Assistent Schüller erklärt's mal: Zeitverzögertes Fahnenzeichen

An jedem Bundesliga-Wochenende müssen Situationen blitzschnell erkannt, bewertet und anschließend Entscheidungen in Bruchteilen von Sekunden getroffen werden. "Nach dem Spiel ist vor der Diskussion" - nach diesem Motto sind strittige Situationen auch noch nach dem Spieltag oft Thema in Freundeskreisen, unter Kollegen und in den Medien.

In der Rubrik "Ich erklär's mal..." erläutern DFB-Schiedsrichter gegenüber DFB.de ihre Entscheidungen und bringen Klarheit in vermeintlich unklare Spielszenen. Nach dem 12. Spieltag erklärt Schiedsrichter-Assistent Markus Schüller exklusiv, warum er mit der offenen Fahnenanzeige bewusst abgewartet hat.

DFB.de: Beim Spiel Augsburg gegen Frankfurt erzielte der Augsburger Angreifer Gregoritsch in der 23. Minute das vermeintliche 1:1. Nachdem der Ball die Torlinie überquerte, kam jedoch ein sehr spätes Fahnenzeichen und Schiedsrichter Felix Zwayer nahm den Treffer nach Bestätigung des Video-Assistenten zurück. Herr Schüller, warum haben Sie als zuständiger Schiedsrichter-Assistent nicht früher die Fahne gehoben und die strafbare Abseitsposition schon in der Entstehung aufgedeckt?

Markus Schüller: Da hier eine knappe, zentrale strafbare Abseitsstellung mit einer aussichtsreichen Torchance vorlag, erfolgte mein Fahnenzeichen zeitverzögert beziehungsweise nach Beendigung des Angriffs. Somit wurde das Spiel von uns nicht frühzeitig unterbrochen und der Video-Assistent hätte im Falle einer falschen Wahrnehmung noch korrigierend eingreifen können.

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An jedem Bundesliga-Wochenende müssen Situationen blitzschnell erkannt, bewertet und anschließend Entscheidungen in Bruchteilen von Sekunden getroffen werden. "Nach dem Spiel ist vor der Diskussion" - nach diesem Motto sind strittige Situationen auch noch nach dem Spieltag oft Thema in Freundeskreisen, unter Kollegen und in den Medien.

In der Rubrik "Ich erklär's mal..." erläutern DFB-Schiedsrichter gegenüber DFB.de ihre Entscheidungen und bringen Klarheit in vermeintlich unklare Spielszenen. Nach dem 12. Spieltag erklärt Schiedsrichter-Assistent Markus Schüller exklusiv, warum er mit der offenen Fahnenanzeige bewusst abgewartet hat.

DFB.de: Beim Spiel Augsburg gegen Frankfurt erzielte der Augsburger Angreifer Gregoritsch in der 23. Minute das vermeintliche 1:1. Nachdem der Ball die Torlinie überquerte, kam jedoch ein sehr spätes Fahnenzeichen und Schiedsrichter Felix Zwayer nahm den Treffer nach Bestätigung des Video-Assistenten zurück. Herr Schüller, warum haben Sie als zuständiger Schiedsrichter-Assistent nicht früher die Fahne gehoben und die strafbare Abseitsposition schon in der Entstehung aufgedeckt?

Markus Schüller: Da hier eine knappe, zentrale strafbare Abseitsstellung mit einer aussichtsreichen Torchance vorlag, erfolgte mein Fahnenzeichen zeitverzögert beziehungsweise nach Beendigung des Angriffs. Somit wurde das Spiel von uns nicht frühzeitig unterbrochen und der Video-Assistent hätte im Falle einer falschen Wahrnehmung noch korrigierend eingreifen können.