Google Pixel Frauen-Bundesliga
Hoffenheim mit späten Toren zum dritten Sieg in Serie

Die TSG Hoffenheim befindet sich in der Google Pixel Frauen-Bundesliga weiterhin im Aufwärtstrend. Das Team von Trainerin Eva-Maria Virsinger kam am 8. Spieltag zu einem 3:1 (1:1)-Heimsieg gegen den Aufsteiger 1. FSV Mainz 05 und damit zum dritten Dreier nacheinander. Der Tabellenletzte aus Rheinhessen muss dagegen trotz guter Leistung weiter auf den ersten Punktgewinn warten.
Dabei waren die Mainzerinnen im Sinsheimer Dietmar-Hopp-Stadion durch den ersten Saisontreffer von Torjägerin Vital Kats (11.) in Führung gegangen. Janna Grimm (39.) glich mit einer der ersten TSG-Möglichkeiten noch vor der Pause zum 1:1 aus. Erst in der Schlussphase sorgten die eingewechselte Nadine Bitzer (84.) und erneut Janna Grimm (90.+3) für die Entscheidung.
Bitzer: "Als Flanke geplant"
"Es war nicht einfach für uns, vor allem in der ersten Halbzeit haben wir uns sehr schwergetan", sagte Doppeltorschützin Janna Grimm im Interview. "Umso größer ist jetzt die Erleichterung, dass wir die Partie für uns entscheiden konnten."
Nadine Bitzer erklärte: "Ich habe mich riesig gefreut, dass ich dem Team mit meinem Tor helfen konnte. Der Schuss war allerdings als Flanke geplant und ist mir abgerutscht, das muss ich zugeben. Unter dem Strich zählen aber nur die drei Punkte. Wir sind nicht gut in die Saison gestartet. Inzwischen läuft es immer besser."
Die Mainzer Angreiferin Nadine Anstatt meinte: "Das Ergebnis ist sehr bitter für uns und tut weh. Wir haben unser Herz auf dem Platz gelassen, uns auch gute Szenen in der Offensive erarbeitet, wurden aber nicht belohnt. Stattdessen geraten wir durch ein ganz krummes Ding auf die Verliererstraße. Unsere Leistung hat gestimmt, daran können wir wachsen."
Anstatt gibt Startelfdebüt
Nachdem am zurückliegenden Wochenende die angesetzte Auswärtspartie der Hoffenheimerinnen beim SV Werder Bremen wegen einer Krankheitswelle bei den Gastgeberinnen kurzfristig abgesetzt worden war, nahm TSG-Trainerin Eva-Maria Virsinger im Vergleich zur vorherigen Partie beim 1. FC Nürnberg (2:1) zwei Veränderungen in ihrer Anfangsformation vor. Für Chiara Hahn und Jonna van de Velde, die beide zunächst auf der Bank Platz nahmen, starteten Svenja Vöhringer und Linda Natter.
Wiëlle Douma gehörte erstmals nach ihrer Verletzungspause wieder zum Aufgebot. Für Franziska Harsch und Valesca Ampoorter, die ebenfalls wieder in das Mannschaftstraining eingestiegen sind, kam die Partie dagegen noch zu früh. Außerdem standen weiterhin die Langzeitverletzten Féli Delacauw, Naomi Luyet und Sara Ritter nicht zur Verfügung.
Bei den Gästinnen aus Mainz entschied sich Trainer Takashi Yamashita gegenüber dem 0:5 gegen den VfL Wolfsburg ebenfalls für zwei Umstellungen. Die Offensivspielerinnen Nadine Anstatt und Leonie Stöhr ersetzten Rio Takizawa und Mattson Strickler. Für die 31 Jahre alte Routinierin Nadine Anstatt war es das Startelfdebüt in der höchsten deutschen Spielklasse.
Erstes Saisontor für Kats
Die Mainzerinnen starteten sofort mutig in die Begegnung, setzten die TSG unter Druck. Schon nach wenigen Minuten kam Akari Kurishima an der Strafraumgrenze zum ersten gefährlichen Abschluss. Nach einer Ablage von Nadine Anstatt verfehlte sie den Kasten von Hoffenheims Torhüterin Laura Dick mit einem Linksschuss nur knapp.
Der Führungstreffer für Mainz 05 war der verdiente Lohn für eine starke Anfangsphase. Nach einem Fehlpass im Aufbauspiel der TSG zog Vital Kats aus fast 25 Metern ab und traf sehenswert zum 0:1 (11.). Die 26 Jahre alte Nationalspielerin von Israel, die in der abgelaufenen Saison mit 22 Treffern Torschützenkönigin der 2. Frauen-Bundesliga war, durfte sich über ihr erstes Bundesligator freuen.
Grimm gleicht für TSG aus
Die Gastgeberinnen hatten auch in der Folgezeit große Probleme, konstruktiv nach vorne zu spielen. Immer wieder wurden sie wirkungsvoll gestört. So kamen auch Maja Pageler und erneut Vital Kats in vielversprechende Abschlusspositionen, brachten den Ball aber jeweils nicht auf das Tor.
Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit kam die TSG zu ihrer ersten Möglichkeit. Nachdem FSV-Torfrau Marisa Schön den Ball nicht festhalten konnte, wurde der folgende Schuss von Marie Steiner in letzter Sekunde abgeblockt. Kurz darauf fiel jedoch der zu diesem Zeitpunkt glückliche Ausgleich. Nach einem tiefen Ball von Laia Martret hob Janna Grimm die Kugel elegant über Marisa Schön hinweg ins Netz zum 1:1 (39.). Danach war das Momentum plötzlich auf Hoffenheimer Seite und sorgte für klare Chancen durch einen Kopfball von Svenja Fölmli und einen Linksschuss von Lisann Kaut, die beide das Mainzer Tor nur knapp verfehlten.
Dick pariert stark gegen Stöhr
Zur Pause nahm TSG-Trainerin Eva-Maria Virsinger den ersten Wechsel vor, brachte Chiara Hahn für Lisann Kaut. Die Ex-Bremerin hatte auch gleich die erste gute Möglichkeit des zweiten Spielabschnitts, als sie nach einem Solo ihren Abschluss von der Strafraumgrenze ein wenig zu hoch ansetzte.
Insgesamt hatten die Hoffenheimerinnen jetzt mehr Spielkontrolle und auch ein leichtes Übergewicht. Die mit Abstand beste Chance erarbeiteten sich jedoch die Gästinnen. Nach einem mustergültigen Steilpass von Vital Kats lief Leonie Stöhr alleine auf das TSG-Tor zu, brachte den Ball aber nicht an der gut reagierenden Laura Dick vorbei. Auch einige Eckbälle der Mainzerinnen sorgten immer wieder für Gefahr. Auf der Gegenseite segelte ein Schlenzer von Laia Martret vom linken Strafraumeck am Mainzer Tor vorbei.
Schlussphase in Unterzahl
Am Ende standen die tapfer kämpfenden FSV-Spielerinnen erneut mit leeren Händen da. Eine wohl eher verunglückte Flanke der eingewechselten Nadine Bitzer von der rechten Seite senkte sich über Torhüterin Marisa Schön zum 2:1 (84.) ins Tor. Für die 20-Jährige war es der erste Treffer in der Google Pixel Frauen-Bundesliga. Besonders bitter für Mainz 05: Weil Marina Georgieva wegen einer Oberschenkelverletzung vorzeitig ausschied und das Auswechselkontingent bereits erschöpft war, musste der Tabellenletzte in Unterzahl spielen und kassierte in dieser Phase den letztlich entscheidenden Gegentreffer.
Zu Beginn der Nachspielzeit hatte die eingewechselte Chiara Bouziane sogar noch den Ausgleich für Mainz auf dem Fuß, scheiterte jedoch aus spitzem Winkel an Laura Dick. Stattdessen stellte Janna Grimm mit einem wuchtigen 18-Meter-Schuss den 3:1-Endstand her (90.+3) und machte den dritten Dreier nacheinander für die TSG endgültig perfekt.
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw
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