Google Pixel Frauen-Bundesliga

Zweiter Saisonsieg: Nürnberg verlässt Abstiegsplatz

07.11.2026
Big Points im Abstiegskampf: Nürnberg jubelt in Freiburg Foto: imago

Nach dem ersten Saisonsieg in der Google Pixel Frauen-Bundesliga legte der 1. FC Nürnberg am 9. Spieltag einen weiteren Dreier im Kampf um den Klassenverbleib nach. Das Team von Trainer Omar Adlani setzte sich beim SC Freiburg 4:0 (2:0) durch und verließ zumindest vorerst einen Abstiegsplatz. Für die Breisgauerinnen war es die dritte Niederlage nacheinander in einem Punktspiel.

Vor 2236 Zuschauer*innen im Freiburger Dreisamstadion brachte Louna Lapassouse (2.) die Nürnbergerinnen bereits früh auf Kurs. Fany Proniez (44.) baute den Vorsprung kurz vor der Halbzeitpause aus. Auch im zweiten Durchgang war der 1. FC Nürnberg dank der Tore von Emöke Papai (50., Handelfmeter) und der Ex-Freiburgerin Sanja Hohmann (90.+3) in der Anfangsphase und kurz vor dem Ende erfolgreich.

Jeweils eine Umstellung

Marco Konrad, Trainer des SC Freiburg, veränderte seine Startelf gegenüber dem Achtelfinale im DFB-Pokal gegen den Zweitligisten FC Carl Zeiss Jena (4:0) auf lediglich einer Position - und das gezwungenermaßen. Julia Stierli fehlte rotgesperrt, für sie rückte Sabah Seghir ins Team.

Keine Option waren bei den Freiburgerinnen weiterhin Laura Benkarth, Ingibjörg Sigurðardóttir, Meret Felde (alle Baby- oder Schwangerschaftspause), Zoe Schick (Kreuzbandriss), Tessa Blumenberg (Reha), Nia Szenk (Adduktorenprobleme) sowie Jana Vojteková (muskuläre Beschwerden). Johanna Hebben und Emma Memminger gehörten nach Verletzungspausen erstmals wieder zum Bundesligakader.

Auch der 1. FC Nürnberg legte nach dem Achtelfinale gegen Eintracht Frankfurt (2:4 im Elfmeterschießen) mit lediglich einer Umstellung los. Die ehemalige Freiburgerin Rebecca Adamczyk musste wieder der in der Meisterschaft gesetzten Torhüterin Lourdes Romero den Vortritt lassen. Sanja Homann (Startelf) und Jonna Brengel (Bank) trafen ebenfalls auf ihren Ex-Klub.

FCN-Cheftrainer Omar Adlani musste weiterhin auf die Langzeitverletzten Marlene Lindner und Amélie Thöle verzichten. Keira Bednorz fehlte aufgrund von Rückenbeschwerden. Jacqueline Baumgärtel wurde in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining teilintegriert. Für einen Platz im Aufgebot reichte es aber noch nicht.

Lapassouse nutzt Fehler

Die Nürnbergerinnen übernahmen von Beginn an die Initiative und wurden dafür mit der frühen Führung belohnt. Louna Lapassouse fing einen Pass von Freiburgs Torhüterin Lorena Barth ab und verwandelte ins rechte untere Eck zum 0:1 (2.). Auch nach dem Führungstreffer setzte der FCN die Gastgeberinnen früh unter Druck. Ein weiterer Schuss von Louna Lapassouse wurde geblockt. Wenige Sekunden später kam Kapitänin Nastassja Lein nach einer scharfen Hereingabe von Laura Miller nicht mehr entscheidend an den Ball.

Der SC Freiburg wurde erstmals nach einem Freistoß gefährlich. Die Hereingabe von Nicole Ojukwu landete bei Lisa Karl. Den Versuch der Spielführerin konnte Nürnbergs Torhüterin Lourdes Romero zur Seite abwehren. Das Team mit den besseren Gelegenheiten blieb der FCN. Nach einem Konter tauchte Fany Proniez alleine vor Freiburgs Torhüterin Lorena Barth auf, zielte aber nicht genau genug.

Anschließend war das Tempo der Partie nicht mehr ganz so hoch. Mit der Zeit fand der SC Freiburg besser ins Spiel. Eine Flanke von Carina Brunold auf Selina Vobian konnte Nürnbergs Marie Bleil im letzten Moment klären. Stattdessen traf kurz vor der Pause erneut der 1. FC Nürnberg. Louna Lapassouse eroberte am gegnerischen Strafraum gegen Nicole Ojukwu den Ball. Die Schützin des ersten Tores legte für Fany Proniez quer, die auf 0:2 (44.) stellte. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause.

Homann trifft kurz vor Schluss

In der Anfangsphase des zweiten Durchgangs musste der SC Freiburg den nächsten Rückschlag hinnehmen. Ilayda Acikgöz sprang der Ball im eigenen Strafraum an die Hand. Emöke Papai nutzte den fälligen Handelfmeter zum 0:3 (50.). Die Freiburgerinnen waren um eine schnelle Antwort bemüht. Luca Birkholz setzte ihren Kopfball nach einer Flanke von der rechten Seite ein wenig zu hoch an.

Freiburgs Trainer Marco Konrad reagierte mit einem Dreifachwechsel. Emma Memminger, Amira Arfaoui und Alena Bienz kamen für Lisa Kolb, Selina Vobian und Nicole Ojukwu in die Partie. Die Breisgauerinnen erhöhten in der Folgezeit auch den Druck. Luca Birkholz wurde in aussichtsreicher Position noch geblockt. Die Nürnbergerinnen bekamen nun aber auch mehr Räume für schnelle Gegenstöße. Bei einem Flachschuss von Lara Meroni war Freiburgs Torhüterin Lorena Barth zur Stelle. Auch nach einem weiteren Konter über Nastassja Lein konnte sich die 19-Jährige auszeichnen.

In dieser Phase gehörten die besseren Möglichkeiten weiterhin dem 1. FC Nürnberg. Auch Marie Bleil scheiterte an Lorena Barth. In den Schlussminuten näherte sich wieder der SC Freiburg einem Treffer. Die eingewechselte Weena Simmen zielte bei ihrem Schuss aufs lange Eck knapp vorbei. Den Abschluss von Lisa Karl konnte FCN-Torhüterin Lourdes Romero im letzten Moment über die Latte lenken. Auch Carina Brunold verpasste mit einem Schuss auf das lange Eck einen Freiburger Treffer nur knapp. Stattdessen traf Sanja Hohmann nach einem Konter in der Nachspielzeit zum 0:4-Endstand (90.+3).

Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga

Autor: mspw