Ach so - Na klar!

Wie werde ich Schiedsrichter?

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Sie verteilen Rote oder Gelbe Karten, pfeifen Freistöße oder Elfmeter. Und entscheiden über Abseits und Foul: Schiedsrichter sind die Regelhüter auf dem Fußballplatz. Was sie sagen und entscheiden, gilt. Doch wie wird man eigentlich Schiedsrichter?
 
© 2017 Bongarts/Getty Images
Um Schiedsrichter werden zu können, musst du einen mehrwöchigen Lehrgang machen. Dabei lernst du zum Beispiel alle wichtigen Regeln, auf die es beim Fußball ankommt: Wann ist ein Foul wirklich ein Foul? Wann muss ich Abseits pfeifen? Und wann lasse ich das Spiel weiterlaufen? Am Ende des Lehrgangs muss man eine Prüfung schreiben, um zu zeigen, dass man alles verstanden hat. Außerdem gibt es eine praktische Prüfung – eine Art Lauftest. Dabei muss man in einer bestimmten Zeit, eine bestimmte Strecke laufen. Zum Beispiel 2000 Meter in 12 Minuten.

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In manchen Landesverbänden können Kinder schon ab zwölf Jahren Schiedsrichter werden. In anderen Verbänden muss man dagegen 14 Jahre alt sein. Außerdem muss man Mitglied in einem Fußballverein sein.
 
Schiedsrichter müssen immer nah am Geschehen sein. Sie müssen immer im Blick haben, was rund um den Ball passiert. Bei einem Spiel in der ersten Bundesliga kann es schon passieren, dass der Schiedsrichter locker 15 Kilometer flitzen muss. Dabei muss er immer wieder schnelle Sprints einlegen, abbremsen und wieder weiterlaufen. Das ist ganz schön anstrengend. Deshalb müssen auch Schiedsrichter viel trainieren und topfit sein.
Schiedsrichter werden auch bewertet. Je höher die Liga, desto öfter werden sie beobachtet. Das machen oft ehemalige Schiedsrichter. Sie schauen zum Beispiel während des Spiels, ob die Kollegen auf dem Platz alles richtig gemacht haben. Auch die Körpersprache und die Fitness werden genau unter die Lupe genommen. Dafür gibt es dann Noten. In der Regel werden Bewertungen zwischen 7,0 und 10,0 abgegeben. 7,0 bedeutet schwache Leistung. 10,0 heißt hervorragend. Wenn ein Schiedsrichter einen guten Job macht, kann auch er - genauso wie die Fußballteams - eine Liga aufsteigen.
Auch Mädchen und Frauen können Schiedsrichter werden! Die wohl berühmteste Schiedsrichterin heißt Bibiana Steinhaus. Seit dieser Saison pfeift sie Spiele in der Bundesliga. Aber sie hat auch schon Spiele bei Weltmeisterschaften gepfiffen. Zum Beispiel 2011. Damals leitete sie das Finale der Frauen-WM.
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