Videoblog: Hellmut Krug zu den Entscheidungen in Köln und München

Berechtigter Elfmeter oder doch eine Fehlentscheidung? Abseits oder nicht? War der Platzverweis angemessen, oder hätte es auch eine Verwarnung getan? Über diese und andere Fragen diskutiert Fußball-Deutschland nach jedem Bundesliga-Spieltag.

Ab dieser Saison beteiligen sich auch Vertreter der DFB-Schiedsrichter-Kommission an dieser Diskussion. Beziehungsweise: Sie bringen Licht in so manch dunkle Regelfrage. Und zwar durch einen neuen Videoblog auf DFB-TV. Heute im Fokus: vier Szenen vom dritten Spieltag, die für DFB.de Hellmut Krug analysiert, Schiedsrichtermanager bei der Deutschen Fußball Liga (DFL).

Heiß diskutiert wurde die Rote Karte gegen Emir Spahic (Hamburger SV), die er im Spiel beim 1. FC Köln erhielt. "Es kommt zu einem Zweikampf und zu einem Fußkontakt. Deniz Aytekin nimmt diesen Fußkontakt als Foulspiel wahr und entscheidet auf Strafstoß. Er macht das auch deutlich, indem er auf seinen Fuß zeigt", bewertet Krug die Szene. "Wenn er auf Foulspiel entscheidet, muss er in logischer Konsequenz auch die Rote Karte zeigen. In der Zeitlupe wird deutlich, dass Spahic in einem völlig normalen Laufrhythmus den Gegenspieler verfolgt. Er macht keinerlei Anstalten, von sich aus den Gegenspieler zu treffen. Es liegt kein strafwürdiges Foul vor. Wenn wir die Fernsehbilder analysieren, die Deniz Aytekin nicht zur Verfügung hatte, wäre Weiterspielen die richtige Entscheidung gewesen."

In der neuen Folge des Videoblogs analysiert Krug zudem ein vermeintliches Handspiel des Kölners Marcel Risse. Zudem blickt der ehemalige FIFA-Schiedsrichter auf zwei Szenen der Samstagabend-Partie zwischen dem FC Bayern und Leverkusen, unter anderem das Foul von Roberto Hilbert an Arturo Vidal, das einen Strafstoß für Bayern München nach sich zog.