Sportliche Leitung

23 Fußball-lehrerinnen und -lehrer arbeiten als DFB-Trainer an entscheidender Stelle. Sie sind nicht nur für die Betreuung der 15 Nationalmannschaften, sondern auch für die Trainer-Aus- und -Fortbildung zuständig.

Das, wofür der DFB in erster Linie steht, ist der Sport. Die Leistungen der Nationalmannschaften sind die Visitenkarte des Verbandes. Dass die stimmen, dafür tragen die Trainer die Verantwortung. Deswegen stellt der DFB höchste Ansprüche an seine – im wahrsten Sinne des Wortes – leitenden Mitarbeiter. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass alle DFB-Trainer im Besitz der Fußball-Lehrer-Lizenz sind und große Erfahrung als Aktiver oder Trainer gesammelt haben.

Das gilt natürlich zuvorderst für Steffi Jones und Joachim Löw, die dem Trainer-Stab im weiblichen beziehungsweise männlichen Bereich vorstehen. Sie haben Kompetenz-Teams aufgebaut, die gut miteinander verzahnt sind.

Bei der Nationalmannschaft steht Thomas Schneider Löw als erster Ansprechpartner zur Seite. Der gebürtige Rhainhausener übernahm das Amt nach der WM 2014. Bis 2003 absolviert Schneider 133 Spiele für den VfB, 1992 wird er Deutscher Meister, 1997 gewinnt er den DFB-Pokal unter Trainer Joachim Löw. 1998 erreicht er mit dem VfB das Endspiel des Europapokals der Pokalsieger gegen den FC Chelsea. In 13 Jahren in Stuttgart schießt er in 133 Spielen sieben Tore und wird dreimal in die deutsche Nationalmannschaft nominiert. 2003 wechselt Schneider zu Hannover 96, wo er zwei Jahre später seine aktive Laufbahn beendet. Nach dem Karriereende wird er Trainer beim FC Dingolfing. Im Jahr 2011 kehrt er als Coach zum VfB Stuttgart zurück. Zwei Jahre ist Schneider für die U 17 verantwortlich, 2012 wird er mit den B-Junioren Deutscher Vizemeister, ein Jahr später Deutscher Meister. Im August 2013 wird er als Nachfolger von Bruno Labbadia zum Cheftrainer der Profimannschaft befördert. Seit der Vorbereitung auf die EURO 2016 in Frankreich ist auch Marcus Sorg mit an Bord. Der ehemalige U-Trainer des DFB ist neben Schneider ebenfalls Assistent von Joachim Löw. Sorg begann seine Trainerlaufbahn bereits mit 34 Jahren. Unter anderem war er Cheftrainer des SC Freiburg. Seit 2013 arbeitet er für den DFB.

Das Trainerteam der Nationalmannschaft komplettiert Andreas Köpke. Der Bundestorwarttrainer ist seit 2004 im Amt und zählt zu den engsten Beratern von Joachim Löw. Als Profi absolvierte er 346 Bundesliga-Spiele für Hertha BSC, den 1. FC Nürnberg und Eintracht Frankfurt. In 59 Länderspielen hütete Andreas Köpke das Tor der DFB-Auswahl. Bei der WM 1990 stand er im Kader, der die Weltmeisterschaft gewann. Beim Gewinn der Europameisterschaft 1996 war er die Nummer 1.

Nach dem Ausscheiden von Horst Hrubesch nach dem Gewinn der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro wird der ehemalige Nationalspieler Stefan Kuntz neuer Cheftrainer der U 21-Nationalmannschaft. Der Europameister von 1996 kehrt somit nach seiner Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender des 1. FC Kaiserslautern auf die Trainerbank zurück.

Im Junioren-Bereich trainieren Guido Streichsbier (U 20) und Frank Kramer (U 19) die älteren Jahrgänge. Streichsbier ist seit 2014 beim DFB, Kramer seit August 2016.

Im jüngeren Junioren-Bereich sind Meikel Schönweitz (U 18) und Christian Wück (U 17) zuständig. Christian Wück hat das Amt beim DFB nach 13 Jahren als Profi und acht Jahren als Trainer seit 2012 inne, Schönweitz kam 2014 vom FSV Mainz 05 zum DFB. Wück führte die U 17 2012 zum zweiten Platz bei der Europameisterschaft.