Google Pixel Frauen-Bundesliga
Proniez lässt Nürnberg über ersten Dreier jubeln
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Im achten Anlauf hat es geklappt. Nach zuvor zwei Unentschieden und fünf Niederlagen landete der 1. FC Nürnberg seinen ersten Saisonsieg in der Google Pixel Frauen-Bundesliga. Das Team von Trainer Omar Adlani setzte sich gegen Bayer 04 Leverkusen 2:0 (0:0) durch und stellte damit den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze her.
Entscheidenden Anteil an der Überraschung hatte Fany Proniez (62./86.), die nach der Pause jeweils nach Kontern für beide Treffer im Max-Morlock-Stadion verantwortlich war. Die Gäste aus dem Rheinland mussten nach drei Partien mit sieben von neun möglichen Punkten einen herben Dämpfer im Rennen um die Spitzenplätze hinnehmen. Der Abstand zum Tabellendritten Eintracht Frankfurt wuchs auf vier Punkte an.
"Das Ergebnis ist sehr enttäuschend", stellte Leverkusens Trainer Roberto Pätzold klar: "Wir haben wichtige Punkte liegengelassen und die Gelegenheit verpasst, den Anschluss nach oben zu halten. Einige Spielerinnen haben nicht ihre Bestleistung abgerufen. Nürnberg hat das mit sehr viel Leidenschaft und Körpereinsatz bestraft. Wir haben es dem Gegner zu einfach gemacht, in seine Umschaltsituationen zu kommen, weil wir viel zu fehleranfällig waren und uns schwergetan haben, die Kontrolle zu übernehmen."
Fudalla startet gegen Ex-Klub
Im Vergleich zur knappen Niederlage beim 1. FC Union Berlin stellte Nürnbergs Trainer Omar Adlani seine Startelf nur auf einer Position um. Für Jonna Brengel lief die spätere Doppeltorschützin Fany Proniez von Beginn an auf. Weiterhin verzichten musste der "Club" auf Amélie Thöle (Schulterverletzung), Jacqueline Baumgärtel (Aufbautraining) und Marlene Lindner (Meniskusverletzung).
Auch Bayer-Trainer Roberto Pätzold entschied sich für nur eine Veränderung in seiner Anfangsformation gegenüber dem 1:1 im Topspiel gegen Eintracht Frankfurt. Die gebürtige Nürnbergerin und frühere FCN-Nachwuchsspielerin Vanessa Fudalla rückte für Paulina Platner ins Team.
Wie schon gegen Frankfurt fehlten erneut Sofie Zdebel und Paulina Tomasiak wegen muskulärer Verletzungen. Dazu fallen auch Sana Coskun (Muskelsehnenverletzung), Melissa Friedrich (Aufbautraining) und Amy Wrigge (Kreuzbandriss) weiterhin aus. Auch bei der angeschlagenen Natasha Kowalski reichte es nicht für einen Einsatz.
Bender köpft knapp vorbei
Von Beginn an entwickelte sich eine intensive und ausgeglichene Partie, in der beide Mannschaften schon während der ersten Halbzeit zur Möglichkeiten kamen. Auf Leverkusener Seite wurde ein Abschluss von Estrella Merino Gonzalez in letzter Sekunde geblockt. Nach dem folgenden Eckball verfehlte Loreen Bender das Nürnberger Gehäuse per Kopfball nur knapp.
Aber auch die Nürnbergerinnen versteckten sich nicht, sondern suchten mutig den Weg nach vorne. Schon in der Anfangsphase legte Louna Lapassouse für Nastassja Lein quer, die FCN-Kapitänin zielte jedoch ein wenig zu hoch. Im Anschluss an einen Eckball schoss Emöke Papai von der Strafraumgrenze ein wenig zu zentral, so dass Bayer-Torfrau Rafaela Borggräfe mühelos parieren konnte. Kurz vor der Pause war die Leverkusener Torhüterin gegen Lara Meroni erneut auf dem Posten. Daher ging es torlos in die Kabinen.
FCN schaltet schnell um
Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Louna Lapassouse selbst die Nürnberger Führung auf dem Fuß, diesmal nach Vorarbeit von Nastassja Lein. Ihr Abschluss aus vielversprechender Position ging aber über das Tor. Nur wenig später verfehlte die aufgerückte Abwehrspielerin Alexsandra Lobanova nach einer Flanke von Sanja Homann das Leverkusener Tor per Kopfball nur knapp.
Die Führung für den 1. FC Nürnberg war daher verdient. Die Gastgeberinnen gewannen am eigenen Strafraum den Ball und schalteten sofort um. Mit einem mustergültigen Steilpass schickte Nastassja Lein ihre Teamkollegin Fany Proniez auf die Reise. Die 24 Jahre alte Französin traf mit einem Flachschuss zum 1:0 (62.) ins lange Eck. Der Ball prallte vom Innenpfosten ins Netz.
Gleich dreimal Aluminium
Nach dem Rückstand versuchten die Leverkusenerinnen, den Druck zu erhöhen, und kamen auch zu einigen Möglichkeiten. Gleich zweimal scheiterte U 23-Nationalspielerin Loreen Bander am Aluminium, traf je einmal Latte und Pfosten. Außerdem ging ein Versuch der eingewechselten Caroline Kehrer am Kasten vorbei. Aber auch die Nürnbergerinnen visierten durch die ebenfalls erst später ins Spiel gekommene Jonna Brengel die Oberkante der Latte an.
In der Schlussphase sorgte fast eine Kopie des ersten Tores für die Entscheidung. Nach einem Ballverlust von Estrella Merino Gonzalez, bediente diesmal Emöke Papai die davoneilende Fany Proniez, die vor dem Tor erneut die Nerven behielt und zum 2:0 (86.) traf. In der Nachspielzeit hätte die Matchwinnerin fast noch den Dreierpack geschnürt, scheiterte diesmal aber an der stark reagierenden Rafaela Borggräfe. Aber auch so hatte der 1. FC Nürnberg nach dem Abpfiff allen Grund zum Jubeln.
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw

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