Google Pixel Frauen-Bundesliga
Torreicher 4:3-Sieg: Bremen zu Hause unbesiegt

Der SV Werder Bremen bleibt in der Google Pixel Frauen-Bundesliga vor eigenem Publikum weiter unbesiegt. Das Team von Trainerin Friederike Kromp gewann am 8. Spieltag 4:3 (3:0) gegen den SC Freiburg. Mit jetzt 13 Punkten auf dem Konto und einer Nachholpartie in der Hinterhand mischt der SV Werder weiter im oberen Tabellendrittel mit. Von Rang drei (Eintracht Frankfurt) trennen die Hanseatinnen vier Zähler.
Vor 1.500 Zuschauer*innen leiteten Lilli Purtscheller (12.), Sarah Gutmann (30.) und Isabella Jaron (35.) den vierten Saisonsieg bereits vor der Pause ein. Isabella. Der zur Halbzeit eingewechselten Selina Vobian (51.) gelang nur wenig später der Anschlusstreffer.
Mit ihrem zweiten Tor stellte Sarah Gutmann (85.) zwar den alten Drei-Tore-Vorsprung kurzzeitig wieder her, doch in der Schlussminuten wurde es noch einmal spannend. Erneut Selina Vobian (90.) sowie die ebenfalls erst später ins Spiel gekommene Sabah Seghir (90.+3) brachten Freiburg bis auf ein Tor heran. Am Ende brachten die Bremerinnen den knappen Vorsprung jedoch über die Zeit.
Konrad: "Gegner stark gemacht"
"Im Training waren die Standardsituationen noch eine Katastrophe. Umso glücklicher bin ich, dass es nun im Spiel geklappt hat", sagte Doppeltorschützin Sarah Gutmann. "Wir haben die erste Halbzeit komplett dominiert, waren im zweiten Spielabschnitt aber nicht mehr so griffig. Das hätte durchaus noch in die Hose gehen können."
Werder-Trainerin "Fritzy" Kromp meinte: "Ich habe von Beginn an sehr viel Energie und Spielfreude bei meiner Mannschaft gespürt. Vor dem Anpfiff war die Anspannung aufgrund unseren längeren Pause sehr groß. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir dann aber eine sehr gute Leistung geboten. Nach der Pause wurde es noch einmal unnötig spannend. Unter dem Strich nehmen wir aber sehr viel Positives mit."
Freiburgs Trainer Marco Konrad erklärte: "Wir sind sehr schlecht in die Partie gestartet, haben den Gegner unnötig stark gemacht. Einem 0:3-Rückstand hinterherzulaufen, war extrem schwierig. Die Mannschaft ist jedoch stark zurückgekommen. Trotz der personell angespannten Lage haben wir ein gutes Spiel gemacht. Unter dem Strich war es aber eine verdiente Niederlage."
Personallage entspannt sich
Nachdem eine Woche zuvor die Partie vom 7. Spieltag gegen die TSG Hoffenheim noch wegen einer Krankheitswelle im Bremer Kader abgesagt worden war, hatte sich die Lage vor dem Duell mit den Breisgauerinnen deutlich entspannt. Dennoch musste "Fritzy" Kromp noch auf einige Spielerinnen verzichten.
Neben Caroline Siems und Lena Petermann (beide im Aufbautraining) stand auch weiterhin Außenverteidigerin Chiara D'Angelo (Fußverletzung) nicht zur Verfügung. Außerdem fehlten Stammtorhüterin Mariella El Sherif (Handverletzung) sowie Julia Magerl (Knieverletzung) und Sarah Ernst (Infekt). Im Vergleich zum zurückliegenden Ligaspiel gegen Bayer 04 Leverkusen (2:3) vor der Länderspielpause nahm Trainerin Kromp zwei Umstellungen vor, beorderte Lilli Purtscheller für Elena Dhont und Medina Desic für Mei Shimada in die Anfangsformation.
Rückkehr für Amira Arfaoui
Marco Konrad, Trainer beim SC Freiburg, veränderte sein Team gegenüber dem 0:3 gegen RB Leipzig auf drei Positionen. Nach der Roten Karte von Julia Stierli rückte Innenverteidigerin Mia-Lena Maas in die Startelf. Innenverteidiger Alina Axtmann (Fußprobleme) fehlte im Aufgebot. Mittelfeldspielerin Selina Vobian blieb zunächst auf der Bank. Die beiden weiteren freien Plätze nahmen Luca Birkholz und Amira Arfaoui ein. Für die 27 Jahre alte Schweizerin war es eine Rückkehr an ihre frühere Wirkungsstätte.
Weiterhin nicht zur Verfügung standen den Breisgauerinnen Torhüterin Laura Benkarth, Ingibjörg Sigurðardóttir, Meret Felde (alle Schwangerschafts- bzw. Babypause), Zoe Schick (Kreuzbandriss), Tessa Blumenberg (Reha), Nia Szenk (Adduktorenprobleme), Jana Vojteková (muskuläre Beschwerden) und Emma Memminger (Weichteilverletzung am Oberschenkel). Johanna Hebben nimmt mit der deutschen U 17-Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft in Marokko teil.
Jaron an zwei Toren beteiligt
Nach drei Wochen ohne Pflichtspiel drängten die Bremerinnen von Beginn an auf die Führung. So bot sich für Luna Vanzeir bereits nach zwei Minuten eine Großchance, doch die Offensivspielerin schoss den Ball aus halblinker Position neben das Tor. Die Partie entwickelte weiterhin nur in Richtung Freiburger Tor. Den Bremerinnen merkte man die lange Spielpause überhaupt nicht an.
Medina Desic bediente im Strafraum Lilli Purtscheller, die bei ihrem ersten Saisontreffer den Ball aus halbrechter Position flach in das lange Eck zum 1:0 (12.) versenkte. Nach knapp 20 Minuten kamen auch die Freiburgerinnen zu ihrer ersten Möglichkeit. Nach einem langen Ball von Nicole Ojukwu lief Alena Bienz alleine auf das Bremer Tor zu, lupfte den Ball aber genau in die Arme von Werder-Torhüterin Vanessa Fischer.
Die Bremerinnen erhöhten daraufhin den Druck. Nach einem Freistoß von Isabella Jaron, deren Schuss an die Latte prallte, staubte Sarah Gutmann zum 2:0 (30.) ab und durfte sich ebenso wie zuvor ihre österreichische Landsfrau Lilli Purtscheller über ihren ersten Treffer im Werder-Trikot freuen. Im Anschluss krönte Isabella Jaron ihre starke Leistung mit dem 3:0 (35.). Sie umkurvte im Freiburger Strafraum mehrere Gegenspielerinnen und schloss humorlos ins kurze Eck zur 3:0-Halbzeitführung ab.
Doppelpack auch von Vobian
Der zweite Spielabschnitt begann genauso wie die erste Hälfte. Bremens Mittelfeldspielerin Jenny Hipp kam halbrechts aus der Distanz zum Abschluss, doch ihr Ball flog über das Tor. Kurze Zeit später meldete sich aber auch der SC Freiburg wieder im Spiel an . Die zur Halbzeit für Amira Arfaoui eingewechselte Selina Vobian markierte nach einer Flanke von Carina Brunold per Kopfball den 3:1-Anschlusstreffer (51.).
Das Tor gab den Freiburgerinnen zunächst Rückenwind, der SV Werder wirkte ein wenig unsortiert, musste sich erst sammeln. Nach knapp einer Stunde bot sich den Zuschauer*innen auf Platz 11 des Bremer Weserstadions aber wieder das gewohnte Bild. Die Spielerinnen in Grün-Weiß übernahmen wieder die Spielkontrolle.
In der Schlussphase verhinderte Freiburgs Torhüterin Anna Reimann gegen die eingewechselte Mei Shimada mit einer Glanzparade einen höheren Rückstand. Beim zweiten Treffer von Sarah Gutmann, die nach einer Ecke zum 4:1 (85.) einköpfte, hatte Anna Reimann jedoch keine Chance.
Als damit alles entschieden schien, machte es der Sport-Club noch einmal spannend. Erneut Selina Vobian mit einem satten Schuss in den Winkel (90.) und die ebenfalls eingewechselte Sabah Seghir mit einem Kopfballtor (90.+3) verkürzten für die Gästinnen. Zum Ausgleich reichte es aber nicht mehr
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw
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