Mattia Maggio: Früher gegen Ibrahimovic, heute in Dassendorf

Mattia Maggio spielte in der Bundesliga für den Hamburger SV, stand in Italien gegen Zlatan Ibrahimović auf dem Platz und war zudem in Belgien aktiv. Nun hat er sich dem Hamburger Oberliga-Meister TuS Dassendorf angeschlossen. Ein positiver Nebeneffekt: Er darf im DFB-Pokal gegen den MSV Duisburg auflaufen. Im DFB.de-Interview erzählt der 24 Jahre alte Stürmer, wie seine Eindrücke vom Amateurfußball sind, was in seiner Profikarriere schief lief und wie er die Chancen im DFB-Pokal einschätzt.

DFB.de: Herr Maggio, warum geht ein Spieler mit Ihrer Vergangenheit in die Oberliga?

Mattia Maggio: Ich kenne den Verein TuS Dassendorf schon länger. Zwei gute Freunde, mit denen ich früher für die zweite Mannschaft des Hamburger SV gespielt habe, spielen bereits hier. Nachdem mein letzter Verein (der belgische Drittligist ASV Geel, Anm.d.Red) Bankrott ging, wollte ich ein bisschen Druck aus der Sache nehmen. In den letzten Jahren, seitdem ich den HSV verlassen habe, hat in meiner Profikarriere praktisch nichts mehr geklappt. Daher möchte ich nun erst einmal Amateurfußball spielen. Zudem vermittelt der Verein mir einen Ausbildungsplatz im Büromanagement.

DFB.de: Wie sind Ihre ersten Eindrücke von Ihrem neuen Verein TuS Dassendorf?

Maggio: Ich trainiere bereits seit März mit der Mannschaft, nehme aber erst zur neuen Saison am Spielbetrieb teil. Das spielerische Niveau ist für eine Oberliga-Mannschaft sehr hoch. Wir haben hier einige Spieler, die genauso wie ich bereits Erfahrungen im Profifußball gesammelt haben. Das zeigt sich auf dem Platz.

DFB.de: Wie groß sind die Unterschiede zwischen Profifußball und dem gehobenen Amateurfußball?

Maggio: Das sind schon zwei verschiedene Welten. Selbst wenn man lediglich für die zweite Mannschaft eines Bundesligisten spielt, dreht sich das ganze Leben um Fußball. Morgens hat man die erste Trainingseinheit, am Nachmittag die zweite. Der Fußball ist natürlich auch viel schneller. Man muss viel konzentrierter sein. Das Training ist deutlich intensiver. In der Oberliga ist alles etwas entspannter.

DFB.de: Sie haben im heißen Endspurt der Saison 2013 / 2014 vier Bundesligaspiele für den Hamburger SV absolviert. Wie haben Sie es damals in die 1. Mannschaft geschafft?

Maggio: Der HSV spielte gegen den Abstieg und hatte große Probleme im Sturm. Pierre-Michel Lasogga war verletzt, und Ersatzmann Jacques Zoua hat nicht die erforderliche Leistung gebracht. Ich habe damals für die zweite Mannschaft in der Regionalliga viele Tore erzielt und vorbereitet. Der damalige Sportchef Oliver Kreuzer war vor Ort, als ich einen Hattrick erzielte habe. Dann wurde ich zu den Profis befördert, durfte dort mittrainieren und zwei Tage später mein Bundesligadebüt gegen Bayer Leverkusen geben.



Mattia Maggio spielte in der Bundesliga für den Hamburger SV, stand in Italien gegen Zlatan Ibrahimović auf dem Platz und war zudem in Belgien aktiv. Nun hat er sich dem Hamburger Oberliga-Meister TuS Dassendorf angeschlossen. Ein positiver Nebeneffekt: Er darf im DFB-Pokal gegen den MSV Duisburg auflaufen. Im DFB.de-Interview erzählt der 24 Jahre alte Stürmer, wie seine Eindrücke vom Amateurfußball sind, was in seiner Profikarriere schief lief und wie er die Chancen im DFB-Pokal einschätzt.

DFB.de: Herr Maggio, warum geht ein Spieler mit Ihrer Vergangenheit in die Oberliga?

Mattia Maggio: Ich kenne den Verein TuS Dassendorf schon länger. Zwei gute Freunde, mit denen ich früher für die zweite Mannschaft des Hamburger SV gespielt habe, spielen bereits hier. Nachdem mein letzter Verein (der belgische Drittligist ASV Geel, Anm.d.Red) Bankrott ging, wollte ich ein bisschen Druck aus der Sache nehmen. In den letzten Jahren, seitdem ich den HSV verlassen habe, hat in meiner Profikarriere praktisch nichts mehr geklappt. Daher möchte ich nun erst einmal Amateurfußball spielen. Zudem vermittelt der Verein mir einen Ausbildungsplatz im Büromanagement.

DFB.de: Wie sind Ihre ersten Eindrücke von Ihrem neuen Verein TuS Dassendorf?

Maggio: Ich trainiere bereits seit März mit der Mannschaft, nehme aber erst zur neuen Saison am Spielbetrieb teil. Das spielerische Niveau ist für eine Oberliga-Mannschaft sehr hoch. Wir haben hier einige Spieler, die genauso wie ich bereits Erfahrungen im Profifußball gesammelt haben. Das zeigt sich auf dem Platz.

DFB.de: Wie groß sind die Unterschiede zwischen Profifußball und dem gehobenen Amateurfußball?

Maggio: Das sind schon zwei verschiedene Welten. Selbst wenn man lediglich für die zweite Mannschaft eines Bundesligisten spielt, dreht sich das ganze Leben um Fußball. Morgens hat man die erste Trainingseinheit, am Nachmittag die zweite. Der Fußball ist natürlich auch viel schneller. Man muss viel konzentrierter sein. Das Training ist deutlich intensiver. In der Oberliga ist alles etwas entspannter.

DFB.de: Sie haben im heißen Endspurt der Saison 2013 / 2014 vier Bundesligaspiele für den Hamburger SV absolviert. Wie haben Sie es damals in die 1. Mannschaft geschafft?

Maggio: Der HSV spielte gegen den Abstieg und hatte große Probleme im Sturm. Pierre-Michel Lasogga war verletzt, und Ersatzmann Jacques Zoua hat nicht die erforderliche Leistung gebracht. Ich habe damals für die zweite Mannschaft in der Regionalliga viele Tore erzielt und vorbereitet. Der damalige Sportchef Oliver Kreuzer war vor Ort, als ich einen Hattrick erzielte habe. Dann wurde ich zu den Profis befördert, durfte dort mittrainieren und zwei Tage später mein Bundesligadebüt gegen Bayer Leverkusen geben.

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DFB.de: Warum ging es nach jener Saison beim HSV nicht weiter?

Maggio: Mein Vertrag war ausgelaufen. Ich wollte eigentlich verlängern. Der HSV war ebenfalls an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert. Leider hat mein Berater mich im Stich gelassen.

DFB.de: Inwiefern?

Maggio: Er sagte mir immer, er würde sich um alles kümmern. Aber plötzlich hatten wir Ende Mai, ich hörte nichts mehr von meinem Berater und bekam dann auch noch mit, dass er sich überhaupt nicht um meine Zukunft gekümmert hatte. Plötzlich stand ich ohne Verein und ohne Berater da. Leider hatte ich mit meinen Beratern häufiger Pech. Klar: Ich habe auch Fehler gemacht. Aber wäre ich gut beraten worden, wäre meine Karriere ganz anders verlaufen.

DFB.de: Sie haben in Ihrer Karriere auch einmal gegen Zlatan Ibrahimovic gespielt…

Maggio: Das war noch vor meiner Zeit beim HSV. Damals habe ich für die zweite Mannschaft von Novara Calcio gespielt, wurde dann für ein Erstligaspiel auswärts beim AC Mailand in den Kader befördert und in der Schlussphase eingewechselt. Ich hatte keinen direkten Zweikampf mit Ibrahimovic, weil wir beide Stürmer sind. Aber man hat nach dem Spiel miteinander abgeklatscht. Ibrahimovic war schon immer mein Idol. Dann traf ich in dem Spiel auch noch auf Leute wie Gennaro Gattuso oder Filippo Inzaghi – die Weltmeister von 2006. Da ich Italiener bin, war das ein besonderes Erlebnis für mich.

DFB.de: Später, nach Ihrer Zeit beim HSV, haben Sie noch einmal Ihr Glück in Italien versucht und sind zum drittklassigen Mantova FC gegangen. Warum hat es dort lediglich zu einem Ligaspiel gereicht?

Maggio: Der Trainer, der mich unbedingt haben wollte, wurde nach dem ersten Spiel entlassen. Sein Nachfolger hat mich überhaupt nicht berücksichtigt. Nach etwa drei Monaten war ich wieder weg. Dann bin ich erst zurück nach Deutschland zum FC Nöttingen gegangen, bevor das Angebot aus Belgien kam. Dort lief es sportlich eigentlich ganz gut. Aber wie gesagt: Plötzlich ging der Verein Bankrott.

DFB.de: Auch bei TuS Dassendorf stehen Ihnen aber einige Highlights bevor. Kommende Woche Mittwoch, dem 4. Juli, bestreiten Sie in Hamburg-Bergedorf ein Testspiel gegen Ihren Ex-Verein HSV. Das ist sicherlich eine besondere Partie für Sie, oder?

Maggio: Natürlich. Leider hat die aktuelle Mannschaft mit der damaligen nichts mehr zu tun. Aber ich freue mich total darauf. Ich liebe den Verein noch immer, weil der damalige Trainer Mirko Slomka mir die Chance gab, in der Bundesliga zu spielen. Ich hoffe, der HSV steigt wieder in die Bundesliga auf. In dem Testspiel werden wir dann ja sehen, wie gut sie drauf sind.

DFB.de: Im August wartet das nächste Highlight mit dem DFB-Pokalspiel gegen den MSV Duisburg…

Maggio: Das ist natürlich das größere Highlight, weil es ein Pokalspiel ist. Eigentlich haben wir als Oberligist keine Chance gegen einen Zweitligisten. Aber wer weiß: Vielleicht hat der MSV Duisburg einen schlechten Tag. Dann hätten wir vielleicht eine kleine Chance. Wir freuen uns einfach darauf und werden uns zerreißen.

DFB.de: Ist Ihre Profikarriere nun endgültig beendet oder träumen Sie von einem Comeback?

Maggio: Ich habe meinen Traum vom Profifußball nicht komplett verworfen. Aber nachdem die letzten Jahre so unglücklich gelaufen sind, habe ich entschieden, dieses Thema erst einmal beiseite zu legen.

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