10.02.2015

Zu dieser Trainingseinheit

von Jörg Daniel (10.02.2015)
Der koordinative Schwerpunkt dieser Hallen-Trainingseinheit liegt auf dem Verbessern der Gleichgewichtsfähigkeit. Dazu balancieren die Spieler mit verschiedenen Bewegungsaufgaben sowohl mit als auch ohne Ball über Langbänke. Diesen Geschicklichkeits-Übungen schließen sich jeweils unmittelbar fußballspezifische Aufgaben zunächst ohne und später mit Gegenspieler an. Um die Gleichgewichts-Übungen zu erschweren, die Bänke auch umgedreht überlaufen lassen, so dass die Spieler über den dünneren Holm der Langbänke balancieren müssen.

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Langbänke überwinden

Organisation

  • 2 Langbänke in einem Abstand von 5 Metern nebeneinander aufstellen
  • Vor jeder Langbank 1 Starthütchen markieren
  • Die Spieler an den Starthütchen verteilen
  • Der jeweils erste Spieler hat 1 Ball

Ablauf

  • Die ersten Spieler von jedem Starthütchen legen ihren Ball auf die jeweilige Langbank, überdribbeln diese und passen zum jeweils nächsten Spieler am eigenen Starthütchen zurück.
  • Dieser dribbelt ebenfalls über die Langbank usw.

Variationen

  • Nur mit rechts/links über die Langbänke dribbeln.
  • Den Ball nur mit der Fußsohle über die Langbänke führen.
  • Den Ball mit den Händen über die Langbänke tragen/prellen/rollen.
  • Die Langbänke rückwärts überlaufen/-dribbeln.
  • In der Mitte der Langbänke eine Drehung ausführen.
  • Die Langbänke umkippen. Die Spieler balancieren über die schmale Rückseite der Bänke.
  • Nach dem Zuspiel zum jeweils nächsten Spieler auch über die Langbänke zurücklaufen, so dass sich die Spieler in der Mitte der Bänke gegenseitig ausweichen müssen.
  • 2 Mannschaften einteilen und einen Staffelwettkampf durchführen: Welche Mannschaft hat zuerst 1 kompletten Durchgang absolviert?

Tipps und Korrekturen

  • Der Ball darf nicht von der Langbank rollen, und die Füße der Spieler sollen nicht den Boden berühren.
  • Um den Ablauf zu beschleunigen, gegebenenfalls den ersten beiden Spielern an jedem Starthütchen einen Ball geben. Der jeweils nächste Spieler startet, sobald der Vordermann die Mitte der Langbank erreicht hat.
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Langbank-Wettkampf

Organisation

  • Den Grundaufbau aus Aufwärmen 1 beibehalten
  • Gegenüber von den Langbänken je 1 auf die Seite gelegten Kleinkasten aufstellen
  • 2 Mannschaften einteilen und jeweils mit Bällen an einem Starthütchen postieren

Ablauf

  • Auf ein Trainerkommando überdribbeln die ersten Spieler jeder Mannschaft die Langbank und passen gegen den Kleinkasten.
  • Der Spieler, der den Kleinkasten zuerst trifft, erhält 1 Punkt für die Mannschaftswertung.
  • Welche Mannschaft erzielt zuerst 10 Punkte?

Variationen

  • Nur mit rechts/links über die Langbänke dribbeln.
  • Den Ball nur mit der Fußsohle über die Langbänke führen.
  • Den Ball mit den Händen über die Langbänke tragen/prellen/rollen.
  • Die Langbänke rückwärts überlaufen/-dribbeln.
  • In der Mitte der Langbänke eine Drehung ausführen.
  • Die Langbänke umkippen. Die Spieler balancieren über die schmale Rückseite der Bänke.

Tipps und Korrekturen

  • Der Trainer startet sofort den nächsten Durchgang, sobald die Vordermänner geschossen haben.
  • Die Spieler entscheiden selbst, wie nah sie an den Kleinkasten herandribbeln. Allerdings bedeutet ein längeres Dribbling einen Zeitverlust.
  • Rollt der Ball von der Langbank oder berührt ein Spieler beim Überlaufen der Bank den Hallenboden, so muss er von Neuem starten.
  • Als Trainer mittig zwischen den Kleinkästen postieren und den Spielstand nach jedem Durchgang laut ansagen.
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Langbänke überwinden und 1 gegen 1

Organisation

  • Den Grundaufbau beibehalten
  • 1 Langbank umdrehen
  • Die Spieler an den Starthütchen verteilen
  • Die Spieler an der aufgestellten Langbank haben Bälle

Ablauf

  • Die ersten Spieler von beiden Starthütchen starten gleichzeitig.
  • Der Spieler ohne Ball balanciert über die umgedrehte Langbank und wird Verteidiger.
  • Der Spieler mit Ball überdribbelt die aufgestellte Langbank und versucht, im 1 gegen 1 gegen den Verteidiger auf einen Kleinkasten zu treffen.
  • Gelingt es dem Verteidiger, den Ball zu erobern, so kann er ebenfalls an den Kleinkästen einen Treffer erzielen.
  • Jedes 1 gegen 1 dauert so lange, bis ein Tor erzielt oder der Ball aus dem Feld gespielt wurde.
  • Nach jedem Durchgang die Positionen und Aufgaben wechseln.

Variationen

  • Nur mit rechts/links über die Langbänke dribbeln.
  • Den Ball nur mit der Fußsohle über die Langbänke führen.
  • Den Ball mit den Händen über die Langbänke tragen/prellen/rollen.
  • Die Langbänke rückwärts überlaufen/-dribbeln.
  • In der Mitte der Langbänke eine Drehung ausführen.

Tipps und Korrekturen

  • Die Linien auf dem Hallenboden nutzen: Eine Hallenhälfte als Spielfeld für das 1 gegen 1 verwenden.
  • Das Überlaufen und Überdribbeln der Langbänke schult vor allem die Gleichgewichtsfähigkeit der Spieler.
  • Die Aufgaben für Angreifer und Verteidiger so wählen, dass die Verteidiger jeweils nicht zu spät zum 1 gegen 1 ins Feld gelangen.
  • Jeder Spieler zählt seine Punkte. Welcher Spieler erzielt insgesamt die meisten Treffer?
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Langbänke überwinden und 2 gegen 2

Organisation

  • Den Aufbau aus Hauptteil 1 weiter verwenden
  • 2 Mannschaften einteilen
  • Die Spieler einer Mannschaft an den Starthütchen verteilen
  • Die Spieler an der aufgestellten Langbank haben Bälle
  • Die Spieler der anderen Mannschaft seitlich hinter den Kleinkästen postieren

Ablauf

  • Die ersten Spieler von beiden Starthütchen starten gleichzeitig.
  • Der Spieler mit Ball dribbelt über die aufgestellte Langbank zum 1 gegen 2 auf die beiden Kleinkästen ins Feld.
  • Gelingt es den Verteidigern, den Ball zu erobern, so können sie ebenfalls an den Kleinkästen einen Treffer erzielen.
  • Sein Partner überläuft die umgekippte Langbank 3-mal und startet dann zum 2 gegen 2 ins Feld nach.
  • Jedes 1 gegen 2 bzw. 2 gegen 2 dauert so lange, bis ein Tor erzielt oder der Ball aus dem Feld gespielt wurde.
  • Die Positionen und Aufgaben der Spieler nach jedem Durchgang wechseln.
  • Nach einigen Durchgängen auch die Positionen und Aufgaben der Mannschaften tauschen.

Variationen

  • Nur mit rechts/links über die Langbänke dribbeln.
  • Den Ball nur mit der Fußsohle über die Langbänke führen.
  • Den Ball mit den Händen über die Langbänke tragen/prellen/rollen.
  • Die Langbänke rückwärts überlaufen/-dribbeln.
  • In der Mitte der Langbänke eine Drehung ausführen.

Tipps und Korrekturen

  • Die Linien auf dem Hallenboden nutzen: Eine Hallenhälfte als Spielfeld für das 2 gegen 2 verwenden.
  • Falls möglich die Hallenwände als Banden in das Spielfeld einbeziehen.
  • Als Angreifer im 1 gegen 2 risikobereit dribbeln. Entsprechend einen Treffer im 1 gegen 2 gegebenenfalls doppelt werten.
  • Bei zu kurzer Spieldauer als Trainer einen weiteren Ball einspielen.
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Auf- und Abstiegsturnier

Organisation

  • Die beiden Hallenhälften jeweils als Spielfeld markieren
  • Auf den Grundlinien eines Spielfeldes gekippte Langbänke sowie auf den Grundlinien des anderen Feldes auf die Seite gelegte Kleinkästen als Tore errichten
  • Das Spielfeld mit den Langbänken als „Bundesliga“ und das Spielfeld mit den Kleinkästen als „2. Liga“ bezeichnen
  • 4 Mannschaften einteilen
  • Je 2 Teams pro Feld

Ablauf

  • 3 gegen 3 ohne Torhüter in beiden Feldern auf die Langbänke bzw. die Kleinkästen.
  • Spielzeit: jeweils 5 Minuten.
  • Die siegreiche Mannschaft in der „Bundesliga“ ist „Deutscher Meister“ und bleibt in der „Bundesliga“.
  • Die Verlierer steigen in die „2. Liga“ ab.
  • Die siegreiche Mannschaft in der „2. Liga“ steigt in die "Bundesliga" auf, die Verlierer bleiben in der „2. Liga“.
  • Welche Mannschaft wird am häufigsten „Deutscher Meister“.

Variationen

  • Ein Turnier mit Halbfinale und Endspiel austragen: Die siegreichen Teams bestreiten auf die Langbänke das „Champions-League-Finale“, die Verlierer treten auf die Kleinkästen im „Europa-League-Finale“ gegeneinander an.
  • Ein Turnier nach dem Modus 'jeder gegen jeden' organisieren. Welche Mannschaft erzielt die meisten Punkte?

Tipps und Korrekturen

  • Als Trainer so postieren, dass das gesamte Spielgeschehen beobachtet werden kann.
  • Die vermutlich stärkeren Mannschaften zunächst der „2. Liga“ zuweisen.