zum Februar 2021 verlängert werden.

Die internationalen Clubwettbewerbe "Euro Winners Cup" und "Euro Winners Challenge" in Nazaré/Portugal sind ebenfalls bis zum 31. August 2020 ausgesetzt und nach werden nach Möglichkeit ab September durchgeführt.

Weitere Informationen zum internationalen Beachsoccer-Spielbetrieb finden Sie auf www.beachsoccer.com.

Aktueller Stand beim Blindenfußball

Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen für Sportveranstaltungen wurde der für den 2. Mai geplante Start der Blindenfußball-Bundesliga in den September 2020 verschoben. Die Liga beginnt nun am 12. September mit einem Stadtspieltag in Erfurt. Anschließend folgen zwei Vereinsspieltage, die am 19./20. September in Dortmund und am 10./11. Oktober in Hamburg ausgerichtet werden. Der neue Deutsche Meister soll dann beim Saisonfinale am 24. Oktober in Magdeburg gekürt werden.

Weitergehende Informationen aus den Landesverbänden

Norddeutscher Fußballverband

Schleswig-Holsteinischer Fußballverband

Hamburger Fußball-Verband

Bremer Fußball-Verband

Niedersächsischer Fußballverband

Nordostdeutscher Fußballverband

Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern

Fußballverband Sachsen-Anhalt

Berliner Fußball-Verband

Fußball-Landesverband Brandenburg

Thüringer Fußball-Verband

Sächsischer Fußball-Verband

Westdeutscher Fußballverband (WDFV)

Fußballverband Niederrhein

Fußball-Verband Mittelrhein

Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen

Fußball-Regional-Verband Südwest

Fußballverband Rheinland

Saarländischer Fußballverband

Südwestdeutscher Fußballverband

Süddeutscher Fussball-Verband

Südbadischer Fußballverband

Hessischer Fußballverband

Badischer Fußballverband

Bayerischer Fußballverband

Württembergischer Fußballverband

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