Google Pixel Frauen-Bundesliga

Kölns Pauline Bremer krönt Jubiläum mit Dreierpack

17.10.2026
Glänzt mit drei Treffern: Kölns Angreiferin Pauline Bremer (Nr. 9) Foto: imago

Der 1. FC Köln setzt sich in der Google Pixel Frauen-Bundesliga im oberen Tabellenbereich fest. Das Team von Trainerin Britta Carlson kam am 7. Spieltag zu einem 3:1 (2:0)-Heimsieg gegen den Hamburger SV, für den Carlson früher als Spielerin von 2001 bis 2004 am Ball war. Die Rheinländerinnen haben nun zwölf Punkte auf dem Konto, der HSV bleibt nach der zweiten Niederlage in Folge mit fünf Zählern knapp über der Gefahrenzone der Liga.

Entscheidenden Anteil am vierten Kölner Saisonsieg vor 2282 Zuschauer*innen im Franz-Kremer-Stadion hatte Angreiferin Pauline Bremer (19./25./85.), die in ihrem 100. Bundesligaspiel einen Dreierpack schnürte. Obwohl HSV-Abwehrspielerin Magou Doucouré zu Beginn der Schlussphase wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte gesehen hatte (74.), gelang den Gästen durch Svea Stoldt (85.) in Unterzahl der zwischenzeitliche Anschlusstreffer. Die vierte Niederlage im vierten Auswärtsspiel konnte sie jedoch auch nicht verhindern.

Hendrich kehrt in Kader zurück

Im Vergleich zur 0:1-Heimniederlage gegen den SC Freiburg vor der Länderspielpause gab es beim FC zwei Veränderungen in der Anfangsformation. Für Dora Zeller und Sophie Nachtigall, die beide verletzungsbedingt fehlten, rückten Amelie Bohnen und Lydia Andrade neu ins Team. Eigentlich waren sogar drei Umstellungen geplant, doch Taylor Ziemer musste kurz vor dem Anpfiff passen. Dafür lief Kapitän Marina Hegering, die ebenfalls leicht angeschlagen war und sich deshalb zunächst auf der Bank bereithalten sollte, doch von Beginn an in der Kölner Abwehr auf.

Nationalspielerin Kathrin Hendrich gehörte erstmals nach ihrer Zwangspause wegen einer Fußverletzung wieder zum Kader. Auch Julia Schiffarth und Jil Schäfer standen wieder zur Verfügung. Alle drei kamen aber noch nicht zum Einsatz.

Beim HSV veränderte Trainer Rodolfo Cardoso seine Startelf gegenüber der knappen 1:2-Niederlage beim VfL Wolfsburg auf drei Positionen. Stammtorhüterin Kinga Szemik kehrte nach auskurierten muskulären Problemen für ihre Vertreterin Jule Baum zwischen die Pfosten zurück. Außerdem ersetzten Jonna Wrede und Melanie Brunnthaler die verletzte Leila Peneau (Beschwerden in der Bauchmuskulatur) und Nikola Karczewska (Bank). Erneut für längere Zeit pausieren muss U 19-Nationalspielerin Lotta Wrede, die sich nach ihrer Einwechslung in Wolfsburg eine Bänderverletzung im Sprunggelenk zuzog. Wegen der erheblichen Personalprobleme standen insgesamt nur 17 HSV-Spielerinnen im Aufgebot.

Schmitz verhindert Rückstand

In einer recht ausgeglichenen Anfangsphase hatten die Gäste aus der Hansestadt die große Chance, selbst in Führung zu gehen. Nach einem mustergültigen Steilpass von Paulina Bartz lief Camilla Linberg völlig alleine auf das Kölner Tor zu. Mit ihrem Abschluss scheiterte sie jedoch den FC-Torhüterin Lisa Schmitz.

Stattdessen stellten die Kölnerinnen mit zwei Toren innerhalb von nur sechs Minuten die Weichen auf Sieg. Zunächst bediente Laura Vogt mit einem starken Steckpass Pauline Bremer, die sich gegen HSV-Verteidigerin Svea Stoldt durchsetzte und mit einem Flachschuss ins lange Eck zum 1:0 (19.) traf. Die 21-malige Nationalspielerin nutzte nur wenig später auch ihr zweite Möglichkeit. Nach einem Zuspiel von Laura Feiersinger visierte Pauline Bremer mit einem Schlenzer aus 18 Metern den linken oberen Torwinkel an. Dort schlug die Kugel dann auch zum 2:0 (25.) ein, Torfrau Kinga Szemik war chancenlos.

Stoldt trifft in Unterzahl

Nach der Pause waren die Hanseatinnen bemüht, zurück ins Spiel zu finden. Wirklich gefährlich wurden sie zunächst aber nur selten. So versuchte es Camilla Linberg mit einem Freistoß aus fast 30 Metern, prüfte damit auch Lisa Schmitz, konnte die Kölner Torfrau aber nicht wirklich in Verlegenheit bringen.

Größer waren die Konterchancen der Gastgeberinnen. Nach einem klugen Rückpass von Beke Sterner von der Außenlinie schoss Laura Feiersinger aus vielversprechender Position deutlich über das Tor. Gegen die davoneilende Lydia Andrade klärte Magou Doucouré im eigenen Strafraum mit einer sehenswerten Grätsche in letzter Sekunde.

Wenige Minuten später war die Partie für die 25 Jahre alte Französin jedoch beendet. Nach einem Foul an FC-Kapitänin Marina Hegering sah die bereits während der ersten Halbzeit verwarnte Magou Doucouré die Gelb-Rote Karte (74.). Für ihre Teamkolleginnen schien das aber ein Weckruf zu sein. Nur zwei Minuten später markierte Abwehrspielerin Svea Stoldt mit einem abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze den 2:1-Anschlusstreffer (76.).

Zur Wende reichte es aber nicht mehr, weil Pauline Bremer mit ihrem dritten Treffer zum entscheidenden 3:1 (85.) den Endstand herstellte. Eigentlich wollte die Stürmerin von der linken Seite flanken. Weil jedoch die eingewechselte Weronika Zawistowska den Ball vor dem Tor knapp verpasste, trudelte die Kugel ins lange Eck.

Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga

Autor: mspw