Google Pixel Frauen-Bundesliga

Remis gegen Hoffenheim: Union setzt Serie fort

08.11.2026
1:1 an der alten Försterei: Union und Hoffenheim trennen sich unentschieden Foto: IMAGO

Der 1. FC Union Berlin setzte seine Positivserie in der Google Pixel Frauen-Bundesliga auch am 9. Spieltag fort. Das Team von Trainerin Marie-Louise Eta blieb bereits zum fünften Mal in Folge ungeschlagen, musste sich allerdings im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim mit einem 1:1 (1:1) begnügen und verpasste den möglichen Sprung auf Platz sechs.

Vor 6161 Zuschauer*innen im Stadion An der Alten Försterei brachte Linda Natter (11.) zunächst die Gästinnen aus dem Kraichgau in Führung. Lina Hausicke (43.) glich kurz vor der Pause für Union aus. Insgesamt lieferten sich die beiden Teams eine sehr intensive und weitgehend ausgeglichene Partie, allerdings mit einem Chancenplus für die TSG.

Dick zurück im TSG-Tor

Union-Trainerin Marie-Louise Eta sah nach dem erstmaligen Einzug in das Viertelfinale des DFB-Pokals (4:3 nach Verlängerung beim Hamburger SV) keinen Grund für Umstellungen und setzte auf eine unveränderte Anfangsformation. Damit starteten Außenverteidigerin Jill Janssens und Angreiferin Naika Reissner gegen ihren früheren Verein, während Judith Steinert als dritte Ex-Hoffenheimerin im Kader der Berlinerinnen zunächst auf der Bank Platz nahm. Weiterhin verzichten musste Eta auf die Dienste von Anna Aehling, Hannah Eurlings, Korina Janež und Nelly Smolarczyk.

Bei der TSG Hoffenheim rückten gegenüber dem bitteren Pokalaus (0:8 beim VfL Wolfsburg) zwei neue Spielerinnen ins Team. Stammtorhüterin Laura Dick kehrte für Lisa Nathalie Lichtfus zwischen die Pfosten zurück. Außerdem erhielt Laura Gloning diesmal wieder den Vorzug vor Svenja Vöhringer. Erneut passen mussten bei den Kraichgauerinnen Mittelfeldspielerin Laia Martret (Belastungssteuerung). Dagegen stand Franziska Harsch nach langer krankheitsbedingter Pause erstmals wieder im Spieltagkader.

Erster Treffer für Natter

Die Unionerinnen erwischten in einer insgesamt sehr wechselhaften und unterhaltsamen ersten Halbzeit den besseren Start. Schon in der Anfangsphase kamen Nele Bauereisen, die das Tor nur knapp verfehlte, und Lia Kamber, die nach Vorarbeit von Lisanne Gräwe an TSG-Torfrau Laura Dick scheiterte, zu hochkarätigen Tormöglichkeiten.

In Führung gingen allerdings die Gäste. Nach einem Zuspiel der gebürtigen Berlinerin Marie Steiner zog Linda Natter aus gut 20 Metern ab und ließ Union-Torhüterin Nadine Böhe mit ihrem platzierten Schuss zum 0:1 (11.) keine Abwehrmöglichkeit. Für die Österreicherin war es das erste Saisontor. In der Folgezeit hatten die Gästinnen mehrere Gelegenheiten, um den Vorsprung auszubauen. Mittelstürmerin Svenja Fölmli ließ zwei Großchancen liegen, ein Abschluss von Janna Grimm wurde zur Ecke abgefälscht und Chiara Hahn schloss aus aussichtsreicher Position zu zentral ab, um Union-Torhüterin Nadine Böhi ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.

Ab der Mitte des ersten Durchgangs kam Union Berlin wieder etwas besser in die Partie, die größeren Möglichkeiten lagen aber durch Linda Natter und Chiara Hahn weiterhin bei der TSG. Kurz vor der Pause fiel jedoch der etwas glückliche Ausgleich. Nach einem kurz ausgeführten Eckball flankte Abwehrspielerin Judit Pujols von der linken Seite und Lina Hausicke platzierte den folgenden Kopfball per Aufsetzer zum 1:1 (43.) genau neben den Pfosten ins Netz. Für Hausicke war es der dritte Treffer im Union-Trikot, für Pujols auch schon die dritte Torvorlage.

Kamber verpasst Führung

Auch nach der Pause waren zunächst die Gastgeberinnen am Zug. Nach einem guten Zusammenspiel zwischen Nele Bauereisen und Lisanne Gräwe auf dem rechten Flügel nahm Lia Kamber den Ball nach der folgenden Hereingabe volley aus der Luft und zielte nur ganz knapp am langen Eck vorbei.

Nach einer Stunde wurde es auch auf der anderen Seite erstmals wieder gefährlich. Linda Natter ließ Samantha Steuerwald elegant aussteigen, ihren Schuss blockte dann allerdings die zur Pause für Judit Pujols eingewechselte Jella Veit ab. Nur wenig später nutzte Svenja Fölmli eine Unordnung in der Defensive der Berlinerinnen zu einem Flachschuss aus der Drehung, der jedoch von ihrer Schweizer Landsfrau Nadine Böhi sicher pariert wurde.

In der Schlussphase verflachte das Spiel ein wenig. In erster Linie sorgten nur noch Distanzschüsse und Standardsituationen für Gefahr. Die TSG Hoffenheim war dem Sieg am Ende ein wenig näher, konnte aus der Überlegenheit aber kein Kapital mehr schlagen.

Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga

Autor: mspw