Den Lockdown als Chance verstehen

Die befürchtete zweite Welle ist da! Der sogenannte "Lockdown light", der sich auch auf den Amateursport auswirkt, tritt in Kraft, und so müssen Trainer wie Spieler erneut ohne Fußball auskommen. Logisch, dass der Frust groß ist. Doch Trübsal blasen hat selten geholfen, und so sollte jeder versuchen, das Bestmögliche aus der Situation zu machen. Möglichkeiten gibt es einige, wie dieser Beitrag zeigt.

Dem Frust mit positivem Mindset begegnen

Wieder eine längere Phase ohne das Team, ohne Training und ohne den Wettkampf. Aufgrund der heute eintretenden neuen Corona-Schutzverordnung, die unter anderem die Einstellung des Trainings- und Spielbetriebs vorsieht, stehen Trainer erneut vor der Herausforderung, eine mindestens vierwöchige fußballfreie Zeit ertragen zu müssen. Niemandem bleibt etwas Anderes übrig, als diese Situation so zu akzeptieren, wie sie ist. Wichtig ist, so positiv wie möglich zu bleiben und diese Zeit als Chance zu verstehen, sich weiterzuentwickeln und Dinge anzugehen, die ansonsten im betriebsamen Tagesgeschäft oftmals zu kurz kommen.

Die Zeit sinnvoll nutzen

Schließlich kommen im Alltagsstress Phasen, in denen man sich, seine Arbeitsweise und die Spielidee reflektiert, häufig viel zu kurz. Dabei sind solche Überlegungen nützlich, um sich zu verbessern und dementsprechend seine Spieler in Zukunft sogar noch besser fördern zu können. Spätestens in Zeiten der Coronakrise gilt das Argument der fehlenden Zeit nicht mehr. Der Spielbetrieb ruht nun, und so dürften Trainer genau hierfür jetzt Zeit haben.

Weiter- und Fortbildung

Trainer haben stets das Ziel, das Beste aus ihren Spielern herauszuholen. Sie fordern von ihnen immer vollen Einsatz und Lernbereitschaft. Diese Forderungen sollte der Trainer auch an sich selbst stellen: Er sollte stets lernbereit sein und hohe Ansprüche an sich selbst haben. Das Fachwissen des Trainers ist die Grundlage, die Spieler bestmöglich zu entwickeln. Dieses gilt es aufzufrischen oder aber auch zu erweitern. Der Fußball ist so facettenreich, dass er immer viel Raum für Neues bietet. Unsere Serviceplattform bietet dabei einen großen Fundus, der zum Zwecke der Fortbildung genutzt werden kann.

Mit der eigenen Spielidee intensiv befassen

So kann der Trainer sich intensiv mit seiner eigenen Spielidee auseinandersetzen bzw. sie überhaupt erst einmal niederschreiben.

Was zeichnete das Team bislang aus? An welchen Schwächen gilt es, in Zukunft gezielt zu arbeiten? Basierend auf diesen Erkenntnissen kann der Trainer seine Spielidee anpassen. Kommt er zu dem Schluss, dass das Grundkonzept jedoch nach wie vor zeitgemäß ist und zum eigenen Team passt, so können alternativ auch nur einige "neue" Ansätze ergänzt werden.

Eine Möglichkeit zur Inspiration bietet hier der Profifußball. Er kann neue Ideen liefern, denn häufig sind die dort praktizierten taktischen Verhaltensweisen – gegebenenfalls leicht angepasst – auch im Amateurbereich umsetzbar. Schauen Sie die Spiele dafür gerade jetzt auch mal aus einem anderen Blickwinkel und analysieren Sie genau.

Selbstreflexion und Feedback

Außerdem kann sich der Trainer neben den "inhaltlichen" Aspekten seiner Arbeit auch selbst reflektieren. Wie verhalte ich mich in Training und Spiel? Wie wirke ich nach außen? Und erreiche ich damit meine Ziele? Solch ein Prozess ist sehr schwierig und bedarf der Ruhe und einer höchstmöglichen Objektivität.

Da der Trainer meist nicht alleine wirkt, sondern ein Trainerteam um sich herum hat, das mit der Mannschaft arbeitet, macht es auch Sinn, die Kollegen mit ins Boot zu nehmen und den Prozess der Selbstreflexion gemeinsam durchzuführen – mit gegenseitigem Abstand, versteht sich. Der Vorteil liegt darin, dass jeder seine Sichtweise einbringen kann, wodurch unterschiedliche Aspekte ans Licht kommen, die ohne Rückmeldung von Dritten eventuell "versickern" würden.

Möchte man ein vollkommen objektives Urteil über seine Arbeit haben, kann man seinen Jugendleiter oder Sportlichen Leiter um ein Gespräch bitten. Er ist meist weiter weg von der Mannschaft und hat als Außenstehender einen ganz anderen Blick auf die Geschehnisse. In solchen Gesprächen können sehr hilfreiche Erkenntnisse und Tipps entstehen und reifen.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sich Feedback von den Spielern einzuholen. Sie sind diejenigen, die zufrieden sein müssen, um mit Spaß und Leidenschaft Fußball zu spielen. Um ihnen die Angst zu nehmen, auch negative Aspekte anzusprechen, sollte das Feedback möglichst anonym gegeben werden können.

Wir interessieren uns für Ihre Ideen!

Schreiben Sie uns über unsere Facebook-Seite "DFB-Training", was Sie während des Lockdowns für Ihr Team erledigen wollen.