Rot ist ein Bärendienst: Fair Play zahlt sich aus

Timothy Chandler (Frankfurt), Lewis Holtby (Hamburg) und Naldo (Schalke) haben mit Mathew Leckie (Ingolstadt), Salih Özcan (Köln), Dominik Kohr (Augsburg) und Jean-Philippe Gbamin (Mainz) eines gemeinsam: Sie werden ihrer Mannschaft am kommenden Spieltag von der Tribüne zugucken. Alle sieben Spieler wurden am 14. Spieltag des Feldes verwiesen, die drei Erstgenannten mit Rot, die anderen vier mit Gelb-Rot. Dabei stellten sie beinahe einen Bundesliga-Rekord auf, denn mehr Platzverweise wurden lediglich am 3. Spieltag der Saison 2013/2014 ausgesprochen (damals waren es acht).

 

Jeder Einzelne hat seinem Team geschadet, denn in Unterzahl ist es weitaus schwieriger, Spiele erfolgreich zu gestalten. Die unterschiedlichen Vergehen ziehen auch unterschiedlich lange Strafen nach sich. Das Ziel eines jeden Spielers sollte sein, seiner Mannschaft über die gesamte Spielzeit zu helfen und den Gegner nicht zu verletzen. So sieht es der Fair-Play-Gedanke vor, der nicht nur gegenüber dem Gegner, sondern auch gegenüber den Mitspielern, dem Trainer und dem Verein gelebt wird.

Fair Play: Gegner

Vor allem am Spieltag ist der faire Umgang mit der gegnerischen Mannschaft angesagt. Sowohl die Spieler als auch der Trainer sind stets mit Respekt zu behandeln. So kann ein vernünftiger Wettkampf stattfinden, der vom Schiedsrichter ohne Probleme geleitet wird.

Fairer Wettkampf mit dem Gegner

Fair geht vor

Fair gewinnen, fair verlieren!


Fair Play: Mitspieler

Nicht nur der vernünftige Umgang mit dem Gegner, sondern insbesondere auch der mit dem eigenen Team ist am Spieltag wichtig. Spieler, die ihren Mitspielern die Position in der Startaufstellung nicht gönnen und deshalb von der Bank aus schlechte Stimmung verbreiten, schaden der Mannschaftsleistung und gefährden den Erfolg.

Fairer Umgang mit den Mitspielern

Am Spieltag gemeinsam stark!


Fair Play: Trainer

Auch an der Seitenlinie endet Fair Play nicht. Der Trainer trifft unter Umständen Entscheidungen, die einem manchmal nicht einleuchten und einen ärgern. Auch in diesen Situationen ist es der Mannschaft dienlich, sich zunächst ruhig zu verhalten und darüber nachzudenken, warum der Trainer mich nicht aufgestellt, aus- oder nicht eingewechselt hat. Gespräche mit dem Trainer müssen nicht direkt am Spieltag geführt werden. Unverständnis kann vorkommen, die Mannschaft darf dabei aber nicht in ihrer Konzentration gestört werden.

Fair Play – fair zum Trainer

Fair Play in jeder Situation


Fair Play: Verein

Der Verein besteht nicht nur aus Trainern und Spielern, sondern lebt vor allem durch die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter, Betreuer und Vereinsverantwortlichen. Ihnen gegenüber, die mit großem Engagement dabei sind, gebührt ein respektvoller Umgang – sowohl während der Saison als auch beim Vereinswechsel.

Fairness auch gegenüber dem Verein zeigen

Fairness beim Vereinswechsel


Fair Play: Zuschauer

Auch die Eltern und Zuschauer am Spielfeldrand, die ihrem Team hingebungsvoll zujubeln, sollten sich gegenüber der anderen Partei respektvoll verhalten. Hilfreiche Utensilien sind die PDF-Materialien, die der DFB allen Vereinen kostenlos zur Verfügung stellt.

PDF-Download: Fair-Play-Materialien