Google Pixel Frauen-Bundesliga

Zwei späte Tore: Bayern bezwingt Bremen

06.11.2026
Späte Treffer zum Sieg: Der FC Bayern wahrt seinen Nimbus in der Liga Foto: DFB/dpa Picture-Alliance

Der FC Bayern München geht in der Google Pixel Frauen-Bundesliga mit einer makellosen Bilanz in das bevorstehende Spitzenspiel beim ärgsten Verfolger VfL Wolfsburg (Samstag, 14. November, ab 17.55 Uhr, live bei MagentaSport, DAZN und in der ARD). Das 3:1 (1:0) gegen den SV Werder Bremen am 9. Spieltag bedeutete für das Team von FCB-Trainer José Barcala auch den neunten Sieg.

Vor 2500 Zuschauer*innen am FC Bayern Campus - darunter Frauen-Bundestrainer Christian Wück - brachte Edna Imade (22.) die Münchnerinnen in Führung. Kurz nach der Pause gelang Elena Dhont (50.) für den engagiert auftretenden SV Werder Bremen der zwischenzeitliche Ausgleich. In der Schlussphase machten aber Nationalspielerin Linda Dallmann (84.) und die eingewechselte Jovana Damnjanovic (88.) den 19. Erfolg des FCB im 19. Bundesliga-Duell mit den Bremerinnen perfekt.

Durch den erneuten Dreier ist der FC Bayern inzwischen schon seit 51 Ligapartien in Folge ungeschlagen. Damit bauten die Münchnerinnen ihren eigenen Rekord weiter aus. Zuletzt gingen die zweimaligen Doublesiegerinnen am 12. Oktober 2024 (0:2 beim VfL Wolfsburg) leer aus, sind also seit mehr als zwei Jahren in nationalen Wettbewerben unbesiegt. Vor dem nun anstehenden Duell bei den Wölfinnen beträgt der Vorsprung drei Punkte.

Kapitänin Ulbrich: "Sehr stolz"

"Es bedarf auch immer ein wenig Spielglück, um gegen den FC Bayern etwas Zählbares mitzunehmen oder die Partie hintenraus sogar für uns zu entscheiden", sagte Bremens Kapitänin Michelle Ulbrich, die während ihrer Karriere auch selbst schon für die Münchnerinnen am Ball war, im Interview. "Ich bin sehr stolz auf das Team, dass wir das Spiel so lange offen halten konnten. Der FC Bayern hat natürlich auch eine enorme Qualität, die von der Bank noch gebracht werden kann."

Bayern Münchens U 23-Nationalspielerin Sarah Mattner erklärte: "Es war ein hartes Stück Arbeit, aber die drei Punkte gehen an uns und das macht uns glücklich. Jeder Sieg gibt weiteres Selbstvertrauen für die nächste Aufgabe."

Bremens Trainerin Friederike Kromp meinte: "Die Niederlage fühlt sich sehr bitter an, weil wir nah dran waren zu punkten. Wir konnten Bayern dazu zwingen, Qualität von der Bank nachlegen zu müssen. Schon in der ersten Halbzeit hatten wir gute Situationen, aus denen wir mit etwas Glück schon da ein Tor erzielen können. Unser Team hat eine hohe Energie auf den Platz gebracht und das Spiel lange offen gehalten."

Van Eijk für Mahmutovic

Bayern-Cheftrainer José Barcala veränderte seine Startelf im Vergleich zum 1:0 im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen Bayer 04 Leverkusen auf fünf Positionen. Regina van Eijk ersetzte die nach ihrer Roten Karte gegen RB Leipzig (5:1) in der Meisterschaft gesperrte Nationaltorhüterin Ena Mahmutovic. Außerdem rückten Vanessa Gilles, U 19-Nationalspielerin Kassandra Potsi, Katharina Naschenweng und Edna Imade für Magdalena Eriksson, Momoko Tanikawa, Franziska Kett und Sophie Proost (krank) ins Team.

Lena Oberdorf (Reaktion im Kniegelenk), Kapitänin Glódís Perla Viggósdóttir (Kniebeschwerden) und Klara Bühl (Belastungssteuerung) waren bei den Münchnerinnen keine Optionen. DFB-Kapitänin Giulia Gwinn kehrte nach ihrem Außenbandriss in den Kader zurück. Gleiches galt für Sarah Zadrazil, die zuletzt muskuläre Probleme hatte.

Der SV Werder Bremen legte gegenüber dem DFB-Pokal-Spiel beim 1. FSV Mainz 05 (2:0 nach Verlängerung) mit zwei Wechseln in der Startelf los. Lilli Purtscheller und Tuana Mahmoud standen von Beginn an auf dem Feld. Dafür nahmen Mei Shimada und Isabella Jaron zunächst auf der Bank Platz. Auf Caroline Siems, Lena Petermann (beide Aufbautraining), Chiara D'Angelo (Fußverletzung), Torhüterin Mariella El Sherif (Handverletzung) und Julia Magerl (Knieverletzung) musste Trainerin Friederike Kromp verzichten.

Imade köpft zur Führung ein

Der FC Bayern München wäre fast schon in den ersten Sekunden in Führung gegangen. Nach einem Einwurf bediente Linda Dallmann mit einem Steilpass Sarah Mattner. Die U 23-Auswahlspielerin zielte aber knapp am langen Pfosten vorbei. Das sollte allerdings für einige Zeit die zunächst einzige gefährliche Torchance der Gastgeberinnen sein. Der SV Werder Bremen störte die Münchnerinnen immer wieder mutig im Spielaufbau und ließ so nur wenige Möglichkeiten zu.

Bis zur ersten guten Gelegenheit der Bremerinnen dauerte es allerdings auch einige Minuten. Nach einer scharfen Hereingabe von Tuana Mahmoud kam Juliane Wirtz zum Abschluss. Ihren zentralen Schuss konnte FCB-Torhüterin Regina van Eijk aber sicher festhalten. Stattdessen trafen die Münchnerinnen mit der nächsten guten Chance. Linda Dallmann verlagerte das Spiel auf die rechte Seite zu Sarah Mattner. Ihre Flanke köpfte die großgewachsene Angreiferin Edna Imade unhaltbar für Werder-Torhüterin Vanessa Fischer zum 1:0 (21.) ein.

Mit dem Vorsprung im Rücken hatten die Münchnerinnen das Spiel mehr unter Kontrolle. Bremens Torhüterin Fischer musste einen langen Ball auf Pernille Harder abfangen. Kurz vor der Pause kam der SV Werder zur bis dahin besten Möglichkeit auf den Ausgleich. Eine flache Hereingabe von der rechten Seite legte Elena Dhont für Lilli Purtscheller ab. Ihren Schuss konnte Sarah Mattner vor der Linie klären. Auf der Gegenseite verhinderte Michelle Weiß, dass Pernille Harder nach einer Flanke an den Ball kommt. Es blieb zur Pause beim 1:0 für den FC Bayern.

Gwinn gibt ihr Comeback

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs waren zunächst die Gastgeberinnen in der Offensive. Nach einer Flanke von Pernille Harder versprang Kassandra Potsi in aussichtsreicher Position bei der Annahme der Ball, so dass die Bremerinnen klären konnten. Wenige Augenblicke später kam der weiterhin engagiert auftretende SV Werder zum Ausgleich. Die Bremerinnen kombinierten sich auf der rechten Seite durch. Die flache Hereingabe von Lilli Purtscheller drückte Elena Dhont im Fallen zum 1:1 (50.) über die Linie.

Die Münchnerinnen suchten schnell wieder den Weg nach vorne. Nach Vorarbeit von Linda Dallmann konnte Bremens Kapitänin Michelle Ulbrich den Schuss von Alara Sehitler im letzten Moment blocken. Nach etwas mehr als einer Stunde nahmen beide Teams ihre ersten Wechsel vor. So kam beim SV Werder unter anderem die aus München ausgeliehene Marie Gmeineder für Luna Vanzeir ins Spiel. Auf der Gegenseite gab Giulia Gwinn ihr Comeback nach einer Verletzungspause.

Der Druck des FC Bayern nahm anschließend zu. Die kurz zuvor eingewechselte Marie Gmeineder rettete im letzten Moment mit einer Grätsche gegen Linda Dallmann. Stine Ballisager köpfte nach einer Flanke der ebenfalls ins Spiel gekommenen Jovana Damnjanovic ans Außennetz. In der Schlussphase hatten die Münchnerinnen dann aber doch Grund zum Jubeln. Eine Flanke von Pernille Harder konnten die Bremerinnen nicht entscheidend klären. Beim Schuss von Kassandra Potsi war Werder-Torhüterin Vanessa Fischer noch zur Stelle. Den Abpraller verwertete dann aber Linda Dallmann zur 2:1-Führung (84.).

Und der FC Bayern legte bis zum Schlusspfiff noch einmal nach: Nach einem Ballgewinn schalteten die Münchnerinnen schnell um. Die ebenfalls eingewechselte Momoko Tanikawa bediente Jovana Damnjanovic, die zum 3:1 (87.) abschloss. Auch die letzten guten Torchancen der Partie gehörten den Doublesiegerinnen. Eine Freistoßflanke von Momoko Tanikawa köpfte Pernille Harder am Tor vorbei. Auch nach einem Steilpass auf Giulia Gwinn fehlte nicht viel.

Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga

Autor: mspw