Potsdam vs. Frankfurt: Klassiker unter ungewohnten Vorzeichen

Zusammen haben der 1. FFC Turbine Potsdam und der 1. FFC Frankfurt nicht weniger als 25 nationale Titel gewonnen. Am 3. Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga stehen sich beide Vereine gegenüber. Ausgetragen wird der Klassiker heute (ab 14 Uhr, live bei Telekom Sport, DFB-TV und Sport1) in Potsdam. Die Gastgeberinnen, sechsmal Deutscher Meister und dreimal DFB-Pokalsieger, sind mit einem Sieg und einer Niederlage in die Saison gestartet. Bundesliga-Rekordmeister (sieben Titel) und Rekordpokalsieger (neun) Frankfurt wartet dagegen nach zwei Begegnungen noch auf den ersten Punktgewinn.

Turbine-Trainer Matthias Rudolph kann wieder Rahel Kiwic planen. Die Abwehrspielerin hatte sich in der Auftaktpartie bei der TSG Hoffenheim eine Gelb-Rote Karte eingehandelt und verpasste daher das 2:0 gegen den SC Sand. Nun ist die 27-jährige Schweizerin wieder spielberechtigt. Stürmerin Nina Ehegötz hatte sich in Hoffenheim einen Kreuzbandriss zugezogen und fällt lange Zeit aus.

Der Saisonstart der Frankfurterinnen ging mit dem 0:3 beim Double-Gewinner VfL Wolfsburg und dem 1:4 gegen die TSG Hoffenheim daneben. "Die bisherigen Ergebnisse sollten wir nicht als Ballast mit uns tragen, sondern vielmehr die Chance erkennen, die sich uns in Potsdam bietet", erklärt FFC-Manager Siegfried Dietrich. "Es gilt, die Lehren aus den bisherigen zwei Spielen zu ziehen, in der Entwicklung unseres jungen Teams einen Schritt voranzukommen und mit einer guten Leistung sowie einem positiven Resultat wieder in die Spur zu finden."

Hoffenheim erwartet gegen Essen Duell auf Augenhöhe

Für die TSG Hoffenheim hätte der Saisonstart besser kaum laufen können. Vor dem dritten Meisterschaftsspiel am Sonntag (ab 11 Uhr) stehen für die Mannschaft von TSG-Trainer Jürgen Ehrmann optimale sechs Zähler in der Bilanz. "Wir spielen sauberer als in der Rückrunde und sind dazu noch sehr effektiv. Deshalb erzielen wir derzeit mehr Tore", sagt Stürmerin Nicole Billa, die in Meisterschaft und Pokal schon dreimal getroffen hat. "Wir erwarten gegen Essen ein Duell auf Augenhöhe. Für uns wird es wichtig sein, wieder eine gute Mannschaftsleistung abzurufen und selbstbewusst aufzutreten - ohne wegen unserer Erfolgsserie überheblich zu werden."

Die von Daniel Kraus trainierten Essenerinnen mussten sich am vergangenen Wochenende Titelverteidiger VfL Wolfsburg 0:5 geschlagen geben. Am 1. Spieltag hatte die SGS das Derby beim MSV Duisburg 4:0 gewonnen. Kraus kann nicht seine Bestbesetzung aufbieten. Die Torhüterinnen Lisa Klostermann (Sprunggelenk) und Stina Johannes (Sprunggelenkfraktur) fehlen ebenso wie Annalena Breitenbach (Kreuzband), Ina Lehmann (Sprunggelenk), Ramona Petzelberger (Sehnenverletzung) und Lena Ostermeier (Knieverletzung).

Wolfsburg empfängt Bayern München zum Spitzenspiel

Das ist der "Gipfel": In Niedersachsen kommt es am Sonntag (ab 14 Uhr, live bei Telekom Sport) zum Spitzenspiel zwischen den beiden Titelfavoriten und Champions League-Teilnehmern VfL Wolfsburg und FC Bayern München. Beide Mannschaften haben bisher alle Pflichtspiele in der Liga, im DFB-Pokal und in der Champions League gewonnen. In der Tabelle hat Vizemeister und Spitzenreiter Bayern mit sechs Punkten und 14:1 Toren die Nase knapp vorn. Für den Deutschen Meister aus Wolfsburg stehen ebenfalls sechs Zähler und 8:0 Treffer zu Buche. Mindestens eine Erfolgsserie wird am Sonntag reißen.

FCB-Mittelfeldspielerin Jill Roord sieht den FC Bayern für das Topspiel gut vorbereitet. "Die Stimmung ist richtig gut", sagt die 21-jährige Niederländerin. "Es läuft einfach bei uns und ich habe viel Vertrauen in unser Team."

Die Bilanz spricht knapp für die Wolfsburgerinnen. Nach 28 Aufeinandertreffen stehen für den VfL elf Siege in der Statistik. Siebenmal gab es ein Remis, zehnmal gewann München. Das jüngste Duell in der Bundesliga Ende Mai ging 2:1 an die Bayern.

Lerch: "Dieses Duell ist der Höhepunkt"

"Dieses Duell ist ein Höhepunkt, egal zu welchem Zeitpunkt der Saison es ausgetragen wird", sagt VfL-Trainer Stephan Lerch. "Es kann durchaus entscheidend sein, in welche Richtung die Spielzeit weiterläuft. Beide Seiten sind noch frisch, das wird der Partie zu Gute kommen. Deswegen hat es auch Charme, dass dieses Duell so früh stattfindet. Die individuelle Qualität ist bei beiden Teams sehr groß. Allerdings muss man in der Allianz Frauen-Bundesliga in jeder Woche abliefern, egal wie der Gegner heißt."

Zu den Qualitäten des Gegners erklärt Lerch: "Gerade in der Offensive sehe ich die große Stärke des FC Bayern. Da haben sie im Sommer durch Lina Magull auch noch einmal Qualität hinzubekommen. Aber sie waren auch vorher schon gut aufgestellt. Da kommt eine Menge Tempo auf uns zu und viele Spielerinnen, die Tore erzielen können. Das macht sie schwer ausrechenbar. Wir müssen versuchen, Bayern unter Druck zu setzen. Dann bin ich zuversichtlich, dass wir ein gutes Ergebnis erzielen." Nicht gefährdet ist der Einsatz von Nationalstürmerin Alexandra Popp, die zuletzt in der Champions League pausiert hatte. "Alex konnte schon wieder trainieren, das sieht gut aus", so Trainer Stephan Lerch.



Zusammen haben der 1. FFC Turbine Potsdam und der 1. FFC Frankfurt nicht weniger als 25 nationale Titel gewonnen. Am 3. Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga stehen sich beide Vereine gegenüber. Ausgetragen wird der Klassiker heute (ab 14 Uhr, live bei Telekom Sport, DFB-TV und Sport1) in Potsdam. Die Gastgeberinnen, sechsmal Deutscher Meister und dreimal DFB-Pokalsieger, sind mit einem Sieg und einer Niederlage in die Saison gestartet. Bundesliga-Rekordmeister (sieben Titel) und Rekordpokalsieger (neun) Frankfurt wartet dagegen nach zwei Begegnungen noch auf den ersten Punktgewinn.

Turbine-Trainer Matthias Rudolph kann wieder Rahel Kiwic planen. Die Abwehrspielerin hatte sich in der Auftaktpartie bei der TSG Hoffenheim eine Gelb-Rote Karte eingehandelt und verpasste daher das 2:0 gegen den SC Sand. Nun ist die 27-jährige Schweizerin wieder spielberechtigt. Stürmerin Nina Ehegötz hatte sich in Hoffenheim einen Kreuzbandriss zugezogen und fällt lange Zeit aus.

Der Saisonstart der Frankfurterinnen ging mit dem 0:3 beim Double-Gewinner VfL Wolfsburg und dem 1:4 gegen die TSG Hoffenheim daneben. "Die bisherigen Ergebnisse sollten wir nicht als Ballast mit uns tragen, sondern vielmehr die Chance erkennen, die sich uns in Potsdam bietet", erklärt FFC-Manager Siegfried Dietrich. "Es gilt, die Lehren aus den bisherigen zwei Spielen zu ziehen, in der Entwicklung unseres jungen Teams einen Schritt voranzukommen und mit einer guten Leistung sowie einem positiven Resultat wieder in die Spur zu finden."

Hoffenheim erwartet gegen Essen Duell auf Augenhöhe

Für die TSG Hoffenheim hätte der Saisonstart besser kaum laufen können. Vor dem dritten Meisterschaftsspiel am Sonntag (ab 11 Uhr) stehen für die Mannschaft von TSG-Trainer Jürgen Ehrmann optimale sechs Zähler in der Bilanz. "Wir spielen sauberer als in der Rückrunde und sind dazu noch sehr effektiv. Deshalb erzielen wir derzeit mehr Tore", sagt Stürmerin Nicole Billa, die in Meisterschaft und Pokal schon dreimal getroffen hat. "Wir erwarten gegen Essen ein Duell auf Augenhöhe. Für uns wird es wichtig sein, wieder eine gute Mannschaftsleistung abzurufen und selbstbewusst aufzutreten - ohne wegen unserer Erfolgsserie überheblich zu werden."

Die von Daniel Kraus trainierten Essenerinnen mussten sich am vergangenen Wochenende Titelverteidiger VfL Wolfsburg 0:5 geschlagen geben. Am 1. Spieltag hatte die SGS das Derby beim MSV Duisburg 4:0 gewonnen. Kraus kann nicht seine Bestbesetzung aufbieten. Die Torhüterinnen Lisa Klostermann (Sprunggelenk) und Stina Johannes (Sprunggelenkfraktur) fehlen ebenso wie Annalena Breitenbach (Kreuzband), Ina Lehmann (Sprunggelenk), Ramona Petzelberger (Sehnenverletzung) und Lena Ostermeier (Knieverletzung).

Wolfsburg empfängt Bayern München zum Spitzenspiel

Das ist der "Gipfel": In Niedersachsen kommt es am Sonntag (ab 14 Uhr, live bei Telekom Sport) zum Spitzenspiel zwischen den beiden Titelfavoriten und Champions League-Teilnehmern VfL Wolfsburg und FC Bayern München. Beide Mannschaften haben bisher alle Pflichtspiele in der Liga, im DFB-Pokal und in der Champions League gewonnen. In der Tabelle hat Vizemeister und Spitzenreiter Bayern mit sechs Punkten und 14:1 Toren die Nase knapp vorn. Für den Deutschen Meister aus Wolfsburg stehen ebenfalls sechs Zähler und 8:0 Treffer zu Buche. Mindestens eine Erfolgsserie wird am Sonntag reißen.

FCB-Mittelfeldspielerin Jill Roord sieht den FC Bayern für das Topspiel gut vorbereitet. "Die Stimmung ist richtig gut", sagt die 21-jährige Niederländerin. "Es läuft einfach bei uns und ich habe viel Vertrauen in unser Team."

Die Bilanz spricht knapp für die Wolfsburgerinnen. Nach 28 Aufeinandertreffen stehen für den VfL elf Siege in der Statistik. Siebenmal gab es ein Remis, zehnmal gewann München. Das jüngste Duell in der Bundesliga Ende Mai ging 2:1 an die Bayern.

Lerch: "Dieses Duell ist der Höhepunkt"

"Dieses Duell ist ein Höhepunkt, egal zu welchem Zeitpunkt der Saison es ausgetragen wird", sagt VfL-Trainer Stephan Lerch. "Es kann durchaus entscheidend sein, in welche Richtung die Spielzeit weiterläuft. Beide Seiten sind noch frisch, das wird der Partie zu Gute kommen. Deswegen hat es auch Charme, dass dieses Duell so früh stattfindet. Die individuelle Qualität ist bei beiden Teams sehr groß. Allerdings muss man in der Allianz Frauen-Bundesliga in jeder Woche abliefern, egal wie der Gegner heißt."

Zu den Qualitäten des Gegners erklärt Lerch: "Gerade in der Offensive sehe ich die große Stärke des FC Bayern. Da haben sie im Sommer durch Lina Magull auch noch einmal Qualität hinzubekommen. Aber sie waren auch vorher schon gut aufgestellt. Da kommt eine Menge Tempo auf uns zu und viele Spielerinnen, die Tore erzielen können. Das macht sie schwer ausrechenbar. Wir müssen versuchen, Bayern unter Druck zu setzen. Dann bin ich zuversichtlich, dass wir ein gutes Ergebnis erzielen." Nicht gefährdet ist der Einsatz von Nationalstürmerin Alexandra Popp, die zuletzt in der Champions League pausiert hatte. "Alex konnte schon wieder trainieren, das sieht gut aus", so Trainer Stephan Lerch.

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Aufsteiger Leverkusen will Schwung mitnehmen

1:10 gegen Bayern München, 1:0 gegen Werder Bremen: Die ersten beiden Spiele des Aufsteigers Bayer 04 Leverkusen hätten unterschiedlicher kaum ausfallen können. Nun geht es für die Mannschaft von Bayer-Trainer Verena Hagedorn am Sonntag (ab 14 Uhr) gegen den SC Freiburg darum, möglichst die ersten Punkte vor eigenem Publikum einzufahren.

"Wir haben wieder einen Gegner vor uns, gegen den wir als Aufsteiger nicht als Favorit in die Partie gehen", so Ex-Nationalspielerin Hagedorn. "Wir hoffen aber, den Schwung aus der Bremen-Partie mitzunehmen und selbstbewusst aufzuspielen. Wir haben nichts zu verlieren." Verzichten muss Hagedorn auf Juliane Wirtz und Pauline Wimmer (beim U 18-Länderpokal).

Die Gäste aus Freiburg sind nach zwei Ligabegegnungen noch unbesiegt (vier Zähler) und ohne Gegentor. Die vergangenen fünf Duelle mit Bayer 04 entschied der Sport-Club allesamt für sich. "Auf uns wartet jede Menge Arbeit", meint Freiburgs Trainer Jens Scheuer. "Mit Leverkusen treffen wir auf einen starken Aufsteiger."

Sand und Gladbach hoffen auf erstes Tor

Mit dem SC Sand und Neuling Borussia Mönchengladbach stehen sich am Sonntag (ab 14 Uhr) zwei Mannschaften gegenüber, die noch auf das erste Tor warten. Sand holte bei 0:2 Toren immerhin einen Zähler, Mönchengladbach (0:7) hat noch keinen Punkt auf dem Konto.

"Wir nehmen die Favoritenrolle an", sagt SCS-Trainer Sascha Glass. "Wenn wir gegen Gladbach einen Dreier einfahren, dann können wir auch mit dem Auftakt zufrieden sein." Nicht dabei sind Angreiferin Milena Nikolic (Muskelbündelriss) sowie Offensivspielerin Jasmin Sehan (Magen-Darm-Infekt).

Borussia-Trainer René Krienen fordert gegenüber dem 0:4 beim SC Freiburg eine deutliche Steigerung. "Wir waren viel zu ängstlich in der ersten Halbzeit und haben uns wenig zugetraut", so Krienen. "Außerdem waren wir zu weit weg von den Gegenspielerinnen. Erst in der zweiten Halbzeit hat man dann gesehen, dass wir uns wehren."

Duisburg ohne Alina Angerer gegen Bremen

Schlusslicht MSV Duisburg strebt gegen den SV Werder Bremen am Sonntag (ab 14 Uhr) den ersten Punktgewinn und das erste Tor in dieser Saison an. Bisher gab es ein 0:4 im Westduell mit der SGS Essen sowie ein 0:4 beim FC Bayern München. MSV-Mittelfeldspielerin Alina Angerer steht wegen eines Bänderrisses im Sprunggelenk einige Wochen nicht zur Verfügung. Spielführerin Kathleen Radtke kann dagegen nach überstandenem fiebrigen Infekt wieder mitmischen.

MSV-Trainer Thomas Gerstner sagt: "Bremen gehört zu den Teams, die mit uns um den Klassenverbleib kämpfen. Wir müssen daher alles daransetzen, die drei Punkte in Duisburg zu behalten."

Die Bremerinnen, trainiert von Carmen Roth, kassierten beim jüngsten 0:1 gegen Aufsteiger Bayer 04 Leverkusen die erste Niederlage in dieser Saison. "in Duisburg müssen wir wieder mutiger auftreten und unsere Stärken zeigen. Leider hat man die Fähigkeiten, die das Team besitzt, gegen Leverkusen nicht so oft gesehen."

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