EM der U 17-Juniorinnen: "Felix" sucht das Glück

Es geht derzeit Schlag auf Schlag im Leben der Anna Felicitas Sarholz. Vor knapp zwei Wochen feierte die Torfrau der U 17-Nationalmannschaft mit dem 1. FFC Turbine Potsdam die Deutsche Meisterschaft.

Vergangenen Sonntag war sie maßgeblich daran beteiligt, dass sich die Brandenburgerinnen den Titel im deutschen B-Juniorinnen-Endspiel mit einem 6:5 (1:1/0:1) nach Elfmeterschießen gegen den FCR 2001 Duisburg sicherten. Zwei Strafstöße hielt sie, den entscheidenden verwandelte Anna Felicitas Sarholz selbst.

Ab Montag steht die 16-Jährige bei der U 17-Europameisterschaft im schweizerischen Nyon zwischen den Pfosten. "Die Euphorie – vor allem nach dem B-Juniorinnen-Endspiel – nehme ich mit", sagt die 13-malige U 17-Nationalspielerin, die im Halbfinale, ab 18.30 Uhr auf Frankreich trifft.

"Eine neu zusammengestellte Mannschaft"

Und damit gegen jenen Gegner antreten muss, dem die DFB-Auswahl schon im Endspiel 2008 gegenüberstand. Damals gewann die Mannschaft von Trainer Ralf Peter die Partie klar mit 3:0 und wurde somit der erste U 17-Europameister der Juniorinnen. Denn das Turnier erlebte im vergangenen Jahr seine Premiere. "Frankreich ist schwer einzuschätzen", findet Anna Felicitas Sarholz. "Das ist eine neu zusammengestellte Mannschaft, so wie wir auch."

Deshalb will die Gymnasiastin, die von allen nur "Felix" genannt wird, erst gar nicht von einer Favoritenstellung des Titelverteidigers sprechen. "Wir haben eine neue Mannschaft, also wäre es für uns auch ein neuer Titel, ein neuer Pokal", bekräftigt sie. Von der Anfangsformation, die am 23. Mai 2008 in Nyon im Finale gegen Frankreich stand, sind bei der EM 2009 nur noch zwei Spielerinnen dabei.

Allerdings befinden sich auch sieben Spielerinnen im Kader, die bei der U 17-WM im November in Neuseeland die Bronzemedaille holten. Auch Anna Felicitas Sarholz. Doch nicht nur deshalb gilt sie als Führungsspielerin, als eine, von der auch schon mal eine deutliche Ansage kommt.

Ihr Vorbild: Toni Turek, ein "Held von Bern"



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Es geht derzeit Schlag auf Schlag im Leben der Anna Felicitas Sarholz. Vor knapp zwei Wochen feierte die Torfrau der U 17-Nationalmannschaft mit dem 1. FFC Turbine Potsdam die Deutsche Meisterschaft.

Vergangenen Sonntag war sie maßgeblich daran beteiligt, dass sich die Brandenburgerinnen den Titel im deutschen B-Juniorinnen-Endspiel mit einem 6:5 (1:1/0:1) nach Elfmeterschießen gegen den FCR 2001 Duisburg sicherten. Zwei Strafstöße hielt sie, den entscheidenden verwandelte Anna Felicitas Sarholz selbst.

Ab Montag steht die 16-Jährige bei der U 17-Europameisterschaft im schweizerischen Nyon zwischen den Pfosten. "Die Euphorie – vor allem nach dem B-Juniorinnen-Endspiel – nehme ich mit", sagt die 13-malige U 17-Nationalspielerin, die im Halbfinale, ab 18.30 Uhr auf Frankreich trifft.

"Eine neu zusammengestellte Mannschaft"

Und damit gegen jenen Gegner antreten muss, dem die DFB-Auswahl schon im Endspiel 2008 gegenüberstand. Damals gewann die Mannschaft von Trainer Ralf Peter die Partie klar mit 3:0 und wurde somit der erste U 17-Europameister der Juniorinnen. Denn das Turnier erlebte im vergangenen Jahr seine Premiere. "Frankreich ist schwer einzuschätzen", findet Anna Felicitas Sarholz. "Das ist eine neu zusammengestellte Mannschaft, so wie wir auch."

Deshalb will die Gymnasiastin, die von allen nur "Felix" genannt wird, erst gar nicht von einer Favoritenstellung des Titelverteidigers sprechen. "Wir haben eine neue Mannschaft, also wäre es für uns auch ein neuer Titel, ein neuer Pokal", bekräftigt sie. Von der Anfangsformation, die am 23. Mai 2008 in Nyon im Finale gegen Frankreich stand, sind bei der EM 2009 nur noch zwei Spielerinnen dabei.

Allerdings befinden sich auch sieben Spielerinnen im Kader, die bei der U 17-WM im November in Neuseeland die Bronzemedaille holten. Auch Anna Felicitas Sarholz. Doch nicht nur deshalb gilt sie als Führungsspielerin, als eine, von der auch schon mal eine deutliche Ansage kommt.

Ihr Vorbild: Toni Turek, ein "Held von Bern"

"Ich bin Torfrau, da müssen klare Anweisungen kommen", erklärt die gebürtige Kölnerin, die einen der "Helden von Bern" ganz besonders verehrt: Toni Turek, Torwart der Weltmeister-Mannschaft 1954. "Er hat eine eindeutige Richtung vorgegeben. Das fasziniert mich", erklärt Anna Felicitas Sarholz, die auf dem Platz ebenfalls lautstark dirigiert. "Also nach unseren Spielen während der B-Juniorinnen-Meisterschaft war ich jedes Mal heiser."

Selbstbewusst ist sie, die Erfolge im Verein, ihr starker Auftritt im Juniorinnen-Finale, beflügeln und bestärken sie. Schnurstracks geht Anna Felicitas Sarholz ihren Weg, und der heißt: alles geben für den Sport.

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Starker Wille schon im Kindergarten-Alter

Diese Willensstärke zeichnete sie schon im Kindergartenalter aus. Skepsis herrschte in ihrer Familie vor, als sie eines Tages nach Hause kam und mit Nachdruck verkündete, dass sie ab sofort bitteschön Fußball spielen möchte. "Bei uns in der Familie hat nie jemand Fußball gespielt und deshalb haben sich auch alle gedacht: Okay, lass sie mal, das gibt sich schon wieder", erzählt Anna Felicitas Sarholz.

Doch was zunächst als kindliche Laune betrachtet wurde, entwickelte sich schnell zu einer Leidenschaft. Über den SV Bübingen 09 und die SV Germania 08 Roßlau kam sie 2006 zum 1. FFC Turbine Potsdam.

U 17 vor A-Team: "Einen Schritt nach dem anderen"

Zielstrebig arbeitet Anna Felicitas Sarholz an sich. In der U 17-Nationalmannschaft beansprucht sie eine Führungsrolle und füllt diese auch aus. Ralf Peter sagt über sie: "Auf dem Platz präsentiert sie sich sehr präsent, dirigiert die Hintermannschaft und gibt der Abwehr Sicherheit."

An die Perspektive Frauen-Nationalmannschaft denkt Anna Felicitas Sarholz allerdings noch nicht. "Ich will erst mal einen Schritt nach dem anderen machen. Und der nächste Schritt für mich heißt U 17-EM." Dort will Anna Felicitas Sarholz, die am 5. Juli ihren 17. Geburtstag begeht, mit ihrer Leistung dazu beitragen, den Titel erneut zu holen.