WM-Quartier: So entsteht das "Campo Bahia"

Ab dem 8. Juni wird die deutsche Nationalmannschaft ihr WM-Teamquartier im brasilianischen Bundesstaat Bahia in der Nähe von Porto Seguro beziehen. Im "Campo Bahia" werden Philipp Lahm und Co. im besten Fall bis zum Finale am 13. Juli ihr vorübergehendes Zuhause haben. Wenn viele Menschen viel Zeit auf wenig Raum verbringen, kann es nicht schaden, wenn sie sich dort rundum wohl fühlen. Das Teambasecamp wird dafür beste Vorraussetzungen bieten.

Doch noch ist es nicht fertig gestellt, noch arbeiten viele Menschen fleißig daran, einen besonderen Ort entstehen zu lassen. Im Februar 2014 hat sich DFB.de auf dem Gelände umgeschaut, um die wichtigsten Fragen zum Bau zu beantworten.

Wie weit sind die Bauarbeiten fortgeschritten?

Der Baufortschritt entspricht dem Zeitplan. Bei zwölf von 14 Wohneinheiten ist der Rohbau abgeschlossen. Insgesamt sind die Dacharbeiten zu 70 Prozent fertiggestellt. Im Innenausbau werden die Waschtischplatten und Fliesen in den Bädern eingebracht und die Fensterrahmen aus Garapa-Holz gesetzt. Der offen gestaltete, zweistöckige Zentralbereich für Essen, Meeting, Küche und sämtliche Funktionsräume befindet sich im Rohbau.

Welches Baumaterial wird in welcher Art verwendet?

Dr. Christian Hirmer und Baufachmann Rüdiger Wolf arbeiten mit den landestypischen Taobilhas. Das zertifizierte und abgezählte Hartholz stammt aus dem Bundesstaat Para in Brasilien. Das Holz wird beidseitig per Hand abgeschliffen und der Halterungsstift per Hand eingeklebt. Der Dachaufbau geht in seinem Qualitätsstandard weit über den örtlichen hinaus, da zwischen den Schindeln mehrere wasserundurchlässige Folien verlegt sind, die für 100 Prozent Dichtigkeit sorgen. Innen verdeckt zusätzlich eine Holzverkleidung die Konstruktion.

Wie viele Arbeitsplätze werden durch den Bau geschaffen?

Am Bau des "Campo Bahia" sind 220 Bauarbeiter und Handwerker inklusive deren Subunternehmern beteiligt. Die Arbeiter stammen ausnahmslos aus der Region Bahia im Umkreis bis 250 Kilometern. Gearbeitet wird in Schichten, insgesamt von 7 Uhr morgens bis ein Uhr nachts. Die Tagesschicht geht bis 16 Uhr, sie umfasst 80 Prozent der Belegschaft. Die restlichen 20 Prozent bestreiten die Zeit von 16 Uhr bis ein Uhr nachts. Für den Innenausbau werden weitere 20 Handwerker hinzukommen. Zusätzliche Unterstützung erfährt das Team durch einen brasilianischen Bauingenieur und einen deutschen Fachmann für Qualitätskontrolle. Auch nach der WM wird das "Campo Bahia" Arbeitsplätze für viele Brasilianer schaffen - dann im Bereich des künftigen Betriebs als Hotelanlage.

Werden die Belange des Naturschutzes berücksichtigt?

Auf dem Gelände des "Campo Bahia" mussten für die Fundamente wenige Palmen weichen. Für den Grünausgleich wurde gesorgt, die Palmen wurden nicht gerodet, sie wurden verpflanzt. Viele Palmen konnten am Ort erhalten werden, sie wurden in die Bauten integriert. Die lokale Umweltbehörde ist durch ihre Leiterin Marilea Monteiro in das Projekt involviert, sie stattet Bauleiter Tobias Junge regelmäßig Kontrollbesuche ab.

Das meinen DFB.de-User:

"Das klingt vielversprechend und nach einem tollen Rückzugsort!" (Elfriede Jirges, Klosterneuburg)

[sl]

Ab dem 8. Juni wird die deutsche Nationalmannschaft ihr WM-Teamquartier im brasilianischen Bundesstaat Bahia in der Nähe von Porto Seguro beziehen. Im "Campo Bahia" werden Philipp Lahm und Co. im besten Fall bis zum Finale am 13. Juli ihr vorübergehendes Zuhause haben. Wenn viele Menschen viel Zeit auf wenig Raum verbringen, kann es nicht schaden, wenn sie sich dort rundum wohl fühlen. Das Teambasecamp wird dafür beste Vorraussetzungen bieten.

Doch noch ist es nicht fertig gestellt, noch arbeiten viele Menschen fleißig daran, einen besonderen Ort entstehen zu lassen. Im Februar 2014 hat sich DFB.de auf dem Gelände umgeschaut, um die wichtigsten Fragen zum Bau zu beantworten.

Wie weit sind die Bauarbeiten fortgeschritten?

Der Baufortschritt entspricht dem Zeitplan. Bei zwölf von 14 Wohneinheiten ist der Rohbau abgeschlossen. Insgesamt sind die Dacharbeiten zu 70 Prozent fertiggestellt. Im Innenausbau werden die Waschtischplatten und Fliesen in den Bädern eingebracht und die Fensterrahmen aus Garapa-Holz gesetzt. Der offen gestaltete, zweistöckige Zentralbereich für Essen, Meeting, Küche und sämtliche Funktionsräume befindet sich im Rohbau.

Welches Baumaterial wird in welcher Art verwendet?

Dr. Christian Hirmer und Baufachmann Rüdiger Wolf arbeiten mit den landestypischen Taobilhas. Das zertifizierte und abgezählte Hartholz stammt aus dem Bundesstaat Para in Brasilien. Das Holz wird beidseitig per Hand abgeschliffen und der Halterungsstift per Hand eingeklebt. Der Dachaufbau geht in seinem Qualitätsstandard weit über den örtlichen hinaus, da zwischen den Schindeln mehrere wasserundurchlässige Folien verlegt sind, die für 100 Prozent Dichtigkeit sorgen. Innen verdeckt zusätzlich eine Holzverkleidung die Konstruktion.

Wie viele Arbeitsplätze werden durch den Bau geschaffen?

Am Bau des "Campo Bahia" sind 220 Bauarbeiter und Handwerker inklusive deren Subunternehmern beteiligt. Die Arbeiter stammen ausnahmslos aus der Region Bahia im Umkreis bis 250 Kilometern. Gearbeitet wird in Schichten, insgesamt von 7 Uhr morgens bis ein Uhr nachts. Die Tagesschicht geht bis 16 Uhr, sie umfasst 80 Prozent der Belegschaft. Die restlichen 20 Prozent bestreiten die Zeit von 16 Uhr bis ein Uhr nachts. Für den Innenausbau werden weitere 20 Handwerker hinzukommen. Zusätzliche Unterstützung erfährt das Team durch einen brasilianischen Bauingenieur und einen deutschen Fachmann für Qualitätskontrolle. Auch nach der WM wird das "Campo Bahia" Arbeitsplätze für viele Brasilianer schaffen - dann im Bereich des künftigen Betriebs als Hotelanlage.

Werden die Belange des Naturschutzes berücksichtigt?

Auf dem Gelände des "Campo Bahia" mussten für die Fundamente wenige Palmen weichen. Für den Grünausgleich wurde gesorgt, die Palmen wurden nicht gerodet, sie wurden verpflanzt. Viele Palmen konnten am Ort erhalten werden, sie wurden in die Bauten integriert. Die lokale Umweltbehörde ist durch ihre Leiterin Marilea Monteiro in das Projekt involviert, sie stattet Bauleiter Tobias Junge regelmäßig Kontrollbesuche ab.

Das meinen DFB.de-User:

"Das klingt vielversprechend und nach einem tollen Rückzugsort!" (Elfriede Jirges, Klosterneuburg)