© Julius Nieweler/DFB

Sven Bender

Sven Bender wird am 27. April 1989 als zwölf Minuten jüngerer Zwilling der Bender-Brüder in Rosenheim geboren. Mit der U 17 des TSV 1860 München gewinnt Bender in der Saison 2005/2006 die Deutsche Meisterschaft. Für die Münchner Löwen gibt er am 18. Dezember 2006 beim Heimspiel in der 2. Bundesliga gegen den FC Erzgebirge Aue auch seinen Einstand im Profifußball. Nach 65 Einsätzen in der 2. Bundesliga, bei denen ihm ein Treffer gelingt, folgt im Sommer 2009 der Wechsel zu Borussia Dortmund.

Mit dem BVB wird der defensive Mittelfeldspieler, der häufig auch als Innenverteidiger zum Einsatz kommt, 2011 Deutscher Meister. Im Jahr darauf holt er mit den Schwarz-Gelben das nationale Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal. Nach der Niederlage im Champions League-Finale 2013 sowie drei verlorenen Endspielen im DFB-Pokal 2014, 2015 und 2016 gewinnt Bender 2017 mit Dortmund zum zweiten Mal den DFB-Pokal. Danach wechselt er zu Bayer 04 Leverkusen, wo er mit seinem Bruder Lars bis zum gemeinsamen Karriereende im Sommer 2021 weiter in der Bundesliga aktiv ist und 2020 erneut im DFB-Pokalfinale steht.

Bis zu seinem Karriereende absolviert Bender 265 Spiele in der Bundesliga und 35 Partien im DFB-Pokal. In der Champions League läuft er 33-mal und in der Europa League 21-mal auf. Für den DFB absolviert Bender in den Junioren-Nationalmannschaften 23 Partien, wobei ihm ein Treffer gelingt, und wird 2008 mit der U 19 Europameister. Siebenmal läuft er für die A-Nationalmannschaft auf und gehört 2016 zum Olympia-Aufgebot des DFB. Beim Turnier in Brasilien absolviert Bender alle sechs Partien und gewinnt mit dem deutschen Team die Silbermedaille.

Nach seinem Karriereende nimmt sich Bender zunächst eine kurze Auszeit und spielt gemeinsam mit seinem Bruder für seinen Heimatverein, den TSV Brannenburg, in der Kreisklasse. Seit Juni 2022 verstärkt er das Trainerteam der U 16-Junioren um Michael Prus als Co-Trainer.