Ach so - Na klar!

Die Welt zu Gast in Russland

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Seit dem 14. Juni läuft in Russland die Fußball-Weltmeisterschaft. In diesem Beitrag stellen wir euch das Gastgeberland näher vor. Russland ist ein riesiges Land, flächenmäßig ist es sogar das größte Land der Erde! Und auch die Hauptstadt Moskau gehört zu den größten Städten der Welt. Klicke auf die Hintergründe und die Bildergalerie und erfahre mehr über das Land, in dem dieses Jahr die WM stattfindet.
 
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Es gibt keine Orgeln, nur Gesang. Gebetet wird im Stehen und Sitzbänke sucht man meistens vergebens. In russischen Kirchen ist vieles anders. Denn in dem Land gehören die meisten Menschen dem russisch-orthodoxen Glauben an. Das Wort „orthodox“ stammt aus dem Griechischen. „Orthos“ bedeutet so viel wie „richtig“ und „doxa“ heißt übersetzt „Glaube“.
In der russisch-orthodoxen Kirche wird auch ein anderer Kalender verwendet, der sogenannte Julianische Kalender. Deshalb feiert man in Russland Weihnachten an einem anderen Datum – am 7. Januar. In Deutschland verwenden wir dagegen den Gregorianischen Kalender.
108 Minuten – so lange dauerte der Flug. Und er war eine Sensation! Denn als erster Mensch düste Juri Gagarin mit einer Rakete in den Weltraum und umrundete die Erde. 108 Minuten brauchte er dafür, dann landete er auf einem Feld in der Nähe des russischen Dorfes Smelowka.
Damit hatte Russland eine Art Wettrennen gewonnen. Denn das Land befand sich damals mit den USA im sogenannten Kalten Krieg. Es ging darum, welches Staatssystem besser ist: Der Westen war kapitalistisch, der Osten war kommunistisch. Beide versuchten sich gegenseitig zu übertrumpfen. Zum Beispiel damit, wer zuerst in den Weltraum fliegt. Dieses Rennen hatten die Russen gewonnen. Das Wettrennen zum Mond verloren sie aber. Dort landeten die Amerikaner als erstes.

In Russland sehen die Buchstaben ganz schön seltsam aus. Das liegt daran, dass in Russland eine andere Schrift verwendet wird. Dort schreibt man kyrillisch. Benannt ist die Schrift nach einem Kirchenmann. Er hieß Kyrill von Saloniki. Er stammte aus dem Land Griechenland und lebte vor mehr als 1000 Jahren.

Von seinem Kaiser wurde Kyrill in das Fürstenreich Mähren geschickt. Dort lebte ein Herrscher namens Rastislav. Er hatte den Kaiser gebeten, ihm einige Kirchenmänner zu schicken. Denn er wollte, dass sein Volk das Christentum kennenlernt – und Kyrill sollte es ihnen näher bringen. In dem Land wurde die Sprache Slawisch gesprochen. Das Problem war: Zu dieser Sprache gab es damals noch keine richtige Schrift. Deshalb erfand Kyrill einfach eine neue. Er hat sich zum Teil Zeichen ausgedacht, mit vielen, kleinen Schlaufen und Kringeln. Daraus entstand die kyrillische Schrift.

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