Enger Endspurt: TSG legt im Titelrennen vor

Mit dem 13. Spieltag und dem Duell TSG Hoffenheim gegen 1. FC Köln nimmt die FLYERALARM Frauen-Bundesliga heute (ab 19.15 Uhr, live bei Eurosport und MagentaSport) den regulären Spielbetrieb der Saison 2021/2022 nach der Winterpause wieder auf. Als Gejagter geht Ligaprimus VfL Wolfsburg ins Rennen. Das Team von Trainer Tommy Stroot sicherte sich die beste Ausgangsposition dank eines siegreichen Frühstarts in der Nachholpartie beim 1. FFC Turbine Potsdam (3:0).

Die "Wölfinnen" führen mit jetzt 29 Punkten nach zwölf von 22 Runden die Tabelle an. Die Verfolger lauern aber dicht dahinter. Titelverteidiger FC Bayern München (28 Zähler) liegt lediglich einen Punkt zurück. Auch die TSG 1899 Hoffenheim (27) und Eintracht Frankfurt (25) sind noch aussichtsreich im Rennen. Dass es im oberen Tabellendrittel zwischen so vielen Mannschaften so eng zugeht, gab es in der Frauen-Bundesliga seit vielen Jahren nicht mehr. DFB.de macht vor dem Start den Faktencheck.

Spitzenduo diesmal in Reichweite: Seit der Saison 2012/2013 kam der Deutsche Meister immer entweder aus Wolfsburg (sechs Meisterschaften in diesem Zeitraum) oder aus München (drei). Seit der Spielzeit 2014/2015 konnte auch keine andere Mannschaft mehr einen der ersten beiden Tabellenplätze belegen als der VfL und der FC Bayern. In der vergangenen Saison 2020/2021 sicherte sich Bayern München mit 61 von 66 Punkten (nur eine Niederlage am 18. Spieltag/2:3 gegen die TSG Hoffenheim) den Titel mit zwei Zählern Vorsprung auf die Wolfsburgerinnen, die sich mit dem DFB-Pokal (1:0 nach Verlängerung gegen den 1. FFC Frankfurt) den zweiten nationalen Titel sichern konnten. Die beachtliche Serie von vier Meisterschaften hintereinander endete aber für die "Wölfinnen". Der Abstand des Spitzenduos auf die Konkurrenz war am Ende der Spielzeit 2020/2021 auch besonders groß. Die Bayern wiesen 17, Wolfsburg 15 Punkte Vorsprung auf den Tabellendritten TSG 1899 Hoffenheim auf. Auch wenn aktuell erneut der VfL und die Bayern in der Tabelle vorne liegen: Diesmal dürfte es bis zum Schluss wesentlich enger zugehen.

Noch kein Duell der Topteams: Die vier Tabellenersten gehen sich beim regulären Jahresauftakt noch "aus dem Weg". Die drittplatzierte TSG 1899 Hoffenheim empfängt bereits heute (ab 19.15 Uhr, live bei Eurosport und MagentaSport den 1. FC Köln und könnte mit einem Sieg - zumindest für zwei Tage - an die Spitze klettern. Eintracht Frankfurt hat am Sonntag (ab 13 Uhr) den SC Freiburg zu Gast. Gleichzeitig stehen sich der Tabellenführer VfL Wolfsburg, der noch mehrere Wochen auf seine Kapitänin Alexandra Popp (erneute Operation am rechten Knie) verzichten muss, und der SV Werder Bremen gegenüber. Titelverteidiger FC Bayern München startet am Sonntag (ab 16 Uhr) gegen den SC Sand in das Pflichtspieljahr 2022. Außerdem kommt es zu den Duellen SGS Essen gegen Bayer 04 Leverkusen (Samstag ab 13 Uhr) sowie FC Carl Zeiss Jena gegen den 1. FFC Turbine Potsdam (Sonntag ab 16 Uhr). Alle Partien werden live auf MagentaSport übertragen. Das Freitagabendspiel zwischen Hoffenheim und Köln läuft zusätzlich live auf Eurosport.

Spitzenspiele in Serie: Zum ersten Duell zwischen zwei Titelanwärtern kommt es am 15. Spieltag, wenn sich am Samstag, 5. März (ab 13, Livestream auf sportschau.de und hr.de sowie bei MagentaSport) die Verfolger Eintracht Frankfurt und TSG Hoffenheim gegenüberstehen. Mit dieser Begegnung beginnen die "Topspiel-Wochen", denn es folgen unmittelbar danach auch die weiteren Schlagerpartien TSG Hoffenheim - FC Bayern München (16. Spieltag/Samstag, 12. März, ab 14 Uhr, SWR und MagentaSport), FC Bayern München - Eintracht Frankfurt (Freitag, 18. März, ab 19.15 Uhr, Eurosport und MagentaSport), VfL Wolfsburg - TSG Hoffenheim (beide am 17. Spieltag/Samstag, 19. März, ab 14 Uhr, NDR und MagentaSport), Eintracht Frankfurt - VfL Wolfsburg (18. Spieltag/Samstag, 26. März, ab 13 Uhr, Livestream auf sportschau.de und hr.de sowie bei MagentaSport) und zum Abschluss VfL Wolfsburg - FC Bayern München (19. Spieltag/1./2./3. April). Dieses Topspiel ist noch nicht zeitgenau terminiert.

Von Wolfsburg nach Frankfurt: Einige Vereine nutzten die Winterpause auch dazu, um die eine oder andere personelle Veränderung an ihren Kadern vorzunehmen. Einer der prominentesten Transfers spielte sich zwischen zwei Titelanwärtern ab. Nationalspielerin Sara Doorsoun wechselte von DFB-Pokalsieger VfL Wolfsburg zu Eintracht Frankfurt. Die 30 Jahre alte Abwehrspielerin unterzeichnete beim Team aus Hessen einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023. Doorsoun war im Sommer 2018 von der SGS Essen zum VfL Wolfsburg gewechselt. Bei den "Wölfinnen" kam sie 45-mal in der Bundesliga, 20-mal in der Women’s Champions League und siebenmal im DFB-Pokal zum Einsatz. Dabei gewann sie zweimal die Deutsche Meisterschaft und dreimal den DFB-Pokal. Die 20-malige Nationalspielerin Kristin Demann (28) wurde vom FC Bayern München an den 1. FC Köln ausgeliehen. Die frühere Junioren-Nationalspielerin Rebecca Knaak (25) verließ den SC Freiburg, um sich dem schwedischen Spitzenklub FC Rosengard anzuschließen. Bis zur Winterpause hatte die Abwehrspielerin alle zwölf Partien bestritten und insgesamt nur sieben Minuten verpasst.

Auch enges Rennen um Torjägerkanone: Die Liste der erfolgreichsten Torjägerinnen wird angeführt von Lea Schüller. Die 24 Jahre alte Nationalstürmerin kommt nach zwölf Einsätzen auf neun Saisontore. Dreimal gelang ihr dabei ein Doppelpack. Hinter Lea Schüller teilen sich Selina Cerci vom 1. FFC Turbine Potsdam und Schüllers Mannschaftskollegin Maximiliane Rall mit jeweils acht Treffern Rang zwei. Die 21 Jahre alte Cerci erzielte ihre Tore in elf, die 28 Jahre alte Nationalspielerin Rall in zwölf Partien. Bemerkenswert: Maximiliane Rall ist im Gegensatz zu den beiden Stürmerinnen Schüller und Cerci gelernte Defensivspielerin. In der vergangenen Saison war Nicole Billa von der TSG 1899 Hoffenheim mit insgesamt 23 Treffern Torschützenkönigin geworden. Aktuell rangiert die 25-jährige Österreicherin mit sieben Toren - gemeinsam mit Lara Prasnikar von Eintracht Frankfurt sowie Jill Roord von Spitzenreiter VfL Wolfsburg - auf dem vierten Platz. Prasnikar, die dazu auch noch fünf Treffer vorbereitete, ist aktuell die Topscorerin der Liga.

Jena muss defensiv zulegen: Was die Defensive angeht, bewegen sich der aktuelle Meister FC Bayern München und DFB-Pokalsieger VfL Wolfsburg auf einem Niveau. Mit jeweils acht Gegentreffern stellen die beiden erfolgreichsten Mannschaften der vergangenen Jahre auch die derzeit sichersten Abwehrreihen. Alle anderen Teams mussten Gegentore im zweistelligen Bereich hinnehmen. Am schwächsten schneiden in dieser Statistik Schlusslicht FC Carl Zeiss Jena (41) und der SV Werder Bremen (29) ab.

Nur Bayern über 40: Meister FC Bayern München stellt auch die offensivstärkste Mannschaft. Mit 41 Treffern überbot der aktuelle Titelträger als einziges Team die Marke von 40 Toren. Verfolger TSG 1899 Hoffenheim kommt auf 35 Treffer, der VfL Wolfsburg durfte 33 Tore bejubeln. Offensiv zulegen müssen die beiden noch sieglosen SC Sand und Aufsteiger FC Carl Zeiss Jena, die jeweils erst drei Treffer in zwölf Begegnungen markierten. Der Tabellenzehnte SV Werder Bremen kommt auf fünf Tore, holte damit aber beachtliche elf Punkte und damit neun Zähler mehr als Sand und Jena (jeweils zwei), die vor dem Ligastart mit einigem Abstand auf den beiden Abstiegsplätzen rangieren.

Dritte Amtszeit: Beim Tabellenvorletzten SC Sand steht erneut ein alter Bekannter an der Seitenlinie. Nach der Trennung von Matthias Frieböse Mitte November übernahm dessen Vorgänger Alexander Fischinger das Traineramt. Frieböse hatte Fischinger erst im Juli beerbt. Für Fischinger ist es bereits das dritte Engagement beim SCS. Der 57-Jährige betreute den Klub erstmals bereits in der Spielzeit 2015/2016. Im Frühjahr 2021 sprang Fischinger erneut ein und rettete Sand im Saisonendspurt noch vor dem drohenden Abstieg. Damals holte der SCS zehn Punkte aus den abschließenden vier Saisonspielen. Auch diesmal wäre eine ähnliche Aufholjagd notwendig, um den Klassenverbleib zu schaffen.

Acht "Dauerbrennerinnen": Acht Spielerinnen verpassten in dieser Saison noch keine einzige Minute. Auf die maximal möglichen 1080 Einsatzminuten nach zwölf Spieltagen kamen neben den drei Torhüterinnen Merle Frohms (Eintracht Frankfurt), Jasmin Pal (SC Sand) und Sophia Winkler (SGS Essen) auch die Feldspielerinnen Sophia Kleinherne, Sjoeke Nüsken (beide ebenfalls Eintracht Frankfurt), Peggy Kuznik (1. FC Köln), Janina Minge (SC Freiburg) sowie Selina Ostermann (SGS Essen). Nationaltorhüterin Frohms hielt auch am häufigsten ihren Kasten sauber, spielte bereits sechsmal zu Null. Tabellenführer VfL Wolfsburg kommt zwar nach dem 3:0 in der Nachholpartie beim 1. FFC Turbine Potsdam sogar auf sieben Begegnungen ohne Gegentreffer. Mit Nationaltorhüterin Almuth Schult (viermal zu Null), die ihren auslaufenden Vertrag in Wolfsburg nicht verlängern und den Verein zum Saisonende verlassen wird, sowie Lisa Weiß (zweimal) und Katarzyna Kiedrzynek (einmal) waren allerdings schon drei Torhüterinnen für den VfL im Einsatz.

Kantersieg zum Saisonstart: Den deutlichsten Sieg in dieser Saison landete der FC Bayern München gleich am 1. Spieltag. Im eigenen Stadion gewann die Mannschaft von FCB-Trainer Jens Scheuer 8:0 gegen den SV Werder Bremen. Schon in der 2. Minute hatte Lina Magull das 1:0 erzielt. Die Nationalspielerin legte in der 65. Minute auch das 5:0 nach und war damit die einzige Doppeltorschützin in der Partie. Das Rückspiel fand kurz vor der Winterpause statt. In Bremen gewann der FCB 2:0. Es war im zehnten Aufeinandertreffen beider Teams auch der zehnte Bayern-Sieg.

Frankfurt vor Potsdam: In der "Ewigen Tabelle" (seit Einführung der eingleisigen Frauen-Bundesliga zur Saison 1997/1998) liegt Bundesliga-Rekordmeister Eintracht Frankfurt (sieben Titel als 1. FFC Frankfurt) nach wie vor in Führung. Die Hessinnen holten 1147 Zähler (aus 518 Begegnungen), während der erste Verfolger 1. FFC Turbine Potsdam auf 1131 Punkte aus 540 Partien kommt. Mit deutlichem Rückstand belegen der FC Bayern München (934 Punkte/524 Spiele) und der aktuelle Zweitligist MSV Duisburg (884/506) die Plätze drei und vier. Fünfter ist der VfL Wolfsburg (783/385).

[mspw]

Mit dem 13. Spieltag und dem Duell TSG Hoffenheim gegen 1. FC Köln nimmt die FLYERALARM Frauen-Bundesliga heute (ab 19.15 Uhr, live bei Eurosport und MagentaSport) den regulären Spielbetrieb der Saison 2021/2022 nach der Winterpause wieder auf. Als Gejagter geht Ligaprimus VfL Wolfsburg ins Rennen. Das Team von Trainer Tommy Stroot sicherte sich die beste Ausgangsposition dank eines siegreichen Frühstarts in der Nachholpartie beim 1. FFC Turbine Potsdam (3:0).

Die "Wölfinnen" führen mit jetzt 29 Punkten nach zwölf von 22 Runden die Tabelle an. Die Verfolger lauern aber dicht dahinter. Titelverteidiger FC Bayern München (28 Zähler) liegt lediglich einen Punkt zurück. Auch die TSG 1899 Hoffenheim (27) und Eintracht Frankfurt (25) sind noch aussichtsreich im Rennen. Dass es im oberen Tabellendrittel zwischen so vielen Mannschaften so eng zugeht, gab es in der Frauen-Bundesliga seit vielen Jahren nicht mehr. DFB.de macht vor dem Start den Faktencheck.

Spitzenduo diesmal in Reichweite: Seit der Saison 2012/2013 kam der Deutsche Meister immer entweder aus Wolfsburg (sechs Meisterschaften in diesem Zeitraum) oder aus München (drei). Seit der Spielzeit 2014/2015 konnte auch keine andere Mannschaft mehr einen der ersten beiden Tabellenplätze belegen als der VfL und der FC Bayern. In der vergangenen Saison 2020/2021 sicherte sich Bayern München mit 61 von 66 Punkten (nur eine Niederlage am 18. Spieltag/2:3 gegen die TSG Hoffenheim) den Titel mit zwei Zählern Vorsprung auf die Wolfsburgerinnen, die sich mit dem DFB-Pokal (1:0 nach Verlängerung gegen den 1. FFC Frankfurt) den zweiten nationalen Titel sichern konnten. Die beachtliche Serie von vier Meisterschaften hintereinander endete aber für die "Wölfinnen". Der Abstand des Spitzenduos auf die Konkurrenz war am Ende der Spielzeit 2020/2021 auch besonders groß. Die Bayern wiesen 17, Wolfsburg 15 Punkte Vorsprung auf den Tabellendritten TSG 1899 Hoffenheim auf. Auch wenn aktuell erneut der VfL und die Bayern in der Tabelle vorne liegen: Diesmal dürfte es bis zum Schluss wesentlich enger zugehen.

Noch kein Duell der Topteams: Die vier Tabellenersten gehen sich beim regulären Jahresauftakt noch "aus dem Weg". Die drittplatzierte TSG 1899 Hoffenheim empfängt bereits heute (ab 19.15 Uhr, live bei Eurosport und MagentaSport den 1. FC Köln und könnte mit einem Sieg - zumindest für zwei Tage - an die Spitze klettern. Eintracht Frankfurt hat am Sonntag (ab 13 Uhr) den SC Freiburg zu Gast. Gleichzeitig stehen sich der Tabellenführer VfL Wolfsburg, der noch mehrere Wochen auf seine Kapitänin Alexandra Popp (erneute Operation am rechten Knie) verzichten muss, und der SV Werder Bremen gegenüber. Titelverteidiger FC Bayern München startet am Sonntag (ab 16 Uhr) gegen den SC Sand in das Pflichtspieljahr 2022. Außerdem kommt es zu den Duellen SGS Essen gegen Bayer 04 Leverkusen (Samstag ab 13 Uhr) sowie FC Carl Zeiss Jena gegen den 1. FFC Turbine Potsdam (Sonntag ab 16 Uhr). Alle Partien werden live auf MagentaSport übertragen. Das Freitagabendspiel zwischen Hoffenheim und Köln läuft zusätzlich live auf Eurosport.

Spitzenspiele in Serie: Zum ersten Duell zwischen zwei Titelanwärtern kommt es am 15. Spieltag, wenn sich am Samstag, 5. März (ab 13, Livestream auf sportschau.de und hr.de sowie bei MagentaSport) die Verfolger Eintracht Frankfurt und TSG Hoffenheim gegenüberstehen. Mit dieser Begegnung beginnen die "Topspiel-Wochen", denn es folgen unmittelbar danach auch die weiteren Schlagerpartien TSG Hoffenheim - FC Bayern München (16. Spieltag/Samstag, 12. März, ab 14 Uhr, SWR und MagentaSport), FC Bayern München - Eintracht Frankfurt (Freitag, 18. März, ab 19.15 Uhr, Eurosport und MagentaSport), VfL Wolfsburg - TSG Hoffenheim (beide am 17. Spieltag/Samstag, 19. März, ab 14 Uhr, NDR und MagentaSport), Eintracht Frankfurt - VfL Wolfsburg (18. Spieltag/Samstag, 26. März, ab 13 Uhr, Livestream auf sportschau.de und hr.de sowie bei MagentaSport) und zum Abschluss VfL Wolfsburg - FC Bayern München (19. Spieltag/1./2./3. April). Dieses Topspiel ist noch nicht zeitgenau terminiert.

Von Wolfsburg nach Frankfurt: Einige Vereine nutzten die Winterpause auch dazu, um die eine oder andere personelle Veränderung an ihren Kadern vorzunehmen. Einer der prominentesten Transfers spielte sich zwischen zwei Titelanwärtern ab. Nationalspielerin Sara Doorsoun wechselte von DFB-Pokalsieger VfL Wolfsburg zu Eintracht Frankfurt. Die 30 Jahre alte Abwehrspielerin unterzeichnete beim Team aus Hessen einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023. Doorsoun war im Sommer 2018 von der SGS Essen zum VfL Wolfsburg gewechselt. Bei den "Wölfinnen" kam sie 45-mal in der Bundesliga, 20-mal in der Women’s Champions League und siebenmal im DFB-Pokal zum Einsatz. Dabei gewann sie zweimal die Deutsche Meisterschaft und dreimal den DFB-Pokal. Die 20-malige Nationalspielerin Kristin Demann (28) wurde vom FC Bayern München an den 1. FC Köln ausgeliehen. Die frühere Junioren-Nationalspielerin Rebecca Knaak (25) verließ den SC Freiburg, um sich dem schwedischen Spitzenklub FC Rosengard anzuschließen. Bis zur Winterpause hatte die Abwehrspielerin alle zwölf Partien bestritten und insgesamt nur sieben Minuten verpasst.

Auch enges Rennen um Torjägerkanone: Die Liste der erfolgreichsten Torjägerinnen wird angeführt von Lea Schüller. Die 24 Jahre alte Nationalstürmerin kommt nach zwölf Einsätzen auf neun Saisontore. Dreimal gelang ihr dabei ein Doppelpack. Hinter Lea Schüller teilen sich Selina Cerci vom 1. FFC Turbine Potsdam und Schüllers Mannschaftskollegin Maximiliane Rall mit jeweils acht Treffern Rang zwei. Die 21 Jahre alte Cerci erzielte ihre Tore in elf, die 28 Jahre alte Nationalspielerin Rall in zwölf Partien. Bemerkenswert: Maximiliane Rall ist im Gegensatz zu den beiden Stürmerinnen Schüller und Cerci gelernte Defensivspielerin. In der vergangenen Saison war Nicole Billa von der TSG 1899 Hoffenheim mit insgesamt 23 Treffern Torschützenkönigin geworden. Aktuell rangiert die 25-jährige Österreicherin mit sieben Toren - gemeinsam mit Lara Prasnikar von Eintracht Frankfurt sowie Jill Roord von Spitzenreiter VfL Wolfsburg - auf dem vierten Platz. Prasnikar, die dazu auch noch fünf Treffer vorbereitete, ist aktuell die Topscorerin der Liga.

Jena muss defensiv zulegen: Was die Defensive angeht, bewegen sich der aktuelle Meister FC Bayern München und DFB-Pokalsieger VfL Wolfsburg auf einem Niveau. Mit jeweils acht Gegentreffern stellen die beiden erfolgreichsten Mannschaften der vergangenen Jahre auch die derzeit sichersten Abwehrreihen. Alle anderen Teams mussten Gegentore im zweistelligen Bereich hinnehmen. Am schwächsten schneiden in dieser Statistik Schlusslicht FC Carl Zeiss Jena (41) und der SV Werder Bremen (29) ab.

Nur Bayern über 40: Meister FC Bayern München stellt auch die offensivstärkste Mannschaft. Mit 41 Treffern überbot der aktuelle Titelträger als einziges Team die Marke von 40 Toren. Verfolger TSG 1899 Hoffenheim kommt auf 35 Treffer, der VfL Wolfsburg durfte 33 Tore bejubeln. Offensiv zulegen müssen die beiden noch sieglosen SC Sand und Aufsteiger FC Carl Zeiss Jena, die jeweils erst drei Treffer in zwölf Begegnungen markierten. Der Tabellenzehnte SV Werder Bremen kommt auf fünf Tore, holte damit aber beachtliche elf Punkte und damit neun Zähler mehr als Sand und Jena (jeweils zwei), die vor dem Ligastart mit einigem Abstand auf den beiden Abstiegsplätzen rangieren.

Dritte Amtszeit: Beim Tabellenvorletzten SC Sand steht erneut ein alter Bekannter an der Seitenlinie. Nach der Trennung von Matthias Frieböse Mitte November übernahm dessen Vorgänger Alexander Fischinger das Traineramt. Frieböse hatte Fischinger erst im Juli beerbt. Für Fischinger ist es bereits das dritte Engagement beim SCS. Der 57-Jährige betreute den Klub erstmals bereits in der Spielzeit 2015/2016. Im Frühjahr 2021 sprang Fischinger erneut ein und rettete Sand im Saisonendspurt noch vor dem drohenden Abstieg. Damals holte der SCS zehn Punkte aus den abschließenden vier Saisonspielen. Auch diesmal wäre eine ähnliche Aufholjagd notwendig, um den Klassenverbleib zu schaffen.

Acht "Dauerbrennerinnen": Acht Spielerinnen verpassten in dieser Saison noch keine einzige Minute. Auf die maximal möglichen 1080 Einsatzminuten nach zwölf Spieltagen kamen neben den drei Torhüterinnen Merle Frohms (Eintracht Frankfurt), Jasmin Pal (SC Sand) und Sophia Winkler (SGS Essen) auch die Feldspielerinnen Sophia Kleinherne, Sjoeke Nüsken (beide ebenfalls Eintracht Frankfurt), Peggy Kuznik (1. FC Köln), Janina Minge (SC Freiburg) sowie Selina Ostermann (SGS Essen). Nationaltorhüterin Frohms hielt auch am häufigsten ihren Kasten sauber, spielte bereits sechsmal zu Null. Tabellenführer VfL Wolfsburg kommt zwar nach dem 3:0 in der Nachholpartie beim 1. FFC Turbine Potsdam sogar auf sieben Begegnungen ohne Gegentreffer. Mit Nationaltorhüterin Almuth Schult (viermal zu Null), die ihren auslaufenden Vertrag in Wolfsburg nicht verlängern und den Verein zum Saisonende verlassen wird, sowie Lisa Weiß (zweimal) und Katarzyna Kiedrzynek (einmal) waren allerdings schon drei Torhüterinnen für den VfL im Einsatz.

Kantersieg zum Saisonstart: Den deutlichsten Sieg in dieser Saison landete der FC Bayern München gleich am 1. Spieltag. Im eigenen Stadion gewann die Mannschaft von FCB-Trainer Jens Scheuer 8:0 gegen den SV Werder Bremen. Schon in der 2. Minute hatte Lina Magull das 1:0 erzielt. Die Nationalspielerin legte in der 65. Minute auch das 5:0 nach und war damit die einzige Doppeltorschützin in der Partie. Das Rückspiel fand kurz vor der Winterpause statt. In Bremen gewann der FCB 2:0. Es war im zehnten Aufeinandertreffen beider Teams auch der zehnte Bayern-Sieg.

Frankfurt vor Potsdam: In der "Ewigen Tabelle" (seit Einführung der eingleisigen Frauen-Bundesliga zur Saison 1997/1998) liegt Bundesliga-Rekordmeister Eintracht Frankfurt (sieben Titel als 1. FFC Frankfurt) nach wie vor in Führung. Die Hessinnen holten 1147 Zähler (aus 518 Begegnungen), während der erste Verfolger 1. FFC Turbine Potsdam auf 1131 Punkte aus 540 Partien kommt. Mit deutlichem Rückstand belegen der FC Bayern München (934 Punkte/524 Spiele) und der aktuelle Zweitligist MSV Duisburg (884/506) die Plätze drei und vier. Fünfter ist der VfL Wolfsburg (783/385).

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