Stendera: "Härteproben als Mannschaft gemeistert"

Marc Stendera ist von Natur aus ein ruhiger Mensch. Der Mittelfeldspieler von Eintracht Frankfurt strahlt eine gewisse Ruhe und Sicherheit aus. Man kann ihm – auch wenn man selbst schon total entnervt und am verzweifeln ist - eines von diesen fiesen Knobelspielen in die Hand drücken. Er wird schon eine Lösung finden. Ruhig, überlegt, abgeklärt.

Vielleicht nicht spektakulär, dafür aber mit Sicherheit effizient. Diese Eigenschaften zeichnen den 18-Jährigen auch auf dem Fußballplatz aus und waren beim 2:0 (1:0) der DFB-Junioren gegen die Ukraine im letzten und entscheidenden EM-Gruppenspiel am Freitagabend im Eto-Stadion im ungarischen Györ sichtbar. "Es war ein schweres Spiel, ein Geduldsspiel, das wussten wir. Die Ukrainer standen sehr tief und haben auf Fehler unsererseits gewartet. Für uns war es wichtiger, klug nach vorne zu spielen und die Lücken zu finden, als unnötiges Risiko zu gehen. Und das hat gut geklappt", sagt Stendera.

"Mir gefällt, wie wir als Mannschaft arbeiten"

Zum Erfolg hat der offensive Mittelfeldspieler wesentlich beigetragen. In der dritten Spielminute bekommt Davie Selke kurz vor der Strafraumgrenze den Ball, spielt zurück auf Stendera. Der Frankfurter sieht die Lücke und spielt den Ball im Doppelpass direkt durch vier Abwehrspieler hindurch zu Selke. Der Bremer geht ins Eins-gegen-Eins, lässt seinen Gegenspieler aussteigen und trifft zum 1:0.

Immer wieder setzt die Nummer 10 der U 19-Junioren den Stürmer von Werder Bremen in Szene. "Das ist mein Job", sagt er bescheiden. "Mir gefällt, wie wir als Mannschaft arbeiten. Es spielt keine Rolle, wer die Tore macht oder wer sie vorbereitet. Wir wissen, dass wir im Kollektiv arbeiten müssen", meint Stendera. Das Gesamtauftreten hat auch dem Trainer Marcus Sorg gut gefallen. "Jeder ist seine Aufgabe hochkonzentriert angegangen. Davie Selke hat defensiv unheimlich fleißig mitgearbeitet. Dass er sich mit zwei Toren belohnen konnte, freut mich sehr für ihn", lobt Sorg. Die DFB-Auswahl spielte insgesamt sehr routiniert und ließ kaum Kontersituationen zu.

Härteprobe als Mannschaft gemeistert

Mit dem Sieg gegen die Ukraine hat die Mannschaft sieben Punkte in der Gruppenphase geholt und sich damit den ersten Platz der Gruppe B gesichert. "Das macht uns glücklich, und wie! Seit langer Zeit haben wir das Ziel Budapest vor Augen", sagt Stendera und fährt fort: "Die Qualifikation zur EM war nicht einfach. Mit dem Sieg gegen Spanien standen wir vor der ersten großen Härteprobe. Wir haben sie als Mannschaft gemeistert. Gegen Serbien lief es nicht rund, aber wir haben es als Team gemeistert. Und auch gegen aggressiv spielende Ukrainer standen wir wieder vor einer Prüfung, die wir nur gemeinsam haben bestehen können."

Nach dem Schlusspfiff war die Freude im Team entsprechend groß. Man sah den jungen Spielern an, dass Druck abgefallen war. "Wir wollten diesen Sieg, wir wollten unbedingt nach Budapest", erzählt der Frankfurter. In der Kabine sei schon ein bisschen gefeiert worden. Die gute Stimmung beim Aquajogging im Stadionbecken konnte man auch in der Mixed Zone hören. "Das haben sie sich verdient. Sie sind meiner Meinung nach die beste Mannschaft bei diesem Turnier", schwärmt ein Journalist aus Ungarn.

Im Halbfinale gegen Österreich

Hochkonzentriert soll es jetzt weitergehen, um den nächsten Schritt in Richtung EM-Titel zu machen. Im Halbfinale kommt es am Montag (ab 18 Uhr, live bei Eurosport) im Szusza Ferenc Stadion in Budapest zum Nachbarschaftsduell. Die Österreicher unterlagen im Spiel um den ersten Platz Portugal in einem Spiel auf hohem Niveau mit 1:2.

Bevor man sich aber Gedanken über das Spiel gegen Österreich macht, heißt es im deutschen Team erstmal Koffer packen. Der Tag nach dem Einzug ins Halbfinale ist ein Reisetag. Die Protagonisten vom Vorabend konnten etwas länger schlafen. Gefrühstückt wurde etwas später. Mittags bat Trainer Marcus Sorg alle 18 Spieler zu einer regenerativen Trainingseinheit auf dem Platz.

Gegen Österreich wieder die richtige Lösung finden



Marc Stendera ist von Natur aus ein ruhiger Mensch. Der Mittelfeldspieler von Eintracht Frankfurt strahlt eine gewisse Ruhe und Sicherheit aus. Man kann ihm – auch wenn man selbst schon total entnervt und am verzweifeln ist - eines von diesen fiesen Knobelspielen in die Hand drücken. Er wird schon eine Lösung finden. Ruhig, überlegt, abgeklärt.

Vielleicht nicht spektakulär, dafür aber mit Sicherheit effizient. Diese Eigenschaften zeichnen den 18-Jährigen auch auf dem Fußballplatz aus und waren beim 2:0 (1:0) der DFB-Junioren gegen die Ukraine im letzten und entscheidenden EM-Gruppenspiel am Freitagabend im Eto-Stadion im ungarischen Györ sichtbar. "Es war ein schweres Spiel, ein Geduldsspiel, das wussten wir. Die Ukrainer standen sehr tief und haben auf Fehler unsererseits gewartet. Für uns war es wichtiger, klug nach vorne zu spielen und die Lücken zu finden, als unnötiges Risiko zu gehen. Und das hat gut geklappt", sagt Stendera.

"Mir gefällt, wie wir als Mannschaft arbeiten"

Zum Erfolg hat der offensive Mittelfeldspieler wesentlich beigetragen. In der dritten Spielminute bekommt Davie Selke kurz vor der Strafraumgrenze den Ball, spielt zurück auf Stendera. Der Frankfurter sieht die Lücke und spielt den Ball im Doppelpass direkt durch vier Abwehrspieler hindurch zu Selke. Der Bremer geht ins Eins-gegen-Eins, lässt seinen Gegenspieler aussteigen und trifft zum 1:0.

Immer wieder setzt die Nummer 10 der U 19-Junioren den Stürmer von Werder Bremen in Szene. "Das ist mein Job", sagt er bescheiden. "Mir gefällt, wie wir als Mannschaft arbeiten. Es spielt keine Rolle, wer die Tore macht oder wer sie vorbereitet. Wir wissen, dass wir im Kollektiv arbeiten müssen", meint Stendera. Das Gesamtauftreten hat auch dem Trainer Marcus Sorg gut gefallen. "Jeder ist seine Aufgabe hochkonzentriert angegangen. Davie Selke hat defensiv unheimlich fleißig mitgearbeitet. Dass er sich mit zwei Toren belohnen konnte, freut mich sehr für ihn", lobt Sorg. Die DFB-Auswahl spielte insgesamt sehr routiniert und ließ kaum Kontersituationen zu.

Härteprobe als Mannschaft gemeistert

Mit dem Sieg gegen die Ukraine hat die Mannschaft sieben Punkte in der Gruppenphase geholt und sich damit den ersten Platz der Gruppe B gesichert. "Das macht uns glücklich, und wie! Seit langer Zeit haben wir das Ziel Budapest vor Augen", sagt Stendera und fährt fort: "Die Qualifikation zur EM war nicht einfach. Mit dem Sieg gegen Spanien standen wir vor der ersten großen Härteprobe. Wir haben sie als Mannschaft gemeistert. Gegen Serbien lief es nicht rund, aber wir haben es als Team gemeistert. Und auch gegen aggressiv spielende Ukrainer standen wir wieder vor einer Prüfung, die wir nur gemeinsam haben bestehen können."

Nach dem Schlusspfiff war die Freude im Team entsprechend groß. Man sah den jungen Spielern an, dass Druck abgefallen war. "Wir wollten diesen Sieg, wir wollten unbedingt nach Budapest", erzählt der Frankfurter. In der Kabine sei schon ein bisschen gefeiert worden. Die gute Stimmung beim Aquajogging im Stadionbecken konnte man auch in der Mixed Zone hören. "Das haben sie sich verdient. Sie sind meiner Meinung nach die beste Mannschaft bei diesem Turnier", schwärmt ein Journalist aus Ungarn.

Im Halbfinale gegen Österreich

Hochkonzentriert soll es jetzt weitergehen, um den nächsten Schritt in Richtung EM-Titel zu machen. Im Halbfinale kommt es am Montag (ab 18 Uhr, live bei Eurosport) im Szusza Ferenc Stadion in Budapest zum Nachbarschaftsduell. Die Österreicher unterlagen im Spiel um den ersten Platz Portugal in einem Spiel auf hohem Niveau mit 1:2.

Bevor man sich aber Gedanken über das Spiel gegen Österreich macht, heißt es im deutschen Team erstmal Koffer packen. Der Tag nach dem Einzug ins Halbfinale ist ein Reisetag. Die Protagonisten vom Vorabend konnten etwas länger schlafen. Gefrühstückt wurde etwas später. Mittags bat Trainer Marcus Sorg alle 18 Spieler zu einer regenerativen Trainingseinheit auf dem Platz.

Gegen Österreich wieder die richtige Lösung finden

Während die Spieler sich vom anstrengenden Spiel erholen, steht das Team hinter dem Team vor einer organisatorischen Aufgabe. Die Zelte in Györ werden nach acht Tagen überhaus angenehmen Aufenthalts abgebaut und in Budapest wieder aufgebaut. Dafür wurde ein Vorkommando und ein LKW mit dem Großgepäck bereits nach Budapest vorgeschickt. Die Mannschaft wird erst am frühen Abend in der ungarischen Hauptstadt erwartet.

Die Zeit zur Regeneration, aber auch zur Vorbereitung auf das Halbfinale gegen Österreich, wollen die U 19-Junioren optimal nutzen. Und dann wieder die richtige Lösung finden.