Ach so - Na klar!

Was ein Torwart können muss

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Elf Spieler gehören beim Fußball zu einer Mannschaft. Sie rennen aber nicht einfach alle dem Ball hinterher. Jeder hat seine besondere Aufgabe im Spiel. In unserer Serie stellen wir dir die unterschiedlichen Positionen vor. Heute: der Torwart.

BESONDERHEIT: Der Torwart hat in der Mannschaft eine Sonderrolle: Er ist der einzige, der den Ball auf dem Spielfeld mit der Hand berühren darf – zumindest in seinem Strafraum. Damit der Schiedsrichter klar erkennt, wer der Torwart einer Mannschaft ist, trägt er auch ein anderes Trikot als die Feldspieler.
 
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AUFGABEN: Der Torwart hat viele Aufgaben. Er soll nicht nur Schüsse abwehren, die direkt auf sein Tor kommen. Auch wenn der Ball hoch durch den Strafraum fliegt, versucht der Torwart oft den Ball aus der Luft zu holen, etwa bei einer Ecke oder einer Flanke. Seit einiger Zeit nehmen die Torhüter auch immer mehr am Spiel teil. Mit ihren Pässen und Abwürfen leiten sie häufig schnelle Angriffe ihrer Mannschaft ein.

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ARBEITSPLATZ: Der Torwart steht zwischen den Pfosten, klar. Dort springt er hin und her, um Bälle zu halten. Nur auf der Linie zu stehen, reicht bei Profi-Torhütern aber nicht mehr aus. Manchmal stehen sie sogar weit vor ihrem eigenen Tor, um den Platz auf dem Spielfeld so eng wie möglich zu machen und Gegenangriffe schneller vereiteln zu können. In einer Situation muss der Torwart aber zwingend auf der Linie stehen: Wenn die gegnerische Mannschaft einen Elfmeter schießt.
 
VORBILDER: Deutschland ist für seine erfolgreichen Torhüter bekannt. Manche spielen sogar in anderen Ländern, zum Beispiel Marc-André ter Stegen in Spanien oder Kevin Trapp in Frankreich. Der beste deutsche Torhüter ist aber in der Bundesliga zu Hause: Manuel Neuer vom FC Bayern München. Er ist auch Torwart der deutschen Nationalmannschaft. Experten haben ihn schon mehrmals zum Welt-Torhüter, also dem besten Torwart der Welt, gewählt.


Es gibt übrigens eine Situation, in der der Torwart den Ball auch im eigenen Strafraum nicht in die Hand nehmen darf: Wenn einer seiner eigenen Spieler ihm den Ball absichtlich mit dem Fuß zuspielt. Man nennt das auch Rückpass. In so einem Fall darf er den Ball nicht mit der Hand berühren. Tut er es doch, ist das ein Foul. Dann bekommt die gegnerische Mannschaft einen indirekten Freistoß im Strafraum.
Der Torwart genießt einen besonderen Schutz. Wenn er den Ball bei sich hat und kontrolliert, darf er von einem Gegenspieler nicht angegriffen werden. Also wenn er ihn in einer oder beiden Händen hält, ihn an die Brust oder auf den Boden drückt, ihn prellt oder hochwirft. Damit die Torhüter das aber nicht ausnutzen und das Spiel verzögern, wenn es für ihre Mannschaft gerade gut läuft, gibt es eine Einschränkung: Der Torhüter darf den Ball nicht länger als sechs Sekunden bei sich behalten.
Normalerweise bleibt der Torwart in seinem Strafraum. Doch manchmal kommen Torhüter auch mit nach vorne in den gegnerischen Strafraum. Das machen sie etwa kurz vor Ende des Spiels, wenn ihre Mannschaft unbedingt noch ein Tor erzielen will. In seltenen Fällen gelang es einem Torwart dann sogar, tatsächlich ein Tor zu erzielen. Zum Beispiel dem früheren Schlussmann Jens Lehmann im Jahr 1997. Sein Team Schalke 04 lag mit 1:2 gegen Borussia Dortmund zurück. Kurz vor Schluss gab es noch eine Ecke für Schalke. Jens Lehmann kam mit nach vorne – und er köpfte tatsächlich das Tor zum 2:2-Endstand!

Was der Torwart trainieren muss

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