Die Rückkehr auf den Platz beim TSV Wachtendonk-Wankum

Wer früh auf den Platz zurückkehren möchte, kommt um die Erstellung eines geeigneten Hygienekonzeptes nicht herum. Bevor sich die Umsetzung eines solchen Konzeptes realisieren lässt, sollte jedoch unbedingt Rücksprache mit den örtlichen Behörden bezüglich der Regeln im jeweiligen Bundesland gehalten werden. Allerdings spricht nichts dagegen, sich bereits frühzeitig mit der Entwicklung des Konzeptes zu beschäftigen. Als Hilfestellung präsentieren wir ein genehmigtes Beispiel vom Niederrhein. Hier haben die Verantwortlichen des TSV Wachtendonk-Wankum ganze Arbeit geleistet, um den Mitgliedern die Rückkehr auf den Platz im Rahmen des Erlaubten zu ermöglichen.

Eine Arbeitsgruppe gründen

Die Rückkehr auf den Platz ist aufgrund der Umstände natürlich mit viel Arbeit verbunden. Gerade in den Vereinen, die vornehmlich mit Ehrenämtern besetzt sind, ist es wichtig, diese Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen und eine Arbeitsgruppe zu gründen. „Alleine wäre das gar nicht möglich gewesen.“, sagt auch Markus Müller, der in Wachtendonk die U 23 als Cheftrainer betreut und für die erste Herrenmannschaft spielt. Nur gemeinsam mit einem Team aus Obleuten und weiteren Jugend- und Seniorentrainern, sowie dem für die Platzbelegung zuständigen Thomas Theissen, konnte die Rückkehr auf den Platz schnellstmöglich realisiert werden.

Ideen sammeln

Nach der Aufklärung über die Möglichkeiten und Auflagen in der jeweiligen Region durch die zuständigen Behörden und dem Aufbau der Arbeitsgruppe gilt es, kreativ zu werden. Auch hier helfen die verschiedenen Erfahrungen der einzelnen Funktionäre, sodass ein möglichst vielseitiges sportliches Angebot entsteht. Aufgrund der Auflagen ist es in Wachtendonk beispielsweise nicht möglich, als Trainer*in in die Übungen einzugreifen und diese umzubauen. Die Übungen müssen daher so gewählt sein, dass sie für möglichst alle Alters- und Leistungsbereiche einen Mehrwert darstellen und gegebenenfalls von den Spieler*innen abgewandelt werden können. Je nachdem, wie lange die Auflagen herrschen, sollten darüber hinaus genügend Alternativen und Variationen gefunden werden, damit einzelne Übungen regelmäßig ausgetauscht werden können.

Umfangreich informieren

Wenn das Konzept steht, wird es zunächst beim örtlichen Ordnungsamt eingereicht. Von dort erhält der Verein dann schließlich die Information, ob die Rückkehr auf den Platz stattfinden kann, oder ob noch an gewissen Stellschrauben gedreht werden muss. Bekommt der Verein grünes Licht, sollten nun möglichst alle Spieler*innen sowie die jeweiligen Trainer*innen über die Auflagen in Kenntnis gesetzt werden. Zur ersten Einheit am Platz müssen diese nämlich das Hygienekonzept unterschrieben mitbringen und sich somit bereit erklären, die Auflagen einzuhalten.

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In diesem konkreten Beispiel können acht Paare, also 16 Spieler*innen gleichzeitig trainieren. Die Paare sollen dabei in möglichst jeder Einheit gleich bleiben und rechtzeitig Bescheid geben, ob sie die Trainingsmöglichkeit wahrnehmen wollen. Wenn das der Fall ist, bekommen sie eine Nummer von 1-8 zugewiesen, nach der sie den Zutritt zum Platz und schließlich in ihre jeweilige Anfangs-Parzelle gewährt bekommen. Auf dem Platz übernehmen maximal zwei Coaches die Aufsicht über das Training. Sie agieren dabei explizit nicht als Übungsleitende, sondern geben lediglich Kommandos für die Übungswechsel. Es ist ihnen selbst überlassen, ob sie die Übungen drei Minuten lang halten wollen und dafür zwei Durchgänge machen, oder einen Durchgang mit längeren Belastungszeiten machen lassen. Auf einen Pfiff nach der gewünschten Belastungszeit wechseln die Spieler*innen in die jeweils nächste Parzelle, wo die nächste Übung auf sie wartet.

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Die Mannschaften konnten im Vorfeld Zeitfenster für ihre Übungseinheiten buchen. Zwischen den jeweiligen Übungseinheiten liegen 15 bis 30 Minuten Wechselpause, sodass sich die Mannschaften nicht auf dem Gelände begegnen und genügend Zeit für die Desinfektion der Bälle ist. Der Platz ist über den Eingang auf der einen Seite des Vereinsgebäudes zu erreichen und über den Ausgang auf der anderen Seite zu verlassen. Darüber hinaus sind Kabinen und sanitäre Anlagen bis auf weiteres geschlossen, weshalb die Spieler*innen umgezogen am Platz erscheinen sollen.