Google Pixel Frauen-Bundesliga

Frankfurt verteidigt Platz drei mit 1:1 in Leverkusen

17.10.2026
Enges Duell: Maja Sternard (l.) im Zweikampf mit Nina Lührßen (r.) Foto: imago

Eintracht Frankfurt bleibt Tabellendritter in der Google Pixel Frauen-Bundesliga. Das Team von Trainer Niko Arnautis kam im Topspiel des 7. Spieltages zu einem 1:1 (0:1) beim direkten Konkurrenten Bayer 04 Leverkusen und hielt die Rheinländerinnen mit einem Punkt Vorsprung weiter hinter sich.

Vor 1136 Zuschauer*innen im Ulrich-Haberland-Stadion waren die Gastgeberinnen durch einen direkt verwandelten Eckball von U 23-Auswahlspielerin Estrella Merino Gonzalez (14.) in Führung gegangen. Mit ihrem fünften Saisontreffer sicherte Nationalspielerin Laura Freigang (64.) der Eintracht schließlich das Remis.

Die Bilanz zwischen beiden Vereinen spricht damit weiterhin klar für die Frankfurterinnen. Von 31 Duellen entschied die Eintracht 21 für sich. Hinzu kommen jetzt sieben Unentschieden und nur drei Leverkusener Erfolge.

Freigang: "Es war mehr drin"

"Es war mehr für uns drin", sagte Frankfurts Kapitänin Laura Freigang im Interview mit MagentaSport. "Wir hatten mehr vom Spiel und auch die besseren Chancen. In der Schlussphase hatten wir jedoch auch noch Glück, nicht das entscheidende Gegentor zu kassieren. Deshalb nehmen wir den Punkt am Ende mit."

Eintracht-Trainer Niko Arnautis erklärte: "Am Ende ärgern wir uns über das Unentschieden, weil wir aus meiner Sicht die bessere Mannschaft waren. Dennoch bin ich froh und stolz, dass wir erneut nach einem Rückstand zurückgekommen sind. Wir haben gezeigt, dass wir eine Spitzenmannschaft in dieser ausgeglichenen Liga sind."

Leverkusens Torschützin Estrella Merino Gonzalez meinte: "Wir müssen mit dem Remis zufrieden sein, weil wir nicht gut in die zweite Halbzeit gestartet sind. Ich denke, das Ergebnis geht in Ordnung."

Zdebel und Tomasiak fehlen

Auf zwei Positionen musste Bayer-Trainer Roberto Pätzold seine Anfangsformation im Vergleich zum 3:2-Heimsieg (nach 0:2-Rückstand) gegen den SV Werder Bremen verändern. Für Mittelfeldspielerin Sofie Zdebel und Angreiferin Paulina Tomasiak, die beide nach ihren Länderspielreisen über muskuläre Probleme geklagt hatten, starteten Paulina Platner auf der Sechserposition und Marlene Müller in der Offensive.

Wieder zurückgreifen konnte Pätzold auf Offensivspielerin Valentina Mädl, die nach ihrer muskulären Verletzung beim 3:1 im Testspiel gegen den Zweitligisten Borussia Mönchengladbach ihr Comeback gegeben hatte. Gegen die Hessinnen nahm sie zunächst auf der Bank Platz. Sana Coskun (Muskel-Sehnen-Verletzung), Melissa Friedrich (Aufbautraining) und Amy Wrigge (Kreuzbandriss) fielen dagegen weiterhin aus.

Bei der Eintracht nahm Trainer Niko Arnautis gegenüber dem Duell mit Titelverteidiger und Tabellenführer FC Bayern München (0:1) ebenfalls zwei Umstellungen vor. Sara Doorsoun und U 23-Nationalspielerin Dilara Acikgöz erhielten diesmal den Vorzug vor Marthine Oestenstad und Hayley Raso. Auf Seiten der Frankfurterinnen waren Sofie Lundgaard, Jamilla Rankin und Sophia Winkler in Frankfurt geblieben.

Eckball direkt verwandelt

Die ersten guten Möglichkeiten gingen auf das Konto der Gäste. Zunächst köpfte die aufgerückte Innenverteidigerin Amanda Ilestedt nach einem Eckball knapp über das Tor. Nur wenig später traf Paulina Krumbiegel von der Torauslinie das Außennetz. Nach einem Zuspiel von Nationalspielerin Larissa Mühlhaus konnte außerdem Dilara Acikgöz von der Strafraumgrenze völlig unbedrängt abziehen. Ihr Schuss geriet jedoch zu zentral, so dass Leverkusens Torhüterin Rafaela Borggräfe sicher zupacken konnte.

Praktisch aus dem Nichts ging jedoch Bayer 04 in Führung. Ein recht flach getretener Eckball von Außenverteidigerin Estrella Merino Gonzalez wurde von sämtlichen Spielerinnen verpasst und trudelte zum 1:0 (14.) ins Netz. Fast im Gegenzug hatte Eintracht-Kapitänin Laura Freigang nach einer Hereingabe von Nina Lührßen den Ausgleich auf dem Fuß, lenkte die Kugel aber mit einem leichten Kontakt knapp am Pfosten vorbei. Auch ein Schlenzer von Larissa Mühlhaus flog nicht weit am Leverkusener Tor vorbei. Außerdem klärte Bayer-Kapitänin Carolin Simon in letzter Sekunde mit einer Grätsche gegen Rebecka Blomqvist. Auf der Gegenseite kam Marlene Müller zu einem gefährlichen Abschluss.

Insgesamt war Eintracht Frankfurt in der ersten Halbzeit das aktivere Team und hatte auch ein deutliches Chancenplus. Etwas Zählbares sprang dabei jedoch trotz aller Bemühungen nicht heraus. So ging es mit einer 1:0-Führung für Bayer 04 in die Kabinen.

Herausragende Kombination

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Rebecka Blomqvist nach einem guten Pass von Hanna Bennison erneut den Ausgleich auf dem Fuß. Ihr Schuss aus etwa acht Metern halbrechte Position war jedoch zu schwach, um Rafaela Borggräfe zu beeindrucken.

Nach einer Stunde kam Leverkusens Verteidigerin Selina Ostermeier nach einer Freistoßflanke von Carolin Simon in aussichtsreicher Position zum Kopfball, setzte die Kugel aber über das Tor. Stattdessen erzielten die Gäste nur wenig später den verdienten Ausgleich. Nach einer herausragenden Kombination mit Paulina Krumbiegel, Hanna Bennison und Rebecka Blomqvist traf Laura Freigang mit links sehenswert zum 1:1 (64.) ins linke Eck. Genau neben dem Pfosten schlug der Ball ein.

Zufrieden gaben sich die Hessinnen damit nicht. Ereleta Memeti setzte ihren Schuss ein wenig zu hoch an, ein Kopfball von Larissa Mühlhaus landete in den Armen von Rafaela Borggräfe. Unmittelbar danach wurde Frankfurts Angreiferin, die schmerzhaft auf dem Boden aufgeprallt war, durch Hayley Raso ersetzt.

Altenburg gut auf dem Posten

Gefährlich wurde es dann aber auch mal wieder auf der anderen Seite. Eine Hereingabe der eingewechselten Vanessa Fudalla wurde von sämtlichen Mit- und Gegenspielerinnen verpasst und flog am langen Eck vorbei. Nur wenige Augenblicke später klärte Paulina Krumbiegel gegen die einschussbereite Bayer-Stürmerin Caroline Kehrer, die ebenfalls erst kurz zuvor ins Spiel gekommen war.

In den Schlussminuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten, wobei auch Leverkusen dem Siegtreffer durchaus nah war. Cornelia Kramer schoss knapp am Torwinkel vorbei, Caroline Kehrer brachte den Ball nach einer Flanke von Lumbardha Misini nicht unter Kontrolle und die ebenfalls erst später ins Spiel gekommene Valentina Mädl scheiterte per Kopfball an der gut reagierenden Frankfurter U 23-Nationaltorhüterin Lina Altenburg. Auch Rafaela Borggräfe musste bei einer Direktabnahme von Frankfurts "Jokerin" Danique Tolhoek noch einmal eingreifen. Außerdem zählte ein vermeintlicher Treffer der Niederländerin wegen einer Abseitsstellung nicht.

Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga

Autor: mspw