Aubameyangs 4-Tore-Entschuldigung: So vermeiden Sie Disziplinarmaßnahmen!

Im Champions-League-Spiel gegen Sporting Lissabon war Stürmerstar Pierre-Emerick Aubameyang von Borussia Dortmund noch suspendiert - Aubameyang war am Mittwoch wegen eines verlängerten Kurztrips nach Mailand kurzfristig aus dem Dortmunder Kader gestrichen und zu einer saftigen Geldstrafe verdonnert worden. Nach seinem Treffer zum 1:0 drei Tage später im Spiel gegen den HSV rannte Aubameyang beim Jubel zu Trainer Thomas Tuchel und entschuldigte sich für sein Fehlverhalten.

Geldstrafen und Suspendierungen sind im Profifußball sicher nichts ungewöhnliches, im Amateurfußball sind sie jedoch nicht umsetzbar und auch nicht geeignet. Dort zählt vielmehr der Teamgedanke und das gemeinsame Miteinander. Natürlich stehen die Spieler hier auch sehr viel weniger unter Druck und genießen deutlich mehr Freiräume. Wie Sie Ihre Spieler zu eigenverantwortlichen und mit Teamgeist ausgestatteten Menschen erziehen können, dafür finden Sie im folgenden einige hilfreiche Tipps:

Den Spielern Rückmeldung geben!

Gerade in den jüngeren Altersklassen ist es wichtig, den Spielern regelmäßig eine Rückmeldung zu ihrer Leistung zu geben. So fühlen sie sich beachtet und werden sich zudem über Stärken und Schwächen bewusst und können diese verbessern.

Pädagogische Aufgaben des Trainers: Ressourcen schaffen und nutzen!

Die Jugendlichen müssen das echte Interesse des Trainers spüren, seine Leidenschaft, mit ihnen zu arbeiten, Konflikte auszutragen und Werte zu vermitteln.

Der Trainer als Vertrauensperson

Bei einem guten Vertrauensverhältnis zu seinen Spielern kann es durchaus vorkommen, dass seine Spieler ihm Dinge anvertrauen, die selbst die Eltern nicht wissen. Hier sollte ein guter Trainer seinen Spielern jederzeit als Ratgeber zur Verfügung stehen – Vertraulichkeit ist dabei oberstes Gebot!

Jugendtrainer sind vor allem Erzieher!

Jeder Trainer, der mit Jugendlichen arbeitet, hat dabei eine große Chance und gleichzeitig eine große Verantwortung: Er kann nämlich aktiv bei der – nicht nur sportlichen – Entwicklung ‘seiner’ Kinder zu starken Persönlichkeiten mitwirken.

Beidseitiger Respekt

Sich gegenseitig ernst nehmen. Der Trainer die Spieler, die Spieler den Trainer – das ist es, worauf es im mannschaftlichen Miteinander ankommt. Der Trainer nimmt sie als junge Erwachsene ernst, doch fordert auch im Gegenzug erwachsenes Verhalten von ihnen ein.

Teamgeist können Sie trainieren!

Die ursprünglichen Bedeutungen des Wortes ‘Team’ lauten ‘Familie’ oder auch ‘Gespann’. Die Familie, in der sich die einzelnen Mitglieder unterstützen. Das Gespann, das ‘an einem Strang zieht’.

Ein Team, viele Charaktere

Doch was in der Jugend bei gleichen Jahrgängen oftmals schon nicht einfach war, wird im Seniorenbereich durch die bestehenden Altersunterschiede nun noch komplexer. Für den Trainer bedeutet das, alle Spieler individuell zu betrachten und dennoch als Mannschaft zusammenzuführen.

Aus einer Mannschaft ein Team formen!

Harmonie wirkt leistungsfördernd und in einer harmonischen Gruppe wächst das Wohlbefinden. Dennoch ist ein reines Zusammenstehen durch gemeinsames Erleben und Freundschaft noch kein Garant für gemeinsame Leistung und Effektivität! Bei Letzterem gelten alle Anstrengungen dem gemeinsamen Ziel, persönliche Interessen und das Ego werden zurückgestellt.