Google Pixel Frauen-Bundesliga

Peddemors führt Wolfsburg zum Sieg in Frankfurt

06.11.2026
Sieg im Verfolgerduell: Wolfsburg jubelt in Frankfurt Foto: DFB/dpa Picture-Alliance

Vizemeister VfL Wolfsburg bleibt Tabellenführer und Titelverteidiger FC Bayern München in der Google Pixel Frauen-Bundesliga auf den Fersen. Das Team von VfL-Trainer Stephan Lerch kam zum Auftakt des 9. Spieltages im Topspiel bei Eintracht Frankfurt zu einem 3:1 (1:1)-Auswärtserfolg und hat durch den achten Dreier im neunten Saisonspiel eine Woche vor dem direkten Duell weiterhin drei Punkte Rückstand auf den Ligaprimus.

Vor 4102 Zuschauer*innen im Frankfurter Stadion am Brentanobad brachte Ella Peddemors (13.) die Gästinnen erstmals in Führung. Amanda Ilestedt (27.) glich noch vor der Pause für die Eintracht aus. Im zweiten Durchgang bereitete die niederländische Nationalspielerin Ella Peddemors zunächst das zweite Wolfsburger Tor durch Smilla Vallotto (50.) vor und war dann selbst auch noch zum Endstand (70.) erfolgreich. Es war ihr elfter Saisontreffer.

Am kommenden Samstag, 14. November (ab 17.55 Uhr, live bei MagentaSport, DAZN und in der ARD), haben die Wölfinnen Heimrecht gegen den FC Bayern. Mit einem Sieg in Volkswagen Arena könnten sie nach Punkten mit den Münchnerinnen gleichziehen.

Huth: "Viel Selbstvertrauen"

"Wir wussten, dass die Eintracht viel Qualität besitzt, haben uns das Leben in der ersten Halbzeit selbst einfach schwergemacht", sagte Wolfsburgs Kapitänin im Interview mit MagentaSport. "Nach der Pause waren wir jedoch deutlich dominanter und haben sehr variabel gespielt. Wir haben jetzt viel Selbstvertrauen getankt und freuen uns nach der Aufgabe im Europacup bei Feyenoord Rotterdam auf das Heimspiel gegen den FC Bayern. Die Volkswagen Arena war schon oft ein gutes Pflaster."

Matchwinnerin Ella Peddemors erklärte: "Im ersten Durchgang hatten wir nicht so viel Kontrolle, wie wir uns das wünschen. Nach der Pause haben wir es aber gut gemacht und im Mittelfeld viele zweite Bälle gewonnen. Ich freue mich, dass es so gut läuft und ich der Mannschaft helfen kann."

Eintracht-Trainer Niko Arnautis meinte: "Es war eine sehr intensive Partie. Vor allem in der ersten Halbzeit waren wir gut im Spiel, geraten aber durch Wolfsburgs erste Offensivaktion in Rückstand. Insgesamt war der VfL effektiver und hat es in der zweiten Hälfte gutgemacht. Wir waren im Passspiel oft zu hektisch, konnten so einige Angriffe nicht gut zu Ende spielen."

Lattwein fällt erkrankt aus

Im Vergleich zum knappen Erfolg im DFB-Pokal beim 1. FC Nürnberg (4:2 im Elfmeterschießen) gab es drei Veränderungen in der Frankfurter Anfangsformation. Im Tor stand Lina Altenburg anstelle von Sophia Winkler. Hayley Raso und Noemi Ivelj ersetzen außerdem Dilara Acikgöz und Rebecka Blomqvist.

Nur eine Umstellung gab es dagegen bei den Wolfsburgerinnen gegenüber dem fulminanten 8:0-Pokalsieg gegen die TSG Hoffenheim. Für Lena Lattwein, die krankheitsbedingt passen musste, startete Smilla Vallotto. Neben Lattwein war auch Lou Bogaert (muskuläre Probleme) noch nicht wieder einsatzfähig. Gleiches galt für die beiden Langzeitverletzten Giovanna Hoffmann und Weronika Arasniewicz.

Zahlreiche Wiedersehen

Auf beiden Seiten gab es zahlreiche Wiedersehen. So lief bei der Eintracht mit Offensivspielerin Ereleta Memeti eine frühere Wolfsburgerin von Beginn an auf. Mit Innenverteidigerin Sara Doorsoun, Rechtsverteidigerin Pia-Sophie Wolter und Angreiferin Rebecka Blomqvist nahmen aber drei weitere VfL-Spielerinnen auf der Bank Platz.

Beim VfL Wolfsburg gehörten Torhüterin Stina Johannes, Innenverteidigerin Camilla Küver, Spielführerin Svenja Huth und Angreiferin Lara Prasnikar an ihrer ehemaligen Wirkungsstätte zur Startelf. Abwehrspielerin Sophia Kleinherne hielt sich als Einwechselspielerin bereit. Torhüterin Ylvi Eisenbeiß, die erst vor dieser Saison von Eintracht Frankfurt nach Wolfsburg gewechselt war, gehörte dagegen nicht zum Aufgebot.

Ilestedt trifft per Kopfball

Die Eintracht kam zum ersten Abschluss der Partie, als Larissa Mühlhaus aus etwa 20 Metern abzog und das Wolfsburger Tor nur knapp verfehlte. Auf der Gegenseite hatte Frankfurts Torhüterin Lina Altenburg bei einem Versuch von Cora Zicai keine Mühe, den Ball sicher zu parieren.

Ein schneller Angriff über die rechte Seite sorgte dann für die Führung der Gästinnen. Nach einem langen Ball von Thea Bjelde passte VfL-Kapitänin Svenja Huth fast von der Torauslinie mustergültig zurück auf Ella Peddemors, die per Flachschuss zum 0:1 (13.) traf.

Auch wenn Lara Prasnikar kurz darauf noch einen Kopfball über das Eintracht-Tor setzte, ließen sich die Frankfurterinnen durch den Rückstand nicht aus der Bahn werfen, sondern schlugen schnell zurück. Nach einem starken Steilpass von Paulina Krumbiegel scheiterte die aufgerückte Innenverteidigerin Amanda Ilestedt noch an Wolfsburgs Torfrau Stina Johannes. Nur wenige Sekunden später köpfte die schwedische Nationalspielerin jedoch nach einem Eckball von Nina Lührßen zum 1:1 (27.) ein.

Bis zur Pause waren die Gastgeberinnen dem Führungstreffer wesentlich näher. Pech hatte vor allem Kapitänin Laura Freigang, die nach einem Doppelpass von Larissa Mühlhaus schon einschussbereit war, ehe der Ball versprang. Auch zwei weitere Eckbälle sorgten vor dem VfL-Kasten für Gefahr. Es blieb jedoch beim 1:1.

Wolfsburg kontert stark

Die Frankfurterinnen starteten erneut engagiert in den zweiten Durchgang, wurden dann aber klassisch ausgekontert. Über die Stationen Cora Zicai, Lara Prasnikar und Ella Peddemors wurde Smilla Vallotto freigespielt, die aus etwa sieben Metern wuchtig zum 1:2 (50.) ins kurze Eck traf.

Nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit reagierte Eintracht-Trainer Niko Arnautis mit einem Doppelwechsel auf den Rückstand. Mit Rebecka Blomqvist (für Hayley Raso) und Dilara Acikgöz (für Hanna Bennison) kamen zwei frische Offensivspielerinnen. Blomqvist tauchte auch gleich gefährlich im Strafraum auf, bekam die Kugel nach einem Zuspiel von Laura Freigang aber nicht unter Kontrolle. Stattdessen legten die Wölfinnen nach. Ella Peddemors verwandelte einen Freistoß aus rund 20 Metern direkt zum 1:3 (70.) ins rechte Eck. Für die Niederländerin war es bereits das elfte Saisontor.

In der Schlussphase war der VfL dem vierten Treffer näher als die Eintracht dem Anschluss. So verfehlte Camilla Küver nach einer Freistoßflanke von Ella Peddemors das Tor nur knapp. Deutlicher vorbei ging ein spektakulärer Seitfallzieher der eingewechselten Kessya Bussy.

Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga

Autor: mspw