Ach so - Na klar!

Wenn die Muskelfasern nicht mehr wollen

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Julian Draxler hat es schon mal erwischt. Genauso wie Thomas Müller, Marco Reus oder Leon Goretzka. Auch Svenja Huth aus der Frauen-Nationalmannschaft hatte vergangenes Jahr damit zu kämpfen. Alle diese Spieler fielen verletzt über mehrere Wochen aus, denn sie hatten einen Muskelfaserriss. Diese Verletzung tritt bei Profi-Fußballern, aber auch bei Amateursportlern, manchmal auf. Aber was ist das eigentlich genau?

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Dass Muskelfaserrisse unter anderem beim Fußball auftreten, hat mit den Bewegungen zu tun: Sprinten, abbremsen, einen Haken schlagen und dann schnell in die entgegengesetzte Richtung weitersprinten – das alles beansprucht die Muskeln extrem. Manchmal so sehr, dass sie überlastet sind und an kleinen Stellen reißen. Oft verletzen sich Spieler aber auch bei Zweikämpfen oder Zusammenstößen, wenn sie dabei einen Schlag auf den gedehnten Muskel bekommen.
Ein Muskelfaserriss tut richtig weh. Und man kann dadurch sein Bein nicht mehr so gut belasten. Doch was ist da genau passiert? Unsere Muskeln kann man sich wie ein dickes Seil vorstellen: Es gibt dünnere Stränge, die miteinander zu einem dickeren Strang verwoben sind. Und die dickeren Stränge werden auch noch mal miteinander verknüpft – so, dass irgendwann ein richtig dickes, festes Seil daraus entsteht.

Das bedeutet: Die Muskelzellen bilden zusammen eine Muskelfaser – einen dünnen Strang. Mehrere Muskelfasern bilden ein Muskelbündel - einen dickeren Strang. Und mehrere Bündel bilden den Muskel – das dicke Seil. Bei einem Muskelfaserriss reißen meistens mehrere Muskelfasern. Dadurch verliert das ganze Seil sozusagen seine Stabilität.
Muskelfaserrisse sind oft durch einen blauen Fleck, eine Art Bluterguss, zu erkennen. Wer so eine Verletzung hat, braucht „PECH“. Das ist eine Abkürzung. Die Buchstaben stehen für Pause, Eis, Compression (Druckverband) und Hochlagern. Genau das sollte man nämlich machen, wenn man einen Muskelfaserriss hat.

Hier erfährst du noch mehr über die Verletzung:

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