Stadion-Dieter: Über Aachen nach London

Dieter Bosse hat im Stadion stets Hummeln im Hintern. Ruhig sitzen bleiben und entspannt das Spiel verfolgen, gibt's bei dem 68-Jährigen nicht. Der Fan der deutschen Frauen-Nationalmannschaft springt immer wieder er auf, schwenkt mit der einen Hand aufgeregt seine Deutschland-Fahne und dreht mit der anderen seine Ratsche. So wird man ihn auch am 5. Oktober (ab 14 Uhr, live in der ARD) beim EM-Qualifikationsspiel in Aachen gegen die Ukraine sehen.

Es sind die Atmosphäre und die Gemeinschaft im Stadion, die den sonst eher entspannten Tankwart aus sich herauskommen lassen. "Da geht’s manchmal mit mir durch. Die Emotionen müssen einfach raus", sagt Dieter, der sich auf der Tribüne auch mal "kaputt ärgern" kann, wenn das Spiel nicht nach seinem Wunsch verläuft.

Sobald die Nationalhymne aus tausenden Kehlen hallt, stellen sich ihm die Haare auf und ihn überkommt eine Gänsehaut. "Das ganze Erlebnis vor, während und nach dem Spiel ist im Stadion viel intensiver", erklärt er. Der Support der Mannschaft gehört für ihn dazu. Dieter ist davon überzeugt, dass die Atmosphäre im Stadion einen Einfluss auf die Spielerinnen hat. Deshalb versucht er sich stets lautstark und positiv einzubringen, um seinen kleinen Teil dazu beizutragen, die Mannschaft zu unterstützen.

Der ruhige Sofa-Dieter

Ganz anders sieht es auf der heimischen Couch aus. Ohne Trikot, Schal, Fahne und Ratsche ist Dieter eher ein ruhiger Vertreter und verfolgt die Spiele der Frauen-Nationalmannschaft vor dem Bildschirm analytisch und reserviert. "Das ist einfach nicht dasselbe", beklagt er. Man könne es nicht miteinander vergleichen.

Seit 40 Jahren verfolgt der Gelsenkirchener das Geschehen im Frauenfußball. Zunächst als einer von 50 Zuschauern in der Frauen-Bezirksliga beim inzwischen aufgelösten Blau-Weiß Westerholt. Mittlerweile als treuer Anhänger und Dauerkarteninhaber der SGS Essen in der Frauen-Bundesliga.

Im vergangenen Jahr hat Dieter Gefallen daran gefunden auch zu Auswärts-Länderspielen zu fahren. Mit der Reisegruppe von Fan Club-Betreuerin Petra Biallowons besuchte er die Spiele in Island, auf den Färöer Inseln und in Schweden. Die Kombination aus Fußball, Reisen und Kultur gefällt ihm sehr. "Wir sind schnell eine tolle Gemeinschaft geworden", sagt Dieter, der seine neuen Bekanntschaften nicht nur bei Länderspielen, sondern auch bei Bundesliga-Spielen regelmäßig wiedersieht.

London calling

Die nächste größere Reise plant er zum Auswärtsspiel in London gegen die Engländerinnen im November dieses Jahres. Gegen die Ukraine wird es noch einmal die Kurzstrecke. Rund 150 Kilometer muss er bis Aachen zurücklegen. Den Aufwand betreibt er gerne. Denn Dieter rechnet mit einem klaren Sieg der DFB-Frauen. "Wenn sie an die Leistung im Hinspiel anknüpfen, dann klappt das auf jeden Fall", sagt der Westfale.

Sein Vertrauen in das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg ist groß. Er traut der jungen Mannschaft bei der Europameisterschaft 2021 einiges zu. Gerne würde er dann wieder nach London reisen, um das DFB-Team mit Trikot, Schal, Fahne und Ratsche anzufeuern. Am liebsten am 1. August im Wembley-Stadion, wenn das EM-Endspiel angepfiffen wird. Mit einem Sieg in Aachen wäre er diesem Ziel schon einen kleinen Schritt näher.

[jh]

Dieter Bosse hat im Stadion stets Hummeln im Hintern. Ruhig sitzen bleiben und entspannt das Spiel verfolgen, gibt's bei dem 68-Jährigen nicht. Der Fan der deutschen Frauen-Nationalmannschaft springt immer wieder er auf, schwenkt mit der einen Hand aufgeregt seine Deutschland-Fahne und dreht mit der anderen seine Ratsche. So wird man ihn auch am 5. Oktober (ab 14 Uhr, live in der ARD) beim EM-Qualifikationsspiel in Aachen gegen die Ukraine sehen.

Es sind die Atmosphäre und die Gemeinschaft im Stadion, die den sonst eher entspannten Tankwart aus sich herauskommen lassen. "Da geht’s manchmal mit mir durch. Die Emotionen müssen einfach raus", sagt Dieter, der sich auf der Tribüne auch mal "kaputt ärgern" kann, wenn das Spiel nicht nach seinem Wunsch verläuft.

Sobald die Nationalhymne aus tausenden Kehlen hallt, stellen sich ihm die Haare auf und ihn überkommt eine Gänsehaut. "Das ganze Erlebnis vor, während und nach dem Spiel ist im Stadion viel intensiver", erklärt er. Der Support der Mannschaft gehört für ihn dazu. Dieter ist davon überzeugt, dass die Atmosphäre im Stadion einen Einfluss auf die Spielerinnen hat. Deshalb versucht er sich stets lautstark und positiv einzubringen, um seinen kleinen Teil dazu beizutragen, die Mannschaft zu unterstützen.

Der ruhige Sofa-Dieter

Ganz anders sieht es auf der heimischen Couch aus. Ohne Trikot, Schal, Fahne und Ratsche ist Dieter eher ein ruhiger Vertreter und verfolgt die Spiele der Frauen-Nationalmannschaft vor dem Bildschirm analytisch und reserviert. "Das ist einfach nicht dasselbe", beklagt er. Man könne es nicht miteinander vergleichen.

Seit 40 Jahren verfolgt der Gelsenkirchener das Geschehen im Frauenfußball. Zunächst als einer von 50 Zuschauern in der Frauen-Bezirksliga beim inzwischen aufgelösten Blau-Weiß Westerholt. Mittlerweile als treuer Anhänger und Dauerkarteninhaber der SGS Essen in der Frauen-Bundesliga.

Im vergangenen Jahr hat Dieter Gefallen daran gefunden auch zu Auswärts-Länderspielen zu fahren. Mit der Reisegruppe von Fan Club-Betreuerin Petra Biallowons besuchte er die Spiele in Island, auf den Färöer Inseln und in Schweden. Die Kombination aus Fußball, Reisen und Kultur gefällt ihm sehr. "Wir sind schnell eine tolle Gemeinschaft geworden", sagt Dieter, der seine neuen Bekanntschaften nicht nur bei Länderspielen, sondern auch bei Bundesliga-Spielen regelmäßig wiedersieht.

London calling

Die nächste größere Reise plant er zum Auswärtsspiel in London gegen die Engländerinnen im November dieses Jahres. Gegen die Ukraine wird es noch einmal die Kurzstrecke. Rund 150 Kilometer muss er bis Aachen zurücklegen. Den Aufwand betreibt er gerne. Denn Dieter rechnet mit einem klaren Sieg der DFB-Frauen. "Wenn sie an die Leistung im Hinspiel anknüpfen, dann klappt das auf jeden Fall", sagt der Westfale.

Sein Vertrauen in das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg ist groß. Er traut der jungen Mannschaft bei der Europameisterschaft 2021 einiges zu. Gerne würde er dann wieder nach London reisen, um das DFB-Team mit Trikot, Schal, Fahne und Ratsche anzufeuern. Am liebsten am 1. August im Wembley-Stadion, wenn das EM-Endspiel angepfiffen wird. Mit einem Sieg in Aachen wäre er diesem Ziel schon einen kleinen Schritt näher.

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