Hartwig: "Rassismus hat in diesem Land nichts zu suchen"

DFB-Integrationsbotschafter Jimmy Hartwig hat in der Sky-Sendung "Nachmittagsreport" heute über das Thema "Rassismus im Fußball" gesprochen. DFB.de fasst die wichtigsten Aussagen des Ex-Nationalspielers zusammen.

Jimmy Hartwig über...

...die Rolle des Fußballs bei der Bekämpfung von Rassismus: Der Fußball hat die Möglichkeit und die Aufgabe, mehr zu tun. Die Ehrenamtler, die sich an der Basis einbringen, das sind die Menschen, die tagtäglich gegen den Rassismus ankämpfen.

...die jüngsten Vorkommnisse in den Stadien: Allen Zuschauern möchte ich sagen. Wenn ihr im Stadion seid und hört diese Rufe, dann geht auf diese Leute zu und sagt denen: Wir wollen Fußball schauen oder ihr lasst sie alleine stehen und geht von ihnen weg, um sie bloßzustellen. Rassismus darf keine Zukunft mehr haben. Wir sind alle gefragt. Rassismus hat in diesem Land nichts zu suchen. Und im Fußball auch nicht.

...Konsequenzen bei rassistischen Vorfällen: Die erste Stufe der drei Stufen-Regelung, also Durchsage, dann Spielunterbrechung, schließlich Abbruch, ist beim Spiel Münster gegen Würzburg angewendet worden. Wir müssen anfangen, noch mehr nachzudenken. Es kann nicht sein, dass Wahnsinnige den Rest beleidigen, die beleidigen ja nicht nur den Spieler, die beleidigen uns alle. Die suchen sich immer wieder ein neues Feindbild. In Münster hat zuerst der Stadionsprecher die Ansage gegen Rassismus gemacht, das Stadion ist aufgestanden, der Betreffende ist rausgebracht worden und das Spiel konnte weitergehen. Es gibt viel zu tun, aber das geht nur, wenn Medien, Verbände und alle anderen zusammenarbeiten.

...konkrete Maßnahmen von Vereinen und Verbänden: Es geht unten los in der Kreisklasse. Die Spieler müssen geschützt werden, wir müssen sie fragen: Wie fühlst Du Dich? Wie können wir helfen? Wir müssen ihnen sagen: Nicht alle Deutschen sind so, wie diese Leute. Wir müssen alle aufpassen. Wenn ein Spieler beleidigt wird, müssen sich alle um den Spieler stellen und ihn schützen. Es ist ein kleines Korn, das langsam aufgeht, aber ich möchte, dass es blitzschnell aufgeht.

...seine Möglichkeiten als Integrationsbeauftragter: Das ist ganz wichtig für mich. Ich wollte zeigen, wie hart es ist gegen Rassismus anzukämpfen. Jetzt beginnt das alles wieder von neuem, das Menschen angegriffen werden, nur weil sie eine andere Hautfarbe oder Religion haben. Das ist schade, das muss weg. Deswegen bin ich Integrationsbotschafter. Wir gehen da beim DFB vor und ich hoffe, dass wir mehr bewegen können.

[dfb]

DFB-Integrationsbotschafter Jimmy Hartwig hat in der Sky-Sendung "Nachmittagsreport" heute über das Thema "Rassismus im Fußball" gesprochen. DFB.de fasst die wichtigsten Aussagen des Ex-Nationalspielers zusammen.

Jimmy Hartwig über...

...die Rolle des Fußballs bei der Bekämpfung von Rassismus: Der Fußball hat die Möglichkeit und die Aufgabe, mehr zu tun. Die Ehrenamtler, die sich an der Basis einbringen, das sind die Menschen, die tagtäglich gegen den Rassismus ankämpfen.

...die jüngsten Vorkommnisse in den Stadien: Allen Zuschauern möchte ich sagen. Wenn ihr im Stadion seid und hört diese Rufe, dann geht auf diese Leute zu und sagt denen: Wir wollen Fußball schauen oder ihr lasst sie alleine stehen und geht von ihnen weg, um sie bloßzustellen. Rassismus darf keine Zukunft mehr haben. Wir sind alle gefragt. Rassismus hat in diesem Land nichts zu suchen. Und im Fußball auch nicht.

...Konsequenzen bei rassistischen Vorfällen: Die erste Stufe der drei Stufen-Regelung, also Durchsage, dann Spielunterbrechung, schließlich Abbruch, ist beim Spiel Münster gegen Würzburg angewendet worden. Wir müssen anfangen, noch mehr nachzudenken. Es kann nicht sein, dass Wahnsinnige den Rest beleidigen, die beleidigen ja nicht nur den Spieler, die beleidigen uns alle. Die suchen sich immer wieder ein neues Feindbild. In Münster hat zuerst der Stadionsprecher die Ansage gegen Rassismus gemacht, das Stadion ist aufgestanden, der Betreffende ist rausgebracht worden und das Spiel konnte weitergehen. Es gibt viel zu tun, aber das geht nur, wenn Medien, Verbände und alle anderen zusammenarbeiten.

...konkrete Maßnahmen von Vereinen und Verbänden: Es geht unten los in der Kreisklasse. Die Spieler müssen geschützt werden, wir müssen sie fragen: Wie fühlst Du Dich? Wie können wir helfen? Wir müssen ihnen sagen: Nicht alle Deutschen sind so, wie diese Leute. Wir müssen alle aufpassen. Wenn ein Spieler beleidigt wird, müssen sich alle um den Spieler stellen und ihn schützen. Es ist ein kleines Korn, das langsam aufgeht, aber ich möchte, dass es blitzschnell aufgeht.

...seine Möglichkeiten als Integrationsbeauftragter: Das ist ganz wichtig für mich. Ich wollte zeigen, wie hart es ist gegen Rassismus anzukämpfen. Jetzt beginnt das alles wieder von neuem, das Menschen angegriffen werden, nur weil sie eine andere Hautfarbe oder Religion haben. Das ist schade, das muss weg. Deswegen bin ich Integrationsbotschafter. Wir gehen da beim DFB vor und ich hoffe, dass wir mehr bewegen können.