Koch zum Fall Wilhelmshaven: "Werden Urteilsbegründung sorgfältig analysieren"

Der Fußball-Siebtligist SV Wilhelmshaven hat den jahrelangen Rechtsstreit gegen den Fußball-Weltverband (FIFA) gewonnen. Wie der Bundesgerichtshof (BGH) am heutigen Dienstag in Karlsruhe feststellte, war der nach der Saison 2013/2014 verordnete Zwangsabstieg des damaligen Regionalligisten rechtswidrig. Die FIFA hatte die Strafmaßnahme ausgesprochen, letztlich wurde sie vom Norddeutschen Fußball-Verband (NFV) vollstreckt. Ausgangspunkt des Rechtsstreits seit 2008 war die Weigerung des Klubs, für den früheren argentinischen Spieler Sergio Sagarzazu, der auch den italienischen Pass besitzt, eine Ausbildungsentschädigung in Höhe von insgesamt 157.500 Euro an zwei vorherige Klubs des Südamerikaners zu zahlen. Derlei Geldtransfers sehen die Bestimmungen des Weltverbandes FIFA vor.

Der für Recht- und Satzungsfragen zuständige 1. DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch sagt: "Wir werden die schriftliche Urteilsbegründung abwarten und sorgfältig analysieren. Auf dieser Grundlage werden wir sehr schnell klären müssen, was zu tun ist, um den Verpflichtungen als deutscher Fußball gegenüber der FIFA und den anderen weltweiten Fußballorganisationen auch weiterhin nachkommen zu können und dem international gültigen Spieler-Transferrecht auch in Deutschland zur Durchsetzung zu verhelfen. Ohne einheitliche, nachvollziehbare und verbindliche Regelungen ist ein rechtssicherer Spielbetrieb nicht möglich. Gegebenenfalls notwendige Satzungsänderungen müssten umgehend auf den Weg gebracht werden.‎"

[sid/dfb]

Der Fußball-Siebtligist SV Wilhelmshaven hat den jahrelangen Rechtsstreit gegen den Fußball-Weltverband (FIFA) gewonnen. Wie der Bundesgerichtshof (BGH) am heutigen Dienstag in Karlsruhe feststellte, war der nach der Saison 2013/2014 verordnete Zwangsabstieg des damaligen Regionalligisten rechtswidrig. Die FIFA hatte die Strafmaßnahme ausgesprochen, letztlich wurde sie vom Norddeutschen Fußball-Verband (NFV) vollstreckt. Ausgangspunkt des Rechtsstreits seit 2008 war die Weigerung des Klubs, für den früheren argentinischen Spieler Sergio Sagarzazu, der auch den italienischen Pass besitzt, eine Ausbildungsentschädigung in Höhe von insgesamt 157.500 Euro an zwei vorherige Klubs des Südamerikaners zu zahlen. Derlei Geldtransfers sehen die Bestimmungen des Weltverbandes FIFA vor.

Der für Recht- und Satzungsfragen zuständige 1. DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch sagt: "Wir werden die schriftliche Urteilsbegründung abwarten und sorgfältig analysieren. Auf dieser Grundlage werden wir sehr schnell klären müssen, was zu tun ist, um den Verpflichtungen als deutscher Fußball gegenüber der FIFA und den anderen weltweiten Fußballorganisationen auch weiterhin nachkommen zu können und dem international gültigen Spieler-Transferrecht auch in Deutschland zur Durchsetzung zu verhelfen. Ohne einheitliche, nachvollziehbare und verbindliche Regelungen ist ein rechtssicherer Spielbetrieb nicht möglich. Gegebenenfalls notwendige Satzungsänderungen müssten umgehend auf den Weg gebracht werden.‎"