Zwei Derbys lassen das Saarland beben

RL Nord: Norderstedt will Oldenburg in die Knie zwingen

Spitzenreiter VfB Oldenburg ist am 15. Spieltag in der Regionalliga Nord beim FC Eintracht Norderstedt am Sonntag (ab 14 Uhr) gefordert. Dass die blau-weißen Gäste dort keine leichte Aufgabe erwartet, macht sich allein am Positivlauf der Eintracht bemerkbar. Seit sechs Spielen ist Norderstedt unbesiegt. Mit einem Dreier möchten die viertplatzierten Gastgeber näher an das Spitzentrio aus Oldenburg, Wolfsburg und Flensburg heranrücken. Aktuell rangiert das Team von Eintracht-Trainer Thomas Seeliger vier Zähler hinter dem Tabellendritten Weiche Flensburg. Der Rückstand auf die Spitze beträgt sieben Punkte.

Fußballlehrer Seeliger kann am Sonntag unter anderem nicht auf Mittelfeldspieler Philipp Koch zurückgreifen (Gelbsperre). Auch Oldenburg muss einen Ausfall kompensieren. Der kroatische Mittelfeldakteur Ivo-Valentino Thomas sah beim 1:1 gegen den Aufsteiger SV Drochtersen/Assel seine fünfte Gelbe Karte. Der VfB strebt nach zwei Unentschieden hintereinander wieder einen Dreier an, um die Spitzenposition zu festigen.

Vor dem Spiel gegen den BSV Schwarz-Weiß Rehden am Freitag (ab 19.30 Uhr) hat Ex-Zweitligist SV Meppen mit Personalsorgen zu kämpfen. Johan Wigger (Wadenprobleme), Martin Hudec (Knieprobleme), Muhamed Alawie (gebrochener Zeh), Max Kremer (Leistenzerrung) und Mirco Born (Haarriss) fallen verletzungsbedingt aus. Dagegen steht der zuletzt ebenfalls angeschlagene Linksverteidiger Marcel Thomas wieder zur Verfügung.

Die Emsländer wollen nach zwei Niederlagen in Folge wieder ein Erfolgserlebnis einfahren. "Wir müssen unsere Tormöglichkeiten konsequent nutzen und in der Defensive vor allem bei ruhenden Bällen aufpassen. Der BSV hat viele großgewachsene Spieler, ist bei Standards sehr gefährlich", so SVM-Trainer Christian Neidhart im Gespräch mit FUSSBALL.DE.

Rehden wartet nach dem Wechsel von Trainer Alexander Kiene zum Ligakonkurrenten TSV Havelse noch auf den ersten Sieg. Unter Neu-Trainer und Ex-Bundesligaprofi Franz Gerber (unter anderem FC Bayern München, TSV 1860 München und Wuppertaler SV) holten die Schwarz-Weißen aus zwei Begegnungen einen Punkt.

Acht Siege aus neun Partien: Das ist die beeindruckende Bilanz der U 23 des VfL Wolfsburg vor dem Spiel beim Aufsteiger VfV Borussia 06 Hildesheim am Sonntag (ab 14 Uhr). Nur im Heimspiel gegen den direkten Meisterschaftskonkurrenten VfB Oldenburg (0:2) mussten sich die "Wölfe" in dieser Zeit geschlagen geben.

Zuletzt gewann das Team von VfL-Trainer und Ex-Profi Valerien Ismael deutlich 7:0 beim Tabellenschlusslicht TSV Schilksee. Allerdings betonte Ismael, dass "das Ergebnis nicht ganz den Spielverlauf reflektierte. Wir haben uns zunächst schwer getan, waren in der ersten Halbzeit nicht griffig genug. Nach der Pause hat es bis zum 3:0 gedauert, ehe die Partie komplett in unsere Richtung gekippt ist. Erst in der Schlussphase haben wir dann das umgesetzt, was wir wollten. Alles in allem war nicht alles rosig, auch wenn sich das Ergebnis sehr klar anhört", so der 40-jährige Franzose.

Neuling Hildesheim hat nur einen Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone. Zuletzt blieb der VfV aber zweimal hintereinander unbesiegt. Bei der U 23 von Eintracht Braunschweig setzte sich die Borussia 3:1 durch, im Derby bei Hannover 96 II sprang ein 1:1 heraus.



Zwei Saarderbys innerhalb von gerade einmal 20 Stunden sorgen in der Regionalliga Südwest an diesem Spieltag für Hochspannung. In Bayern fordert die zweitplatzierte U 23 des 1. FC Nürnberg den Spitzenreiter SSV Jahn Regensburg zum Gipfeltreffen heraus, in der West-Staffel treffen mit den beiden Traditionsvereinen Alemannia Aachen und Rot-Weiss Essen zwei ehemalige Bundesligisten aufeinander. Der VfB Oldenburg will beim Verfolger FC Eintracht Norderstedt seine Tabellenführung im Norden festigen, im Nordosten ist für den FC Carl Zeiss Jena nach dem DFB-Pokal-Trubel wieder Ligaalltag angesagt. Der umfassende Blick auf den Regionalliga-Spieltag des Wochenendes.

RL Südwest: Pokalrevanche zwischen Elversberg und Saar 05

Es ist ebenso bemerkenswert wie auch kurios: Heute (ab 19 Uhr) empfängt Titelaspirant SV 07 Elversberg im Rahmen des 15. Spieltages der Regionalliga Südwest den Aufsteiger SV Saar Saarbrücken zu einem Derby - und zwar im Stadion des 1. FC Saarbrücken, dem Lokalrivalen beider Klubs. Grund: Noch bis zum Jahresende trägt die SVE ihre Heimspiele im Ludwigsparkstadion aus, weil die eigene Spielstätte an der Kaiserlinde umgebaut wird.

Bereits zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit kommt es dabei zum Duell zwischen Elversberg und Saar 05 Saarbrücken. Erst vor neun Tagen standen sich die beiden Teams aus dem Saarland im Verbandspokal gegenüber. Die SVE setzte sich bei der Premiere im Ludwigsparkstadion 1:0 durch und zog damit in das Achtelfinale ein. Auch die zweite Heimpartie in der Ausweichspielstätte konnte Elversberg am vergangenen Spieltag gewinnen. Im Lokalduell mit dem FC 08 Homburg behielt die Mannschaft von SVE-Trainer und Ex-Profi Michael Wiesinger 3:1 die Oberhand.

In der Tabelle rangiert Elversberg auf Platz zwei, der Rückstand auf Spitzenreiter SV Waldhof Mannheim (erst am Montag ab 19 Uhr beim SV Spielberg im Einsatz) beträgt einen Punkt, so dass sich die Schwarz-Weißen mit einem Dreier zumindest für 72 Stunden auf Platz eins verbessern können. "Saar 05 wird sich mit allen Mitteln wehren, die der Mannschaft zur Verfügung stehen", sagt SVE-Trainer Michael Wiesinger, der auf die verletzten Matthias Cuntz, Marc Groß, Kevin Maek und David Schloffer verzichten muss.

Schlusslicht SV Saar 05 wartet noch auf den ersten Saisonsieg. Verzichten müssen die Saarbrücker (zwei Zähler) auf Rechtsverteidiger Mathäus Gornik, der sich beim jüngsten 1:1 gegen den Mitaufsteiger SV Spielberg seine fünfte Gelbe Karte eingehandelt hatte.

Das zweite Derby in einem der kleinsten Bundesländer steigt am Samstag (ab 14 Uhr) beim FC 08 Homburg. Der FCH empfängt in einem Duell zweier ehemaliger Bundesligisten den von Ex-Profi Falko Götz trainierten 1. FC Saarbrücken und will den dritten Heimsieg in Serie einfahren, um den Anschluss zur Spitzengruppe nicht zu verlieren. Die Relegationsränge zur Drittliga-Aufstiegsrunde sind für die Grün-Weißen bereits neun Punkte entfernt.

Die Saarbrücker möchten dagegen einen Negativlauf stoppen. Seit drei Partien wartet der FCS auf einen dreifachen Punktgewinn. Einer 0:3-Auswärtsniederlage beim FC Astoria Walldorf folgten Unentschieden gegen die U 23 des 1. FC Kaiserslautern (1:1) und beim Aufsteiger Bahlinger SC (2:2). FCS-Defensivspieler Alexandre Mendy sah in Balingen die Rote Karte, steht dem FCS damit in den kommenden beiden Begegnungen nicht zur Verfügung. Für das Duell zwischen den beiden Traditionsvereinen aus Homburg und Saarbrücken werden 6000 bis 8000 Zuschauer im Waldstadion erwartet.

Um aus dem "Hochsicherheitsspiel" schon im Vorfeld ein wenig die Brisanz zu nehmen, arbeiteten die beiden Klubs bei der Spielorganisation eng zusammen, verständigten sich auf ein gemeinsames Konzept. So wird der FCS auch mit eigenen Ordnern in Homburg vor Ort sein. "Wir haben früh die Kommunikation gesucht, damit das Derby mit seiner tollen Kulisse erneut als Fußball-Fest glänzen kann. Die enge Zusammenarbeit hatte das Ziel, die Abläufe im Rahmen der Richtlinien fanfreundlich zu gestalten. Wir freuen uns auf ein packendes Spiel in Homburg", so FCS-Vizepräsident Florian Kern.

Seinen Einstand als Trainer des TSV Steinbach gibt am Samstag (ab 14 Uhr) Ex-Nationalspieler Thomas Brdaric. Der frühere Bundesligaprofi von Bayer 04 Leverkusen, dem VfL Wolfsburg und Hannover 96 beerbte Peter Cestonaro und trifft bei seinem Debüt auf die SpVgg Neckarelz.

"Mit Thomas Brdaric ist es uns gelungen, einen der talentiertesten Trainer auf dem Markt für den TSV Steinbach zu gewinnen. Wir sind uns sicher, dass er unsere Mannschaft mit seinen Qualitäten weiterentwickeln und zum Erfolg führen wird", so TSV-Vorstandsmitglied Roland Kring zur Verpflichtung von Brdaric, der in der abgelaufenen Saison mit der U 23 des VfL Wolfsburg Vizemeister in der Regionalliga Nord wurde und zuvor die TSG Neustrelitz sensationell zur Meisterschaft in der Nordost-Staffel geführt hatte.

Im Duell zweier abstiegsbedrohter Mannschaften soll mit Brdaric jetzt die sportliche Wende in Steinbach eingeleitet werden. Sowohl die Gastgeber als auch Neckarelz konnten nur eines der zurückliegenden vier Spiele gewinnen.

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RL Bayern: Zieht Herbstmeister Jahn Regensburg davon?

Im Spitzenspiel beim ärgsten Verfolger 1. FC Nürnberg U 23 hat Tabellenführer SSV Jahn Regensburg im Rahmen des 17. Spieltages in der Regionalliga Bayern zum Abschluss der Hinrunde am Dienstag (ab 19 Uhr) die Chance, seinen Vorsprung weiter zu vergrößern. Derzeit weisen die Franken sieben Zähler Rückstand auf den Ligaprimus auf, mit einem Sieg gegen den bereits feststehenden Herbstmeister könnte die Mannschaft von FCN-Trainer Roger Prinzen dem Titelrennen wieder neue Spannung einhauchen.

Drei der zurückliegenden vier Spiele konnte die zweite Mannschaft des FCN für sich entscheiden. Zwei 5:0-Kantersiege bei der U 23 der SpVgg Greuther Fürth und gegen den Aufsteiger Viktoria Aschaffenburg sowie ein 1:0 bei der U 23 des FC Ingolstadt 04 stehen zu Buche. Nur gegen den Drittliga-Absteiger SpVgg Unterhaching (0:2) gab es eine Niederlage. Spitzenreiter Regensburg ist seit fünf Begegnungen unbesiegt, musste sich dabei aber dreimal mit einem Unentschieden begnügen.

Die Pokal-Helden von der SpVgg Unterhaching, die mit einem deutlichen 3:0-Heimerfolg gegen den Zweitligisten RB Leipzig unter der Woche vor rund 5000 Zuschauern im Alpenbauer Sportpark in das Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen sind, wollen am Samstag (ab 14 Uhr) auch in der Liga ihren Positivlauf fortsetzen.

"Wichtig ist jetzt, dass wir an die im DFB-Pokal gezeigte Leistung weiter anknüpfen und unsere Stärken auch in der Regionalliga auf den Platz bringen", sagt Offensivspieler Thomas Steinherr, der gegen Leipzig zum 3:0-Endstand traf, im Interview mit FUSSBALL.DE. "Wir dürfen uns von dem Erfolg im Pokal auf keinen Fall blenden lassen und jetzt vielleicht etwas nachlässiger werden. Das würde mit Sicherheit bestraft."

Aus den zurückliegenden vier Spielen holte das Team von SpVgg-Trainer Claus Schromm zehn von zwölf möglichen Punkten und ist damit auf Platz fünf vorgerückt. Den jüngsten 2:1-Heimsieg gegen Aufsteiger Viktoria Aschaffenburg brachte der zuvor eingewechselte Nicolas Hinterseer, Neffe von Schlagersänger Hansi Hinterseer und Bruder von Bundesliga-Stürmer Lukas Hinterseer (FC Ingolstadt 04), mit einem Doppelpack unter Dach und Fach.

In Buchbach fehlt Hachings Mittelfeldspieler Luca Marseiler, der sich gegen Aschaffenburg seine fünfte Gelbe Karte einhandelte. Auch der gastgebende TSV muss auf einen gelbgesperrten Spieler verzichten. Mittelfeldakteur Aleksandro Petrovic steht dem Tabellenzehnten nicht zur Verfügung.

Im Kellerduell zwischen der U 23 der SpVgg Greuther Fürth und dem 1. FC Schweinfurt 05 am Samstag (ab 14 Uhr) geht es für beide Mannschaften um wichtige Punkte im Rennen um den Klassenverbleib. Während Fürth drei der vergangenen vier Spiele verlor und zumindest beim 3:2-Heimerfolg gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern München ein Ausrufezeichen setzen konnte, wartet der Tabellenletzte aus Schweinfurt bereits seit sechs Partien auf einen dreifachen Punktgewinn.

"Vor allem unsere Chancenauswertung muss besser werden. Außerdem fehlt uns in vielen Situationen auch das nötige Quäntchen Glück", erklärt FCS-Trainer Gerd Klaus im Gespräch mit FUSSBALL.DE. In Fürth erwartet Klaus "grundsätzlich ein Spiel auf Augenhöhe. Wenn die SpVgg allerdings wieder mit drei oder vier Spielern aus dem Profikader aufläuft, wird das noch einmal ein ganz anderes Kaliber", so der 45 Jahre alte Onkel von Bundesligaprofi Felix Klaus, der für Hannover 96 am Ball ist.

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RL West: Aachen gegen Essen live im WDR Fernsehen

Vor dem Traditionsduell zwischen Alemannia Aachen und Rot-Weiss Essen im Rahmen des 15. Spieltages der Regionalliga West am Samstag (ab 14.05 Uhr, live im WDR Fernsehen) ist die sportliche Situation bei beiden Vereinen angespannt. Jeweils als Titelaspirant in die Saison gestartet, haben die Alemannia und RWE derzeit keinen Anschluss zur Tabellenspitze, dümpeln im Mittelmaß. Alemannia-Trainer Christian Benbennek spricht daher bereits von einem "Duell der Enttäuschten".

Die achtplatzierten Aachener gewannen nur eines ihrer zurückliegenden sieben Spiele (3:1 gegen den FC Wegberg-Beeck), Tabellenführer Sportfreunde Lotte ist bereits zehn Zähler entfernt. Essen ist Tabellenzehnter, weist schon zwölf Zähler Rückstand auf die Spitze auf. Auswärts warten die Rot-Weissen seit vier Spielen auf einen Sieg. Zuletzt gelang RWE vor 11.164 Zuschauern aber ein 2:0-Heimerfolg gegen Rot Weiss Ahlen.

Das letzte Aufeinandertreffen zwischen Aachen und Essen war ein Rekordspiel. Im Februar sahen 30.313 Besucher auf dem Aachener Tivoli das damalige Spitzenspiel zwischen den zweitplatzierten Rheinländern und dem Tabellenführer aus dem Revier (1:0). Bis heute kamen zu keiner viertklassigen Partie mehr Zuschauer. Dieses Mal dürfte die Kulisse aber deutlich geringer ausfallen. "Nur" etwa 1000 bis 1500 Essener Anhänger werden ihre Mannschaft nach Aachen begleiten.

Für RWE-Stürmer Kevin Behrens, der noch in der abgelaufenen Saison für die Alemannia am Ball war und sogar per Kopfball den Siegtreffer gegen die Essener erzielt hatte, wird es kein Wiedersehen mit seinem früheren Verein geben. Der 24-Jährige, der für das Ahlen-Spiel aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader gestrichen worden war, ist seitdem krankgeschrieben. Außerdem stehen Mittelfeldspieler Vojno Jesic (Schambeinentzündung), Offensivmann Marwin Studtrucker (Muskelbündelriss) und Torhüter Niclas Heimann (Schulterverletzung) RWE-Trainer Jan Siewert nicht zur Verfügung.

Der FC Viktoria Köln, der im DFB-Pokal gegen den Champions League-Teilnehmer Bayer 04 Leverkusen (0:6) chancenlos blieb, steht am Samstag (ab 14 Uhr) im Spitzenspiel bei der zweitplatzierten U 23 von Borussia Mönchengladbach unter Zugzwang. Bei einer Niederlage würde der Rückstand auf die Tabellenspitze mindestens auf neun Zähler anwachsen. Bei einem gleichzeitigen Sieg von Ligaprimus Sportfreunde Lotte (gleichzeitig gegen den SC Verl) wären es sogar schon zehn Punkte, die Viktoria vom Relegationsplatz trennen.

Positives Omen für die Kölner: Auswärts ist die Mannschaft von Trainer Tomasz Kaczmarek seit fünf Begegnungen unbesiegt, zuletzt gab es ein 1:0 beim SC Verl. Gladbach ist allerdings seit acht Spielen ungeschlagen, gewann vor dem jüngsten 1:1 im kleinen Rheinderby bei der zweiten Mannschaft des 1. FC Köln fünf Spiele in Serie. In der abgelaufenen Saison gab es im direkten Vergleich für beide Mannschaften je einen Sieg. In Köln setzte sich die Viktoria 3:1 durch. Die Fohlen siegten vor heimischer Kulisse 2:1.

Vor dem Heimspiel gegen den SC Verl läuft es für die Sportfreunde Lotte blendend. Vier der jüngsten fünf Spiele gewannen die Tecklenburger, in der vergangenen Woche setzte sich das Team von Trainer Ismail Atalan gegen die U 23 von Fortuna Düsseldorf 3:1 durch. "Für uns war es gegen einen starken Gegner lange Zeit schwer, Zugriff auf die Partie zu bekommen. Gerade in der ersten Halbzeit ist uns das nicht immer gelungen. Später waren wir dann aktiver und hätten den Sack früher zumachen können", sah Atalan beim Sieg in Düsseldorf noch Luft nach oben.

Verl verlor zwar zuletzt zweimal in Folge (0:1 bei der U 23 von Borussia Mönchengladbach und 0:1 gegen den FC Viktoria Köln), rangiert aber weiterhin auf dem siebten Tabellenplatz und ist damit im Soll. Das sieht auch SCV-Trainer Andreas Golombek so: "Ich kann nicht immer nur die Ergebnisse bewerten. Wir haben gegen zwei Spitzenmannschaften ansprechende Leistungen gezeigt, sind auf einem sehr guten Weg", betont der 47-jährige frühere Zweitligaprofi (unter anderem Arminia Bielefeld, VfL Osnabrück und SG Wattenscheid 09).

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RL Nord: Norderstedt will Oldenburg in die Knie zwingen

Spitzenreiter VfB Oldenburg ist am 15. Spieltag in der Regionalliga Nord beim FC Eintracht Norderstedt am Sonntag (ab 14 Uhr) gefordert. Dass die blau-weißen Gäste dort keine leichte Aufgabe erwartet, macht sich allein am Positivlauf der Eintracht bemerkbar. Seit sechs Spielen ist Norderstedt unbesiegt. Mit einem Dreier möchten die viertplatzierten Gastgeber näher an das Spitzentrio aus Oldenburg, Wolfsburg und Flensburg heranrücken. Aktuell rangiert das Team von Eintracht-Trainer Thomas Seeliger vier Zähler hinter dem Tabellendritten Weiche Flensburg. Der Rückstand auf die Spitze beträgt sieben Punkte.

Fußballlehrer Seeliger kann am Sonntag unter anderem nicht auf Mittelfeldspieler Philipp Koch zurückgreifen (Gelbsperre). Auch Oldenburg muss einen Ausfall kompensieren. Der kroatische Mittelfeldakteur Ivo-Valentino Thomas sah beim 1:1 gegen den Aufsteiger SV Drochtersen/Assel seine fünfte Gelbe Karte. Der VfB strebt nach zwei Unentschieden hintereinander wieder einen Dreier an, um die Spitzenposition zu festigen.

Vor dem Spiel gegen den BSV Schwarz-Weiß Rehden am Freitag (ab 19.30 Uhr) hat Ex-Zweitligist SV Meppen mit Personalsorgen zu kämpfen. Johan Wigger (Wadenprobleme), Martin Hudec (Knieprobleme), Muhamed Alawie (gebrochener Zeh), Max Kremer (Leistenzerrung) und Mirco Born (Haarriss) fallen verletzungsbedingt aus. Dagegen steht der zuletzt ebenfalls angeschlagene Linksverteidiger Marcel Thomas wieder zur Verfügung.

Die Emsländer wollen nach zwei Niederlagen in Folge wieder ein Erfolgserlebnis einfahren. "Wir müssen unsere Tormöglichkeiten konsequent nutzen und in der Defensive vor allem bei ruhenden Bällen aufpassen. Der BSV hat viele großgewachsene Spieler, ist bei Standards sehr gefährlich", so SVM-Trainer Christian Neidhart im Gespräch mit FUSSBALL.DE.

Rehden wartet nach dem Wechsel von Trainer Alexander Kiene zum Ligakonkurrenten TSV Havelse noch auf den ersten Sieg. Unter Neu-Trainer und Ex-Bundesligaprofi Franz Gerber (unter anderem FC Bayern München, TSV 1860 München und Wuppertaler SV) holten die Schwarz-Weißen aus zwei Begegnungen einen Punkt.

Acht Siege aus neun Partien: Das ist die beeindruckende Bilanz der U 23 des VfL Wolfsburg vor dem Spiel beim Aufsteiger VfV Borussia 06 Hildesheim am Sonntag (ab 14 Uhr). Nur im Heimspiel gegen den direkten Meisterschaftskonkurrenten VfB Oldenburg (0:2) mussten sich die "Wölfe" in dieser Zeit geschlagen geben.

Zuletzt gewann das Team von VfL-Trainer und Ex-Profi Valerien Ismael deutlich 7:0 beim Tabellenschlusslicht TSV Schilksee. Allerdings betonte Ismael, dass "das Ergebnis nicht ganz den Spielverlauf reflektierte. Wir haben uns zunächst schwer getan, waren in der ersten Halbzeit nicht griffig genug. Nach der Pause hat es bis zum 3:0 gedauert, ehe die Partie komplett in unsere Richtung gekippt ist. Erst in der Schlussphase haben wir dann das umgesetzt, was wir wollten. Alles in allem war nicht alles rosig, auch wenn sich das Ergebnis sehr klar anhört", so der 40-jährige Franzose.

Neuling Hildesheim hat nur einen Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone. Zuletzt blieb der VfV aber zweimal hintereinander unbesiegt. Bei der U 23 von Eintracht Braunschweig setzte sich die Borussia 3:1 durch, im Derby bei Hannover 96 II sprang ein 1:1 heraus.

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RL Nordost: Wacker Nordhausen kann vorlegen

Der FSV Wacker Nordhausen kann am 13. Spieltag der Regionalliga Nordost bereits heute (ab 19.30 Uhr) gegen den ZFC Meuselwitz die Tabellenführung festigen. Einen Zähler rangiert Nordhausen vor dem zweitplatzierten FSV Zwickau, der erst am Sonntag (ab 13.30 Uhr) beim SV Babelsberg 03 antritt.

Seit zehn Partien hat der FSV Wacker nicht mehr verloren, verließ dabei siebenmal als Sieger den Platz. Der Gast aus Meuselwitz sicherte sich zuletzt einen wichtigen Erfolg im Rennen um den Klassenverbleib. Gegen den direkten Konkurrenten FSV Luckenwalde gab es einen 3:0-Heimsieg. "Meine Mannschaft hat gezeigt, dass sie willig ist und gebrannt hat", so das Fazit von ZFC-Trainer Heiko Weber.

Der FSV Zwickau hat vor dem Gastspiel in Babelsberg wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Nach drei Partien ohne Sieg setzten sich die Westsachsen im Spitzenspiel gegen den Aufsteiger FC Oberlausitz Neugersdorf 3:1 durch, rückten damit in der Tabelle wieder auf Platz zwei vor. Jetzt soll auch die Auswärtsmisere beendet werden. Seit drei Begegnungen wartet Zwickau vor fremder Kulisse auf einen Dreier. Nicht dabei ist FSV-Kapitän Toni Wachsmuth, der gegen Neugersdorf seine fünfte Gelbe Karte sah.

Die "Minimalisten" aus Babelsberg, die erst 13 Tore erzielt und sieben Gegentreffer kassiert haben, wollen die Tabellenspitze nicht aus den Augen verlieren. Derzeit beträgt der Rückstand auf Ligaprimus Nordhausen sechs Punkte. Vor eigenem Publikum hat der SVB in der laufenden Saison noch kein Spiel verloren. Fünf von sechs Partien im eigenen Stadion entschied das Team von SVB-Trainer Cem Efe für sich. Nur Spitzenreiter Nordhausen punktete im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion (0:0).

Nachdem der FC Carl Zeiss Jena unter der Woche noch im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten VfB Stuttgart am Ball war (0:2), geht es für die Thüringer am Sonntag (ab 13.30 Uhr) zur U 23 von RB Leipzig. Jena ist in der Meisterschaft seit sieben Spieltagen ungeschlagen, geht mit reichlich Selbstvertrauen in die Premierenpartie bei den Sachsen. Noch nie zuvor standen sich die zweite Mannschaft der Leipziger und der FC Carl Zeiss in einem Pflichtspiel gegenüber.

"Nach dem mentalen und emotionalen Höhepunkt gegen den VfB kommt es jetzt darauf an, ganz schnell den Schalter wieder auf Regionalliga umzulegen", sagt FCC-Trainer Volkan Uluc. "Es wird wichtig sein, am Sonntag sofort parat zu sein. Es wird ein kompliziertes und schwieriges Spiel für uns. Aber wir haben eine stabile, intakte Mannschaft."

Die "Roten Bullen" befinden sich in einem Aufwärtstrend. Nach zuvor sieben Begegnungen ohne Dreier siegte RB zuletzt zweimal in Serie. Sowohl gegen den Titelaspiranten FSV Zwickau (1:0) als auch bei Germania Halberstadt (2:0) setzte sich das Team von RB-Trainer Tino Vogel durch.