Google Pixel Frauen-Bundesliga
2:0 gegen HSV: Leverkusen kommt Rang drei näher

Bayer 04 Leverkusen hat in der Google Pixel Frauen-Bundesliga auch nach der dritten Saisonniederlage unmittelbar wieder in die Spur gefunden. Das Team von Trainer Roberto Pätzold behauptete sich am 9. Spieltag gegen den Hamburger SV 2:0 (0:0) und zog dadurch mit dem viertplatzierten SV Werder Bremen nach Punkten gleich. Der Tabellendritte Eintracht Frankfurt ist nur noch einen Zähler entfernt.
Vor 1015 Zuschauer*innen im Leverkusener Ulrich-Haberland-Stadion legte Cornelia Kramer (58.) mit ihrem fünften Saisontreffer den Grundstein für den zweiten Heimsieg in dieser Saison. Unmittelbar vor dem Abpfiff sorgte die eingewechselte Lobke Loonen (90.+5) für den Endstand. Die Hamburgerinnen müssen weiterhin auf ihren ersten Zähler in einem Auswärtsspiel warten und rutschten auf einen Abstiegsplatz.
Pätzold: "Flow mitnehmen"
"Wir wollten unbedingt den Dreier holen. Das ist uns mit einem über weite Strecken sehr dominanten und kontrollierten Auftritt gelungen", sagte Leverkusens Trainer Roberto Pätzold: "Die Hauptsache ist, dass wir es geschafft haben, uns wieder an die vorderen Tabellenplätze heran zu kämpfen. Diesen Flow wollen wir jetzt mitnehmen und in den nächsten Spielen eine kleine Serie starten. Der HSV hat es uns sehr schwer gemacht, gut verteidigt und die Räume eng gemacht. Nach der Halbzeit war unsere Führung jedoch von den Spielanteilen und Möglichkeiten her absolut verdient. Danach mussten wir noch einige brenzlige Situationen überstehen, haben uns nach Kräften gewehrt und die Partie mit sehr viel Leidenschaft und Cleverness zu Ende gespielt."
HSV-Trainer Rodolfo Cardoso meinte: "Wir hätten einen Punkt verdient gehabt. Wir waren gut im Spiel, haben uns Torchancen erarbeitet und nach dem 0:1-Rückstand noch einmal Druck gemacht, um den Ausgleich zu erzielen. Am Ende haben der letzte zwingende Abschluss und der entscheidende Pass gefehlt. Ich denke, dass wir spielerisch einen guten Eindruck hinterlassen haben. Daran müssen wir anknüpfen und weiterarbeiten."
Kapitänin und Ex-Leverkusenerin Pauline Machtens erklärte: "Es ist eine bittere Niederlage, weil wir viel investiert und stark gekämpft haben. Wir hatten uns vorgenommen, defensiv stabiler zu stehen. Das haben wir über weite Strecken auch geschafft. Wir haben nur wenige Chancen zugelassen. Dennoch waren wir in den entscheidenden Situationen nicht nah genug an den Gegenspielerinnen dran. Teilweise ist es uns auch nicht gelungen, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Dadurch haben wir zu viel Energie verschenkt."
Viele bekannte Gesichter
Roberto Pätzold, Trainer von Bayer 04 Leverkusen, konnte im Vergleich zur knappen Niederlage im Achtelfinale des DFB-Pokals beim FC Bayern München (0:1) wieder auf mehr Personal zurückgreifen. Natasha Kowalski (nach Trainingsrückstand) und Loreen Bender (nach Krankheit) kehrten ins Spieltagsaufgebot zurück. In der Startelf gab es einen Wechsel. Statt Caroline Kehrer stand U 23-Nationalspielerin Sofie Zdebel von Beginn an auf dem Feld.
Weiterhin verzichten mussten die Rheinländerinnen auf Paulina Tomasiak (Trainingsrückstand), Sana Coskun (Muskel-Sehnen-Verletzung), Melissa Friedrich (krankheitsbedingter Rückschlag im Aufbautraining) und Amy Wrigge (Kreuzbandriss).
Der Hamburger SV begann gezwungenermaßen mit einer Veränderung im Vergleich zum DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den 1. FC Union Berlin (3:4 nach Verlängerung). Torhüterin Jule Baum hatte sich in der Partie einen Riss des hinteren Kreuzbandes zugezogen. Sie wurde von Kinga Szemik ersetzt.
Bei beiden Teams kam es einigen Wiedersehen. Auf Leverkusener Seite haben Kapitänin Carolin Simon (von 2009 bis 2012 beim HSV) und Emily Wallrabenstein (Bank), die im Nachwuchsbereich für die Hamburgerinnen am Ball war eine Vergangenheit in der Hansestadt. Umgekehrt kehrten mit Paulina Bartz, Spielführerin Pauline Machtens sowie den Ersatzspielerinnen Sylwia Matysik, Nicola Karczewska und Laura Sieger gleich fünf Hamburgerinnen an ihre frühere Wirkungsstätte zurück.
HSV verpasst Führungstor
Bis zum ersten Abschluss der Partie dauerte es nur wenige Sekunden. Der Schuss von Leverkusens Sofie Zdebel von der Strafraumgrenze geriet aber zu hoch. Auf der Gegenseite musste Bayer-Torhüterin Rafaela Borggräfe bei einem Schlenzer von Leni Eggert erstmals eingreifen. Die Spielkontrolle gehörte den Gastgeberinnen, viele Lücken ließ der HSV allerdings nicht zu.
Leverkusens Außenbahnspielerin Marlene Müller setzte sich über die linke Leverkusener Seite durch. Nach ihrer Flanke kam Cornelia Kramer aber nicht mehr entscheidend an den Ball. Eine Hereingabe von der linken Seite leitete auch die bis dahin beste Gelegenheit von Bayer 04 ein. Maja Sternad köpfte aber knapp am Tor vorbei.
Die Defensive der Hanseatinnen agierte weiterhin aufmerksam, so auch bei einem Schussversuch von Valentina Mädl, der im letzten Moment noch geblockt werden konnte. Kurz vor der Pause verzeichnete der HSV selbst sogar die beste Möglichkeit des ersten Durchgangs. Nach der Balleroberung und einem Steilpass von Pauline Machtens lief Melanie Brunnthaler frei auf das Leverkusener Tor zu. Die 26-Jährige scheiterte aber an der gut reagierenden Torfrau Rafaela Borggräfe.
Loonen macht alles klar
Auch die erste Chance der zweiten Halbzeit verzeichnete der Hamburger SV. Nach einer Freistoßflanke köpfte Paulina Bartz über das Tor. Noch enger wurde es auf der anderen Seite bei einem Kopfballversuch von Sofie Zdebel nach Vorarbeit von Maja Sternad. Wenige Augenblicke später war es Maja Sternad selbst, die HSV-Torhüterin Kinga Szemik zu einer Faustabwehr zwang.
Kurz darauf gingen die Leverkusenerinnen aber in Führung. Eine Flanke von Maja Sternad fälschte die eingewechselte Caroline Kehrer noch leicht in den Rückraum ab. Dort verwandelte Cornelia Kramer zum 1:0 (58.). Fast im direkten Gegenzug kamen die Hamburgerinnen vielversprechend vor das Tor. Kapitänin Pauline Machtens traf bei ihrem Schuss den Ball aber nicht richtig.
Dem HSV gelang es im Anschluss, die Leverkusener Defensive häufiger zu beschäftigen. Nach einem Steilpass war Torhüterin Rafaela Borggräfe im letzten Moment vor der eingewechselten Ex-Leverkusenerin Nikola Karczewska am Ball. Den Abpraller konnte Carolin Simon klären.
Bayer 04 kam inzwischen nur noch selten aussichtsreich vor das gegnerische Tor. Die eingewechselte U 23-Nationalspielerin Loreen Bender schoss aus rund 22 Metern am langen Pfosten vorbei. Camilla Lindberg mit einem Schuss ans Außennetz und Svea Stoldt mit einem Freistoß verpassten jeweils den möglichen Ausgleich. Stattdessen traf die eingewechselte Lobke Loonen nach einem Konter zum 2:0-Endstand (90.+5).
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw

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