Fragen und Antworten zur Fortsetzung der Saison in der 3. Liga

Die 3. Liga nimmt ihren Spielbetrieb ab dem 30. Mai wieder auf. Wie geht es jetzt weiter? An welchen Tagen wird gespielt? Und wie wird mit Standorten verfahren, an denen laut behördlicher Verfügungslage aktuell kein Profispielbetrieb erlaubt ist? DFB.de beantwortet die wichtigsten Fragen zur Fortsetzung der Saison in der 3. Liga.

Wie geht es in der 3. Liga weiter?

Die 3. Liga nimmt ihren Spielbetrieb am 30. Mai mit dem 28. Spieltag wieder auf. Der Rest der Saison wird durchgehend im Rhythmus englischer Wochen absolviert, enden soll die Saison mit dem 38. Spieltag am 4. Juli. Die anschließende Relegation zur 2. Bundesliga soll bis zum 11. Juli abgeschlossen sein. Diese Rahmenplanungen sind in enger Abstimmung mit dem Ausschuss 3. Liga erfolgt. Terminliche Abweichungen, beispielsweise durch etwaige Mannschaftsquarantänen bedingt, sind weiterhin möglich. 

Was ist grundsätzlich zu beachten?

Der bundesweite Spielbetrieb der 3. Liga erfolgt unter Berücksichtigung der politischen Verfügungslagen. Der Saisonfortsetzung zugrunde liegt das Hygienekonzept, das der DFB gemeinsam mit der DFL für alle Profiwettbewerbe im deutschen Fußball erarbeitet hat. "Im Zentrum stehen die gewissenhafte Umsetzung des Hygienekonzepts und die Möglichkeit, den Wettbewerb auf sportlichem Weg zu entscheiden", sagt der zuständige DFB-Vizepräsident Peter Frymuth

Warum wird ein Abbruch der Saison mit Aufstockung der 3. Liga auf 24 oder 25 Teams als nicht sinnvoll erachtet?

Neben den erwähnten und in ihrem vollen Ausmaß kaum abzuschätzenden Haftungsrisiken wäre eine ordnungsgemäße Durchführung der folgenden Saison 2020/2021 kaum darstellbar. Das Spielen ohne Zuschauer*innen und unter strenger Berücksichtigung eines Hygienekonzepts ist auch mindestens zu Beginn der Saison 2020/2021 mehr als wahrscheinlich – folglich ergeben sich für die Klubs ähnliche Rahmenbedingungen wie aktuell.

Darüber hinaus würde der Rahmenterminkalender 48 bis 50 Spieltage umfassen, wobei die Saison aufgrund der EURO bis Mai 2021 abgeschlossen sein muss. Bei einem Spielplan mit 50 Spieltagen würden sich nach bereits erhobenem Spielplanmodell 19 englische Wochen für die Klubs der 3. Liga ergeben. Die Höchstbelastung für Spieler würde sich folglich nicht – wie jetzt – über fünf Wochen, sondern über die gesamte Saison ziehen.

Diese Betrachtungen gehen dabei sogar noch vom bestmöglichen Fall aus – nämlich dass die Saison 2020/2021 tatsächlich ohne zeitliche Beeinträchtigungen ausgespielt werden kann (keine zweite Corona-Welle).

Sollten im Laufe der Saison 2020/2021 wieder Zuschauer*innen zugelassen sein, hätte ein solcher Spielplan negative Auswirkungen für die aktiven Fans aufgrund zahlreicher Auswärtsreisen unter der Woche. Wochenspieltage sind bekanntlich in den Fanszenen sehr unbeliebt. Die Annahme, an den Wochenspieltagen könnten dann nur bzw. vorwiegend Spiele mit kürzerer Entfernung angesetzt werden, ist in einer bundesweiten Spielklasse schlicht unmöglich – aufgrund der Zusammensetzung der Liga sowie vor allem aufgrund der Komplexität eines Spielplans, in dem viele Faktoren wie z.B. Sicherheitsvorgaben zwingend zu berücksichtigen sind.

Der erhöhte Abstieg, der nach einer Aufstockung ebenfalls erforderlich wäre, ist ein weiterer zu beachtender Faktor. Um die 3. Liga auf eine normale Sollstärke zurückzuführen, müssten sechs bis acht Klubs absteigen, das hat automatisch einen verschärften Abstiegskampf inklusive einer deutlich erhöhten finanziellen Risikobereitschaft der Klubs zur Folge.

Ein weiterer wirtschaftlicher Aspekt: Im Falle einer Aufstockung würden sich die Gelder aus der Zentralvermarktung und den Fördermaßnahmen des DFB auf mehr Klubs verteilen. Dies sind in Summe rund 24 Millionen Euro. Folglich würden diese Ausschüttungen pro Klub geringer ausfallen. Im Schnitt erhält ein Drittligist aus den genannten Töpfen aktuell 1,2 Millionen Euro. Bei 24 (25) Teams würde der durchschnittliche Betrag pro Klub auf 1,0 Mio. (960.000) Euro sinken – also um rund 20 Prozent.

An welchen Tagen wird gespielt?

Die 3. Liga beginnt nach der dreimonatigen Spielpause mit sieben Begegnungen am Samstag, 30. Mai, und drei Partien am Sonntag, 31. Mai. An den übrigen Wochenendspieltagen verteilen sich die zehn Spiele jeweils auf eine Begegnung am Freitag (19 Uhr), sechs Partien am Samstag (14 Uhr) und drei Spiele am Sonntag. Die Sonntagspartien werden um 13, 14 und 17 Uhr angepfiffen. Dafür wird es bis zum Ende der laufenden Saison keine Spiele am Montagabend geben. An den Spieltagen unter der Woche werden jeweils fünf Partien dienstags und fünf mittwochs ausgetragen. Anstoßzeiten sind hier 19 und 20.30 Uhr. Zeitgenau terminiert sind bisher die Partien des 28. und 29. Spieltags.

Wo sind die Spiele zu sehen?

Magenta Sport überträgt alle Spiele der 3. Liga live. Im Free-TV zeigen die ARD und ihre Dritten Programme im restlichen Verlauf der Saison vier Spiele an jedem Samstag und vereinzelt eine Partie unter der Woche live. Die Highlights der Partien sind wie gewohnt unter anderem in der ARD-Sportschau, den Sportsendungen der Dritten Programme sowie am späten Montagabend in "3. Liga pur" bei Sport1 zu sehen.

Warum wird die Saison fortgesetzt?

In zahlreichen Bundesländern liegen inzwischen positive Bescheide für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs vor, auch für die 3. Liga. Bei der 3. Liga handelt es sich um eine bundesweite Profispielklasse. Negative politische Verfügungslagen, die noch an vereinzelten Standorten bestehen, dürfen nicht den deutschlandweit mehrheitlich möglichen Spielbetrieb komplett unterbinden. Satzungsgemäße Aufgabe des DFB ist es, Spielbetrieb zu organisieren und sicherzustellen – sofern dies nicht durch höhere Gewalt oder übergeordnete Verfügungslagen verhindert wird. Per Zulassungsvertrag ist der DFB gegenüber den Vereinen der 3. Liga verpflichtet, Spielbetrieb anzubieten. Umgekehrt sind die Vereine laut Vertrag verpflichtet, am angebotenen Spielbetrieb teilzunehmen. Die Fortsetzung der Saison folgt zudem der klaren Empfehlung des Ausschusses 3. Liga und entspricht der Mehrheitsmeinung der Vereine. Kämen der DFB und/oder Vereine ihrer verankerten Verpflichtung nicht nach, würden sich daraus hohe Risiken in Bezug auf Haftung und Schadenersatz ergeben. Vor diesem Hintergrund war und ist es in der diskutierten Frage nach einem Abbruch der Saison auch von entscheidender Bedeutung, ob ein Abbruch erzwungen wäre (es darf bundesweit nicht gespielt werden) oder ob er selbst gewählt wäre (es könnte gespielt werden, aber man möchte nicht). Die Haftungsrisiken betreffen sowohl den DFB, sollte er frei gewählt keinen Spielbetrieb anbieten, als auch die Klubs, sollten diese nicht der Verpflichtung zur Teilnahme am Spielbetrieb nachkommen.

Wie wird mit Standorten verfahren, an denen laut behördlicher Verfügungslage aktuell kein Profispielbetrieb erlaubt ist?

Diese Vereine sind noch einmal dazu aufgefordert, in aktive Klärung mit den zuständigen Behörden zu treten. Sollte einem Klub zum Zeitpunkt eines Heimspiels nicht sein gewohntes Stadion zur Verfügung stehen, müsste er gemäß Statuten in eine andere Spielstätte ausweichen. Dabei handelt es sich um keine neue, sondern um eine gängige Regelung. Der KFC Uerdingen bestreitet seine Heimspiele der laufenden Saison in Düsseldorf, weil das Stadion in Krefeld nicht die Zulassungsvoraussetzungen für die 3. Liga erfüllt. Auch aus dem DFB-Pokal gibt es Beispiele, in denen die Regel zur Anwendung kam - zum Beispiel musste die TuS Koblenz ihre Erstrundenpartie gegen Dynamo Dresden 2017/2018 in Zwickau austragen. Das gewählte Vorgehen erfolgt im Sinne der Wettbewerbssicherung und des Gesamtinteresses der 3. Liga. Der DFB hat gegenüber Klubs, die von einer negativen Verfügungslage betroffen sind, nochmals das Angebot erneuert, bei einer Suche nach einer Ausweichspielstätte und/oder einem Trainingsgelände zu unterstützen. Die grundsätzliche Verantwortung diesbezüglich verbleibt beim jeweiligen Klub. In der aktuellen Sondersituation ist darüber hinaus ausnahmsweise die Möglichkeit geschaffen worden, das Heimrecht zu tauschen.

Die Saison läuft bis in den Juli. Wie wird mit Spielerverträgen umgegangen, die zum 30. Juni 2020 auslaufen?

Die Frage der Vertragslaufzeiten betrifft das Arbeitsverhältnis zwischen dem Verein und dem Spieler. Hierauf kann der DFB keinen Einfluss nehmen. Nur die Vertragspartner können diesbezüglich eine ihnen passende Regelung treffen, soweit sich nicht schon aus dem Vertrag selbst ergibt, dass er für die Spielzeit abgeschlossen wurde und erst mit dem tatsächlichen Ende der Spielzeit ausläuft. Der DFB und seine Verbände haben kurz nach Beginn der Corona-Krise bereits die erforderlichen und in ihrer Macht stehenden Regelungen getroffen, um den Spielern auch nach dem 30. Juni das Spielrecht für eine noch laufende Saison zu erhalten.

Handelt der DFB derzeit verantwortungslos gegenüber den Spielern?

Der DFB folgt dem Grundsatz und dem Ziel, allen Spielern der 3. Liga die Ausübung ihres Berufs zu ermöglichen und ihnen diese Voraussetzung nicht zu nehmen.

Verantwortung und Fürsorgepflicht gegenüber den Spielern liegen bei allen Beteiligten, auch bei den Klubs. Die Vereine konnten und können bei Bedarf alternativ außerhalb ihres Standorts Trainingslager beziehen. Dies ist schon deshalb sinnvoll, damit die Spieler ausreichend Zeit für Mannschaftstraining erhalten. Alle Klubs können dies schon seit geraumer Zeit tun, wenn sie Hygienebeauftragte benannt haben und vor dem Mannschaftstraining zwei negative Tests durchgeführt haben. Die Benennung des Hygienebeauftragten haben in der 3. Liga die letzten Klubs unmittelbar nach Bekanntgabe der Spielansetzungen am Donnerstag nach wochenlanger Hängepartie vorgenommen.

In diesem Zusammenhang ist noch einmal zu betonen: Der DFB arbeitet seit Wochen auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der 3. Liga hin. Am 27. April gab es dazu die letzte Managertagung mit Einholung eines Meinungsbildes. Bereits zuvor hatte die klare Empfehlung des Ausschusses 3. Liga vorgelegen. Der enge Rahmenspielplan ist spätestens seit Bekanntgabe des Spielplans der DFL (Bundesliga und 2. Bundesliga) und der anschließenden Relegation auch für die 3. Liga klar. Weder das Hygienekonzept noch der grundsätzliche Spielplan kommen also überraschend.

Was passiert, wenn die Saison zu einem späteren Zeitpunkt abgebrochen werden müsste?

Gemäß vorliegendem Antrag für den außerordentlichen DFB-Bundestag am 25. Mai soll mit dieser Frage der DFB-Vorstand betraut werden. Bei Zustimmung des Antrags wird der DFB-Vorstand zu der Entscheidung ermächtigt, wie mit der Auf- und Abstiegsregelung und der folgenden Spielzeit in der 3. Liga zu verfahren wäre, sollte die Saison vor dem 38. Spieltag beendet werden müssen. 

[jb/mg]

Die 3. Liga nimmt ihren Spielbetrieb ab dem 30. Mai wieder auf. Wie geht es jetzt weiter? An welchen Tagen wird gespielt? Und wie wird mit Standorten verfahren, an denen laut behördlicher Verfügungslage aktuell kein Profispielbetrieb erlaubt ist? DFB.de beantwortet die wichtigsten Fragen zur Fortsetzung der Saison in der 3. Liga.

Wie geht es in der 3. Liga weiter?

Die 3. Liga nimmt ihren Spielbetrieb am 30. Mai mit dem 28. Spieltag wieder auf. Der Rest der Saison wird durchgehend im Rhythmus englischer Wochen absolviert, enden soll die Saison mit dem 38. Spieltag am 4. Juli. Die anschließende Relegation zur 2. Bundesliga soll bis zum 11. Juli abgeschlossen sein. Diese Rahmenplanungen sind in enger Abstimmung mit dem Ausschuss 3. Liga erfolgt. Terminliche Abweichungen, beispielsweise durch etwaige Mannschaftsquarantänen bedingt, sind weiterhin möglich. 

Was ist grundsätzlich zu beachten?

Der bundesweite Spielbetrieb der 3. Liga erfolgt unter Berücksichtigung der politischen Verfügungslagen. Der Saisonfortsetzung zugrunde liegt das Hygienekonzept, das der DFB gemeinsam mit der DFL für alle Profiwettbewerbe im deutschen Fußball erarbeitet hat. "Im Zentrum stehen die gewissenhafte Umsetzung des Hygienekonzepts und die Möglichkeit, den Wettbewerb auf sportlichem Weg zu entscheiden", sagt der zuständige DFB-Vizepräsident Peter Frymuth

Warum wird ein Abbruch der Saison mit Aufstockung der 3. Liga auf 24 oder 25 Teams als nicht sinnvoll erachtet?

Neben den erwähnten und in ihrem vollen Ausmaß kaum abzuschätzenden Haftungsrisiken wäre eine ordnungsgemäße Durchführung der folgenden Saison 2020/2021 kaum darstellbar. Das Spielen ohne Zuschauer*innen und unter strenger Berücksichtigung eines Hygienekonzepts ist auch mindestens zu Beginn der Saison 2020/2021 mehr als wahrscheinlich – folglich ergeben sich für die Klubs ähnliche Rahmenbedingungen wie aktuell.

Darüber hinaus würde der Rahmenterminkalender 48 bis 50 Spieltage umfassen, wobei die Saison aufgrund der EURO bis Mai 2021 abgeschlossen sein muss. Bei einem Spielplan mit 50 Spieltagen würden sich nach bereits erhobenem Spielplanmodell 19 englische Wochen für die Klubs der 3. Liga ergeben. Die Höchstbelastung für Spieler würde sich folglich nicht – wie jetzt – über fünf Wochen, sondern über die gesamte Saison ziehen.

Diese Betrachtungen gehen dabei sogar noch vom bestmöglichen Fall aus – nämlich dass die Saison 2020/2021 tatsächlich ohne zeitliche Beeinträchtigungen ausgespielt werden kann (keine zweite Corona-Welle).

Sollten im Laufe der Saison 2020/2021 wieder Zuschauer*innen zugelassen sein, hätte ein solcher Spielplan negative Auswirkungen für die aktiven Fans aufgrund zahlreicher Auswärtsreisen unter der Woche. Wochenspieltage sind bekanntlich in den Fanszenen sehr unbeliebt. Die Annahme, an den Wochenspieltagen könnten dann nur bzw. vorwiegend Spiele mit kürzerer Entfernung angesetzt werden, ist in einer bundesweiten Spielklasse schlicht unmöglich – aufgrund der Zusammensetzung der Liga sowie vor allem aufgrund der Komplexität eines Spielplans, in dem viele Faktoren wie z.B. Sicherheitsvorgaben zwingend zu berücksichtigen sind.

Der erhöhte Abstieg, der nach einer Aufstockung ebenfalls erforderlich wäre, ist ein weiterer zu beachtender Faktor. Um die 3. Liga auf eine normale Sollstärke zurückzuführen, müssten sechs bis acht Klubs absteigen, das hat automatisch einen verschärften Abstiegskampf inklusive einer deutlich erhöhten finanziellen Risikobereitschaft der Klubs zur Folge.

Ein weiterer wirtschaftlicher Aspekt: Im Falle einer Aufstockung würden sich die Gelder aus der Zentralvermarktung und den Fördermaßnahmen des DFB auf mehr Klubs verteilen. Dies sind in Summe rund 24 Millionen Euro. Folglich würden diese Ausschüttungen pro Klub geringer ausfallen. Im Schnitt erhält ein Drittligist aus den genannten Töpfen aktuell 1,2 Millionen Euro. Bei 24 (25) Teams würde der durchschnittliche Betrag pro Klub auf 1,0 Mio. (960.000) Euro sinken – also um rund 20 Prozent.

An welchen Tagen wird gespielt?

Die 3. Liga beginnt nach der dreimonatigen Spielpause mit sieben Begegnungen am Samstag, 30. Mai, und drei Partien am Sonntag, 31. Mai. An den übrigen Wochenendspieltagen verteilen sich die zehn Spiele jeweils auf eine Begegnung am Freitag (19 Uhr), sechs Partien am Samstag (14 Uhr) und drei Spiele am Sonntag. Die Sonntagspartien werden um 13, 14 und 17 Uhr angepfiffen. Dafür wird es bis zum Ende der laufenden Saison keine Spiele am Montagabend geben. An den Spieltagen unter der Woche werden jeweils fünf Partien dienstags und fünf mittwochs ausgetragen. Anstoßzeiten sind hier 19 und 20.30 Uhr. Zeitgenau terminiert sind bisher die Partien des 28. und 29. Spieltags.

Wo sind die Spiele zu sehen?

Magenta Sport überträgt alle Spiele der 3. Liga live. Im Free-TV zeigen die ARD und ihre Dritten Programme im restlichen Verlauf der Saison vier Spiele an jedem Samstag und vereinzelt eine Partie unter der Woche live. Die Highlights der Partien sind wie gewohnt unter anderem in der ARD-Sportschau, den Sportsendungen der Dritten Programme sowie am späten Montagabend in "3. Liga pur" bei Sport1 zu sehen.

Warum wird die Saison fortgesetzt?

In zahlreichen Bundesländern liegen inzwischen positive Bescheide für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs vor, auch für die 3. Liga. Bei der 3. Liga handelt es sich um eine bundesweite Profispielklasse. Negative politische Verfügungslagen, die noch an vereinzelten Standorten bestehen, dürfen nicht den deutschlandweit mehrheitlich möglichen Spielbetrieb komplett unterbinden. Satzungsgemäße Aufgabe des DFB ist es, Spielbetrieb zu organisieren und sicherzustellen – sofern dies nicht durch höhere Gewalt oder übergeordnete Verfügungslagen verhindert wird. Per Zulassungsvertrag ist der DFB gegenüber den Vereinen der 3. Liga verpflichtet, Spielbetrieb anzubieten. Umgekehrt sind die Vereine laut Vertrag verpflichtet, am angebotenen Spielbetrieb teilzunehmen. Die Fortsetzung der Saison folgt zudem der klaren Empfehlung des Ausschusses 3. Liga und entspricht der Mehrheitsmeinung der Vereine. Kämen der DFB und/oder Vereine ihrer verankerten Verpflichtung nicht nach, würden sich daraus hohe Risiken in Bezug auf Haftung und Schadenersatz ergeben. Vor diesem Hintergrund war und ist es in der diskutierten Frage nach einem Abbruch der Saison auch von entscheidender Bedeutung, ob ein Abbruch erzwungen wäre (es darf bundesweit nicht gespielt werden) oder ob er selbst gewählt wäre (es könnte gespielt werden, aber man möchte nicht). Die Haftungsrisiken betreffen sowohl den DFB, sollte er frei gewählt keinen Spielbetrieb anbieten, als auch die Klubs, sollten diese nicht der Verpflichtung zur Teilnahme am Spielbetrieb nachkommen.

Wie wird mit Standorten verfahren, an denen laut behördlicher Verfügungslage aktuell kein Profispielbetrieb erlaubt ist?

Diese Vereine sind noch einmal dazu aufgefordert, in aktive Klärung mit den zuständigen Behörden zu treten. Sollte einem Klub zum Zeitpunkt eines Heimspiels nicht sein gewohntes Stadion zur Verfügung stehen, müsste er gemäß Statuten in eine andere Spielstätte ausweichen. Dabei handelt es sich um keine neue, sondern um eine gängige Regelung. Der KFC Uerdingen bestreitet seine Heimspiele der laufenden Saison in Düsseldorf, weil das Stadion in Krefeld nicht die Zulassungsvoraussetzungen für die 3. Liga erfüllt. Auch aus dem DFB-Pokal gibt es Beispiele, in denen die Regel zur Anwendung kam - zum Beispiel musste die TuS Koblenz ihre Erstrundenpartie gegen Dynamo Dresden 2017/2018 in Zwickau austragen. Das gewählte Vorgehen erfolgt im Sinne der Wettbewerbssicherung und des Gesamtinteresses der 3. Liga. Der DFB hat gegenüber Klubs, die von einer negativen Verfügungslage betroffen sind, nochmals das Angebot erneuert, bei einer Suche nach einer Ausweichspielstätte und/oder einem Trainingsgelände zu unterstützen. Die grundsätzliche Verantwortung diesbezüglich verbleibt beim jeweiligen Klub. In der aktuellen Sondersituation ist darüber hinaus ausnahmsweise die Möglichkeit geschaffen worden, das Heimrecht zu tauschen.

Die Saison läuft bis in den Juli. Wie wird mit Spielerverträgen umgegangen, die zum 30. Juni 2020 auslaufen?

Die Frage der Vertragslaufzeiten betrifft das Arbeitsverhältnis zwischen dem Verein und dem Spieler. Hierauf kann der DFB keinen Einfluss nehmen. Nur die Vertragspartner können diesbezüglich eine ihnen passende Regelung treffen, soweit sich nicht schon aus dem Vertrag selbst ergibt, dass er für die Spielzeit abgeschlossen wurde und erst mit dem tatsächlichen Ende der Spielzeit ausläuft. Der DFB und seine Verbände haben kurz nach Beginn der Corona-Krise bereits die erforderlichen und in ihrer Macht stehenden Regelungen getroffen, um den Spielern auch nach dem 30. Juni das Spielrecht für eine noch laufende Saison zu erhalten.

Handelt der DFB derzeit verantwortungslos gegenüber den Spielern?

Der DFB folgt dem Grundsatz und dem Ziel, allen Spielern der 3. Liga die Ausübung ihres Berufs zu ermöglichen und ihnen diese Voraussetzung nicht zu nehmen.

Verantwortung und Fürsorgepflicht gegenüber den Spielern liegen bei allen Beteiligten, auch bei den Klubs. Die Vereine konnten und können bei Bedarf alternativ außerhalb ihres Standorts Trainingslager beziehen. Dies ist schon deshalb sinnvoll, damit die Spieler ausreichend Zeit für Mannschaftstraining erhalten. Alle Klubs können dies schon seit geraumer Zeit tun, wenn sie Hygienebeauftragte benannt haben und vor dem Mannschaftstraining zwei negative Tests durchgeführt haben. Die Benennung des Hygienebeauftragten haben in der 3. Liga die letzten Klubs unmittelbar nach Bekanntgabe der Spielansetzungen am Donnerstag nach wochenlanger Hängepartie vorgenommen.

In diesem Zusammenhang ist noch einmal zu betonen: Der DFB arbeitet seit Wochen auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der 3. Liga hin. Am 27. April gab es dazu die letzte Managertagung mit Einholung eines Meinungsbildes. Bereits zuvor hatte die klare Empfehlung des Ausschusses 3. Liga vorgelegen. Der enge Rahmenspielplan ist spätestens seit Bekanntgabe des Spielplans der DFL (Bundesliga und 2. Bundesliga) und der anschließenden Relegation auch für die 3. Liga klar. Weder das Hygienekonzept noch der grundsätzliche Spielplan kommen also überraschend.

Was passiert, wenn die Saison zu einem späteren Zeitpunkt abgebrochen werden müsste?

Gemäß vorliegendem Antrag für den außerordentlichen DFB-Bundestag am 25. Mai soll mit dieser Frage der DFB-Vorstand betraut werden. Bei Zustimmung des Antrags wird der DFB-Vorstand zu der Entscheidung ermächtigt, wie mit der Auf- und Abstiegsregelung und der folgenden Spielzeit in der 3. Liga zu verfahren wäre, sollte die Saison vor dem 38. Spieltag beendet werden müssen. 

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